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	<title>Journalismus &#38; Recherche &#187; In eigener Sache</title>
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	<description>Tipps, Tricks und Fundsachen zu journalistischer Recherche und computer-assisted reporting</description>
	<lastBuildDate>Wed, 14 Jul 2010 21:45:37 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Online-Trainer-Treffen am 8. Juli in Hamburg</title>
		<link>http://recherche-info.de/2010/07/05/online-trainer-treffen-am-8-juli-in-hamburg/</link>
		<comments>http://recherche-info.de/2010/07/05/online-trainer-treffen-am-8-juli-in-hamburg/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 09:13:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreskonferenz 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk Recherche]]></category>
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		<description><![CDATA[Am kommenden Donnerstag trifft sich ein Dutzend Online-Recherche-Trainer an der Akademie f&#252;r Publizistik in Hamburg, darunter auch die Macher dieses Blogs. Die Anmeldung f&#252;r Recherchetrainer ist noch m&#246;glich - dazu einfach kurz einen eigenen kurzen Programmvorschlag und ein paar Infos zur Person an lindemann [at] autorenwerk.de mailen! 10.30 Uhr Begr&#252;&#223;ung und Vorstellungsrunde 11.00 Uhr Manfred [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Donnerstag trifft sich ein Dutzend Online-Recherche-Trainer an der Akademie f&#252;r Publizistik in Hamburg, darunter auch die Macher dieses Blogs.<br />
Die Anmeldung f&#252;r Recherchetrainer ist noch m&#246;glich - dazu einfach kurz einen eigenen kurzen Programmvorschlag und ein paar Infos zur Person an lindemann [at] autorenwerk.de mailen!</p>
<p>10.30 Uhr	Begr&#252;&#223;ung und Vorstellungsrunde</p>
<p>11.00 Uhr	Manfred Redelfs: Vorstellung Lehrmodul Online-Recherche Henri-Nannenschule<br />
		anschl. Diskussion: Probleme bei Seminaren/Didaktik der Online-Recherche</p>
<p>12.00 Uhr	Didaktik der Online-Recherche: &#220;bungen f&#252;r Online-Seminare</p>
<p>		K&#246;nnt Ihr bitte jeder eine &#220;bung mitbringen und vorstellen?</p>
<p>13.00 Uhr	Mittagspause</p>
<p>Ab hier folgendes Format: 10 min&#252;tige Pr&#228;sentationen mit jeweils 10 Minuten Zeit f&#252;r Fragen/Anmerkungen:</p>
<p>14:00 Uhr	Marco Maas: Calvinisten-Recherche (http://www.wortfeld.de/2007/04/die_calvinisten_1/)<br />
und semantische Suche am Beispiel gopubmed.com  (zwei Bl&#246;cke)<br />
		Sebastian Mondial: Open-Source-Gis: Daten aus D &#038; EU in zehn Minuten visualisieren und f&#252;r das Web vorbereiten.<br />
		Max Ruppert: Recherche in Polen (AT)</p>
<p>15.00 Uhr	Rund um Google<br />
Marcus Lindemann: Search-Makros und google-Ads in der Recherche (1 Block)<br />
Claus Hesseling: Firefox: &#8222;Ein Schl&#252;sselwort f&#252;r die Suche hinzuf&#252;gen&#8220; und yahoo pipes (1 Block)</p>
<p>Austausch: Was tut sich bei Google? &#220;ber Ungereimtheiten und Neues in der Google-Suche (Input &#038; Moderation: Marcus Lindemann)<br />
(Stichw&#246;rter: einzelne W&#246;rter in Anf&#252;hrungszeichen, * als NEAR-Operator, falsche (?) Trefferzahlen in der OR-Suche, google caffeine).</p>
<p>16.00 Uhr	Tools &#038; Plugins<br />
Claus Hesseling: Wikitrust &#038; Default User Agent: der Abendblatt-Hack (1-2 Bl&#246;cke)<br />
Boris Karth&#228;user: htttrack und ggf. 1 weiterer Block nach Wahl</p>
<p>Austausch: Was sind die wichtigsten Tools &#038; Plugins?</p>
<p>17.00 	Social Networks<br />
Gottlob Schober: Twitter bei der Wahl des Bundespr&#228;sidenten (Case-Study)<br />
Matthias Spielkamp: Twitter in der Recherche (Clients und Listen sinnvoll verwenden, wie funktioniert Rivva Social)</p>
<p>Austausch: Recherche in Sozialen Netzen (Input &#038; Moderation: N.N. Matthias?)<br />
(Bitte bringt doch, so vorhanden, eigene Beispiele mit.)</p>
<p>Ende gegen 18 Uhr</p>
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		</item>
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		<title>Unsere Workshops auf der #nr10- Jahrestagung des Netzwerk-Recherche 2010</title>
		<link>http://recherche-info.de/2010/06/10/unsere-workshops-auf-der-nr10-jahrestagung-des-netzwerk-recherche-2010/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 08:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[CAR]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreskonferenz 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Macher dieses Blogs pr&#228;sentieren auf der Jahrestagung des Netzwerk Recherche am 9./10. Juli 2010 in Hamburg (Programm hier) die Workshops zu &#8222;Computer &#038; Recherche&#8220; - die ausf&#252;hrliche Beschreibung der Workshops finden Sie hier: Computer &#038; Recherche: Fact-Checking im Internet Marcus Lindemann (autoren(werk) Wieviel Geld hat Friede Springer Matthias D&#246;pfner geschenkt? Wieviel Schenkungssteuer muss D&#246;pfner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Macher dieses Blogs pr&#228;sentieren auf der Jahrestagung des Netzwerk Recherche am 9./10. Juli 2010 in Hamburg (<a href="http://www.netzwerkrecherche.de/files/nr-jt2010-programm-20100602.pdf">Programm hier</a>) die Workshops zu &#8222;Computer &#038; Recherche&#8220; - die ausf&#252;hrliche Beschreibung der Workshops finden Sie hier:</p>
<p><strong>Computer &#038; Recherche: Fact-Checking im Internet</strong>
<ul>
<p><em>Marcus Lindemann (autoren(werk)</em></p>
