Archive for the ‘Bücher & Publikationen’ Category

Schweizer Studie: Suchmaschinen und E-Mail wichtigste Werkzeuge für Journalisten

Tuesday, July 14th, 2009

Für das Institut für Angewandte Medienwissenschaften (IAM, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) und die Bernet PR AG für Kommunikation haben Guido Keel und Marcel Bernet eine Studie publiziert:

IAM-Bernet-Studie Journalisten im Internet 2009 : Eine repräsentative Befragung von Schweizer Medienschaffenden zum beruflichen Umgang mit dem Internet / von Guido Keel ; Marcel Bernet. - Juli 2009 (PDF-Datei, 40 S., 286 KB)

Die Studie ist die dritte nach früheren in den Jahren 2002 und 2005. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt’s beim Zürcher Presseverein, die Diskussion der Ergenisse bei Bernet.

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Handbook of Journalism von Reuters

Saturday, July 11th, 2009

Reuters hat das bislang interne Handbook of Journalism ins Netz gestellt. Das optisch schön gemachte Projekt, dass mich ein wenig an eine Kreuzung zwischen einem Wiki und Papierlayout erinnert, ist in sechs Abschnitte gegliedert:
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Gezieltes Nichtwissen als Taktik

Tuesday, July 7th, 2009

Rezension von Oliver Hochadel in der NZZ: Nichtwissensgesellschaft : Studien zur gezielten Produktion von Ignoranz. Besprochen wird das von Robert Proctor und Londa Schiebinger herausgegebene Buch Agnotology: The Making and Unmaking of Ignorance. Thema sind ‘wissenschaftliche’ Studien, deren Zweck darin besteht, mittels Fear, Uncertainty and Doubt (FUD) gezielt Verwirrung zu stiften und Entscheidungen zu verhindern oder zu verzögern. Das scheint eine lohnende Lektüre für Journalisten zu sein, die mit wissenschaftlichen Studien zu tun haben.

Agnotology: The Making and Unmaking of Ignorance (Hardcover)
by Robert Proctor (Editor), Londa Schiebinger (Editor)
Stanford University Press; illustrated edition edition (May 13, 2008)
312 pages
ISBN-10: 080475652X
ISBN-13: 978-0804756525

(gefunden bei Hal Faber im WWWW)

Journalisten unter Druck: die Fälle Petra Reski und Jens Weinreich

Monday, November 24th, 2008

Felix Zimmermann ist Vorstandsmitglied des neuen Vereins Freischreiber, dem es darum geht, die Arbeitssituation freier Journalisten zu verbessern (Disclosure: ich war beim Gründungskongress dabei und werde dem Verein auch beitreten, sobald das möglich ist). Nun hat Zimmermann im Freischreiber-Forum darüber berichtet, wie auf Petra Reski und Jens Weinreich Druck ausgeübt wird. Es geht ihm darum deutlich zu machen, dass freie Journalisten eine besondere Solidarität brauchen, da sie „ungeschützt“ arbeiten. Das sehe ich genauso, aber die Fälle sind natürlich auch für alle anderen Journalisten / Rechercheure interessant. Daher veröffentlichen wir hier Zimmermanns Text als Gastbeitrag.

Zwei Fälle, auf die Freischreiber aufmerksam machen will

Zu den Zielen dieses neuen Verbandes gehört auch, jedem einzelnen freien Journalisten den Rücken zu stärken. Deshalb wollen wir an dieser Stelle auf die Situation zweier Kollegen aufmerksam machen, die durch ihre Arbeit in Schwierigkeiten geraten sind. Zum einen geht es um Petra Reski, freie Journalistin in Venedig und Mitglied im „Autoren-Reporter“-Netzwerk: Anfang September ist ihr Buch Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern (Verlag Droemer) erschienen. Sie berichtet darin auch über die Verstrickung der Mafia in Deutschland – die ihrer Schilderung nach viel enger geknüpft ist, als sich das die Öffentlichkeit hierzulande vorzustellen vermag.

