Archive for the ‘Einmaleins’ Category

Das Zwei-Quellen-Missverständnis

Monday, March 29th, 2010

Nachwort zur Factchecking-Konferenz des netzwerk recherche beim Spiegel (27./28.3.)

Vorab: Es war eine der besten Veranstaltungen des netzwerk recherche – selten geht es dort so sach- und handwerksbezogen zu wie am vergangenen Wochenende auf der Factchecking –Tagung im Spiegel-Hochhaus.

Das mit dem Zwei-Quellen-Prinzip haben die Journalisten hierzulande noch nicht so recht verstanden – von den Journalisten, die diese Regel kennen, meinen die meisten, es genüge, wenn man den zu belegenden Fakt in zwei anderen Medienquellen gefunden habe. Ich habe schon einmal gezeigt, dass das selbst bei so einfachen Fragen wie der Entfernung zwischen zwei Städten zu katastrophalen Fehlern führt, die sich dann aber gleich in allen Medien finden - auch in solchen, die man ansonsten gerne als Qualitätsprodukte lobt. Dokumentare vom Spiegel zeigten am Wochenende ein weiteres Beispiel dieses vermutlich täglich in jeder deutschen Zeitung zu findenden Fehlers: Kaffee sei, so liest man oft, „der nach Erdöl am zwei häufigsten gehandelte Rohstoff der Welt“. Zum Abschreiben gibt es viele, vermeintlich gute Quellen – allein es stimmt bei weitem nicht.

Auch die Denke der Nachrichtenredakteure, die eine zweite Agentur abwarten, bevor sie eine Meldung übernehmen, führt zu Fehlern. Nämlich dann, wenn beide Agenturen auf dieselbe Quellen zurückgreifen, etwa einen Politiker, der Unsinn erzählt. Die Zwei-Quellen-Regel spricht nämlich von zwei voneinander unabhängigen Quellen. Die Regel kann demnach nur für Ereignisse gelten, bei denen man weiß oder zumindest davon ausgehen darf, dass beide Agenturen einen Reporter haben und diese beiden nicht auf dieselbe gemeinsame Quelle zurückgreifen.
Über weite Strecken scheint es daher gängig zu sein, vermeintliche Fakten aus zwei, möglichst anerkannten Medien zu übernehmen. Doch das ist bestenfalls unter großem Zeitdruck noch eine zu akzeptierende Vorgehensweise – die Gefahr, sich dennoch lächerlich zu machen, ist groß.

Wie weit verbreitet diese Praxis ist, zeigen zwei Beispiele:

So berief sich ein großer deutscher Rechercheur, als ihm Fehler in seinem Bestseller nachgewiesen wurden, darauf, dass er diese „Fakten“ aus anerkannten deutschen Medien wie der Bild (!), der FAZ und anderen abgeschrieben „übernommen“ habe und diese ihre Berichte nicht korrigiert hätten (was m.E. kein Kriterium für den Wahrheitsgehalt ist und auch nur schwer abschließend recherchiert werden kann).

Als ich hier darauf hingewiesen habe, dass auch anerkannte Medien gerne mal Quatsch aus Meldungen oder Vorab-Meldungen gedankenlos übernehmen, teilte mir der zuständige Chefredakteur (der netterweise antwortete) mit, er verstehe meine Kritik nicht, da man die Meldung doch richtig wiedergegeben habe. (Es sei doch richtig, dass die genannte Regionalzeitung das Wiedergegebene geschrieben habe.) Dass die Meldung in sich nicht stimmen konnte, widersprüchlich war, störte ihn offensichtlich nicht.

Nur aus dieser Haltung erklärt sich, dass falsche Zahlen zur HartzIV-Lohnabstandsdebatte lange kursierten mit Hinweis auf die seriöse Quelle FAZ.
Einfacher und dank des Internets oft auch schnell zu erledigen wäre es, eine gute, vielleicht sogar eine privilegierte Quelle zu einer Frage zu finden. Das wird zu selten versucht gemacht.
Bildblog hat sich die richtigen Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit bestätigen lassen. Genau das ist der Weg. So nah ran an eine Primärquellen wie möglich und dann lieber mit nur einer Quelle, die man im Zweifel benennt, als mit mehreren gleichermaßen falschen.

