Archive for June, 2008

Albrecht Ude: Entenjagd – Quellenprüfung online

Thursday, June 26th, 2008

Weil ich mit Marcus zusammen das ganze Panel organisiert habe, musste ich auch schierem Zeitmangel den Vortrag nochmal halten, den ich schon beim letzten Jahrestreffen zum Besten gab. Immerhin hatte ich Zeit, ihn nochmal zu überarbeiten.

Hier sind die Folien (PDF-Datei, 24 S., 50 KB)
und die Linkliste (PDF-Datei, 4 S., 20 KB) dazu.

Nach dem Vortrag im letzten Jahr hatte ich zu dem Thema einen Fünfseiter in der c’t, der (mit Genehmigung der Redaktion) in der nr-Werkstatt 9 nachgedruckt ist:
Quellenmanagement – Quellen finden und öffnen / Hrsg.v. netzwerk recherche e.V. Konzeption: Dr. Thomas Leif (verantw.) Redaktion: Thomas Schnedler. Redakt. Mitarbeit: Daniel Bouhs
Wiesbaden : netzwerk recherche, 6/2008. - 140 S., brosch.
(nr-Werkstatt ; Bd. 9)

(PDF-Datei, 140 S., 888 KB)

Update [21.02.2011]:
Eine Ergänzung zum Thema gibt es hier:
PR in der Wikipedia.
Viel Spaß!

Dirk Lewandowski: Alternativen zu Google

Thursday, June 26th, 2008

Dirk Lewandowski ist Professor für Information Research und Information Retrieval an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). Suchmaschinen sind also Teil seiner Forschung, was man leicht an seinen Publikationen sehen kann.
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Jan K. Köcher: Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung & Co. – Recht und Gesetz sind nicht immer das Selbe

Wednesday, June 25th, 2008

Rechtsanwalt Dr. iur. Jan K. Köcher hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Rechtswissenschaft studiert. Nach Abschluss seines juristischen Vorbereitungsdienstes in Baden-Württemberg arbeitete er von 2003 bis Mitte 2007 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Recht im DFN am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster bei Professor Dr. Thomas Hoeren. Seine Promotion zum Thema „Quotenregelungen im Rundfunk“ konnte er Ende 2007 erfolgreich abschließen.
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NR-Jahrestreffen 2008: Programmübersicht des Panels „Recherche Online“

Wednesday, June 25th, 2008

Wie angekündigt, sollen alle Beiträge zum Panel „Recherche online“, die auf dem Jahrestreffen des Netzwerk Recherche e.V. am 13./14. Juni 2008 im Hamburg gehalten wurden, in diesem kleinen Weblog dokumentiert werden. Hier die Programmübersicht, die Links auf die einzelnen Postings werden nachgetragen.

nr Jahrestreffen 2008, Programmübersicht des Panel „Recherche Online“
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Alles böse im Netz, oder was? (Studie LfM, Teil II)

Monday, June 23rd, 2008

Er hat es schon wieder gesagt: Alles wird schlimmer mit der Recherche und schuld ist das Internet; Selbstreferentialität sei eine Folge des Internets, gab Thomas Leif (Vorsitzender Netzwerk Recherche e.V.) zu Protokoll – auch wenn das vorangegangene Podium schon zu dem Konsens gekommen war, dass diese Trends weder neu, noch ursächlich mit dem Internet zusammenzubringen seien …
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Journalisten sind nur Durchschnitt

Monday, June 23rd, 2008

Das ist das Ergebnis einer Studie der Landesanstalt für Medien NRW (LfM). Dass Journalisten die durchschnittliche Bevölkerung abbilden, scheint wünschenswert, wenn auch realitätsfern.

Schlimmer wird es, wenn -wie nun festgestellt wird- Journalisten bei der Recherche im Internet nur so gut sind wie der Durchschnitt.

Die Studie offenbart ein großes Defizit in der Aus- und Fortbildung - so weit, so erwartbar. Interessant ist das auch Ergebnis eines Teils der Studien, in dem Journalisten einfache Rechercheaufgaben online lösen mussten. Hier schnitten erstaunlicherweise ältere Kollegen mit mehr Berufserfahrung besser ab, als die jüngeren mit weniger Berufserfahrung. Im Durchschnitt waren beiden Gruppen zusammen aber nur Durchschnitt.

Das Erfolgsgeheimnis der Älteren: Ergebnisse lesen und mit den gewonnenen Inhalten die eigene Suchanfrage zu verbessern. Hab ich doch schon immer empfohlen.

Wohltuend auf dem Podium, das gerade die Ergebnissse der Studie diskutiert, fällt Lorenz Maroldt vom Tagesspiegel auf. Zum einen weist er darauf hin, dass durch die Möglichekeiten der Onlinerecherche vermutlich mehr Überprüfungsrecherchen denn je stattfinden; zum anderen gab es ja Fakes und Falschmeldungen schon lange vor Beginn des Onlinezeitalters.