<p>Wieviel Geld hat Friede Springer Matthias D&#246;pfner geschenkt? Wieviel Schenkungssteuer muss D&#246;pfner daf&#252;r zahlen? Wie lang ist der Rhein? Wo liegt Hassloch? – T&#228;glich werden -auch in den sogenannten Qualit&#228;tsmedien- falsche Fakten berichtet, obwohl sich vieles davon schnell und zuverl&#228;ssig online recherchieren l&#228;sst. Der Workshop zeigt beispielhafte Fehler von Handelsblatt, S&#252;ddeutscher Zeigung und Co – und wie sie mit etwas Online-Recherche zu vermeiden gewesen w&#228;ren.<br />
Der Schwerpunkt liegt auf Fehlern in Leitmedien, da sie sich von hieraus durch abschreibende Kollegen, die auf die gro&#223;en angesehenen Bl&#228;tter vertrauen, vervielfachen.</p>
<p><strong>Schneller, besser, tiefer: Methodisch online recherchieren</strong></ul>
<p><em>Marcus Lindemann, autoren(werk)</em></p>
<p>Der Workshop stellt Strategien f&#252;r wiederkehrende Recherche-Muster vor: Wie kann ist etwas finden, wenn ich nicht wei&#223;, wie es hei&#223;t? Wie kann ich zu einer Frage eine Online-Quelle gezielt befragen? Warum ist die Eingabe „Vorname Nachname“ in de google Suchschlitz keine gute L&#246;sung f&#252;r die Suche nach einer Person? Wie kann ich deep-web-Quellen erschlie&#223;en? Wie finde ich Datenbanken zu jedem Thema?</p>
<blockquote><p>Achtung: Der Workshop setzt Kenntnisse der Google-Syntax voraus und erkl&#228;rt nicht, warum Suchmaschinen das deep web nicht erschlie&#223;en!</p></blockquote>
<p>Marcus Lindemann ist gesch&#228;ftsf&#252;hrender Autor von autoren(werk) und produziert u.a. die non-fiktive Detektivreihe „WISO ermittelt“ f&#252;r das ZDF. Er unterrichtet Recherche an Hochschulen und in der journalistischen Aus- und Weiterbidlung. Dort und in inhouse-Schulungen f&#252;r Verlage und Sender haben schon Hunderte von Journalisten gelernt, wie sie Google in ihrem Alltag besser und effizienter nutzen k&#246;nnen. Er bloggt zu Recherche-Themen zusammen mit anderen Recherche-Trainern auf recherche-info.de.</p>
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		</item>
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		<title>Data Driven Journalism: Versuch einer Definition</title>
		<link>http://recherche-info.de/2010/04/20/data-driven-journalism-versuch-einer-definition/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 12:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>red</dc:creator>
				<category><![CDATA[CAR]]></category>
		<category><![CDATA[Data Driven Journalism]]></category>
		<category><![CDATA[DataMining]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
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		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreskonferenz 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[analytische Recherche]]></category>

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		<description><![CDATA[Lorenz Matzat hat vergangene Woche im Blog des Open Data Network den folgenden Versuch einer Definition vorgestellt. Wir ver&#246;ffentlichen den Text mit freundlicher Genehmigung; er steht unter der Lizenz CC-by-sa/3.0/de. Matzat wird Gast eines Workshops beim Jahrestreffen des Netzwerks Recherche sein, dass am 9. und 10. Juli in Hamburg stattfindet. Den genauen Termin geben wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Lorenz Matzat</em></strong><em> hat vergangene Woche im Blog des </em><a href="http://opendata-network.org/network/"><em>Open Data Network</em></a><em> den folgenden Versuch einer Definition vorgestellt. Wir ver&#246;ffentlichen den Text mit freundlicher Genehmigung; er steht unter der Lizenz </em><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/"><em>CC-by-sa/3.0/de</em></a><em>. Matzat wird Gast eines Workshops beim Jahrestreffen des <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/">Netzwerks Recherche</a> sein, dass am 9. und 10. Juli in Hamburg stattfindet. Den genauen Termin geben wir bekannt, soblad er feststeht.</em></p>
<p>Das Internet ist nicht arm an Buzzwords – Schlagworten, die f&#252;r einige Zeit Konjunktur haben und sich eben etablieren oder wieder verschwinden. Data Driven Journalism (DDJ) geistert vermehrt seit vergangenem Jahr durch das Web. Im M&#228;rz 2009 startet die englische Tageszeitung The Guardian auf ihrer Website das <a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog" target="_blank">Datablog</a>; es ist eingebettet in einen <a href="http://www.guardian.co.uk/data-store" target="_blank">Datastore</a> und d&#252;rfte bislang als Referenz f&#252;r DDJ gelten. Einer breiteren &#214;ffentlichkeit wurde das Thema „Datenjournalismus“ in Deutschland durch die Zeitschrift „M – Menschen Machen Medien“ im M&#228;rz 2010 n&#228;her gebracht. Im Periodikum des Fachbereichs Medien der Gewerkschaft ver.di mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren ging es um die „<a href="http://mmm.verdi.de/archiv/2010/03/titelthema-datenjournalismus/spannende-recherche-im-netz" target="_blank">Spannende Recherche im Netz</a>“.</p>
<p><span id="more-883"></span></p>
<p>Begonnen hat es allerdings schon 2006: Als eine Art Manifest in Sachen DDJ gilt der Text „<a href="http://www.holovaty.com/writing/fundamental-change/" target="_blank">A fundamental way newspaper sites need to change</a>“ von Adrian Holovaty. Er meinte, dass viele Informationen bereits in einer strukturierten Form (=Datens&#228;tze) vorliegen oder sinnvollerweise in einer solchen abgelegt werden k&#246;nnten. Als Beispiel nannte er einen Brand in einem Wohnhaus – es g&#228;be Fakten, die immer gleich sind – letztlich die ber&#252;hmten W-Fragen: Wo, wann, wie viele Betroffene, Verletzte, Tote, wie viele Feuerwehrm&#228;nner waren im Einsatz etc.</p>