Entsprechend anders wird das Zwei-Quellen-Prinzip auch im angeslächsischen Journalismus gehandhabt (exemplarisch siehe z.B. „The Essentials of Reuters Sourcing“).

Das Interesse am fact-checking ist erstaunlich groß – oder ist das gerade deshalb so, weil es so vielen so fremd ist?!

Wie aus einem journalistischen Selbstversuch eine wissenschaftliche EU-Studie wurde

Monday, October 26th, 2009

Bislang habe ich mich nur gewundert, gestern habe ich das mal (an)recherchiert. Seit Anfang September geistert eine „EU-Studie“ zur Bankenberatung durch die Medien, gestern bin ich in der aktuellen Wirtschaftswoche (Artikel ist nicht online) drüber gestoplpert und habe mal nachgeschlagen, wer da was gemacht hat – denn das Ergebnis 24 von 25 Beratungen seien schlecht, kam mir bekannt vor…

Mit wenig Aufwand konnte ich dann sehr schnell recherchieren, wie aus einem, wenn auch sehr aufwändigem journalistischem Test (an dem ich am Rande beteiligt war), eine (vermeintlich) „wissenschaftliche Studie“ von „EU-Experten“ wurde.

Ausgangspunkt:Für eine WISO-Doku hat die freie Journalistin Maja Helmer über die autoren(werk) GmbH & Co.KG (disclaimer: deren Geschäftsführer ich bin) einen Banktest bei 25 Banken sowie vier Finanzdienstleister gemacht - in enger Kooperation mit dem Verbrauchzentrale Bundesverband. Und mit einigem Aufwand: In 5 Städten wurden jeweils 5 Bankfilialen besucht, nach vorheriger Terminvereinbarung und immer mit der gleichen fiktiven persönlichen Situation einer Kundin konfrontiert, die eine Anlageempfehlung suchte.

In der Süddeutschen ist das zum Beispiel richtig und ausführlich dargestellt - offenbar, weil die Pressemitteilung Anlass für zumindest ein Telefonat mit dem VZBV bzw. dessen Experten war:

Die Verbraucherschützer simulierten bei ihrem Test immer die selbe Kundin: Eine 55jährige Sekretärin mit einem Nettoeinkommen von 1700 Euro, die bisher nur ein Sparbuch hat, gerade knapp 100.000 Euro erbte und dieses Geld anlegen will.
Eine Besonderheit: Die vermeintliche Kundin muss einen Kredit für ihre Eigentumswohnung abzahlen und könnte das Erbe verwenden, um diese Schulden schneller zu begleichen. Doch auf diese für sie günstige Möglichkeit wies die Kundin von 25 Bankberatern nur jener von der Volksbank Stuttgart hin, kritisiert Manfred Westphal, Finanzexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). Generell habe sich kaum einer der Banker um den finanziellen Hintergrund der Dame gekümmert - aus seiner Sicht die Voraussetzung für eine Beratung, die dem Kunden nützt.

Das war im Juni, Sendetermin der Doku 29.6. (Video online hier); Sendetermin des Beitrags über das Abschneiden der vier Finanzdienstleister im gleichen Testsetting war der 22.6. (Video hier online)

Soweit so gut. Schon die Pressemitteilung von VZBV und WISO hat einiges an Presseecho gehabt, unter anderem schaffte er es auf Seite 1 der Berliner Zeitung

Schon hier zeigt sich, das journalisten Pressemitteilungen nicht nur gerne übernehmen, sondern auch noch um Fehler und Missverständliches anreichern (Das mit dem Abschreiben hatten wir beim gleichen Autor schon mal.):

So sei es bei einer Stichprobe nur einem von 25 Bankberatern gelungen, den finanziellen Hintergrund eines Kunden auszuleuchten und dann richtig zu beraten, teilte der VZBV der ZDF-Wiso-Redaktion mit.

(Nebenbei, bevor ich das so formulieren würde, würde ich mir das vom VZBV bestätigen lassen und könnte dann auf die hier irritierende Nennung der WISO-Redaktion verzichten.)

Schon hier wird das Entstehen dieses Tests falsch dargestellt. Dabei heißt es in der Pressemitteilung des Verrbaucherzentrale Bundesverbandes eindeutig:

Die Qualität der Bankberatung in Deutschland ist trotz Finanzkrise katastrophal. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Stichprobe des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) in Zusammenarbeit mit der ZDF-Redaktion WISO. Demnach gelingt es nur einem von 25 Bankberatern, den finanziellen Hintergrund eines möglichen Kunden auszuleuchten und dann auch richtig zu beraten.