Petra Reski und die Mafia

Dem deutschen Gastwirt Rolf Milser aus Duisburg und seinem aus dem kalabrischen San Luca stammenden Geschäftspartner Antonio Pelle missfällt es, was Reski über die Präsenz der kalabrischen ’Ndrangheta in Deutschland schreibt.   (more…)

Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?

Saturday, October 18th, 2008

Die neue Message - Internationale Zeitschrift für Journalismus ist frisch am Kiosk. In jeder Message gibt es eine Beilage namens „Werkstatt“, die auf besonders praxisnahe Weise journalistisches Handwerk vermitteln soll. Die aktuelle Ausgabe steht unter der Überschrift

KEINE SPUREN HINTERLASSEN!
Wie Sie als Journalist Ihre Recherche und Ihre Informanten online wie offline vor dem Zugriff des Staates oder privater Detektive schützen können, zeigt Ihnen unsere aktuelle Message-Werkstatt.

Die Texte sind gekürzte Fassungen der Beiträge des Buches “Unerkannt im Netz - Sicher kommunizieren und recherchieren im Internet“ von Peter Berger, in dem auch ein Beitrag von mir erschienen ist - zum Thema „Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?“ Der Verlag, UVK, hat mir erlaubt, den Text im Blog zu veröffentlichen. Was ich hiermit mache. Das soll natürlich niemanden daran hindern, die neue Message und/oder das Buch zu kaufen. Denn da steht ja noch viel mehr Interessantes drin.

Na dann: Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt? (more…)

Von Kanzlermachern und Politikberatern - Oder wer die politische Agenda bestimmt - Stephan Weichert und Leif Kramp

Friday, October 10th, 2008

Eine schöne Zusammenfassung der Studie „Journalismus in der Berliner Republik – Wer prägt die politische Agenda in der Bundeshauptstadt?“ (komplett abrufbar als PDF, 700 KB), von Leif Kramp und Stephan Weichert (herausgegeben vom Netzwerk Recherche) gibt es auf der Schweizer Seite medienheft.ch:

Von Kanzlermachern und Politikberatern - Oder wer die politische Agenda bestimmt - Stephan Weichert und Leif Kramp.

Ein Auszug:

Die Recherchesituation der Hauptstadtjournalisten ist von einer starken Ambivalenz geprägt, die sich aus dem Zusammenspiel von Nähe und Distanz, Ausnutzen und Anfreunden ergibt. Hinzu kommen zuweilen auch Wissenslücken in Bezug auf die Sachthemen und das jeweilige Gegenüber. Die für den Recherchejournalismus zentrale Frage, warum in Berlin so wenig bzw. so mangelhaft recherchiert wird, lässt sich auf Grundlage der Befragung zwar nicht eindeutig beantworten. Die Befunde legen allerdings die Vermutungen nahe, dass (1) aktualitätsgebundene Redaktionen generell weniger recherchieren, (2) die Zentralredaktionen eine umfassende Recherche gar nicht unbedingt erwarten, (3) Recherchen – im ökonomischen und ideellen Sinn – nicht (mehr) angemessen honoriert werden und (4) generell nach einem „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Prinzip gehandelt wird: Bei einer kritischen Berichterstattung könnten wertvolle Recherchequellen für immer versiegen, umgekehrt könnten publizistische Liebesdienereien und ein Hinwegsehen über Missstände einen dauerhaften Zugang zu Exklusivinformationen garantieren.

Neue Studie zu Social Network Analysis

Tuesday, May 20th, 2008

Eigentlich wollte ich nur kurz auf die Studie von drei Forschern des MIT hinweisen: Inferring Social Network Structure using Mobile Phone Data.

Gefunden bei der Humanistischen Union via netzpolitik.org. Weitere Meldung beim VirDSB.