<p>Zeitungsredaktionen usw. k&#246;nnten also Datenbanken &#252;ber Ereignisse mit einer konsistenten Datenstruktur aufbauen, so Holovaty, die sowohl f&#252;r die eigenen Recherche als auch online als Angebot f&#252;r die eigenen Nutzer/innen bereitgehalten werden k&#246;nnen – man denke beispielsweise an eine Karte, auf der sich die Feuer anzeigen lassen und eben nach diversen Kriterien Filtern lassen.</p>
<p><strong>Was ist also das Neue am Daten-getriebenen Journalismus?</strong></p>
<p>Die Recherche in Datens&#228;tzen, etwa Statistiken, ist wahrlich nichts Neues. Das gilt auch f&#252;r die rechnergest&#252;tzte Recherche, das Computer-assisted-reporting (CAR), welches seit Jahrzehnten praktiziert wird.</p>
<p>Dagegen ist DDJ eine Kombination aus einem Recherche-Ansatz und einer Ver&#246;ffentlichungsform: Ein oder mehrere maschinenlesbare Datens&#228;tze werden per Software miteinander verschr&#228;nkt und analysiert – damit wird ein schl&#252;ssiger und vorher nicht ersichtlicher informativer Mehrwert gewonnen. Diese Information wird in statischen oder interaktiven Visualisierungen angeboten und mit Erl&#228;uterungen zum Kontext, Angaben zur Datenquelle (bestenfalls wird der Datensatz mit ver&#246;ffentlicht) versehen. Letztere wird ggf. kommentiert (in Schrift, Ton oder Bewegtbild). Liegen die Daten nicht maschinenauswertbar vor (z.B. hundertausende Emails) k&#246;nnen die User aufgefordert werden, die Recherche weiter mit voranzutreiben (“Crowdsourcing”, siehe bspw. “<a href="http://mps-expenses.guardian.co.uk/" target="_blank">Investigate your MP’s expenses</a>“).</p>
<p><strong>Der Wandel der Journalistenrolle</strong></p>
<p>DDJ setzt voraus, dass der Journalist/die Journalistin bereit ist, seine oder ihre Recherchequelle mit dem Konsumenten des Beitrags zu teilen. Die Quelle wird &#252;berpr&#252;fbar, aber auch weiterverwendbar. Diese Form der Erm&#228;chtigung des Nutzers findet sich im Prinzip von Creative Commons, aber auch dem Open Access-Ansatz in der Wissenschaft wieder; dort wird es &#252;blich, auch die Datenbasis der Forschung parallel zum Forschungsergebniss zu ver&#246;ffentlichen (was z.B. die Qualit&#228;t von Peer-Reviewing steigern kann).</p>
<p>Weiter m&#252;ssen Datenjournalisten nicht nur offen f&#252;r technologische Aspekte des Web sein, sondern sie auch beherrschen. Datenrecherche meint vielleicht auch, Daten zu erlangen, die erstmal gar nicht f&#252;r die &#214;ffentlichkeit gedacht sind. „Data-Mining“ und das „scrapen“, das Ausschaben von Websites, um an Rohdaten zu gelangen, sind hier die entsprechenden Stichworte. Die Journalisten selbst sollten also Programmierkenntnisse erlangen („computer literacy“) und/oder Redaktionen sollten Programmierer anheuern.</p>
<p><strong>Grenzf&#228;lle</strong></p>
<p>Debattieren lie&#223;e sich, inwieweit Datenvisualisierung Teil von DDJ ist. Das Metier der Produktion von Infografiken ist erstmal kein neues Feld; ob rein statische Visualisierungen von Daten (Balkendiagramme und Co.) direkt zu DDJ z&#228;hlen, d&#252;rfte davon abh&#228;ngen, ob andere Kriterien von DDJ erf&#252;llt sind (etwa die Ver&#246;ffentlichungen von Datenquellen). Dagegen sind interaktive Grafiken, Mashup-Karten u&#228;. sicherlich schon eher DDJ.</p>
<p>Aber ist es noch Journalismus, wenn es keinen Journalisten mehr gibt, sondern eine rein automatisierte Websoftware Datenbanken abfragt, bearbeitet und dann wiedergibt? Manche z&#228;hlen Projekte von <a href="http://mySociety.org/" target="_blank">mySociety.org</a> (etwa <a href="http://www.theyworkforyou.com/" target="_blank">TheyWorkforYou.com</a>) oder <a href="http://frankfurt-gestalten.de/" target="_blank">Frankfurt gestalten</a> zum DDJ. Wo verl&#228;uft die Grenze zwischen Informations-Dienstleistung und Berichterstattung? Vielleicht k&#246;nnte man hier von „Maschinen-Journalismus“ sprechen.</p>
<p><strong>Mehrwert</strong></p>
<p>Datenjournalismus fu&#223;t also auf den Prinzipien einer freien und offenen Netzkultur: Freier Zugang zu Wissen, das Teilen von Informationen und der Zusammenarbeit. Die automatisierte Erschlie&#223;ung, Auswertung und Aufbereitung von den teilweise monumentalen Datens&#228;tzen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft (Stichwort OpenData) kann qualitativen Mehrwert bieten: Das Verst&#228;ndnis von und die Berichterstattung &#252;ber Gesellschaft und Natur erweitern. Oder Zusammenh&#228;nge aufzeigen, die vorher nicht ersichtlich waren. Welche Rolle Daten in Sachen investigativem Journalismus spielt, muss angesichts des erfolgreich Projekts Wikileaks hier nicht weiter ausgef&#252;hrt werden.</p>
<p>Weiter kann DDJ sowohl dem Rechercheur als auch dem User einfach zu bedienende Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sich besagte Datenquellen durchdringen lassen. Und DDJ kann webgest&#252;tzt eine kollektive, eine kolloborative Recherche organisieren, falls Software (noch) nicht Datenbest&#228;nde sinnvoll auswerten kann..</p>
<p>Mit DDJ wird sich jedenfalls die Rolle von (manchen) Journalisten weiter wandeln. D.h, aber auch, dass das anhaltende Hadern der etablierten Medien mit dem Netz weitergehen wird. Denn das hat einiges mit dem Selbstverst&#228;ndnis ihrer Macher zu tun. Die digitale Demokratisierung der Produktionsmittel von Medien stellt die Positionen des klassischen Journalisten in Frage – das tritt im Streit Blogger versus „echter“ Journalist anhaltend zutage.</p>
