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	<title>Journalismus &#38; Recherche &#187; Reihen</title>
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	<description>Tipps, Tricks und Fundsachen zu journalistischer Recherche und computer-assisted reporting</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Dec 2011 20:54:20 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Trés chic: Richtig gugeln als Infografik</title>
		<link>http://recherche-info.de/2011/11/29/tres-chic-richtig-gugeln-als-infografik/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 09:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google-Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Trés chic: Richtig gugeln als Infografik. Leider nur auf Englisch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trés chic: Richtig gugeln als Infografik. Leider nur auf Englisch.</p>
<p><a href="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/google1.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-1601" title="google1" src="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/google1.gif" alt="" width="640" height="7078" /></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>UND ODER wie jetzt bei Google? Ist der AND-Operator weg?</title>
		<link>http://recherche-info.de/2011/11/03/1580/</link>
		<comments>http://recherche-info.de/2011/11/03/1580/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 19:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google-Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[AND-Operator]]></category>
		<category><![CDATA[OR-Operator]]></category>

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		<description><![CDATA[Google hat den AND-Operator abgeschafft und durch Mist OR ersetzt. Naja, fast. Dar&#252;ber schreibt z.B. Wolfgang Bleh auf intern.de. Ein Selbsttest: Die Suche: &#8222;albrecht ude&#8220; bringt &#8222;Ungef&#228;hr 8.560 Ergebnisse&#8220; +albrecht +ude bringt &#8222;Ungef&#228;hr 2.630.000 Ergebnisse&#8220; und den Hinweis Ergebnisse f&#252;r albrecht ude Der Operator + wurde ersetzt. Verwenden Sie f&#252;r die Suche nach einem genauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Google hat den AND-Operator abgeschafft und durch <strike>Mist</strike> OR ersetzt. Naja, fast. Dar&#252;ber schreibt z.B. <a href="http://www.intern.de/internet-news/9721-boolscher-operator-wird-dem-sozialen-geopfert.html" title="intern.de: Bool'scher Operator wird dem Sozialen geopfert (31.10.2011)">Wolfgang Bleh auf intern.de</a>. Ein Selbsttest:</p>
<p><span id="more-1580"></span></p>
<p>Die Suche:<br />
<strong>&#8222;albrecht ude&#8220;</strong> bringt &#8222;Ungef&#228;hr 8.560 Ergebnisse&#8220;</p>
<p><strong>+albrecht +ude</strong> bringt &#8222;Ungef&#228;hr 2.630.000 Ergebnisse&#8220; und den Hinweis<br />
<em>Ergebnisse f&#252;r albrecht ude<br />
Der Operator + wurde ersetzt.<br />
Verwenden Sie f&#252;r die Suche nach einem genauen Wort oder einer genauen Wortgruppe doppelte Anf&#252;hrungszeichen: &#8222;albrecht&#8220; &#8222;ude&#8220;</em></p>
<p>Merkw&#252;rdig nur:<br />
<strong>&#8222;albrecht&#8220; &#8222;ude&#8220;</strong> bringt &#8222;Ungef&#228;hr 2.650.000 Ergebnisse&#8220;.</p>
<p>Das geht von der (ohnehin unverl&#228;sslichen hohen) Zahl eher Richtung des OR-Operators:<br />
<strong>albrecht OR ude</strong> liefert &#8222;Ungef&#228;hr 303.000.000 Ergebnisse&#8220;</p>
<p>Suche ich hingegegen<br />
<strong>albrecht ude</strong>, gibt es &#8222;Ungef&#228;hr 183.000 Ergebnisse&#8220;<br />
D.h., der AND-Operator ist noch da und funktioniert, nur funktioniert er nicht mehr mit dem Pluszeichen.</p>
<p>&#220;brigens liefert auch<br />
<strong>albrecht AND ude</strong> &#8222;Ungef&#228;hr 183.000 Ergebnisse&#8220;</p>
<p>Und auch<br />
<strong>albrecht +ude</strong> bringt &#8222;Ungef&#228;hr 183.000 Ergebnisse&#8220;, jetzt aber wieder mit dem Hinweis:</p>
<p><em>Ergebnisse f&#252;r albrecht ude<br />
Der Operator + wurde ersetzt.<br />
Verwenden Sie f&#252;r die Suche nach einem genauen Wort oder einer genauen Wortgruppe doppelte Anf&#252;hrungszeichen: albrecht &#8222;ude&#8220;</em></p>
<p>Wer dumm genug ist, der Empfehlung von Google zu folgen, bekommt f&#252;r die Suche<br />
<strong>albrecht &#8222;ude&#8220;</strong> &#8222;Ungef&#228;hr 2.620.000 Ergebnisse&#8220;.</p>
<p>Noch unverst&#228;ndlicher: Suche ich nach<br />
<strong>albrecht AND &#8222;ude&#8220;</strong>, gibts wieder  &#8222;Ungef&#228;hr 2.620.000 Ergebnisse&#8220;</p>
<p>Fazit:</p>
<ul>
<li>mehrere Suchworte einfach durch Leerzeichen zu verkn&#252;pfen, ist die AND-Verkn&#252;fung,
</li>
<li>Suchworte mit AND zu verkn&#252;pfen funktioniert nach wie vor,</li>
<li>das Pluszeichen scheint noch zu funktionieren, um die vorgegebene Schreibung eines Suchwortes zu erzwingen,
</li>
<li>AND funktioniert nicht in Verbindung mit den Anf&#252;hrungszeichen.
