Der erste Open Data Hackday – eine Bilanz

Hauke Johannes Gierow berichtet vom ersten Open Data Hackday in Berlin. Open Data wird Thema eines Workshops mit Lorenz Matzat bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche sein, der am 10. Juli um 11.30 Uhr beim NDR in Hamburg stattfindet. Anmeldungen für das Jahrestreffen sind ab sofort möglich.

Der erste deutsche Open Data Hackday (am 17./18. April) ist nun vorbei, und nach dem die meisten Teilnehmer schon während der re:publica fleißig dabei waren, sind Sie wohl größtenteils in einem Zustand euphorischer Erschöpfung wieder nach Hause gekommen. Viele neue Informationen, Anregungen, Ideen, Kontakte und viel Spaß hinterlassen halt auch ihre Spuren.

Am Freitag beschäftige sich die re:publica in einem Schwerpunkt mit Open Data und Open Government. Rob McKinnon stellte hier seine Projekte vor, Jack Thurston präsentierte Farmsubsidy.org und Stefan Gehrke diskutierte mit Vertretern aus Zivilgesellschaft und Verwaltung über das Thema „Open Data in Deutschland“. Urs Kleinert zeigte in einem Workshop, wie man sich als Journalist selbst offene Datensätze schaffen kann, Lorenz Matzat erläuterte in seinem Vortrag über „Data-Driven Journalism“ wie man diese Daten praktisch anwenden kann.

Der Hackday begann am Samstag mit Ideenaustausch und Präsentationen, am Sonntag wurde dann an konkreten Projekten „gehackt“. Interessant zu sehen war für mich (als „Nicht -Programmierer“) wie schnell mit vorhandenen Datensätzen neue Anwendungsbereiche erschlossen werden können (wie etwa eine Grafik zur Visualisierung der Farmsubsidy.org, Daten in den deutschen Bundesländern oder auch der Preview einer Erweiterung von Stefan Wehrmeyers Mapnificient-Projekt um ein Layer mit den Daten des Konjunkturpakets II). Während des Hackdays wurde auch das Portal offenedaten.de vorgestellt, ein von der community betriebenes data.gov. Eine kurze Dokumentation der Projekte gibt es hier.

Alle beteiligten sind sich einig: Dies war erste der Anfang! Damit keiner lange warten muss: am 8./9. Mai geht es auf dem Open Democracy Camp im Berliner Newthinking Store weiter. Und wer nicht bis dahin warten möchte: unser Wiki hat jederzeit geöffnet und ist bereit neue Projekte aufzunehmen. Wir freuen uns schon auf euch und eure neue Ideen, Daten und Anwendungen.

Sieht man sich die Open Data Veranstaltungen auf der re:publica, die positive Presseberichterstattung sowie die hohe Teilnehmerzahl (ca. 60 am ersten und 30 am zweiten Tag) des Hackday an, so wird klar: die vergangene Woche war eine gute für die Open Data Bewegung in Deutschland.

Schöne Bilder von der Veranstaltung gibt es bei Flickr, wer noch zusätzliche Bilder hat, kann diese gerne hochladen.

Während der Veranstaltung wurden Online-Live Notizen angelegt.

Ein Pressespiegel findet sich auf der Hackday-Seite, dort ist auch unsere eigene Pressemitteilung einsehbar.

Alle interessierten können sich auf unserer Mailingliste eintragen oder Mitglied im Open Data Network e.V. werden.

Wir veröffentlichen den Text, zuerst erschienen im Blog des Open Data Networks,  mit freundlicher Genehmigung; er steht unter der Lizenz CC-by-sa/3.0/de.

One Response to “Der erste Open Data Hackday – eine Bilanz”

  1. Mathias Says:

    Ich konnte dieses jahr leider nicht zum Open Data Hackday kommen, aber ich hoffe das es das nächste mal klappt, will es unbedingt mal sehen:)