Archive for the ‘Kurz mitgeteilt’ Category

Gezieltes Nichtwissen als Taktik

Dienstag, Juli 7th, 2009

Rezension von Oliver Hochadel in der NZZ: Nichtwissensgesellschaft : Studien zur gezielten Produktion von Ignoranz. Besprochen wird das von Robert Proctor und Londa Schiebinger herausgegebene Buch Agnotology: The Making and Unmaking of Ignorance. Thema sind ‘wissenschaftliche’ Studien, deren Zweck darin besteht, mittels Fear, Uncertainty and Doubt (FUD) gezielt Verwirrung zu stiften und Entscheidungen zu verhindern oder zu verzögern. Das scheint eine lohnende Lektüre für Journalisten zu sein, die mit wissenschaftlichen Studien zu tun haben.

Agnotology: The Making and Unmaking of Ignorance (Hardcover)
by Robert Proctor (Editor), Londa Schiebinger (Editor)
Stanford University Press; illustrated edition edition (May 13, 2008)
312 pages
ISBN-10: 080475652X
ISBN-13: 978-0804756525

(gefunden bei Hal Faber im WWWW)

Picasa erlaubt nun Suche nach Bildern unter Creative-Commons-Lizenz

Donnerstag, Juli 2nd, 2009

Weil die Frage auch in Seminaren immer mal wieder gestellt wird („Wo finde ich Bilder, die ich auf der eigenen Website verwenden kann?“), hier der Hinweis auf Picasa, Googles Konkurrenz-Angebot zu Flickr. Nun kann man auch dort nach CC-lizenzierten Bildern suchen (in der linken Menüspalte, die man nur sieht, wenn man Javascript eingeschaltet hat).

Unterschreiben für ein Lobbyisten-Register

Dienstag, Juni 30th, 2009

LobbyControl appelliert an den Bundestag, ein verpflichtendes Lobbyisten-Register einzurichten und bittet dafür um Unterstützung: Appell: Lobbyisten zu Transparenz verpflichten!

Unterzeichnen kann man per Web-Formular, danach kommt per E-Mail ein Bestaetigungs-Link.

Den Aufruf Lobbyisten zu Transparenz verpflichten! Ein Lobbyistenregister für Berlin gibt’s als PDF (5 S., 175 KB)

Seitenhieb auf das Web-Adressbuch

Donnerstag, März 19th, 2009

SCNR: Wenn man auf einer Website den Button findet
Diese Web-Seite gehört zu den
6.000 wichtigsten deutschen
Internet-Adressen 2008

dann ist das selbstverständlich nicht nur eine Aussage über die betreffene Site, sondern auch über das Web-Adressbuch.

Und welche Site schmückt sich mit dem Button?
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complete privacy does not exist

Freitag, November 28th, 2008

complete privacy does not exist“, so ein Google-Anwalt laut einer Meldung auf The Smoking Gun. Wie wahr das ist, darauf weist Kai Biermann in „Fotografieren verboten“ auf ZEIT online hin. Mitarbeiter des US-amerikanischen National Legal and Policy Centers (NLPC) haben, nur durch Nutzung von Google-Diensten, einen ungenannten „top Google executive“ in weniger als 30 Minuten eingekreist. Abzurufen ist das PDF-Dokument unter
www.nlpc.org/pdfs/googleexecutive.pdf (PDF-Datei, 7 S., 498 KB)

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World Leaders

Sonntag, November 9th, 2008

The World Fact Book der CIA ist zu bekannt, um es breit zu thematisieren. Jeder Rechercheur sollte diesen Länderalmanach kennen, es gibt schon einen Wikipedia-Eintrag dazu.

Weniger bekannt ist eine andere offene Quelle der CIA, die World Leaders. Das Verzeichnis listet für alle Staaten den Staatschef, den Regierungschef, die Kabinettsmitglieder, den Chef der Zentralbank sowie die Botschafter in den USA und bei der UNO auf. In der Selbstbeschreibung heißt es „The CIA publishes and updates the online directory of Chiefs of State and Cabinet Members of Foreign Governments regularly“.