</li>
</ul>
<p>Also:<br />
Man sollte AND statt des Pluszeichens verwenden.</p>
<p>Siehe auch:<br />
<a href="http://waxy.org/2011/10/google_kills_its_other_plus/" title="Google Kills Its Other Plus, and How to Bring It Back (waxy,org, Oct 27, 2011)">Google Kills Its Other Plus, and How to Bring It Back (via Twitter von jmi).</p>
<p></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie hoch sind die Mauern von Bin Ladens Versteck?</title>
		<link>http://recherche-info.de/2011/05/10/wie-hoch-sind-die-mauern-von-bin-ladens-versteck/</link>
		<comments>http://recherche-info.de/2011/05/10/wie-hoch-sind-die-mauern-von-bin-ladens-versteck/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 May 2011 09:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blattkritik]]></category>
		<category><![CDATA[factchecking]]></category>
		<category><![CDATA[Reihen]]></category>
		<category><![CDATA[watchdog]]></category>

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		<description><![CDATA[Susanne Lob hat mich gestern darauf aufmerksam gemacht, dass in deutschen Medien die Angaben zur H&#246;he der Mauer rund um Bin Ladens Versteck variieren - w&#228;hrend FTD und Mopo an einer Stelle 5,40 Meter und an einer anderen 3,60 Meter angeben, nennen FAZ und SZ 5,50 Meter bzw 3,70 Meter, also jeweils 10 Zentimeter mehr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Susanne Lob hat mich gestern darauf aufmerksam gemacht, dass in deutschen Medien die Angaben zur H&#246;he der Mauer rund um Bin Ladens Versteck variieren - w&#228;hrend FTD und Mopo an einer Stelle 5,40 Meter und an einer anderen 3,60 Meter angeben, nennen <a href="http://www.faz.net/m/%7BC1DC7EF8-3F6D-4226-8A64-DDAE95522BE4%7DPicture.jpg">FAZ</a>  und <a href="http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1092276.1304356928!/image/image.jpg_gen/derivatives/860x860/image.jpg">SZ</a> 5,50 Meter bzw 3,70 Meter, also jeweils 10 Zentimeter mehr.</p>
<p>Die Ursache ist relativ schnell zu finden. Als Quelle der Grafik wird die CIA angegeben. Mit dieser Google-Suche findet sich das Original recht schnell:</p>
<p>site:cia.gov abbottabad</p>
<p><a href="https://www.cia.gov/news-information/cia-the-war-on-terrorism/usama-bin-ladin-operation/abbottabad-compound-graphics.html">https://www.cia.gov/news-information/cia-the-war-on-terrorism/usama-bin-ladin-operation/abbottabad-compound-graphics.html</a></p>
<p>Hier werden 12 und 18 feet angegeben. Offensichtlich haben sich es FTD und Mopo einfach gemacht und einfach mit 30 Zentimetern pro Fu&#223; gerechnet, w&#228;hrend FAZ und SZ genauer umgerechnet haben: Ein Fu&#223; entspricht 0.3048 Metern. In der Summe kommen, aufgerundet, dann jeweils 10 Zentimeter mehr raus.</p>
<p>Die Ungenauigkeit durch das jeweilige Aufrunden ist allerdings fest genau so gro&#223; wie die Ungenauigkeit durch die ungenaue Umrechnung. Legt man die Originalangabe in Fu&#223; zu Grunde kann man eine Genauigkeit von plus/minus einem Fu&#223; ausgehen. Gemessen daran w&#252;rde eine Angabe auf einen Zentimeter genau eine Scheingenauigkeit suggerieren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>WikiLeaks &amp; Co.: Chancen und Risiken - Guido Strack &#252;ber Whistleblower</title>
		<link>http://recherche-info.de/2011/04/17/wikileaks-co-chancen-und-risiken-guido-strack-uber-whistleblower/</link>
		<comments>http://recherche-info.de/2011/04/17/wikileaks-co-chancen-und-risiken-guido-strack-uber-whistleblower/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 20:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einmaleins]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge und Präsentationen]]></category>
		<category><![CDATA[Whistleblowing]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen ausgezeichneten Vortrag hat Guido Strack vom Whistleblower-Netzwerk e.V. auf der re:publica gehalten und uns erlaubt, seine Folien (PDF, 1,5&#160;MB) zu ver&#246;ffentlichen. Besonders interessant sind meiner Einsch&#228;tzung nach die Beschreibung der aktuellen Rechtslage, die Forderungen, was zu &#228;ndern ist und die Kritik am Gesetzesentwurf (S. 20-27). Aber auch die Definition des Whistleblowings: ich hatte den Begriff bisher immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen ausgezeichneten Vortrag hat <a href="http://re-publica.de/11/blog/person/guido-strack/">Guido Strack</a> vom <a href="http://www.whistleblower-netzwerk.de/">Whistleblower-Netzwerk e.V.</a> auf der re:publica gehalten und uns erlaubt, seine <a href="http://dl.dropbox.com/u/3613232/WBNW_Berlin_20110415.pdf">Folien</a> (PDF, 1,5&#160;MB) zu ver&#246;ffentlichen. Besonders interessant sind meiner Einsch&#228;tzung nach die Beschreibung der aktuellen Rechtslage, die Forderungen, was zu &#228;ndern ist und die Kritik am Gesetzesentwurf (S. 20-27). Aber auch die Definition des Whistleblowings: ich hatte den Begriff bisher immer so verstanden, dass Whistleblowing erst dann stattfindet, wenn der Hinweisgeber an die &#214;ffentlichkeit geht. So sieht es auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower">Wikipedia</a>, aber Strack hat mich recht schnell &#252;berzeugt, dass das zu kurz greift (S. 3,11).</p>
