Folien „Un(der)cover“ online

Juli 14th, 2010 von aude

Jens Liebchen und Patrick Hof von Redteam-Pentesting haben die Folien ihres hervorragenden Vortrages auf der Jahreskonferenz des netzwerk recherche 2010 auf der Publikationsseite von Redteam-Pentesting zum freien Download veröffentlicht:
Un(der)cover - Von der Online-Recherche hin zur gezielten Generierung neuer Informationsflüsse
(PDF, 42 S., 3.787 KB)

Handout Quellenprüfung online

Juli 14th, 2010 von aude

Das Handout zu meinem Referat auf dem Jahrestreffen 2010 des netzwerk rechercher (Hamburg, Fr., 09.07.2010)
Die Ente bleibt draußen - Quellenprüfung im Internet“ mit Linkliste am Ende der Datei steht auf meinem Server www.ude.de zum Download (PDF-Datei, 28 S., 49 KB)

Ein Artikel von mir zu dem Thema ist in der nr-Werkstatt 9: Quellenmanagement – Quellen finden und öffnen nachgedruckt („Wahrheitsfindung“, S. 87 ff.)

OpenData und Journalismus - Folien online

Juli 12th, 2010 von Matthias Spielkamp

Am Samstag habe ich gemeinsam mit Lorenz Matzat beim Jahrestreffen des Netzwerks Recherche einen Workshop zum Thema „OpenData und Journalismus“ geleitet. Hier sind die Folien:

Außerdem nochmal mal als PDF (2,4 MB) zum Runterladen.

Uwe Krüger: Top-Journalisten und ihre Nähe zu Politik und Wirtschaft: Ergebnisse einer Netzwerkanalyse

Juli 9th, 2010 von Matthias Spielkamp

Uwe Krüger vom Institut für praktische Journalismusforschung an der Uni Leipzig präsentierte in seinem Vortrag „Top-Journalisten und ihre Nähe zu Politik und Wirtschaft“ die Ergebnisse seiner Netzwerkanalyse deutscher Journalisten. Dabei geht es darum herauszufinden, in welchen Gremien, Organisationen und / oder Unternehmen einflussreiche Journalisten vertreten sind. Leider sind die sehr spannenden Folien nicht online.

Besonders interessant waren die Netzwerkstrukturen, in die Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ), Stefan Kornelius (SZ) und Josef Joffe (ZEIT) eingebunden sind, darunter Organisationen wie die Deutsche Atlantische Gesellschaft, Atlantik-Brücke, Münchner Sicherheitskonferenz oder M100 Sanssouci Colloquium.

Krügers Thesen: durch eine derartige Eingebundenheit können ein transatlantischer und neoliberaler Bias entstehen, eine Eliten-Sicht dominiert, andere Perspektiven werden vernachlässigt, es kommt zu Mainstream-Effekten aufgrund
ähnlicher Netzwerke.

Ein Beispiel zur Illustration war die Berichterstattung in der Bild, in der der Artikel „‘Atlantik-Brücke’ verabschiedet Erklärung von Mumbai“ bebildert wurde mit einem Gruppenfoto prominenter Unterzeichner (Roland Berger, der damalige EADS-Chef Thomas Enders), auf dem im Original auch Atlantik-Brücken-Mitglied und Bild-Chef Kai Diekmann zu sehen war - auf dem Foto, das in der Bild erschien, war er herausgeschnitten.

In der sehr erregten Diskussion ging es anschließend darum, wie weit die Mitgliedschaften in derartigen Netzwerken die „Lebensader des Journalismus“ sind, wie ein Teilnehmer sagte, oder bedeuten, dass Journalisten ihre Distanz aufgeben. Krüger verwies auf die The New York Times Company Policy on Ethics in Journalism, in dem es in der Sektion Serving the Community heißt:

Journalists should stand apart from institutions that make news. Staff members may not serve on government boards or commissions, paid or unpaid. They may not join boards of trustees, advisory committees or similar groups except those serving journalistic organizations or otherwise promoting journalism education. Depending on circumstances, newsroom heads may permit staff members to serve on a board of trustees or visitors for a school, college or university, especially one with a family connection. Upon request, newsroom heads may also authorize a staff member to appear before a local school board to advocate decisions that may directly affect the journalist’s children, but only if the issue falls outside the staff member’s coverage responsibilities.