<p>Dabei geht es schlicht um ein zentrales Element der jetztigen Gesellschaft: Informationshierarchie – wer kann Informationen zur&#252;ckhalten, wer hat die Deutungshoheit &#252;ber das, was geschieht. Und wer kann seine Deutung mit gr&#246;&#223;tm&#246;glichster und weitreichenster Autorit&#228;t verbreiten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ohne Flei.. kein Prei. (Programmtipp)</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/06/29/ohne-flei-kein-prei-programmtipp/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 06:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Flei&#223; ist ein entscheidender Faktor f&#252;r viele investigative Projekte. Manchmal f&#252;hrt erst der Flei&#223; zum Erfolg, in anderen F&#228;llen ist gleich klar, dass die Recherche vor allem eine Flei&#223;aufgabe ist. Nachteil: Das h&#228;tte ja jeder machen k&#246;nnen. Ja, h&#228;tte - dennoch macht&#8217;s kaum einer. Daher hier heute mal ein Programmhinweis auf die WISO-Doku heute Abend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Flei&#223; ist ein entscheidender Faktor f&#252;r viele investigative Projekte. Manchmal f&#252;hrt erst der Flei&#223; zum Erfolg, in anderen F&#228;llen ist gleich klar, dass die Recherche vor allem eine Flei&#223;aufgabe ist. Nachteil: Das h&#228;tte ja jeder machen k&#246;nnen. Ja, h&#228;tte - dennoch macht&#8217;s kaum einer.</p>
<p>Daher hier heute mal ein Programmhinweis auf die WISO-Doku heute Abend (29.6.) um 19.25 Uhr statt der normalen WISO-Sendung im ZDF. (Disclaimer: Ich bin am Rande beteiligt.)</p>
<p>In 5 St&#228;dten wurden jeweils 5 Banken getestet. 1 von 25 Banken hat gut beraten - ein Armutszeugnis nach der Finanzkrise. Ausf&#252;hrliche Pressemitteilung des ZDF <a href="http://www.presseportal.de/pm/7840/1430529/zdf">hier</a>.</p>
<p>Und weil das so sch&#246;n geht, hier gleich der Trailer:<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Reader: Auskunftsrechte kennen und nutzen</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/05/25/reader-auskunftsrechte-kennen-und-nutzen/</link>
		<comments>http://recherche-info.de/2009/05/25/reader-auskunftsrechte-kennen-und-nutzen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 20:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Heiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[In der taz-internen Ausbildungseinrichtung f&#252;r Praktikanten und Volont&#228;re mache ich einen Workshop &#252;ber die Auskunftsrechte, die Journalisten bei der Recherche nutzen k&#246;nnen. Den Reader gibt es jetzt bei der taz zum Download. Zwei Aspekte daraus werden auch Anfang Juni auf dem Jahrestreffen des Netzwerk Recherche Thema sein: In dem Workshop &#8222;Computer Assisted Reporting in Deutschland&#8220; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der taz-internen Ausbildungseinrichtung f&#252;r Praktikanten und Volont&#228;re mache ich einen Workshop &#252;ber die Auskunftsrechte, die Journalisten bei der Recherche nutzen k&#246;nnen. Den Reader gibt es jetzt <a href="http://hausblog.taz.de/2009/05/so-kommt-man-an-aktenschaetze/">bei der taz zum Download</a>. Zwei Aspekte daraus werden auch Anfang Juni auf dem Jahrestreffen des Netzwerk Recherche Thema sein: In dem Workshop &#8222;Computer Assisted Reporting in Deutschland&#8220; geht es gut zehn Minuten lang darum, wie man <a href="http://recherche-info.de/2008/09/05/baumdaten-uig-trifft-car/">aus einer Excel-Datei mit den Rohdaten f&#252;r den Berliner Waldzustandsbericht einen Artikel machen kann</a>. Der Workshop beginnt am Freitag um 12:15 Uhr im Raum R3 und wird moderiert von Christina Elmer (dpa Regiodata). Um 14:45 Uhr startet schlie&#223;lich in dem gleichen Raum mein Workshop &#252;ber <a href="http://www.sebastian-heiser.de/ausschreibungen/">Europaweite Ausschreibungen als Recherchequelle</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>(Online-) Recherche h&#228;tte geholfen (1 + 2)</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/05/20/online-recherche-haette-geholfen-1-2/</link>
		<comments>http://recherche-info.de/2009/05/20/online-recherche-haette-geholfen-1-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 May 2009 08:31:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://recherche-info.de/?p=571</guid>
		<description><![CDATA[Kennen Sie das Gef&#252;hl, wenn Sie beim Lesen stutzen und sich fragen, ob der Autor irrt oder Sie selbst daneben liegen? Journalisten, die beim sich beim Schreiben nicht wundern, ob das, was sie da gerade schreiben, stimmt, leiden an einer Immunkrankheit, die schnell ihrem Ansehen schaden kann. Umso &#228;rgerlicher, wenn die Fakten binnen weniger Minuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie das Gef&#252;hl, wenn Sie beim Lesen stutzen und sich fragen, ob der Autor irrt oder Sie selbst daneben liegen? </p>
<p>Journalisten, die beim sich beim Schreiben nicht wundern, ob das, was sie da gerade schreiben, stimmt, leiden an einer Immunkrankheit, die schnell ihrem Ansehen schaden kann.</p>
<p>Umso &#228;rgerlicher, wenn die Fakten binnen weniger Minuten zu recherchieren sind.</p>
<p>Zwei Beispiele aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (an der mich ansonsten &#228;rgert, dass man bei zahlreichen &#220;berschriften keinerlei Hinweis darauf bekommt, um was es geht).</p>
<p>1.) In dem Artikel <a href="http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&#038;dx2={C49C4B43-9707-0581-A432-7E43A7EF01DB}&#038;rub={035D49F5-2EC3-47D5-A803-F3F19B49A0EA}">&#8222;Der Berliner Butter Index&#8220;</a> (leider nur Intro, Rest ist paid content) schreibt der Autor, das Unternehmen habe auch im Ostteil der Stadt eine Filiale, n&#228;mlich am Potsdamer Platz.</p>
<p>Das ist schlicht unwahr, wie sich mit drei Quellen schnell zeigen l&#228;sst:<br />