<div id="__ss_7657310" style="width: 425px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0 4px;"><a title="WikiLeaks &amp; Co.: Chancen und Risiken - Guido Strack &#252;ber Whistleblower" href="http://www.slideshare.net/spieli/wikileaks-co-chancen-und-risiken-guido-strack-ber-whistleblower">WikiLeaks &amp; Co.: Chancen und Risiken - Guido Strack &#252;ber Whistleblower</a></strong><object id="__sse7657310" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=wbnwberlin20110415-110417153252-phpapp02&amp;stripped_title=wikileaks-co-chancen-und-risiken-guido-strack-ber-whistleblower&amp;userName=spieli" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=wbnwberlin20110415-110417153252-phpapp02&amp;stripped_title=wikileaks-co-chancen-und-risiken-guido-strack-ber-whistleblower&amp;userName=spieli" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" name="__sse7657310"></embed></object></p>
<div style="padding: 5px 0 12px;">View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/spieli">spieli</a>.</div>
<div style="padding: 5px 0 12px;">
<p>Hier au&#223;erdem ein Interview von Peter Welchering und Tim Pritlove  mit Guido Strack f&#252;rs Deutschlandradio auf dem 27c3, dem Jahreskongress des Chaos Computer Clubs.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/18217426?byline=0&amp;portrait=0" width="400" height="300" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/18217426">CrossTalks 1.3 - Whistleblower</a> from <a href="http://vimeo.com/user4707664">Gerd Pasch</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Au&#223;erdem ein Mitschnitt des Vortrags &#8222;Whistleblowing ist mehr als Wikileaks - Licht ins Dunkel bringen!&#8220; von Strack und <a href="http://www.johannesludwig.de/vita.php">Johannes Ludwig</a> vom Dok-Zentrum <a href="http://anstageslicht.de/">AnsTageslicht.de</a>, ebenfalls vom 27c3.</p>
<p><object width="448" height="279"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/r86hvhVu2LU?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/r86hvhVu2LU?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="448" height="279"></embed></object></div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Datenjournalismus ganz praktisch: Christina Elmer (dpa) auf der re:publica</title>
		<link>http://recherche-info.de/2011/04/17/datenjournalismus-ganz-praktisch-christina-elmer-dpa-auf-der-republica/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 08:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[analytische Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[CAR]]></category>
		<category><![CDATA[Data Driven Journalism]]></category>
		<category><![CDATA[DataMining]]></category>
		<category><![CDATA[Einmaleins]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Tricks, Tools, Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge und Präsentationen]]></category>

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		<description><![CDATA[Christina Elmer arbeitet bei der Deutschen Presse-Agentur dpa als dienstleitende Redakteurin f&#252;r aktuelle Infografiken sowie als Trainerin f&#252;r Web-Recherche und Computer Assisted Reporting (CAR). Zuvor baute sie bei der dpa Deutschlands erste CAR-Redaktion “dpa-RegioData” mit auf. Auf der re:publica hat sie den Vortrag &#8222;Datenjournalismus ganz praktisch - Wie Journalisten Daten finden und sicher nutzen&#8220; gehalten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/#!/ChElm">Christina Elmer</a> arbeitet bei der Deutschen Presse-Agentur <a href="http://www.dpa.de/">dpa</a> als dienstleitende Redakteurin f&#252;r aktuelle <a href="http://www.dpa.de/dpa-infografik.783.0.html">Infografiken</a> sowie als Trainerin f&#252;r Web-Recherche und Computer Assisted Reporting (CAR). Zuvor baute sie bei der dpa Deutschlands erste CAR-Redaktion “<a href="http://www.dpa.de/dpa-DataReporting.197.0.html">dpa-RegioData</a>” mit auf. Auf der re:publica hat sie den Vortrag &#8222;<a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/wie-journalisten-daten-finden-und-sicher-nutzen/#day13">Datenjournalismus ganz praktisch - Wie Journalisten Daten finden und sicher nutzen</a>&#8220; gehalten und uns erlaubt, Ihre <a href="http://dl.dropbox.com/u/3613232/republica11_Elmer_Keynote_medium.pdf">Folien</a> (PDF, 61&#160;kb) zu ver&#246;ffentlichen. Einige Beispiele f&#252;r Karten, die die dpa aus Daten produziert hat, fehlen, weil sie zu gro&#223; f&#252;r das PDF waren. Ich finde besonders Folie 16 interessant, in der Christina ihre Erfahrungen dazu, wie verschiedene Datenquellen mit Anfragen umgehen, in einer Matrix dargestellt hat, eingeteilt nach Qualit&#228;t, Bandbreite, Zugang und Service.</p>
<div style="width:425px" id="__ss_7653749"> <strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/spieli/datenjournalismus-ganz-praktisch-wie-journalisten-daten-finden-und-sicher-nutzen-vortrag-von-christina-elmer-auf-der-republica11" title="&quot;Datenjournalismus ganz praktisch - Wie Journalisten Daten finden und sicher nutzen&quot; - Vortrag von Christina Elmer auf der re:publica11">&quot;Datenjournalismus ganz praktisch - Wie Journalisten Daten finden und sicher nutzen&quot; - Vortrag von Christina Elmer auf der re:publica11</a></strong> <object id="__sse7653749" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=republica11elmerkeynotemedium-110417032813-phpapp02&#038;rel=0&#038;stripped_title=datenjournalismus-ganz-praktisch-wie-journalisten-daten-finden-und-sicher-nutzen-vortrag-von-christina-elmer-auf-der-republica11&#038;userName=spieli" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed name="__sse7653749" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=republica11elmerkeynotemedium-110417032813-phpapp02&#038;rel=0&#038;stripped_title=datenjournalismus-ganz-praktisch-wie-journalisten-daten-finden-und-sicher-nutzen-vortrag-von-christina-elmer-auf-der-republica11&#038;userName=spieli" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="padding:5px 0 12px"> View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/spieli">spieli</a> </div>
