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	<title>Journalismus &#38; Recherche &#187; Reihen</title>
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	<description>Tipps, Tricks und Fundsachen zu journalistischer Recherche und computer-assisted reporting</description>
	<lastBuildDate>Wed, 14 Jul 2010 21:45:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>re:publica: Open Data and Open Government</title>
		<link>http://recherche-info.de/2010/04/16/republica-open-data-and-open-government/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 08:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[CAR]]></category>
		<category><![CDATA[DataMining]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumente]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreskonferenz 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Tricks, Tools, Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge und Präsentationen]]></category>
		<category><![CDATA[analytische Recherche]]></category>

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		<description><![CDATA[Rob McKinnon stellt vor: OffeneDaten - ein Portal f&#252;r offene Daten in Deutschland McKinnon berichtet davon, dass in Gro&#223;britannien bereits drei Regierungsbeh&#246;rden Open Hackdays veranstaltet haben, um von Hackern zu lernen, wie man Daten organisieren und zug&#228;nglich machen kann, die Hackern wiederum haben erfahren, welche Bed&#252;rfnisse Beh&#246;rden haben. Er kritisiert allerdings die bisher sehr restriktive [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://re-publica.de/10/speaker-list/rob-mckinnon/">Rob McKinnon</a> stellt vor: <a href="http://offenedaten.de/">OffeneDaten</a> - ein Portal f&#252;r offene Daten in Deutschland</p>
<p>McKinnon berichtet davon, dass in Gro&#223;britannien bereits drei Regierungsbeh&#246;rden Open Hackdays veranstaltet haben, um von Hackern zu lernen, wie man Daten organisieren und zug&#228;nglich machen kann, die Hackern wiederum haben erfahren, welche Bed&#252;rfnisse Beh&#246;rden haben.</p>
<p>Er kritisiert allerdings die bisher sehr restriktive Politik der EU, wenn es darum geht, tats&#228;chlich Daten zur Verf&#252;gung zu stellen.</p>
<p>Kleine Linkliste zur <a href="http://re-publica.de/10/event-list/open-data-and-open-government/">Session</a> mit Rob McKinnon &#252;ber Open-Data-Projekte:</p>
<ul>
<li><a href="http://freerisk.org">Free Risk</a>: US-Site mit Informationen zur Kreditw&#252;rdigkeit (credit ratings)</li>
<li><a href="http://www.publicwhip.org.uk/">Public Whip</a>: Wahlverhalten der UK-Parlamentarier</li>
<li><a href="http://www.govtrack.us/">Track Congress</a>: Informationen &#252;ber den US-Kongress</li>
</ul>
<ul>
<li>Meta-Seite: Wikipedia - <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Parliamentary_informatics">Sammlung von Sites</a>, die Gesetzgebungs- und andere Regierungsverfahren in vrschiebenen L&#228;ndern abbilden, indem sie relvante Dokumente zug&#228;nglich machen</li>
</ul>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anatomy_of_Britain">Anatomy of Britain</a> - herrliches Beispiel f&#252;r Datenjournalismus, bevor es das Internet gab.</p>
<p>Morgen und &#252;bermorgen finden in Berlin die ersten deutschen <a href="http://re-publica.de/10/category/open-data-hackday/">Open Data Hackdays</a> statt, bei der Projekte nicht nur vorgestellt, sondern auch entwickelt werden sollen.</p>
<p>Am 9. und 10. Juli wird in Hamburg die Jahreskonferenz des <a href="http://www.netzwerkrecherche.de">Netzwerks Recherche</a> stattfinden, bei der es ebenfalls einen Workshop zum Thema Open Government Data geben wird. Das Programm ist derzeit noch nicht ver&#246;ffentlicht.</p>
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		<title>Das Zwei-Quellen-Missverst&#228;ndnis</title>
		<link>http://recherche-info.de/2010/03/29/das-zwei-quellen-missverstaendnis/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 12:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einmaleins]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachwort zur Factchecking-Konferenz des netzwerk recherche beim Spiegel (27./28.3.) Vorab: Es war eine der besten Veranstaltungen des netzwerk recherche – selten geht es dort so sach- und handwerksbezogen zu wie am vergangenen Wochenende auf der Factchecking –Tagung im Spiegel-Hochhaus. Das mit dem Zwei-Quellen-Prinzip haben die Journalisten hierzulande noch nicht so recht verstanden – von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachwort zur Factchecking-Konferenz des netzwerk recherche beim Spiegel (27./28.3.)</p>