Vor dem Hintergrund der Vorratsdatenspeicherung elektronischen Totalüberwachung ist die Studie eine gute Argumentationshilfe:

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Humoriges Defacement

Wednesday, March 19th, 2008

Die Website des neu erschienenen Buches Die Google-Falle (Link auf die Presseseite) ist gerade Opfer eines humorigen Defacements, also eines Hacks, bei dem die Startseite verändert wird. In diesem Fall kann man Schmunzeln nur schwer vermeiden; laut Quelltext haben sich die „screenagers.at“ daran zu schaffen gemacht. Die Unterseiten sind weiterhin erreichbar, sofern man sie direkt ansteuert oder den Link Intro überspringen klickt.

humoriges Defacement der Startseite von www.googlefalle.com

Ich erwarte gerade das Rezensionsexemplar; ein Interview mit Verfasser Gerhard Reischl ist gerade auf telepolis erscheinen, eine Notiz zum Buch im GoogleWatchBlog.

Handbuch zum „aktivem Presserecht“ geplant

Thursday, September 13th, 2007

Das netzwerk recherche plant, zusammen mit Prof. Branahl (Uni Dortmund, Institut für Journalistik) ein Handbuch zum „aktivem Presserecht“. Das Ziel ist es, anhand von konkreten Fällen zu zeigen, wie und wo Journalisten ihr Informationsrecht nach dem Presserecht, dem Informationsfreiheitsgesetz, dem Umweltinformationsgesetz, oder anderen Gesetzen bei Behörden zur Not auch vor Gericht durchsetzen können.

Es sollen Fälle gesammelt, aus denen beispielhaft hervorgeht, mit welchen Formulierungen erfolgversprechende Anträge gestellt werden können. Wo diese Anträge eingereicht werden müssen und wie man mit einer Ablehnung umgeht. Gezeigt werden soll, wie man Widersprüche bei Behörden stellt und wie man schließlich eine Klage durchsetzt und was das alles kostet.

Dazu werden nicht nur die Auswertung der Fälle vorstellt, sondern die Fälle selbst mit ihren Schriftsätzen dokumentiert. Wie aus einem Werkzeugkasten sollen sich Journalisten dann in dem Handbuch bedienen können, wenn sie ihren Auskunftsanspruch durchsetzen wollen. Frei nach dem Motto: Die Gesetze sind da, lasst uns sie einsetzen.

Das Handbuch soll gedruckt und im Web publiziert werden. Es soll zudem vor allem im Netz laufend ergänzt werden mit neuen interessanten Fällen. Um schnell mit der Arbeit beginnen, werden mindestens 12 Fälle aus der Praxis gebraucht; jeweils Schriftsätze, Anträge, Entscheidungen und gegebenenfalls die Urteile.

Wer hat Fälle, oder kennt Journalisten, die ihren Informationsanspruch vor Gericht durchgesetzt haben? Hinweise bitte an David Schraven, der das Projekt koordiniert, unter
david.schraven@mag.cc.

[AUde]

Buch: Web 2.0 für Journalisten

Sunday, July 29th, 2007

Vom J-Lab, dem Institute for Interactive Journalism (University of Maryland Philip Merrill College of Journalism und the Knight Citizen News Network) stammt eine neue Veröffentlichung:

Journalism 2.0 : How to Survive and Thrive. A digital literacy guide for the information age
/ Written by Mark Briggs. Foreword by Phil Meyer. Edited by Jan Schaffer
© 2007 Mark Briggs, Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.5 License.

{PDF-Datei, 2.017 KB, 132 S.}

Nach erstem Durchblättern eine sehr brauchbare Einführung in die Publikationstechniken, die man gemeinhin als Web 2.0 bezeichnet. Für viele Journalisten sicherlich ein sehr lesenswerter Text. Den Untertitel „literacy guide“ finde ich aber etwas zu weit geworfen, denn der Text behandelt lediglich die Produktion und Publikation von internetbasierten Medien. Bedauerlicherweise wird auf Recherche im Web 2.0 nicht eingegangen.

Unübersehbar ist die Verwandschaft des Buches zum Projekt J-Learning, das aus dem gleichen Hause kommt und das erwähnenswerte Journalism 2.0 Blog betreibt.

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