</p></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Und seitdem ist es die Wahrheit&#8230;</title>
		<link>http://recherche-info.de/2011/03/29/und-seitdem-ist-es-die-wahrheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 20:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enten, Scoops & Lehrstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz mitgeteilt]]></category>
		<category><![CDATA[Hoax]]></category>
		<category><![CDATA[Stalins Badezimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Andreas Kopietz bezichtigt sich selbst und bekennt in der Berliner Zeitung, in der Wikipedia Schmu gemacht zu haben: Seine Behauptung, die Karl-Marx-Allee in Berlin-Friedrichshain habe in DDR-Zeiten den Kosenamen &#8222;Stalins Badezimmer&#8220; gehabt, &#252;berstand gar einen L&#246;schversuch durch ihn selbst, nachdem sie vorher munter verbreitet wurde. Hal Faber bringt die Geschichte auf den Punkt: &#8222;Hoffentlich ermuntert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Kopietz bezichtigt sich selbst und bekennt in der <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0324/medien/0012/index.html" title="Andreas Kopietz: Wie ich Stalins Badezimmer erschuf (Berliner Zeitung, 24.03.2011)">Berliner Zeitung</a>, in der Wikipedia Schmu gemacht zu haben: Seine Behauptung, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Marx-Allee" title="Wikipedia (de): Karl-Marx-Allee">Karl-Marx-Allee</a> in Berlin-Friedrichshain habe in DDR-Zeiten den Kosenamen &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Karl-Marx-Allee&#038;diff=56754304&#038;oldid=56372299" title="Wikipedia (de): Karl-Marx-Allee (Edit vom 16.02.2009)">Stalins Badezimmer</a>&#8220; gehabt, &#252;berstand gar einen <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Karl-Marx-Allee&#038;diff=86576866&#038;oldid=86206701" title="Wikipedia (de): Karl-Marx-Allee (Edit vom 17.03.2011)">L&#246;schversuch durch ihn selbst</a>, nachdem sie vorher munter verbreitet wurde.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-war-Was-wird-1215903.html" title="Was war. Was wird (27.03.2011)">Hal Faber</a> bringt die Geschichte auf den Punkt: &#8222;Hoffentlich ermuntert sie Journalisten, beim &#8222;Fact-Checking&#8220; niemals Wikipedia allein zu vertrauen.&#8220;</p>
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		<item>
		<title>Kurz notiert: Google Alerts verbessert</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 11:09:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google Alerts bietet seit kurzem eine zus&#228;tzliche Auswahl an - n&#228;mlich, ob man &#8222;alle Ergebnisse&#8220; oder aber nur die &#8222;relvantesten&#8220; haben m&#246;chte. Bislang habe ich an der Alerts ja bem&#228;ngelt, dass eben nicht alle Treffer aus dem Index gezeigt werden, sondern nur die - gef&#252;hlt - top 200 bis 250. Bei einer Google-Suche zu einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.google.de/alerts">Google Alerts</a> bietet seit kurzem eine zus&#228;tzliche Auswahl an - n&#228;mlich, ob man &#8222;alle Ergebnisse&#8220; oder aber nur die &#8222;relvantesten&#8220; haben m&#246;chte.<br />
Bislang habe ich an der Alerts ja bem&#228;ngelt, dass eben nicht alle Treffer aus dem Index gezeigt werden, sondern nur die - gef&#252;hlt - top 200 bis 250. Bei einer Google-Suche zu einem vorhandenen Alert konnte man bislang noch nicht von Google per Alert gemeldete Seiten finden.</p>
<p>Wichtig: F&#252;r alle vorhandenen Alerts muss man die Einstellung auf &#8222;alle&#8220; &#228;ndern, sonst hat man nicht von dieser Verbesserung.</p>
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		<title>10 Tipps f&#252;rs Fact-Checking</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 12:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Handwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Reihen]]></category>
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		<description><![CDATA[Nichts ist peinlicher f&#252;r Journalisten: Falsche Namen und fehlerhafte Zahlen, auf die Leser sie aufmerksam machen. Mit systematischem Factchecking lassen sich zumindest die gr&#246;bsten Pannen vermeiden. Die &#220;berpr&#252;fung von Fakten kann zudem vor juristischen Niederlagen sch&#252;tzen. Zehn Tipps f&#252;r Rechercheure und Redakteure. Ist es nicht egal, ob ein nepalesischer Flughafen, auf dem eine Maschine mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nichts ist peinlicher f&#252;r Journalisten: Falsche Namen und fehlerhafte Zahlen, auf die Leser sie aufmerksam machen. Mit systematischem Factchecking lassen sich zumindest die gr&#246;bsten Pannen vermeiden. Die &#220;berpr&#252;fung von Fakten kann zudem vor juristischen Niederlagen sch&#252;tzen. Zehn Tipps f&#252;r Rechercheure und Redakteure. </strong></p>
<p>Ist es nicht egal, ob ein nepalesischer Flughafen, auf dem eine Maschine mit deutschen Touristen abgest&#252;rzt ist, 140 oder 300 Kilometer &#246;stlich der Hauptstadt Kathmandu liegt? Journalisten sollte das nicht egal sein. Denn 300 Kilometer &#246;stlich Kathmandus gibt es keine nepalesischen Flugh&#228;fen, dort ist man bereits in Indien – ein ARD-Korrespondent hatte die falsche Entfernung zwischen dem Flughafen Lukla und Kathmandu trotzdem in seiner Meldung gebracht. Er steht damit nicht allein. Faktenfehler unterlaufen auch anderen renommierten Medien, vermutlich t&#228;glich, vermutlich auf jeder Zeitungsseite.<br />