<p><em>Vorab: Es war eine der besten Veranstaltungen des netzwerk recherche – selten geht es dort so sach- und handwerksbezogen zu wie am vergangenen Wochenende auf der Factchecking –Tagung im Spiegel-Hochhaus.</em></p>
<p>Das mit dem Zwei-Quellen-Prinzip haben die Journalisten hierzulande noch nicht so recht verstanden – von den Journalisten, die diese Regel kennen, meinen die meisten, es gen&#252;ge, wenn man den zu belegenden Fakt in zwei anderen Medienquellen gefunden habe. Ich habe <a href="http://recherche-info.de/2008/10/14/warum-wart-ihr-nicht-im-netz-korrespondenten/">schon einmal gezeigt</a>, dass das selbst bei so einfachen Fragen wie der Entfernung zwischen zwei St&#228;dten zu katastrophalen Fehlern f&#252;hrt, die sich dann aber gleich in allen Medien finden - auch in solchen, die man ansonsten gerne als Qualit&#228;tsprodukte lobt. Dokumentare vom Spiegel zeigten am Wochenende ein weiteres Beispiel dieses vermutlich t&#228;glich in jeder deutschen Zeitung zu findenden Fehlers: Kaffee sei, so liest man oft, „der nach Erd&#246;l am zwei h&#228;ufigsten gehandelte Rohstoff der Welt“. Zum Abschreiben gibt es viele, vermeintlich gute Quellen – allein es stimmt bei weitem nicht.</p>
<p>Auch die Denke der Nachrichtenredakteure, die eine zweite Agentur abwarten, bevor sie eine Meldung &#252;bernehmen, f&#252;hrt zu Fehlern. N&#228;mlich dann, wenn beide Agenturen auf dieselbe Quellen zur&#252;ckgreifen, etwa <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50828204.html">einen Politiker, der Unsinn erz&#228;hlt</a>. Die Zwei-Quellen-Regel spricht n&#228;mlich von zwei voneinander unabh&#228;ngigen Quellen. Die Regel kann demnach nur f&#252;r Ereignisse gelten, bei denen man wei&#223; oder zumindest davon ausgehen darf, dass beide Agenturen einen Reporter haben und diese beiden nicht auf dieselbe gemeinsame Quelle zur&#252;ckgreifen.<br />
&#220;ber weite Strecken scheint es daher g&#228;ngig zu sein, vermeintliche Fakten aus zwei, m&#246;glichst anerkannten Medien zu &#252;bernehmen. Doch das ist bestenfalls unter gro&#223;em Zeitdruck noch eine zu akzeptierende Vorgehensweise – die Gefahr, sich dennoch l&#228;cherlich zu machen, ist gro&#223;. </p>
<p>Wie weit verbreitet diese Praxis ist, zeigen zwei Beispiele: </p>
<p>So berief sich ein gro&#223;er deutscher Rechercheur, als ihm Fehler in seinem Bestseller nachgewiesen wurden, darauf, dass er diese „Fakten“ aus anerkannten deutschen Medien wie der Bild (!), der FAZ und anderen <del datetime="2010-03-29T12:23:08+00:00">abgeschrieben</del> &#8222;&#252;bernommen&#8220; habe und diese ihre Berichte nicht korrigiert h&#228;tten (was m.E. kein Kriterium f&#252;r den Wahrheitsgehalt ist und auch nur schwer abschlie&#223;end recherchiert werden kann).</p>
<p>Als ich <a href="http://recherche-info.de/2006/07/02/nicht-nur-bild-hat-probleme-mit-zahlen/">hier</a> darauf hingewiesen habe, dass auch anerkannte Medien gerne mal Quatsch aus Meldungen oder Vorab-Meldungen gedankenlos &#252;bernehmen, teilte mir der zust&#228;ndige Chefredakteur (der netterweise antwortete) mit, er verstehe meine Kritik nicht, da man die Meldung doch richtig wiedergegeben habe. (Es sei doch richtig, dass die genannte Regionalzeitung das Wiedergegebene geschrieben habe.) Dass die Meldung in sich nicht stimmen konnte, widerspr&#252;chlich war, st&#246;rte ihn offensichtlich nicht. </p>
<p>Nur aus dieser Haltung erkl&#228;rt sich, dass falsche Zahlen zur HartzIV-Lohnabstandsdebatte lange kursierten mit Hinweis auf die seri&#246;se Quelle FAZ.<br />
Einfacher und dank des Internets oft auch schnell zu erledigen w&#228;re es, eine gute, vielleicht sogar eine privilegierte Quelle zu einer Frage zu finden. Das wird zu selten <del datetime="2010-03-29T12:01:46+00:00">versucht</del> gemacht.<br />
<a href="http://www.bildblog.de/16128/wie-sich-alle-mit-hartz-iv-verrechnen/">Bildblog</a> hat sich die richtigen Zahlen von der Bundesagentur f&#252;r Arbeit best&#228;tigen lassen. Genau das ist der Weg. So nah ran an eine Prim&#228;rquellen wie m&#246;glich und dann lieber mit nur einer Quelle, die man im Zweifel benennt, als mit mehreren gleicherma&#223;en falschen.</p>