Zum Thema ein Beitrag von Oliver Trenkamp: Sagen Sie jetzt nichts! - Die Freiheit der Presse in den Hinterzimmern der Macht: Wie Politiker, Pressesprecher und Journalisten aushandeln, was in der Zeitung steht:

Politik und Journalismus in Berlin, das ist großes Theater mit festen Rollen und exakter Choreographie. Das Thema jeder Vorstellung: Streit und Konflikt. Auf der Bühne stehen sich gegenüber: Minister, Parlamentarier, Pressesprecher auf der einen, Redakteure, Korrespondenten, Berichterstatter auf der anderen Seite – die Mächtigen und ihre Kontrolleure. Ihre Waffen: verdrehte Endlos-Sätze und provozierende Fragen. Jenseits des Scheinwerferlichts, auf der Probebühne, rücken Politiker, Pressesprecher und Journalisten jedoch zusammen. In den Hinterzimmern der Macht handeln sie aus, was in der Zeitung steht – und was besser nicht; geschützt durch Vertraulichkeit und Informalität. Sie verwenden eigene Codes, und es gilt eine strikte Hausordnung. Wer sich nicht daran hält, muss draußen bleiben. Die Wissenschaft wagt nur selten einen Blick hinter die Kulissen. Aber wie steht es um die Freiheit der Presse im Verborgenen?

Sagen Sie jetzt nichts!

Die Freiheit der Presse in den Hinterzimmern der Macht: Wie Politiker, Pressesprecher und Journalisten aushandeln, was in der Zeitung steht

Von Oliver Trenkam

Online-Trainer-Treffen am 8. Juli in Hamburg

Juli 5th, 2010 von Marcus Lindemann

Am kommenden Donnerstag trifft sich ein Dutzend Online-Recherche-Trainer an der Akademie für Publizistik in Hamburg, darunter auch die Macher dieses Blogs.
Die Anmeldung für Recherchetrainer ist noch möglich - dazu einfach kurz einen eigenen kurzen Programmvorschlag und ein paar Infos zur Person an lindemann [at] autorenwerk.de mailen!

10.30 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde

11.00 Uhr Manfred Redelfs: Vorstellung Lehrmodul Online-Recherche Henri-Nannenschule
anschl. Diskussion: Probleme bei Seminaren/Didaktik der Online-Recherche

12.00 Uhr Didaktik der Online-Recherche: Übungen für Online-Seminare

Könnt Ihr bitte jeder eine Übung mitbringen und vorstellen?

13.00 Uhr Mittagspause

Ab hier folgendes Format: 10 minütige Präsentationen mit jeweils 10 Minuten Zeit für Fragen/Anmerkungen:

14:00 Uhr Marco Maas: Calvinisten-Recherche (http://www.wortfeld.de/2007/04/die_calvinisten_1/)
und semantische Suche am Beispiel gopubmed.com (zwei Blöcke)
Sebastian Mondial: Open-Source-Gis: Daten aus D & EU in zehn Minuten visualisieren und für das Web vorbereiten.
Max Ruppert: Recherche in Polen (AT)

15.00 Uhr Rund um Google
Marcus Lindemann: Search-Makros und google-Ads in der Recherche (1 Block)
Claus Hesseling: Firefox: „Ein Schlüsselwort für die Suche hinzufügen“ und yahoo pipes (1 Block)

Austausch: Was tut sich bei Google? Über Ungereimtheiten und Neues in der Google-Suche (Input & Moderation: Marcus Lindemann)
(Stichwörter: einzelne Wörter in Anführungszeichen, * als NEAR-Operator, falsche (?) Trefferzahlen in der OR-Suche, google caffeine).