Journalismus ist der Wahrheit verpflichtet und die beginnt in den Details. Wenn Leser nicht darauf vertrauen d&#252;rfen, dass ein Journalist Namen und Orte richtig schreibt – wie sollen sie ihm dann vertrauen, wenn er gro&#223;e Neuigkeiten verk&#252;ndet und Missst&#228;nde anprangert?  Fehler vor ihrer Verbreitung zu finden und zu beseitigen, darum geht es beim Factchecking. Factchecking ist Kern jeder Recherche und damit wichtig f&#252;r jeden Autor, der peinliche Fehler vermeiden will. Der aus Amerika kommende Fachbegriff steht &#252;blicherweise f&#252;r das kontrollierende &#220;berpr&#252;fen von Fakten durch jemand anderen als den Autor selbst. F&#252;r das handwerkliche &#220;berpr&#252;fen der Fakten gelten aber dieselben Prinzipien – egal, wer kontrolliert. Hier die wichtigsten Regeln f&#252;rs Schreiben (Punkt 1 bis 6) und f&#252;rs redaktionelle &#220;berpr&#252;fen (Punkt 7 bis 10).</p>
<p><strong>1. Fakten pr&#228;zise einarbeiten, Quellen dokumentieren, unklare Stellen kontinuierlich markieren!</strong><br />
Factchecking beginnt beim Rechercheur, also bei demjenigen, der die Information zusammentr&#228;gt. In der Regel ist das der Autor. &#220;berall, wo Tatsachen behauptet werden sollten sie unmittelbar anhand des vorhandenen Materials (zum Beispiel Visitenkarten, Archivartikel, Dokumente aller Art) &#252;berpr&#252;ft werden: Schreibt sich der Name wirklich so? Stimmt die Zahl? Habe ich das aus guten Quellen? F&#252;r den Schreibfluss ist es hilfreich, unklare Fakten und fehlende Belege zu markieren und erst sp&#228;ter zu recherchieren. Zumindest bei umfangreichen, (juristisch) heiklen Recherchen oder Teamarbeit, muss die Quellenlage nachvollziehbar protokolliert und dokumentiert werden.</p>
<blockquote><p>Typische Fehlerquelle: das eigene Gehirn, in dem fehlerhafte Fakten abgespeichert sind. Hier kann das Gegenlesen helfen. Sicher ist aber nur das systematische Verifizieren. Sonst tr&#228;gt man dazu bei, dass popul&#228;re Irrt&#252;mer durch permanente Wiederholung kaum noch aus der Welt zu schaffen sind: etwa die vermeintliche Tatsache, dass Spinat besonders viel Eisen enthalte.</p></blockquote>
<p><strong>2. Auch verdeckte Fakten und Zitate &#252;berpr&#252;fen!</strong><br />
Aus juristischer Sicht sind auch Tatsachenbehauptungen, die nur zwischen den Zeilen oder in Zitaten stehen, zu &#252;berpr&#252;fen. Auch f&#252;r solche Fehler tr&#228;gt der Autor die Verantwortung. Reine Meinungs&#228;u&#223;erungen bleiben au&#223;en vor – jedoch hat das meiste, was wir Journalisten f&#252;r eine Meinungs&#228;u&#223;erung halten, sogenannte Tatsachenkerne, die wiederum faktisch &#252;berpr&#252;ft werden k&#246;nnen. Hier sch&#252;tzt nur der Gegencheck, nicht aber eine Formulierung wie „meint/glaubt/f&#252;rchtet, dass…“.<br />
Selbst die Dokumentare des Spiegels in der wohl weltgr&#246;&#223;ten Factchecking-Abteilung k&#246;nnen nicht jeden Fakt bis auf die wirklich beste Quelle checken. Also m&#252;ssen Priorit&#228;ten gesetzt werden: Juristisch relevante Fakten haben oberste Priorit&#228;t. Ist ein Rechtsstreit zu bef&#252;rchten, sollten alle Tatsachenbehauptungen &#252;berpr&#252;ft werden, da es Methode hat, dass Presseanw&#228;lte auch Ungenauigkeiten bei Nebens&#228;chlichkeiten angreifen und Erfolge dort als gewonnene Prozesse feiern. Danach folgt die &#220;berpr&#252;fung von Namen, Ortsangaben, Beschreibungen sowie, weil besonders fehlertr&#228;chtig, aller im Beitrag genannten Zahlen.</p>
<blockquote><p>Wer schreibt, bei ein Operation habe der Arzt die Halsschlagader verletzt und anschlie&#223;end sei der Patient verstorben, suggeriert einen kausalen Zusammenhang. Wenn es eine andere Todesursache gab, muss das gesagt werden. Das gilt unabh&#228;ngig davon, ob das im Text des Journalisten steht oder aber in einem Zitat von Angeh&#246;rigen.
</p></blockquote>
<p><strong>3. So nah wie m&#246;glich an die Originalquelle ran! </strong><br />
Die erste Frage, die sich der Autor stellt, lautet: Gibt es eine Quelle f&#252;r diese Information? Die zweite Frage muss lauten: Wie gut ist diese Quelle? Einfach und g&#228;ngig ist der Umgang mit sogenannten privilegierten Quellen: Aussagen von Amtstr&#228;gern, Beh&#246;rden, Ministerien und Nachrichtenagenturen d&#252;rfen Journalisten vertrauen, ohne dass sie durch den Verzicht auf eine zweite Quelle ihre Sorgfaltspflicht verletzen. Trotzdem ist gerade die &#220;berpr&#252;fung solcher Aussagen oft eine Recherche wert.<br />
Wann aber ist man am n&#228;chsten an der Originalquelle, der besten Quelle? Schon aus Effizienzgr&#252;nden kann nicht jedes Mal eine Originalquelle herangezogen werden. In der Praxis geht es also um die beste verf&#252;gbare Quelle zum Thema, wobei wichtig ist, ob der fragliche Fakt der Kern oder ein Nebenaspekt der Geschichte ist.</p>
<blockquote><p>Typischer Fall: Das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie kann man von Nachrichtenagenturen, den Verfassern der Studie, aus der Kurzfassung der Studie oder aber aus der Studie selbst &#252;bernehmen. Jeder Schritt in dieser Reihenfolge f&#252;hrt zu einer besseren Quelle. Ob das, was in der Studie behauptet wird, stimmt, ist dann noch nicht gekl&#228;rt. Aber es ist schon einmal sicher, was wirklich in der Studie steht.