Das wird von zahlreichen anderen Medien dann auch richtig gemeldet, so zum Beispiel (in wahlloser Reihenfolge der Google-Trefferliste) von der Bild, der Financial Times Deutschland, vom SWR und rp-online.

Ein schöner Erfolg für den WISO Test. Doch jetzt nimmt die Geschichte einen obskuren Verlauf:

Die EU-Kommission beschäftigt sich mit dem Thema Bankdienstleistungen und gibt ein „working document“ heraus. In diesem heißt es - vollkommen zutreffend:

In one survey where 25 German bank advisors
were approached in a mystery shopping exercise, 24 of these provided unsuitable advice.

Die Fußnote verweist auf die Pressemitteilung des VZBV.

Aus diesem „working document“ wird dann schnell eine EU-Studie, die keiner mehr gelesen hat.
In der Rede der EU-Kommissarin Meglena Kuneva heißt es noch:

In Germany , researchers posing as consumers approached 25 German bank advisors and received unsuitable advice in 24 out of the 25 cases.

Die Pressemitteilung verweist auf die Studie als Ganzes und verweist nicht auf das Bankberatungsexperiment.
Aus den „researchers“ werden nun von den (ab)schreibenden Kollegen „EU-Experten“ gemacht.

Und so schreiben die Zeitungen:

In Deutschland hätten als Kunden getarnte EU-Experten (sic! mal) in 24 von 25 Fällen „unzureichende Beratung“ bekommen. (Berliner Zeitung

Deren (sic! mal) Experten gaben sich zum Test als Sekretärin aus, die 100 000 Euro geerbt hatte und nun nach optimalen Anlageformen suchte. In 24 von 25 Gesprächen sei die Beratung „inadäquat“ ausgefallen. (Saarbrücker Zeitung)

Aus den „researchers“, die Frau Kuneva noch zurecht so nannte, da es im Englsichen ja abseits der wissenschaftlichen Researcher auch noch journalistische gibt oder solche, die Firmeninformationen zusammentragen macht dann der VZBV in seinem EU-Newsletter „Wissenschaftler“ - vermutlich
ohne zu wissen, dass es die eigene Stichprobe ist: „So habe eine Untersuchung von als Kunden getarnten Wissenschaftlern in Deutschland ergeben, dass die Berater in 24 von 25 Banken ungeeigneten Rat gaben. “

Das ist kurios. Schlimm ist, das viele Kollegen diesen journalistischen Test nun als EU-Studie bezeichnen und der nun überall auftaucht.
(Viele Belege hierfür sind leider nicht mehr online.)

Protected: Was ist „reich“ für einen FAZ-Autor?

Monday, September 21st, 2009

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Googles OR-Operator kaputt?

Wednesday, January 21st, 2009

Habe ich was verpasst? Warum funktioniert Googles boolscher Operator OR nicht mehr, oder zumindest im Moment nicht?

Wenn ich nach „albrecht ude“ suche, bekomme ich 1.730 Treffer, suche ich nach „albrecht ude“ OR „ude albrecht“, bekomme ich 1.820 Treffer - so weit, so gut.

Suche ich aber nach iRights.info, gibt’s 31.700 Treffer, bei irights.info OR irights.de aber nur 30.200. Das hat nichts mit der Unschärfe bei hohen Trefferzahlen zu tun, man kann das auch reproduzieren mit z.B.  „hermann spielkamp“ (170 Treffer) und „hermann spielkamp“OR „spielkamp hermann“ (107 Treffer).

Die URLs sehen auch nicht gerade so aus, als würden die Suchanfrage „richtig übersetzt“: http://www.google.de/search?hl=de&q=“hermann+spielkamp“OR+“spielkamp+hermann“. Was machen die Plus-Zeichen an den Stellen, an denen sie nichts zu suchen haben?

Es ändert sich auch nichts, wenn man es über die erweiterte Suche probiert, oder auch advanced search in der .com-Version, wo das Menue ja überarbeitet worden ist, um genau diese ODER-Funktion etwas einfacher verständlich zu machen.

