Archive for July, 2008

Unsichtbares sichtbar und kommunizierbar machen

Sunday, July 20th, 2008

Vortrag auf dem Jahrestreffen 2008 des netzwerk recherche, Freitag, 13. Juni 2008, 15:00 Uhr von PD Dr. Lothar Krempel (Max-Planck Institut für Gesellschaftsforschung MPIfG, Köln).
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Hey, hey Wiki – Wissensmanagement für Journalisten

Saturday, July 19th, 2008

Vortrag auf dem Jahrestreffen 2008 des netzwerk recherche, Freitag, 13. Juni 2008, 14:00 Uhr von Anton Simons (Redakteur der Rhein-Zeitung, Koblenz).
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Tautologisches Mißverständnis bei der FAS

Sunday, July 13th, 2008

Kein schwerwiegender Fehler, er ärgert mich aber doch zu sehr, um ihn zu beschweigen. Reiner Hank und Winand von Petersdorff schreiben am 29. Juni im Wirtschaftsteil der FAS: „Der neue Preis der langen Wege“ über den Anstieg der Transportkosten und deren Auswirkungen auf die Globalisierung. (Bei faz.net nicht online, aber im dankenswerterweise beim HWWI).

Da heißt es:
Die Containerschiffe drosseln das Tempo, reduziert doch schon eine Verlangsamung um fünf Knoten je Stunde den Treibstoffbedarf um die Hälfe.

Fünf Knoten je Stunde - was soll das sein, wie soll das gehen? Der „Knoten“ ist die Maßeinheit für die Geschwindigkeit von Schiffen, ein Knoten bedeutet eine Seemeile pro Stunde, was 1,852 Kilometern pro Stunde entspricht. Das „pro Stunde“ ist im Terminus „Knoten“ also schon enthalten.

Naja, Seefahrtsterminologie, halt nicht so gebräuchlich an Frankfurter Schreibtischen. Alternativ hätte man ja auch schreiben können, dass die Verlangsamung um 9,26 Stundenkilometer pro Stunde …

Bestätigt: Google arbeitet an Street View Berlin

Thursday, July 10th, 2008

Wie wir bereits vor 9 (!) Tagen berichteten und mit Foto belegt haben, fotografiert Google derzeit Berlins Straßenzüge. ddp berichtet heute Details - so gibt es natürlich einen Streit um den Datenschutz und die Frage der Anonymisierung.

Wie das Endprodukt einmal aussehen soll, kann man sich hier an den Beispielen Time Square, Golden Gate Bridge und South Beach (Miami) ansehen.

Google Maps next geration – Berlin wird erfasst

Tuesday, July 1st, 2008

Opel-PKW mit Kamera-Aufbau, unterwegs in Berlin, Kennzeichen: HH-GG … Google fährt mit einem sehr auffälligem Auto durch Berlin. Auf dem Mast auf dem Dach sind 5-6 Kameras angebracht, in den Kästen darunter vermutlich GPS und anderer Kram.

Schon das Kennzeichen deutet auf Google hin; an der Seite habe ich aber auch das Logo gesehen (aber leider nicht fotografieren können).

Das Internet ist schuld (Teil 2)

Tuesday, July 1st, 2008

Ich habe ja schon über den amüsanten Auftritt von Thomas Leif bei der Vorstellung einer Studie über Internet-Recherche geschrieben und ihm hier widersprochen. Kurz gesagt geht es um die Frage, ob die Nutzung des Internets schuld an bestimmten journalistischen Fehlleistungen ist oder nicht. Das gleichzeitige Auftreten von zwei Phänomenen bedingt ja noch keine Kausalität.
Wie schon in der Einleitung zum Medienkodex geben Leif & Co. dem Internet die Schuld.
„Neue Technologien und zunehmender ökonomischer Druck gefährden den Journalismus.“
Ich sehe das anders und glaube, dass Journalisten schon immer selbstreferentiell waren, das Internet macht das natürlich leichter. Zugespitzt würde ich sagen, dass Faulheit, Eitelkeit und pseudo-Zwänge der Branche jeweils eine größere Rolle als Ursachen für Recherche-Fehlleistungen darstellen als das Internet.

Sehr schön kommt diese Kontroverse im Deutschlandfunk-Beitrag von David Goeßmann raus:

“(…) Für Thomas Leif von netzwerk recherche sind die Ergebnisse der Studie alarmierend. Er fordert eine Zuspitzung der Debatte.

„Journalisten beziehen sich immer mehr auf bereits von anderen Journalisten hergestelltes Material. Sie bearbeiten Informationen, die von außen zu ihnen gehen. Aber sie organisieren immer weniger eigene Geschichten, eigene Stories, und vor allem orginelle eigenwertige Recherchen. So dass es die Tendenz gibt, dass recycelt wird und man sich immer mehr aufeinander bezieht und nicht auf das was wirklich ist.“

Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegels, hält die Studie demgegenüber für überzogen. Dass durch den Rückgriff auf das Internet der Gegencheck seltener stattfinde, hält Maroldt für nicht bewiesen.

„Früher ohne Online hats das genauso gegeben. Wurde genauso Quellen geglaubt. Vielleicht wurde sogar Quellen noch eher direkt geglaubt. Und durch die Möglichkeit über Google einen schnellen Gegencheck zu machen, ist man vielleicht eher in der Lage schnell zu überprüfen, ist das denn plausibel, was mir da einer erzählt. Ich glaube, dass Problem wird da von der falschen Seite beschrieben.“„

Der Position Maroldts ist erstmal nichts hinzuzufügen.