Soweit mal zur Tagung, mehr folgt im Laufe des Nachmittags.

Hier noch ein paar in den Raum zu werfende Thesen zum Thema:

Nicht alles, was in der Wikipedia steht, ist falsch oder auch nur fragwürdig.

Professor Schneider von der LFM empfiehlt, die Trefferzahl durch die Verwendung des Operators „UND“ um den Faktor 1 hoch 9 zu minimieren. RTL-Peter-Klöppel weist darauf hin, dass 1 hoch 9 auch nur eins sei. Das ist doch ne Supermethode, die in der Studie gar nicht vorkommt: Mitdenken.

Während alle immer darauf hinweisen, dass Google keine unabhängige Suchmaschine sei und die Trefferlisten natürlich das Ergebnis einer Filterung sind, hat mir noch keiner erklärt, was man denn nun besser machen solle oder wo google für den journalistischen Alltag verzerrte Ergebnisse liefert.

Erstaunliches Teilergebnis: Die Suche von Kontaktdaten ist der Haupteinsatzzweck der Internetrecherche. Wenn damit gemeint ist, dass tatsächlich Telefonnummern und (Internet-)Adressen online gesucht werden, verwundert mich das.

Super: Das Archiv der Times – (vorläufig)* frei und kostenlos

Tuesday, June 17th, 2008

Dem Kress-Report entnehme ich, dass die Times ihr Archiv online frei zugänglich gemacht hat – bis einschliesslich 1985. So what?

Die meisten deutschen Medien haben gar keine elektronische Datenbasis, um Zeitungen aus den 80er Jahren online zugänglich (und Volltext durchsuchbar!) zu machen. Einzige Ausnahmen etwa unter den bei genios zugänglichen Zeitungsarchiven sind die Wirtschaftswoche (seit 1984) und das Handelsblatt (seit 1986). Doch die Pointe kommt noch.

Das Online-Archiv der Times ist zwar nur bis zum 31.12.1985 frei zugänglich, dafür sind aber alle Ausgaben dabei und das heißt, Alles seit dem 1.1.1785 (in Worten: siebzehnhundertfünfundachtzig). Mal so eben 200 Jahre!

Erst die BBC, dann das jetzt. Ach England, Du hast es besser.

Bericht über den WM-Sieg 1966 in Wembley

Die Exekution von Marie Antoinette

Erster Beitrag über „Jack the Ripper“

Titelseite der ersten Ausgabe vom 1. Januar 1785

(Ideen zu den Links auch vom Kress-Report übernommen.)
* die Ergänzuung „vorläufig“ wurde nach dem Kommentar von JMI vorgenommen

Journalismus & Recherche bei der Jahrestagung des Netzwerk Recherche

Monday, June 16th, 2008

Obwohl das netzwerk recherche zweifelsohne nicht internetaffin, sondern fast schon als technophob zu bezeichnen ist, gibt es dort seit Jahren eine Nischenveranstaltung, die sich computergestützten Recherchemethoden widmet. Journalismus & Recherche ist letztlich nichts anderes als das Blog hinter den Machern der CAR-Workshops.

Die Präsentationen, die auf der Tagung gehalten wurden, finden Sie hier online, so auch die Präsentationen der Jahrestagung am vergangenen Wochenende in Hamburg.

Verschlossene Auster 2008 an Thomas Bach und das IOC

Saturday, June 14th, 2008

Das Netzwerk Recherche verleiht die Verschlossene Auster 2008 an das Internationale Olympischen Komitee und seinen Vizepräsidenten Thomas Bach, ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Die Laudatio hält gerade Andrew Jennings. Das Transkript reichen wir nach, so bald wir es in die Finger kriegen.

Viel Geld zu vergeben

Friday, June 13th, 2008

Eben gefunden im frisch erschienen Newsletter des Netzwerks Recherche: Das Magazin Neon, Ableger des Stern (für Leser unter 40 …), vergibt ein Recherchestipendium über 10.000 Euro.

Bis zum 15. August 2008 können sich Journalisten unter 40 Jahren bei Neon um ein Recherche-Stipendium bewerben. Die fünf besten Exposés sollen mit je 10.000 Euro gefördert werden, die fertigen Geschichten erscheinen – soweit thematisch passend – exklusiv in Neon . Über die Vergabe entscheiden die, die auch sonst über den Inhalt des Blattes entscheiden: die Neon-Chefredakteure Timm Klotzek und Michael Ebert sowie die Neon-Herausgeber und Stern-Chefredakteure Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

Mehr Infos zum Recherchestipendium bei Neon.