a) Die Filliale von Butter Lindner liegt laut <a href="http://www.lindner-esskultur.de/standorte/?stadt=1&#038;ortsteil=3&#038;standort=168">Homepage des Unternehmens</a> in der Alten Potsdamer Str. 7<br />
b) Die Adresse l&#228;sst sich schnell lokalisieren, etwa mit Google Maps.<br />
c) Wer unsicher &#252;ber den Mauerverlauf ist, kann zum Potsdamer Platz fahren und nachsehen, oder aber online <a href="http://www.berlin.de/mauer/verlauf/index/index.de.php">hier</a> gucken.</p>
<p>2.) In einem Artikel &#252;ber den Rechtsstreit &#252;ber die Erl&#246;se des Berliner Zoos durch Eisb&#228;r Knut hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>&#8222;17 Wort- und Bildmarken in verschiedenen Kombinationen und Variationen sind in der Klageschrift aufgef&#252;hrt&#8220;, sagt Gerichtssprecherin Katrin-Elena Sch&#246;nberg, darunter &#8222;Knut der Eisb&#228;r&#8220;, &#8222;Eisb&#228;r Baby Knut&#8220;, &#8222;Knut der B&#228;r&#8220;, &#8222;KNUT&#8220; und &#8222;Respect Habitats. Knut&#8220;. Sie alle hat sich der Zoo Berlin sch&#252;tzen lassen. Ob es noch mehr sind, sagt dessen Sprecherin Bienek nicht.</p></blockquote>
<p>Wenn der Zoosprecher es nicht sagt, k&#246;nnte man es ja recherchieren. Auch das geht in Minutenschnelle - beim Deutschen Patent- und Markenamt. Dort finden sich interessanterweise 15 Marken, die der Zoo rund um Knut angemeldet hat - die fehlenden zwei w&#228;ren eine interessante Frage f&#252;r eine weiterf&#252;hrende Recherche. Dar&#252;ber hinaus l&#228;sst sich schnell recherchieren, wer noch alles Marken mit Bezug auf den Eisb&#228;r Knut angemeldet hat, u.a. die Steiff GmbH sowie mehrere Einzelpersonen. Bei einigen Marken l&#228;uft ein Widerspruchsverfahren. Auch das k&#246;nnte zu weiterf&#252;hrenden Recherchen f&#252;hren. K&#246;nnte.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geburtsdaten kostenlos recherchieren (Kostenloses aus kostenpflichtigen Datenbanken (2))</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 09:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Kostenpflichtige Datenbanken haben ihre Berechtigung, ich gebe selbst auch jeden Monat Geld daf&#252;r aus &#8230; ABER: Oft braucht man die Infos, f&#252;r die man bezahlen soll, gar nicht, sondern hat schon mit der Trefferliste und/oder der Trefferumgebung genug. Ein paar Beispiele hatte ich schon vor Jahren hier ver&#246;ffentlicht. Nachtragen m&#246;chte ich heute, dass sich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kostenpflichtige Datenbanken haben ihre Berechtigung, ich gebe selbst auch jeden Monat Geld daf&#252;r aus &#8230; ABER: Oft braucht man die Infos, f&#252;r die man bezahlen soll, gar nicht, sondern hat schon mit der Trefferliste und/oder der Trefferumgebung genug. Ein paar Beispiele hatte ich <a href="http://recherche-info.de/2006/06/22/kostenlos-aber-nicht-umsonst-was-profidatenbanken-auch-ohne-bezahlung-hergeben/">schon vor Jahren hier ver&#246;ffentlicht</a>. </p>
<p>Nachtragen m&#246;chte ich heute, dass sich mit dieser Methode auch kostenlos Geburtsdaten von Prominenten rechercheiren lassen, die n&#228;mlich geh&#246;ren zur Trefferumgebung der Personensuche bei gbi.de - dahinter steht u.a. der Munzinger. (Auf dessen Website es keine Trefferumgebung gibt.)</p>
<p>Zur Erinnerung: Das Geburtsdatum ist die Information, die man ben&#246;tigt, um das Alter einer Person anzugeben - mit einer nicht tagesaktuellen Angabe des Alters muss man ansonsten eine Abweichung um ein Jahr in Kauf nehmen. </p>
<p>Das Thema hat sicherlich noch zahlreiche Variationen - her mit den Beispielen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Keine Informationsfreiheit zur Schulqualit&#228;t</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 18:47:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Heiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[In Berlin erhalten alle Schulen gerade nach und nach Besuch von der Schulinspektion. Das sind drei bis vier Personen: Ein Schulrat oder Seminarleiter, zwei Schulleiter oder Lehrer und ein Elternteil oder Wirtschaftsvertreter. Die begutachten die Schule dann mehrere Tage lang: Sie verteilen Frageb&#246;gen an Lehrer, Sch&#252;ler und Eltern, f&#252;hren Interviews mit Eltern, Lehrern und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Berlin erhalten alle Schulen gerade nach und nach Besuch von der Schulinspektion. Das sind drei bis vier Personen: Ein Schulrat oder Seminarleiter, zwei Schulleiter oder Lehrer und ein Elternteil oder Wirtschaftsvertreter. Die <a href="http://www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion/">begutachten die Schule dann mehrere Tage lang</a>: Sie verteilen Frageb&#246;gen an Lehrer, Sch&#252;ler und Eltern, f&#252;hren Interviews mit Eltern, Lehrern und der Schulleitung und setzen sich in den Unterricht. Heraus kommt ein rund 30 Seiten langer Bericht. Die Schulen k&#246;nnen, wenn sie wollen, diesen Bericht ver&#246;ffentlichen - hier <a href="http://fichtenberg.oepke.de/page/dateien/Bericht-06Y09-2009-01-15.pdf">als ein Beispiel die Fichtenberg-Oberschule</a>. Der Bericht beschreibt die Situation der Schule, ihre St&#228;rken und Schw&#228;chen, und gibt Empfehlungen. Er enth&#228;lt (au&#223;er den Namen der Pr&#252;fer) keine personenbezogenen Daten.</p>
