Archive for May, 2008

Namen Googlen – nichts leichter als das?!?

Saturday, May 31st, 2008

Googlen können wir alle und Namen auf diese Weise zu „recherchieren“ ist doch kinderleicht.

Weit gefehlt, vor allem wenn es darum gehen soll, sehr umfangreich oder – soweit möglich – vollständig zu suchen.

Die drei häufigsten Fehler:

  1. Namen werden falsch geschrieben, auch in ansonsten seriösen Quellen.
  2. Nicht nur in Ergebnislisten von Sportvereinen oder Abiturprüfungen wird der Vorname nach dem Nachnamen aufgeführt, daher schließt die String-Suche (in Anführungszeichen) mit „Vorname Nachname“ solche Ergebnisse aus.
  3. Menschen mit einem zweiten Vornamen sind unberechenbar, ich verweise nur auf Henryk Mittelinitial Broder. Mal schreiben sie sich mit mal ohne Mittelinitial oder sie schreiben gar ihren Namen aus und schwups, wieder schließt die Stringsuche relevante Ergebnisse aus.

Immerhin kann man mit „Vorname * Nachname“ die Mittelinitial-Menschen finden, egal ob der Name ausgeschrieben, abgekürzt oder falsch geschrieben ist … Achtung: Treffer die den Namen ohne Mittelinitiale enthalten, werden dann nicht gefunden.

Besser also folgendes in den Suchmaschinen-Schlitz schicken:

"Vorname Nachname" OR "Nachname Vorname" OR "Vorname * Nachname"

(„Nachname Vorname *“ entfällt, da es die gleichen Ergebnisse liefert wie „Nachname Vorname“).

Was lehrt uns das? Bei seltenen Namen kann getrost auf die Anführungszeichen verzichtet werden, bei häufigeren Namen muss man sorgfältig mögliche Variationen abarbeiten – wenn es denn darum geht, möglichst viel zu erschliessen.

Dazu müsste dann die Suchzeile von oben in möglicherweise mehreren Durchgängen um denkbare Schreibfehler variiert werden. Etwa so:

"Vorname Nachnahme" OR "Nachnahme Vorname" OR "Vorname * Nachnahme"

Hier bei Journalismus & Recherche das ausführliche Handout zur Personensuche anhand eines Beispiels .

Kombinierbare Statistiken bei statista.org

Wednesday, May 21st, 2008

Christoph Drösser weist auf Zeit Online auf eine interessante Site hin:

Zahlen für die Massen: Ob zu Sex, Politik, Wirtschaft oder Demografie: Auf statista.org lassen sich beliebige eigene Statistiken basteln – aus haufenweise seriösen Daten.

Statista.org bietet derzeit etwa 1 Million freie Statistiken an – mit Quellenangabe, so dass deren Verläßlichkeit prüfbar ist. Man darf die Statistiken in Websites einbinden. Sehr schön ist, dass man die einzelnen Statistiken (mittels Flash-Animation) filtern, kombinieren und vergleichen kann. Nach erstem Test halte ich die Suchfunktion für gut.

Statista wird von der Statista GmbH mit Sitz in Hamburg betrieben. (2007 gegründet, 8 Mitarbeiter, Gründer und Geschäftsführer Friedrich Schwandt, Tim Kröger. Die Nutzung kostenfrei, anzeigenfinanziert).

Neue Studie zu Social Network Analysis

Tuesday, May 20th, 2008

Eigentlich wollte ich nur kurz auf die Studie von drei Forschern des MIT hinweisen: Inferring Social Network Structure using Mobile Phone Data.

Gefunden bei der Humanistischen Union via netzpolitik.org. Weitere Meldung beim VirDSB.

Vor dem Hintergrund der Vorratsdatenspeicherung elektronischen Totalüberwachung ist die Studie eine gute Argumentationshilfe:

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Wissen spart Telefongroschen

Saturday, May 10th, 2008

Schöne Infoseite, die Nora Kraft in der FAZ am Sonntag (4. Mai, S. 53) präsentiert: Telefonnummern anzurufen, die mit 0180 beginnen, kostet Geld. Von 3,9 Cent bis 14 Cent pro Minute. Die Gröschlein kann man sich sparen, denn die meisten Firmen, die diese Nummern angeben, haben auch „normale“ Festnetznummern. Welche das sind, zeigt das 0180-Telefonbuch von teltarif.de.

Suchen kann man man nach dem Firmennamen, der 0180er-Nummer und der „Ersatznummer“. Außerdem gibt’s einen alphabetischen Index nach Firmennamen. Letzter verzeichnet allein unter „A“ über 1500 Einträge.

Journalistischer Umgang mit Zahlen

Tuesday, May 6th, 2008

Hier meine Präsentation zum Thema für die Teilnehmer des Workshops in Wittenberg. Mehr zum Thema demnächst hier!journalistischer-umgang-mit-zahlen