Horst Seehofers Abgang nach Bayern bot gerade mal Gelegenheit nachzuschauen, wie schnell man jenseits des Teichs aktualisiert: Ilse Aigner wurde am 31. Oktober in ihr Ministeramt eingeführt. Auf der Deutschlandseite der World Leaders tauchte das am 3. November auf.

Googlen spart Geld

Sonntag, November 2nd, 2008

Kleine Alltagsfreuden: Da suchte ich gerade mal einen Artikel, der ursprünglich in der FAS erschienen ist. Eine Rezension über Nick Davies „Flat Earth News“, betitelt „Was haben wir bloß falsch gemacht?“ von Henning Hoff (10. Februar 2008). Wenn online, dann finde ich das Stück unter faz.net.

Nun halte ich faz.net als Webauftritt für so schlecht, wie ich die FAZ für reaktionär halte. Aber das Folgende hat mich dann doch überrascht:

Gesucht nach Henning Hoff und Flat in der Suche faz.net, ist der Artikel sofort gefunden - seine Lektüre soll aber 2 Euro kosten. Daraufhin habe ich mal nach „Was haben wir bloß falsch gemacht“ gegoogelt. Und siehe da, da ist das Stück umsonst - bei faz.net!

Ich bin schon länger überzeugt, dass die Probleme des Online-Journalismus in weiten Teilen zu Lasten des Verlagsmanagements und der technischen Umsetzung gehen - die sind nämlich bestenfalls mangelhaft.

Meine zwei Cents Euro.

Tautologisches Mißverständnis bei der FAS

Sonntag, Juli 13th, 2008

Kein schwerwiegender Fehler, er ärgert mich aber doch zu sehr, um ihn zu beschweigen. Reiner Hank und Winand von Petersdorff schreiben am 29. Juni im Wirtschaftsteil der FAS: „Der neue Preis der langen Wege“ über den Anstieg der Transportkosten und deren Auswirkungen auf die Globalisierung. (Bei faz.net nicht online, aber im dankenswerterweise beim HWWI).

Da heißt es:
Die Containerschiffe drosseln das Tempo, reduziert doch schon eine Verlangsamung um fünf Knoten je Stunde den Treibstoffbedarf um die Hälfe.

Fünf Knoten je Stunde - was soll das sein, wie soll das gehen? Der „Knoten“ ist die Maßeinheit für die Geschwindigkeit von Schiffen, ein Knoten bedeutet eine Seemeile pro Stunde, was 1,852 Kilometern pro Stunde entspricht. Das „pro Stunde“ ist im Terminus „Knoten“ also schon enthalten.

Naja, Seefahrtsterminologie, halt nicht so gebräuchlich an Frankfurter Schreibtischen. Alternativ hätte man ja auch schreiben können, dass die Verlangsamung um 9,26 Stundenkilometer pro Stunde …

Bestätigt: Google arbeitet an Street View Berlin

Donnerstag, Juli 10th, 2008

Wie wir bereits vor 9 (!) Tagen berichteten und mit Foto belegt haben, fotografiert Google derzeit Berlins Straßenzüge. ddp berichtet heute Details - so gibt es natürlich einen Streit um den Datenschutz und die Frage der Anonymisierung.

Wie das Endprodukt einmal aussehen soll, kann man sich hier an den Beispielen Time Square, Golden Gate Bridge und South Beach (Miami) ansehen.

Viel Geld zu vergeben

Freitag, Juni 13th, 2008

Eben gefunden im frisch erschienen Newsletter des Netzwerks Recherche: Das Magazin Neon, Ableger des Stern (für Leser unter 40 …), vergibt ein Recherchestipendium über 10.000 Euro.

Bis zum 15. August 2008 können sich Journalisten unter 40 Jahren bei Neon um ein Recherche-Stipendium bewerben. Die fünf besten Exposés sollen mit je 10.000 Euro gefördert werden, die fertigen Geschichten erscheinen – soweit thematisch passend – exklusiv in Neon . Über die Vergabe entscheiden die, die auch sonst über den Inhalt des Blattes entscheiden: die Neon-Chefredakteure Timm Klotzek und Michael Ebert sowie die Neon-Herausgeber und Stern-Chefredakteure Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

Mehr Infos zum Recherchestipendium bei Neon.