<p>Unter Berufung auf das <a href="http://www.kulturbuch-verlag.de/online/brv_aktuell/D0002/F00053.pdf">Berliner Informationsfreiheitsgesetz</a> (PDF) beantragte ich im vergangenen Jahr bei der Senatsverwaltung f&#252;r Bildung, Wissenschaft und Forschung Einblick in alle bisher erstellten Schulinspektionsberichte. Die Senatsverwaltung lehnte den Antrag ab. Sie berief sich dabei auf die im Informationsfreiheitsgesetz Ausnahmen der Informationsfreiheit. Erstens sei der laufende Prozesses der Willensbildung innerhalb der Senatsverwaltung betroffen, weil die Schulinspektionsberichte die Grundlage f&#252;r zuk&#252;nftige Entscheidungen &#252;ber Ver&#228;nderungen des Schulsystems seien. Au&#223;erdem seien personenbezogene Daten von Lehrern zu sch&#252;tzen.<span id="more-525"></span></p>
<p>Diese Argumente waren meiner Ansicht nach nicht stichhaltig. Schlie&#223;lich gab es zu den Schulinspektionsberichten keinen laufenden Prozess der Willensbildung mehr, die Berichte seien vielmehr fertiggestellt. Wenn man den Schutz des beh&#246;rdlichen Entscheidungsprozesses so weit interpretieren w&#252;rde wie die Senatsverwaltung, w&#252;rde das das Informationsfreiheitsrecht komplett aush&#246;hlen - schlie&#223;lich kann jedes Dokument auch nochmal als Grundlage f&#252;r zuk&#252;nftige Entscheidungen herangezogen werden. Und falls in den Berichten personenbezogene Daten &#252;ber Lehrer enthalten seien, so k&#246;nnten diese Daten geschw&#228;rzt werden. </p>
<p>Ich legte also Widerspruch ein und wandte mich parallel an den <a href="http://www.datenschutz-berlin.de/">Berliner Beauftragten f&#252;r Datenschutz und Informationsfreiheit</a>. Die zust&#228;ndige Mitarbeiterin antwortete: Zwar k&#246;nnten die von der Senatsverwaltung genannten Argumente nicht durchgreifen. Aber es mein Antrag sei abzulehnen, weil in § 5 des Schulgesetzes geregelt sei, dass das Land Berlin alle f&#252;nf Jahre einen Bildungsbericht ver&#246;ffentlicht, in dem differenziert nach Bezirken, Schularten und Bildungsg&#228;ngen &#252;ber die Qualit&#228;t der Schulen in Berlin berichtet wird. Die Ergebnisse der Schulinspektionen w&#252;rden in diesen Bericht einflie&#223;en, auch wenn sich aus dem Bericht keine R&#252;ckschl&#252;sse &#252;ber die Ergebnisse einzelner Schulen schlie&#223;en lassen. § 5 des Schulgesetzes sei j&#252;nger und spezieller als das allgemeine Informationsfreiheitsgesetz und gehe insofern hier vor. Die Schulverwaltung &#252;bernahm in ihrem Widerspruchsbescheid diese Argumentation.</p>
<p>Auch ein zweiter Antrag von mir hatte keinen Erfolg. Dabei ging es um die Ergebnisse des Mittleren Schulabschlusses, bei dem alle Sch&#252;ler in Berlin zentral die gleichen Aufgaben bekommen. Mich interessierte, wie bei jeder einzelnen Schule dort die Sch&#252;ler im Durchschnitt abgeschnitten haben. Der Antrag wurde von der Senatsverwaltung unter Verweis auf die im Gesetz genannten Grenzen der Informationsfreiheit (Schutz des beh&#246;rdlichen Entscheidungsprozesses, Schutz der personenbezogenen Daten von Lehrern) abgelehnt. Ich wandte mich erneut an den Beauftragten f&#252;r Datenschutz und Informationsfreiheit. Die zust&#228;ndige Mitarbeiterin begutachtete die Rechtslage erneut intensiv und fand heraus, dass § 3 Abs. 10 der Verordnung &#252;ber Auswertungen von Vergleichsarbeiten und zentralen Pr&#252;fungsarbeiten (Kurzname: Vergleichsauswertungsverordnung) vorsieht, dass die zusammengefassten Ergebnisse der Pr&#252;fungen lediglich die schulischen Gremien erhalten und &#8222;nur die Schule darf diese Ergebnisse ver&#246;ffentlichen, sofern es die Schulkonferenz mit einer Mehrheit von Zweidritteln der stimmberechtigten Mitglieder beschlie&#223;t&#8220;. Die von der Senatsverwaltung erlassene Verordnung ist nach Ansicht des Beauftragten f&#252;r Datenschutz und Informationsfreiheit hier vorrangig gegen&#252;ber dem vom Abgeordnetenhaus erlassenen Informationsfreiheitsgesetz. Aus der gesetzgeberischen Historie zum Schulgesetz ergebe sich, dass der Gesetzgeber ein Schulranking habe vermeiden wollen und dieser Wille werde unterlaufen, wenn ich die Daten erhielte, aus denen ich so ein Schulranking erstellen k&#246;nne.</p>
<p>Der Beauftragte f&#252;r Datenschutz und Informationsfreiheit hat der Senatsverwaltung allerdings empfohlen, meinen Antrag an alle Schulen weiterzuleiten, damit die entscheiden k&#246;nnen, ob sie die Ergebnisse ver&#246;ffentlichen wollen. Die Senatsverwaltung ist dieser Empfehlung nicht gefolgt. Die Daten &#252;ber die Qualit&#228;t der einzelnen Schulen bleiben damit unter Verschluss. Zwar k&#246;nnte ich klagen, aber das h&#228;tte ich nur dann gemacht, wenn der Beauftragte meine Rechtsauffassung geteilt h&#228;tte. So war mir das Risiko zu hoch, dass ich vor Gericht verliere und dann zahlen muss.</p>
<p>In dem heute erschienenen <a href="http://www.datenschutz-berlin.de/attachments/585/2008-datenschutzbericht_verlinkt_READER_vom_03.04.09.pdf">Jahresbericht 2008</a> (PDF) des Beauftragten wird der Fall geschildert:</p>
<blockquote><p><b>Informationszugang bei der Bildungsverwaltung</b></p>
<p>Ein Journalist beantragte bei der Senatsverwaltung f&#252;r Bildung, Wissenschaft und Forschung die &#220;bersendung einer elektronischen Kopie der Schulinspektionsberichte, die das Qualit&#228;ts- und Unterrichtsprofil der jeweiligen Schule darstellen. Die Senatsverwaltung lehnte den Antrag unter Hinweis auf den laufenden Prozess der Willensbildung und auf den Schutz personenbezogener Daten der Lehrerinnen und Lehrer ab. Die Untersuchung von St&#228;rken und Schw&#228;chen einer Schule, der Schulorganisation, der Umsetzung des staatlichen Unterrichts- und Erziehungsauftrags sowie des p&#228;dagogischen Verhaltens sollen unbefangen erfasst und bewertet werden. Eine solche Schulevaluation w&#228;re jedoch nur dann zielf&#252;hrend, wenn die den Lehrkr&#228;ften zugesagte Vertraulichkeit der Datenverarbeitung gewahrt bleibt. Die Berichte &#252;ber schlecht bewertete Schulen enthielten mindestens personenbezogene Daten &#252;ber die Schulleitung bzw. lie&#223;en R&#252;ckschl&#252;sse zu. Der Petent hat sich Hilfe suchend an uns gewandt.</p>
