Schweizer Studie: Suchmaschinen und E-Mail wichtigste Werkzeuge für Journalisten

Für das Institut für Angewandte Medienwissenschaften (IAM, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) und die Bernet PR AG für Kommunikation haben Guido Keel und Marcel Bernet eine Studie publiziert:

IAM-Bernet-Studie Journalisten im Internet 2009 : Eine repräsentative Befragung von Schweizer Medienschaffenden zum beruflichen Umgang mit dem Internet / von Guido Keel ; Marcel Bernet. - Juli 2009 (PDF-Datei, 40 S., 286 KB)

Die Studie ist die dritte nach früheren in den Jahren 2002 und 2005. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt’s beim Zürcher Presseverein, die Diskussion der Ergenisse bei Bernet.

In Kurzform (und ohne die Studie bereits en detail gelesen zu haben): Sehr lesenswert sind die Schlussfolgerungen, die es gleich dreimal gibt: Allgemein, für PR-Verantwortliche und für Journalisten.

Das Internet ist zur Hauptquelle für Informationen geworden, wobei „Internet“ vor allem Wikipedia, Suchmaschinen und E-Mail meint, „Suchmaschinen“ wiederum Google - eine Tatsache, die vermutlich nicht nur für die Schweiz gilt. Google ist „Ausgangspunkt jeder Online-Recherche“, „Wikipedia gilt als glaubwürdig“.

Die Bedeutung des Web 2.0 ist gestiegen, vor allem Blogs werden genutzt. Twitter und auch RSS-Feeds spielen keine große Rolle.

Generell „ganz zuoberst auf der Erwartungsliste: Kontaktadressen, Zahlen und Daten, Hintergrundmaterial, Pressemitteilungen. Im Vergleich mit der ersten Erhebung zeigt sich eine Professionalisierung – Journalistinnen und Journalisten nutzen gut gemachte Mediencorner fürs schnelle Prüfen von Fakten und eine allfällige Kontaktaufnahme.“

Aus den Schlussfolgerungen für Medienschaffende scheinen mir drei besonders wichtig:

  • Medienschaffende brauchen mehr als das Internet
  • Google nicht nur verwenden, sondern auch verstehen
  • Ein kompetenter Umgang muss gelernt sein

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