</p></blockquote>
<p><strong>4. Zwei unabh&#228;ngige Quellen befragen!</strong><br />
Zu einem Thema „alle verf&#252;gbaren Quellen“ heranzuziehen, ist eine niemals zu l&#246;sende Sysiphos-Aufgabe. Schon die oft geforderten zwei von einander unabh&#228;ngigen Quellen f&#252;r einen Fakt, gibt es seltener als gedacht. </p>
<blockquote><p>Typischer Fall: Viele Journalisten meinen, die Zwei-Quellen-Regel sei erf&#252;llt, wenn zwei Zeitungsartikel dasselbe besagen. Dass zwei Zeitungsartikel selten zwei von einander unabh&#228;ngige Quellen sind, liegt nahe: In der Regel greifen sie auf ein und dieselbe Quelle zur&#252;ck, etwa eine Pressekonferenz, eine Agenturmeldung oder denselben Experten.
</p></blockquote>
<p>„Voneinander unabh&#228;ngig“ meint: Zwei Augenzeugen, die ihre Beobachtungen nicht miteinander besprochen und einander angeglichen haben. Oder aber: Zahlen und Informationen, die nachvollziehbar nicht auf dieselbe Quelle (Studie, Pressemitteilung, Expertenaussage) zur&#252;ckgehen. Wer die Unabh&#228;ngigkeit seiner Quellen &#252;berpr&#252;ft hat, kann guten Gewissens auf eine Quellenangabe verzichten – oft wird sie aber gerade dann hinzugef&#252;gt, um deutlich zu machen, dass man mit Augenzeugen gesprochen, Originaldokumente vorliegen hat, eine Studie im Original gelesen hat.</p>
<blockquote><p>F&#252;r viele Informationen, etwa in der Unternehmensberichterstattung, gibt es nur wenige f&#252;r Journalisten zug&#228;ngliche zweite Quellen – hier liegt die Arbeit des Journalisten darin, die Plausibilit&#228;t – mit Hilfe von Dritten zu &#252;berpr&#252;fen, Zweifel anzumerken oder mit einem genauen Blick in ver&#246;ffentlichte Bilanzen (Prim&#228;rquelle) infrage zu stellen.
</p></blockquote>
<p><strong>5. Fakten, die nicht verifiziert werden k&#246;nnen, fliegen raus, werden modifiziert oder transparent gemacht!<br />
</strong>Es ist letztlich eine Frage der Effizienz und der Transparenz, wie ein Journalist mit nicht verifizierten Tatsachen umgeht. Zwischen „Fehler riskieren“ und „Fakt weglassen“ gibt es eine ganze Reihe von Zwischenl&#246;sungen. Manche Details sind aber vielleicht auch gar nicht so relevant, dass sie unbedingt in einer Meldung oder einem Bericht aufgef&#252;hrt werden m&#252;ssen.</p>
<blockquote><p>Beispiel: F&#252;r eine Auslandsmeldung, die in Deutschland verbreitet wird, ist es nicht relevant, ob der Absturzort eines Flugzeugs 140 oder 300 Kilometer &#246;stlich der Hauptstadt Kathmandu liegt – Zahl und Himmelsrichtung k&#246;nnen also weggelassen werden. Man kann die Angabe aber auch leicht auf das reduzieren, was man genau wei&#223;: „im Osten des Landes“, in der Region des Mount Everest“, „auf einem Provinzflughafen“, „auf einem Flughafen, der eine knappe halbe Flugstunde entfernt ist“. So bleibt die Meldung in jedem Fall richtig.
</p></blockquote>
<p>Bei Angaben, die Interpretationsspielraum bieten, aber nicht mit einer zweiten Quelle best&#228;tigt werden k&#246;nnen, ist der schnelle, aber lautere Ausweg, die Quelle zu nennen: „nach Angaben des Ministeriums Y“, „hei&#223;t es auf der Internetseite des Unternehmens X“, „behauptet der Verband Z in einer Pressemitteilung“. Das ist selbst dann noch eine Information, wenn die Quelle anonym bleiben will, weil es der Leser nachvollziehen kann, wie gut oder schlecht die Information abgesichert ist.</p>
<blockquote><p>Zweifel und Widerspr&#252;che, die vor der Ver&#246;ffentlichung nicht mehr gekl&#228;rt werden k&#246;nnen, sollten transparent gemacht werden: „w&#228;hrend die Gewerkschaften von 1.500 Arbeitspl&#228;tzen sprechen, geht es nach Unternehmensangaben um weniger als 1&#160;000 Jobs“. Oder: „will nach eigenen Angaben“, „Belege daf&#252;r blieb der Verband schuldig“. Das ist eine saubere, transparente L&#246;sung – gerade im tagesaktuellen Gesch&#228;ft oder unter Zeitdruck.
</p></blockquote>
<p><strong>6. Wikipedia, Google und Co: Online hilft!</strong><br />
Die Onlinerecherche erleichtert das Factchecking. Noch nie waren so viele Prim&#228;rquellen so schnell erreichbar – und das weltweit, rund um die Uhr. F&#252;r die Onlinerecherche, f&#252;r die die gleichen Regeln wie f&#252;r Offline gelten, bieten sich zwei effiziente Methoden an:<br />
Erstens: Gute Quellen &#252;ber Quellen und Links in  Wikipedia finden: Wikipedia selbst ist keine Quelle (es sei denn, es ginge um die Genesis der Texte dort). Ein Verzicht w&#228;re aber t&#246;richt, denn in vielen Artikeln dort sind die Belege angegeben und verlinkt. Als schneller Weg zu ansonsten nur schwer zu findenden Dokumenten ist die Wikipedia unentbehrlich.<br />
Zweitens: Eine gute Quelle gezielt befragen: Homepages von Ministerien, Verb&#228;nden, Unternehmen lassen sich gezielt befragen. Dabei wird mit dem Site-Befehl die Suche (bei Google, Bing, Yahoo und Co) auf eine Domain eingeschr&#228;nkt.</p>
<blockquote><p>Typische Falle: Wer online recherchiert, bleibt gerne f&#252;r die ganze Factchecking online und vergisst, dass es noch  Telefon, Handarchiv, Bibliothek und andere Mittel gibt.