16.00 Uhr Tools & Plugins
Claus Hesseling: Wikitrust & Default User Agent: der Abendblatt-Hack (1-2 Blöcke)
Boris Karthäuser: htttrack und ggf. 1 weiterer Block nach Wahl

Austausch: Was sind die wichtigsten Tools & Plugins?

17.00 Social Networks
Gottlob Schober: Twitter bei der Wahl des Bundespräsidenten (Case-Study)
Matthias Spielkamp: Twitter in der Recherche (Clients und Listen sinnvoll verwenden, wie funktioniert Rivva Social)

Austausch: Recherche in Sozialen Netzen (Input & Moderation: N.N. Matthias?)
(Bitte bringt doch, so vorhanden, eigene Beispiele mit.)

Ende gegen 18 Uhr

Unsere Workshops auf der #nr10- Jahrestagung des Netzwerk-Recherche 2010

Juni 10th, 2010 von Marcus Lindemann

Die Macher dieses Blogs präsentieren auf der Jahrestagung des Netzwerk Recherche am 9./10. Juli 2010 in Hamburg (Programm hier) die Workshops zu „Computer & Recherche“ - die ausführliche Beschreibung der Workshops finden Sie hier:

Computer & Recherche: Fact-Checking im Internet

    Marcus Lindemann (autoren(werk)

    Wieviel Geld hat Friede Springer Matthias Döpfner geschenkt? Wieviel Schenkungssteuer muss Döpfner dafür zahlen? Wie lang ist der Rhein? Wo liegt Hassloch? – Täglich werden -auch in den sogenannten Qualitätsmedien- falsche Fakten berichtet, obwohl sich vieles davon schnell und zuverlässig online recherchieren lässt. Der Workshop zeigt beispielhafte Fehler von Handelsblatt, Süddeutscher Zeigung und Co – und wie sie mit etwas Online-Recherche zu vermeiden gewesen wären.
    Der Schwerpunkt liegt auf Fehlern in Leitmedien, da sie sich von hieraus durch abschreibende Kollegen, die auf die großen angesehenen Blätter vertrauen, vervielfachen.

    Schneller, besser, tiefer: Methodisch online recherchieren

Marcus Lindemann, autoren(werk)

Der Workshop stellt Strategien für wiederkehrende Recherche-Muster vor: Wie kann ist etwas finden, wenn ich nicht weiß, wie es heißt? Wie kann ich zu einer Frage eine Online-Quelle gezielt befragen? Warum ist die Eingabe „Vorname Nachname“ in de google Suchschlitz keine gute Lösung für die Suche nach einer Person? Wie kann ich deep-web-Quellen erschließen? Wie finde ich Datenbanken zu jedem Thema?

Achtung: Der Workshop setzt Kenntnisse der Google-Syntax voraus und erklärt nicht, warum Suchmaschinen das deep web nicht erschließen!

Marcus Lindemann ist geschäftsführender Autor von autoren(werk) und produziert u.a. die non-fiktive Detektivreihe „WISO ermittelt“ für das ZDF. Er unterrichtet Recherche an Hochschulen und in der journalistischen Aus- und Weiterbidlung. Dort und in inhouse-Schulungen für Verlage und Sender haben schon Hunderte von Journalisten gelernt, wie sie Google in ihrem Alltag besser und effizienter nutzen können. Er bloggt zu Recherche-Themen zusammen mit anderen Recherche-Trainern auf recherche-info.de.

Der erste Open Data Hackday – eine Bilanz

April 23rd, 2010 von red

Hauke Johannes Gierow berichtet vom ersten Open Data Hackday in Berlin. Open Data wird Thema eines Workshops mit Lorenz Matzat bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche sein, der am 10. Juli um 11.30 Uhr beim NDR in Hamburg stattfindet. Anmeldungen für das Jahrestreffen sind ab sofort möglich.

Der erste deutsche Open Data Hackday (am 17./18. April) ist nun vorbei, und nach dem die meisten Teilnehmer schon während der re:publica fleißig dabei waren, sind Sie wohl größtenteils in einem Zustand euphorischer Erschöpfung wieder nach Hause gekommen. Viele neue Informationen, Anregungen, Ideen, Kontakte und viel Spaß hinterlassen halt auch ihre Spuren.