Sehr seltsam. Hat jemand etwas darüber gehört, dass/warum da geschraubt wird?

Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?

Saturday, October 18th, 2008

Die neue Message - Internationale Zeitschrift für Journalismus ist frisch am Kiosk. In jeder Message gibt es eine Beilage namens „Werkstatt“, die auf besonders praxisnahe Weise journalistisches Handwerk vermitteln soll. Die aktuelle Ausgabe steht unter der Überschrift

KEINE SPUREN HINTERLASSEN!
Wie Sie als Journalist Ihre Recherche und Ihre Informanten online wie offline vor dem Zugriff des Staates oder privater Detektive schützen können, zeigt Ihnen unsere aktuelle Message-Werkstatt.

Die Texte sind gekürzte Fassungen der Beiträge des Buches “Unerkannt im Netz - Sicher kommunizieren und recherchieren im Internet“ von Peter Berger, in dem auch ein Beitrag von mir erschienen ist - zum Thema „Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?“ Der Verlag, UVK, hat mir erlaubt, den Text im Blog zu veröffentlichen. Was ich hiermit mache. Das soll natürlich niemanden daran hindern, die neue Message und/oder das Buch zu kaufen. Denn da steht ja noch viel mehr Interessantes drin.

Na dann: Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt? (more…)

Warum wart Ihr nicht im Netz, Korrespondenten?

Tuesday, October 14th, 2008

Es ist grausig, wenn man erst einmal anfängt, sich mit Fakten Nachrichten zu beschäftigen. Wie schon dargestellt, habe ich vergangenen Mittwoch zwei Fehler im ARD-Bericht zum Flugzeugabsturz in Nepal gefunden.
Gut für die ARD: Sie kann sich auf Agenturen berufen und die anderen „Qualitätsmedien“ wussten es auch nicht besser. Am Freitag Abend, 3 ganze Arbeitstage nach dem Absturz, war noch nicht einmal die Frage geklärt, wie weit der Absturzort von der nepalesischen Hauptstadt entfernt ist und in welcher Richtung beide Orte zueinander liegen.
Hier eine Auswahl der Antworten auf die Frage, wo der Absturzort Lukla von Kathmandu aus liegt:

… 300 km östlich (AP, ARD, 2 weitere Treffer) (185 Meilen)
… 250 km east (nepalnews.com, CNN) (155 Meilen)
… 140 km east (xinhuanet.com)
… 140 km northeast (AFP) (90 Meilen)
… 125 km nordöstlich (Reuters) (80 Meilen)
… 150 km nordöstlich (ZDF, Spiegel, Deutsche Welle, Tagesschau, Zeit, Süddeutsche, taz, 35 weitere)
… 150 km östlich (Zoomer mit AFP/DPA)

Richtig ist 140 Kilometer östlich, wenn man auf 10-km-genau rundet. Dass Lukla östlich von Kathmandu liegt, ist nicht zu bestreiten. Per Software wurde der Kurs von Kathmandu Airport nach Lukla Airport mit 90,2 Grad ermittelt. (90 Grad entsprechen genau Ostkurs.) Nordöstlich ist somit um 45 Grad daneben.

Landkarte von Nepal mit Maßband zum Entfernungsvergleich Bei ARD, Nepalnews und CNN hätte ein Lineal und der Blick in den Atlas genügt, um festzustellen, dass man grob daneben liegt: 300 km östlich von kathmandu liegt Sikkim (Indien). Alle anderen liegen aber immer noch so deutlich daneben, dass es einfach peinlich ist.

Da ich in der Woche des Unglücks eine Internetrechercheseminar für eine Nachrichtenredaktion zu geben hatte, habe ich anhand des Beispiels mal zusammen gestellt, was man zu dieser Meldung hätte im Internet finden können. In meiner Präsentation (PDF, 2 MB) finden sich zu dieser Frage Fotos aus meinem Atlas, eine Entfernungsmessung mit Hilfe des Lineals bei google earth sowie das Ergebnis einer Piloten-Software. Schnell zu finden sind auch eine Fülle guter Quellen zu Flughäfen, Airlines, Flugplan, Wetter und früheren Unglücken. Und das alles mit einem Aufwand, den ich von einem öffentlich rechtlichen Korrespondenten erwarte.