</p></blockquote>
<p><strong>7. Die andere Seite anh&#246;ren!</strong><br />
Werden Aussagen &#252;ber Dritte getroffen, die nicht selbst Quelle sind, so sollen sie angeh&#246;rt werden. In juristisch heiklen Geschichten ist das unerl&#228;sslich. Das ist fair und zudem auch eine effiziente Methode, um fragw&#252;rdige oder umstrittene Fakten herauszuarbeiten. Presserechtlich erschwert der eingearbeitete Widerspruch des Beschuldigten &#252;brigens sehr gut eine Gegendarstellung.</p>
<p>Aus Angst vor einstweiligen Verf&#252;gungen werden konfrontative Anfragen oft kurz gefasst oder aber unterbleiben ganz. Wenn sich aus der Fragestellung ableiten l&#228;sst, was berichtet werden soll, ist das tats&#228;chlich m&#246;glich. Daher sollte man offen fragen. Nicht &#8222;Stimmt es dass Sie 2005 Schmiergeldzahlungen von Unternehmen A erhalten haben?&#8220; sondern &#8222;Sind Ihnen Schmiergeldzahlungen bekannt, insbesondere im Zusammenhang mit XY?&#8220;</p>
<p><strong>8. Stichproben machen und Plausibilit&#228;t kontrollieren!</strong><br />
Abnehmende Redakteure sollten zumindest stichprobenartig die vom Autor in dem Beitrag eingearbeiteten Fakten &#252;berpr&#252;fen: Namen, Orte, Zahlen &#8230; So k&#246;nnen auch Texte, die ausschlie&#223;lich auf einer Quelle beruhen, schnell &#252;berf&#252;hrt werden. Au&#223;erdem kommt ein Fehler selten allein – weil der Journalist mit dem Thema nicht vertraut ist, dem falschen Experten vertraut hat, unter Zeitdruck stand, mit Zahlen fremdelt etc. Findet sich ein Fehler bei einer Stichprobe, muss weiter gecheckt werden.<br />
N&#228;chster Anhaltspunkt sind f&#252;r das redaktionelle Controlling sind Ungenauigkeiten und Widerspr&#252;che. Die Formulierung „immer mehr“ deutet in der Regel auf eine Geschichte ohne gute Datenbasis hin. Factchecker sollten aber vor allem fragen: Ist das wirklich plausibel?</p>
<blockquote><p>Beispiel: Kann es sein, dass Springer-Vorstandsvorsitzender Mathias D&#246;pfner auf den Preisnachlass von 18,43 Millionen Euro, den ihm Friede Springer beim Kauf von 680.000 Aktien gew&#228;hrt hat, 18,36 Millionen Euro Schenkungssteuer bezahlt? Ein solches Gesch&#228;ft w&#228;re nahezu unsinnig und h&#228;tte nur den Finanzminister gefreut – dennoch wurde es bei Handelsblatt Online so berichtet. Dar&#252;ber h&#228;tte jeder Factchecker stolpern m&#252;ssen. Wenn man Kaufpreis (77 Euro) und B&#246;rsenkurs zum Kaufdatum (104,10 Euro) kennt, dann l&#228;sst sich der Preisnachlass leicht errechnen und dann dazu die g&#252;ltigen Steuers&#228;tze und Freibetr&#228;ge lassen sich schnell online finden.
</p></blockquote>
<p><strong>9. Fakten nicht in der redaktionellen Bearbeitung ver&#228;ndern!</strong><br />
Fehler entstehen auch im weiteren redaktionellen Produktionsprozess: beim Redigieren, beim Texten von &#220;berschriften, Teasern, Bildzeilen und Zwischen&#252;berschriften. Wenn etwas gek&#252;rzt, gestrichen, umformuliert oder weiter zugespitzt wird, wenn Zahlen gedreht oder umgerechnet werden, dann kommt es schnell zu Faktenfehlern.<br />
Davor sch&#252;tzt nur ein redaktioneller Ablauf, bei dem der Autor seinen Text noch mal zu sehen bekommt, bevor der Text in den Druck geht. Oder aber: Der Schlussredakteur bespricht mit dem Autor alle faktensensible &#196;nderungen. </p>
<blockquote><p>Wer die Aussage, ein bestimmter Preis sei heute 30% h&#246;her als noch vor 10 Jahren, umformulieren willl, darf eben nicht schreiben, vor zehn Jahren sei der Preis 30% niedriger gewesen. Abseits der Prozentrechnung gibt es aber &#228;hnliche weitere Fallen: nahezu &#252;berall wo es auf genaue Formulierungen ankommt, etwa in Wissenschaft oder Juristerei.
</p></blockquote>
<p><strong>10. Factchecking bringt Mehrwert!</strong><br />
Factchecking sch&#252;tzt nicht nur vor peinlichen Fehlern, sondern kann sogar publizistischen Mehrwert bringen. Durch das Erschlie&#223;en tiefer liegender Quellen wird meist nicht nur der Beleg f&#252;r einen Fakt gefunden, sondern eine Vielzahl an Details, an Zusatzinformationen gefunden, die wiederum den Text bereichern. Mehr noch: Factchecking liefert neue Themen: Wer &#252;berpr&#252;ft, ob Spinat wirklich so viel Eisen enth&#228;lt wie stets behauptet wird, findet die Geschichte eines Abschreibfehlers, der &#252;ber Jahrzehnte nicht korrigiert sondern immer weiter abgeschrieben wurde. </p>
<blockquote><p>Am 27. M&#228;rz 2010 hob die S&#252;ddeutsche Zeitung die Geschichte auf den Titel, dass der Rhein deutlich k&#252;rzer ist als in den g&#228;ngigen Lexika und Schulb&#252;chern steht (1.230 statt 1.320 Kilometer) – vermutlich ein Zahlendreher in den 60-er Jahren.