<p>Wir haben die Auffassung der Senatsverwaltung im Ergebnis geteilt. Danach bestand kein Anspruch auf Einsichtnahme in die einzelnen Schulinspektionsberichte nach dem IFG. Dies folgt aus § 9 Abs. 5 Schulgesetz f&#252;r das Land Berlin (SchulG). Danach ver&#246;ffentlicht die Schulaufsichtsbeh&#246;rde „regelm&#228;&#223;ig, sp&#228;testens alle f&#252;nf Jahre, einen Bildungsbericht, in dem, differenziert nach Bezirken, Schularten und Bildungsg&#228;ngen, &#252;ber den Entwicklungsstand und die Qualit&#228;t der Schulen berichtet wird; die Evaluationsergebnisse sind darin in angemessener Weise darzustellen.“</p>
<p>Diese Regelung, die erst in 2004 im Zuge einer umfassenden Schulreform in das SchulG eingef&#252;gt worden ist, geht als j&#252;ngere und speziellere Bestimmung dem allgemeinen Informationszugangsrecht nach dem IFG von 1999 vor. Denn der Gesetzgeber hat gerade f&#252;r den Schulsektor eine eigene den Informationszugang regelnde Bestimmung schaffen wollen. Sie ist insofern „informationszugangsfreundlich“, als der Staat von sich aus (pro-aktiv), d. h. ohne dass es eines Antrages bedarf, f&#252;r Transparenz im Hinblick auf die Schulqualit&#228;t in Berlin sorgen muss. Andererseits hat der Gesetzgeber bewusst darauf verzichtet, dass der Staat auch die einzelnen Schulinspektionsberichte offen legen muss, auch weil ein sog. Schulranking vermieden werden sollte. Dieser Wille des Gesetzgebers kann nicht durch einen allgemeinen Informationszugangsanspruch nach IFG „unterlaufen“ werden. Ein &#252;ber § 9 Abs. 5 SchulG hinausgehender Informationszugangsanspruch, der die Offenlegung der einzelnen Schulinspektionsberichte beinhaltet, ist nach dem eindeutigen Wortlaut des Gesetzes nicht begr&#252;ndet.</p>
<p>Au&#223;erdem wurde bei der Senatsverwaltung f&#252;r Bildung, Wissenschaft und Forschung Akteneinsicht in die Ergebnisse zum mittleren Schulabschluss (MSA) nach der 10. Klasse beantragt. Dabei ging es um Informationen, wie gut oder schlecht die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler an den einzelnen Schulen im Durchschnitt diesen Schulabschluss geschafft haben. Der Antrag wurde unter Hinweis auf den laufenden Prozess der Willensbildung sowie auf den Schutz personenbezogener Daten der Lehrkr&#228;fte abgelehnt, weil sich aus den Ergebnissen in den einzelnen Pr&#252;fungsf&#228;chern leicht R&#252;ckschl&#252;sse auf die Lehrkr&#228;fte und deren Unterrichtsqualit&#228;t ziehen lassen. Der Petent hat Widerspruch gegen die Ablehnung eingelegt und uns um Unterst&#252;tzung gebeten.</p>
<p>F&#252;r die MSA-Pr&#252;fungen gilt nach § 9 Abs. 6 SchulG die Vergleichsauswertungsverordnung (VergleichsVO). Darin ist das Verfahren von Auswertungen bei Vergleichs- und zentralen Pr&#252;fungsarbeiten einschlie&#223;lich der Verarbeitung von personenbezogenen Daten geregelt. Nach § 3 Abs. 10 VergleichsVO stellt die Schule „die zusammengefassten Ergebnisse der Lerngruppen und der Schule allen schulischen Gremien zur Verf&#252;gung. Nur die Schule darf diese Ergebnisse ver&#246;ffentlichen, sofern es die Schulkonferenz mit einer Mehrheit von Zweidritteln der stimmberechtigten Mitglieder beschlie&#223;t.“ Aus der gesetzgeberischen Historie zum SchulG ergibt sich, dass der Berliner Gesetzgeber ein sog. Schulranking vermeiden wollte. Dieser Wille w&#252;rde unterlaufen, wenn Dritte Informationen nach dem IFG erhalten, die nur unter den Voraussetzungen der (insofern j&#252;ngeren) schulrechtlichen Bestimmungen offen gelegt werden d&#252;rfen. Wir haben der Senatsverwaltung f&#252;r Bildung, Wissenschaft und  Forschung gleichwohl empfohlen, dem Widerspruch zumindest teilweise dadurch abzuhelfen, dass der Antrag des Petenten an die Schulen weitergeleitet wird mit der Bitte um Herbeif&#252;hrung einer Entscheidung nach § 3 Abs. 10 VergleichsVO. Dar&#252;ber hinaus haben wir empfohlen, die Antworten „geb&#252;ndelt“ dem Antragsteller zu &#252;bermitteln.</p>
<p><b>Die schulrechtlichen Bestimmungen zur Qualit&#228;tssicherung und Evaluation sowie zur Ver&#246;ffentlichung der Berichte verdr&#228;ngen das IFG, das deshalb nicht anwendbar ist.</b></p></blockquote>
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		<title>Kleine Rollen-Recherche f&#252;r zwischendurch</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/04/25/kleine-rollen-recherche-fuer-zwischendurch/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 20:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Heiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Anfang des Jahres m&#252;ssen die Vermieter aller Wohnungen den Mietinteressenten auf Wunsch den Energieausweis zeigen (war vorher nur f&#252;r die Wohnungen bestimmter Baujahre Pflicht). Mit dem Energieausweis soll der potenzielle Mieter vergleichen k&#246;nnen, wie gut die Wohnungen ged&#228;mmt sind, f&#252;r die er sich interessiert - ob also sp&#228;ter mit eher hohen oder niedrigen Heizkosten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang des Jahres m&#252;ssen die Vermieter aller Wohnungen den Mietinteressenten auf Wunsch den Energieausweis zeigen (war vorher nur f&#252;r die Wohnungen bestimmter Baujahre Pflicht). Mit dem Energieausweis soll der potenzielle Mieter vergleichen k&#246;nnen, wie gut die Wohnungen ged&#228;mmt sind, f&#252;r die er sich interessiert - ob also sp&#228;ter mit eher hohen oder niedrigen Heizkosten zu rechnen ist. Aber halten die Vermieter sich an die Pflicht?</p>