Etwas aufwändiger ist schon das Zusammenstellen weiterer Quellen, zumal dabei auch ein paar typische Probleme der Internet-Recherche auftauchen – das zeige ich in Teil 2 meiner Präsentation (PDF, 2MB). Dass sich die Mühe lohnt, zeigt der Bericht des Sterns einen Tag nach dem Unglück: Die verunglückte Maschine hatte zuvor bereits zwei Unfälle – die staatlichen Berichte zu beiden finden sich im Netz. Samt Fotos.

(Ich hoffe, mit dieser Erläuterungen ist die Präsentation zu verstehen.)

Ist Mord noch strafbar?

Tuesday, September 16th, 2008

… fragt der Focus nicht. Wohl aber stellt er die Frage „Telefonstreich: Müntefering-Scherz strafbar?“.
In der Tat ist es schwer, in juristischen Fragen Aussagen im Indikativ zu machen. Was machen deutsche Journalisten deshalb: Richtig, sie fragen einen Experten. Und sicherheitshalber wird noch ein Fragezeichen drangehängt. Dann ist der Schreiber auf der richtigen Seite, der Leser aber weiß nicht, ob das Gesetz nun wirklich Mitschnitte verbietet, ob dies eine Mutmaßung des Focus ist oder aber nur die Einzelmeinung eines nicht näher spezifizierten Juristen.
Dienst am Leser sieht anders aus.
Dass Mitschnitte strafbar sind, ist indes unstrittig und unmissverständlich: Im §201 des Strafgesetzbuches heißt es:

„Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt
1. das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt oder
2. eine so hergestellte Aufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.“

Der Mitschnitt ist strafbar. Fullstop. Kein Fragezeichen.

Journalistischer Umgang mit Zahlen

Tuesday, May 6th, 2008

Hier meine Präsentation zum Thema für die Teilnehmer des Workshops in Wittenberg. Mehr zum Thema demnächst hier!journalistischer-umgang-mit-zahlen

Jetzt offiziell: dpa setzt auf CAR

Thursday, June 21st, 2007

Wir haben es schon am Rande der Jahrestagung erfahren, ein Vortrag fiel deswegen aus … Die Deutsche Presseagentur (dpa) setzt auf computer assisted reporting (CAR). Das neue Angebot heißt „RegioData“ und soll im Herbst starten. dpa meldet in eigener Sache: „Auf der Basis von frei verfügbaren statistischen Daten werde dpa die Geschichte hinter den Zahlen recherchieren und Hintergründe beleuchten.“

Das ist ein Anfang! Wir hoffen, über viele der Recherchen hier lesen und berichten zu können. dpa beobachtet schon seit einiger Zeit die CAR-Szene und war auch auf dem allerersten deutschen CAR-Seminar (in Kooperation mit DICAR) vertreten.

Anstoß Recherche – Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche in Hamburg

Wednesday, June 13th, 2007

Es ist wieder soweit: Am Freitag und Samstag findet im NDR-Konferenzzentrum in Hamburg das Jahrestreffen des Netzwerks Recherche statt. Wer noch nicht angemeldet ist, hat wahrscheinlich Pech gehabt, denn wie immer wird es völlig überlaufen sein. Aber für die, die kommen, hier der besondere Hinweis auf das Programm, das zu einem großen Teil von den Autoren dieses Weblogs bestritten wird: am Freitag der „Workshop zu Computer Assisted Reporting“ (in englischer Sprache), am Samstag „Recherche Online“ und die „Wundertüte“.

Mit dabei:

  • Marcus Lindemann zu „hidden Web – was Google alles nicht findet“,
  • Matthias Spielkamp und Jürgen Sell zu „Digitalem Informantenschutz“,
  • Albrecht Ude zu „Datenspuren - Anonym Surfen“,
  • Jan Michael Ihl zu „Was Google (noch) alles kann“,
  • Manfred Redelfs zu „Auskunftsrechte effektiv nutzen“,
  • Sebastian Moericke-Kreutz zu „Google für Fortgeschrittene“,
  • Jürgen Sell zu „Lug und Trug mit Zahlen“,
  • Marcus Lindemann zu „versteckte Kamera in der Praxis“,
  • Sebastian Moericke-Kreutz zu „Excel for Journalists“.

Das ist doch ein Angebot, oder? Wir freuen uns darauf, Euch/Sie in Hamburg zu sehen!