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Data Driven Journalism: Versuch einer Definition

April 20th, 2010 von red

Lorenz Matzat hat vergangene Woche im Blog des Open Data Network den folgenden Versuch einer Definition vorgestellt. Wir veröffentlichen den Text mit freundlicher Genehmigung; er steht unter der Lizenz CC-by-sa/3.0/de. Matzat wird Gast eines Workshops beim Jahrestreffen des Netzwerks Recherche sein, dass am 9. und 10. Juli in Hamburg stattfindet. Den genauen Termin geben wir bekannt, soblad er feststeht.

Das Internet ist nicht arm an Buzzwords – Schlagworten, die für einige Zeit Konjunktur haben und sich eben etablieren oder wieder verschwinden. Data Driven Journalism (DDJ) geistert vermehrt seit vergangenem Jahr durch das Web. Im März 2009 startet die englische Tageszeitung The Guardian auf ihrer Website das Datablog; es ist eingebettet in einen Datastore und dürfte bislang als Referenz für DDJ gelten. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde das Thema „Datenjournalismus“ in Deutschland durch die Zeitschrift „M – Menschen Machen Medien“ im März 2010 näher gebracht. Im Periodikum des Fachbereichs Medien der Gewerkschaft ver.di mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren ging es um die „Spannende Recherche im Netz“.

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re:publica: Open Data and Open Government

April 16th, 2010 von Matthias Spielkamp

Rob McKinnon stellt vor: OffeneDaten - ein Portal für offene Daten in Deutschland

McKinnon berichtet davon, dass in Großbritannien bereits drei Regierungsbehörden Open Hackdays veranstaltet haben, um von Hackern zu lernen, wie man Daten organisieren und zugänglich machen kann, die Hackern wiederum haben erfahren, welche Bedürfnisse Behörden haben.

Er kritisiert allerdings die bisher sehr restriktive Politik der EU, wenn es darum geht, tatsächlich Daten zur Verfügung zu stellen.

Kleine Linkliste zur Session mit Rob McKinnon über Open-Data-Projekte:

  • Free Risk: US-Site mit Informationen zur Kreditwürdigkeit (credit ratings)
  • Public Whip: Wahlverhalten der UK-Parlamentarier
  • Track Congress: Informationen über den US-Kongress
  • Meta-Seite: Wikipedia - Sammlung von Sites, die Gesetzgebungs- und andere Regierungsverfahren in vrschiebenen Ländern abbilden, indem sie relvante Dokumente zugänglich machen

Anatomy of Britain - herrliches Beispiel für Datenjournalismus, bevor es das Internet gab.

Morgen und übermorgen finden in Berlin die ersten deutschen Open Data Hackdays statt, bei der Projekte nicht nur vorgestellt, sondern auch entwickelt werden sollen.

Am 9. und 10. Juli wird in Hamburg die Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche stattfinden, bei der es ebenfalls einen Workshop zum Thema Open Government Data geben wird. Das Programm ist derzeit noch nicht veröffentlicht.

Datenvisualisierung: Die Diskussion

April 7th, 2010 von Matthias Spielkamp

Im „lab“, dem Trainingsblog der Deutschen Welle über „Neue Medien, multimediale Projekte, Anwendungen und Darstellungsformen im Netz“, hat Marcus Bösch einen Beitrag zur Datenvisualisierung geschrieben, worauf Jakob Jochmann (Mitbegründer und Herausgeber der Kontextschmiede) eine rege, lesenswerte Diskussion ausgelöst hat.

Da ich hier bei recherche-info.de der Visualisierungsbeauftragte bin, habe ich mich erstens auch beteiligt, zweitens die genannten Sites (Beispiele, Blogs etc.) bei Delicious etikettiert (bzw. „getagged“). “datenvisualisierung” ist zwar ein etwas sperriger Tag, aber dafür umso eindeutiger. Wäre schön, wenn alle Interessierten ihn im Blick behalten. Futter für die RSS-Reader.