<p>In der Berlin-Redaktion der taz stellten wir ein paar Presse-Anfragen an Wohnungsbaugesellschaften. Die stereotype Antwort: Ja, wir haben einen Energieausweis f&#252;r alle Wohnungen und nat&#252;rlich kommen wir auch unserer gesetzlichen Pflicht nach, den jedem Mietinteressenten zu zeigen. Gleichzeitig h&#246;rten wir aber von Bekannten, dass das in der Realit&#228;t keinesfalls so gut klappt. Ein klassischer Fall f&#252;r eine Rollen-Recherche - die auch mit recht geringem Aufwand umzusetzen war. Eine Kollegin und ich suchten uns &#252;ber Wohnungsinserate sechs Wohnungen aus, also eine bei jeder der sechs st&#228;dtischen Wohnungsbaugesellschaften. Und dann waren wir ein Wochenende lang unterwegs. </p>
<p>Alles lief v&#246;llig unkompliziert. F&#252;r den Fall, dass die Vermieter uns nach unseren Berufen, Lebensverh&#228;ltnissen oder Einkommensbescheinigungen fragen w&#252;rden, hatten wir uns ein paar gute Antworten ausgedacht. Aber niemand fragte. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass wir es nicht mit privaten Vermietern zu tun hatten, die pers&#246;nlich vor Ort waren, sondern mit gr&#246;&#223;eren Gesellschaften, die einen Makler oder Hausmeister schickten. </p>
<p>Vor Ort gaben wir uns als durchschnittlich informierte Verbraucher aus, die irgendwo mal etwas von einer Energiebescheinigung gelesen haben, nichts genaueres wissen, aber neugierig danach fragen. Das Ergebnis: Nur in einem von sechs F&#228;llen lief alles so, wie es sollte. In f&#252;nf F&#228;llen dagegen bekamen wir entweder den Energieausweis &#252;berhaupt nicht zu Gesicht oder die Vermieter gaben uns falsche Informationen &#252;ber den Ausweis. </p>
<p><a href="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/2009/04/energieausweisrecherche.jpg"><img src="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/2009/04/energieausweisrecherche.jpg" alt="energieausweisrecherche" width="500" height="333" class="alignnone size-full wp-image-510" /></a></p>
<p><em>(taz-Mitarbeiterin mit dem Vertreter einer Wohnungsbaugesellschaft - der hat zwar einen Haufen Papiere dabei, aber keinen Energieausweis)</em></p>
<p>In der taz schrieben wir zus&#228;tzlich zu diesem Testergebnis auch noch ein paar Hintergr&#252;nde auf. Etwa, dass das Land Berlin im Bundesrat zusammen mit anderen Bundesl&#228;ndern durchgesetzt hat, dass die Mietinteressenten kein Recht darauf haben, eine Kopie des Ausweises zu bekommen. Stattdessen reicht es aus, wenn die Vermieter den Wohnungssuchenden zu einem Extra-Termin in die Verwaltung bestellen und den Ausweis vorzeigen - die darauf stehenden Daten muss sich dann jeder selbst abschreiben.</p>
<p>Download: <a href="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/2009/04/energieausweisrecherche.pdf">Die in der taz erschienene Seite als PDF</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Unstimmige Zahlen innerhalb eines Textes (Folge 239)</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/03/28/unstimmige-zahlen-innerhalb-eines-textes-folge-239/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 17:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[Zahlen sind kompliziert, oft nicht zu &#252;berpr&#252;fen und viele Kollegen stehen mit Ihnen auf Kriegsfuss. Heute wundere ich mich &#252;ber den Artikel von Bj&#246;rn Wirth in der Berliner Zeitung. Dort hei&#223;t es zun&#228;chst: lie&#223; sich Dieter von Holtzbrinck im Sommer 2006 &#252;berraschend seinen Anteil am Familienunternehmen auszahlen. Von einer bis anderthalb Milliarden Euro war die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zahlen sind kompliziert, oft nicht zu &#252;berpr&#252;fen und viele Kollegen stehen mit Ihnen auf Kriegsfuss.<br />
Heute wundere ich mich &#252;ber den <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0327/media/0023/index.html">Artikel von Bj&#246;rn Wirth in der Berliner Zeitung</a>.</p>
<p>Dort hei&#223;t es zun&#228;chst: </p>
<blockquote><p>lie&#223; sich Dieter von Holtzbrinck im Sommer 2006 &#252;berraschend seinen Anteil am Familienunternehmen auszahlen. Von einer bis anderthalb Milliarden Euro war die Rede </p></blockquote>
<p>und wenig sp&#228;ter</p>
<blockquote><p>Damals wurde vereinbart, dass Dieter von Holtzbrinck seinen Anteil nicht sofort, sondern &#252;ber 15 Jahre verteilt ausbezahlt bekommt. Wie der Branchendienst Kress berichtet, soll es sich dabei um bis zu 30 Millionen Euro im Jahr gehandelt haben.</p></blockquote>
<p>Da rechne ich als Leser im Kopf 15 Jahre mal 30 Mio macht 450 Mio - ohne auflaufende Zinsen f&#252;r die offene Forderung. Wie passt das zum Kaufpreis von 1 bis 1,5 Mrd?</p>
<p>Und sind 1,5 Mrd nicht ein stolzer Preis f&#252;r einen Anteil (von einem Drittel) an einem Verlag, der gerade 165 Mio Gewinn macht?</p>
<p>Stimmiger dagegen <a href="http://www.sueddeutsche.de/851385/825/2818728/Die-Rueckkehr-des-Verlegers.html">sind die Zahlen in der S&#252;ddeutschen</a>: 600 Mio Kaufpreis damals, davon 200 sofort, Rest in Raten von 30 Mio/Jahr.</p>
<p>Die 1,5 Mrd aus der Berliner Zeitung k&#246;nnten der Gesamtwert des Unternehmens zum damaligen Verkauf beziffern: Drei Anteile zu 600 Mio. Dieser Kaufpreis liegt dann rund beim 10fachen Jahresgewinn - insgesamt ist das ein stimmigeres Bild.</p>
<p>Als Leser hasse ich es, wenn ich mir diese M&#252;he machen muss.</p>
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