</p></blockquote>
<p><em>Ich unterrichte am 19. und 20. Mai Fact-Checking an der Akademie f&#252;r Publizistik in Hamburg. Es gibt noch freie Pl&#228;tze. Das Seminar kostet 310 Euro. <a href="http://www.akademie-fuer-publizistik.de/seminare/liste/alle-medien/details/fact-checking/">http://www.akademie-fuer-publizistik.de/seminare/liste/alle-medien/details/fact-checking/</a></em></p>
<p>Erg&#228;nzung: Dieser Text ist meine Urfassung zum Thema Factchecking, die dann f&#252;r die Ver&#246;ffentlichung im Journalist (online hier: <a href="http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/redaktionswerkstatt/faktenchecken-fuer-journalisten-10-fallen.html">http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/redaktionswerkstatt/faktenchecken-fuer-journalisten-10-fallen.html</a>) ver&#228;ndert wurde. F&#252;r die Didaktik halte ich die Regeln hier f&#252;r angemessener als die 10 Fallen im Journalist.</p>
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		<title>PR in der Wikipedia</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 23:33:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aude</dc:creator>
				<category><![CDATA[analytische Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Enten, Scoops & Lehrstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk Recherche]]></category>
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		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Quellenkritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der nr-Fachkonferenz PR und Journalismus – zwischen Konfrontation und Kooperation an der Universit&#228;t Hamburg habe ich zum Thema Wikipedia, Blogs, Foren&#160;: die PR-Profis schreiben mit. Quellenkritik im Internet vorgetragen. Die um Links erg&#228;nzten Folien habe ich gerade auf meinem Server publiziert [PDF, 28&#160;S., 175&#160;KB]. Sie sind eine Erg&#228;nzung zu meinen fr&#252;heren Ausf&#252;hrungen &#252;ber Quellenkritik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der <a href="http://www.netzwerkrecherche.de/Konferenzen/PR-2011/" title="nr-Fachkonferenz PR und Journalismus">nr-Fachkonferenz PR und Journalismus – zwischen Konfrontation und Kooperation</a> an der Universit&#228;t Hamburg habe ich zum Thema <em>Wikipedia, Blogs, Foren&#160;: die PR-Profis schreiben mit. Quellenkritik im Internet</em> vorgetragen. </p>
<p><a href="http://www.ude.de/seminar/pr-im-web-20.pdf" title="PR im Web 2.0 [PDF, 28 S., 175 KB]">Die um Links erg&#228;nzten Folien habe ich gerade auf meinem Server publiziert</a> [PDF, 28&#160;S., 175&#160;KB]. Sie sind eine <a href="http://recherche-info.de/2008/06/26/albrecht-ude-entenjagd-quellenpruefung-online/" title="Albrecht Ude: Entenjagd – Quellenpr&#252;fung online">Erg&#228;nzung zu meinen fr&#252;heren Ausf&#252;hrungen &#252;ber Quellenkritik im Netz</a>.<br />
<span id="more-1262"></span><br />
Nach einem kurzen Blick in die VR China, wo es im Rahmen der Zensurma&#223;nahmen eine Art Regierungs-PR gibt (die &#8222;F&#252;nf-Groschen-Partei&#8220;, so der Spottname) ging es um PR im Web 2.0 allgemein, insbesondere aber um PR in der Wikipedia und darum, wie leicht man solchen Spuren folgen kann.</p>
<p>Die Tagung wurde zusammen mit der <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/prj" title="Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur f&#252;r Praxis des Qualit&#228;tsjournalismus">Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur f&#252;r Praxis des Qualit&#228;tsjournalismus</a> veranstaltet. Die Tagungsdokumentation ist in Vorereitung, ich werde einen Beitrag dazu liefern.</p>
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		<title>Die New York Times &#252;ber Google und SEO: Die schmutzigen kleinen Suchtricks</title>
		<link>http://recherche-info.de/2011/02/13/die-new-york-times-ueber-google-und-seo-die-schmutzigen-kleinen-suchtricks/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 10:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[analytische Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Einmaleins]]></category>
		<category><![CDATA[Enten, Scoops & Lehrstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google-Basics]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem fantastischen Artikel The Dirty Little Secrets of Search beschreibt David Segal, wie die Firma f&#252;r Suchmaschinen-Optimierung (SEO) SearchDex, offenbar im Auftrag der US-Kaufhauskette J.C. Penny, erfolgreich Googles Relevanz-Algorithmus hereingelegt hat. Die Geschichte ist ein Recherche-Lehrst&#252;ck und zugleich spannende Aufkl&#228;rung dar&#252;ber, wie Googles Suche funktioniert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem fantastischen Artikel <a href="http://www.nytimes.com/2011/02/13/business/13search.html?_r=1&amp;pagewanted=all">The Dirty Little Secrets of Search</a> beschreibt David Segal, wie die Firma f&#252;r Suchmaschinen-Optimierung (SEO) SearchDex, offenbar im Auftrag der US-Kaufhauskette J.C. Penny, erfolgreich Googles Relevanz-Algorithmus hereingelegt hat. Die Geschichte ist ein Recherche-Lehrst&#252;ck und zugleich spannende Aufkl&#228;rung dar&#252;ber, wie Googles Suche funktioniert.</p>
]]></content:encoded>
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