<p>Entsprechend anders wird das Zwei-Quellen-Prinzip auch im angesl&#228;chsischen Journalismus gehandhabt (exemplarisch siehe z.B. <a href="http://handbook.reuters.com/index.php/The_Essentials_of_Reuters_Sourcing">&#8222;The Essentials of Reuters Sourcing&#8220;</a>). </p>
<p>Das Interesse am fact-checking ist erstaunlich gro&#223; – oder ist das gerade deshalb so, weil es so vielen so fremd ist?!</p>
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		<title>Zensur in China</title>
		<link>http://recherche-info.de/2010/01/20/zensur-in-china/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 16:04:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tricks, Tools, Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Golden Shield]]></category>
		<category><![CDATA[Great Firewall of China]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[VR China]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch Googles Androhungdeutung, sich m&#246;glicherweise aus der VR China zur&#252;ckzuziehen, ist die Internet-Zensur der VR wieder in die Diskussion gekommen. Die chinesische Regierung nennt ihre Ma&#223;nahmen euphemistisch den &#8222;Great Firewall of China&#8220;, eine Formulierung, die nachgerade nationale Hochgef&#252;hle wecken soll. Wie es darum bestellt ist, kamm man mit verschiedenen Websites pr&#252;fen: greatfirewallofchina.org, eine ehemals sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch Googles An<strike>drohung</strike>deutung, sich m&#246;glicherweise aus der VR China zur&#252;ckzuziehen, ist die Internet-Zensur der VR wieder in die Diskussion gekommen. Die chinesische Regierung nennt ihre Ma&#223;nahmen euphemistisch den &#8222;Great Firewall of China&#8220;, eine Formulierung, die nachgerade nationale Hochgef&#252;hle wecken soll. </p>
<p>Wie es darum bestellt ist, kamm man mit verschiedenen Websites pr&#252;fen:<br />
<span id="more-816"></span><br />
<a href="http://www.greatfirewallofchina.org/">greatfirewallofchina.org</a>, eine ehemals sehr gute Site, ist leider offline - lesenswert sind aber immer noch deren <a href="http://www.greatfirewallofchina.org/faq/">FAQ</a>.<br />
Die <a href="http://opennet.net/">OpenNet Initiative</a> bietet eine <a href="http://opennet.net/google_china/">Google China Search Comparison</a> an. Dort kann man Suchergebnisse von Google.com und Google.cn vergleichen. Es gibt einige Beispielsuchen.<br />
Ob eine Site in der VR China geblockt ist, kann man in Echtzeit mit einem <a href="http://www.websitepulse.com/help/testtools.china-test.html">Tool von Websitepulse</a> pr&#252;fen.</p>
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		<title>Europaweite Ausschreibung offenbart, dass Merkel Klimakillerstrom bezieht</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Heiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tricks, Tools, Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Auskunftsrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Kanzleramt und viele weitere Ministerien beziehen Strom, der besonders billig ist und &#252;berdurchschnittlich viel CO2 verursacht. Diese Nachricht, die heute in der taz steht, zeigt wieder einmal, was f&#252;r ein gro&#223;artiges Instrument europaweite Ausschreibungen sind, um damit auf Themen aufmerksam zu werden und sie recherchieren zu k&#246;nnen. Beh&#246;rden sind ja verpflichtet, gr&#246;&#223;ere Eink&#228;ufe von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/2009/12/merkel-titel.png" alt="merkel-titel" width="250" height="370" class="alignright size-full wp-image-806" />Das Kanzleramt und viele weitere Ministerien beziehen Strom, der besonders billig ist und &#252;berdurchschnittlich viel CO2 verursacht. Diese Nachricht, die heute in der taz steht, zeigt wieder einmal, was f&#252;r ein gro&#223;artiges Instrument europaweite Ausschreibungen sind, um damit auf Themen aufmerksam zu werden und sie recherchieren zu k&#246;nnen. Beh&#246;rden sind ja verpflichtet, gr&#246;&#223;ere Eink&#228;ufe von Waren oder Dienstleistungen europaweit auszuschreiben. Auf der Webseite der Europ&#228;ischen Union, wo all diese Ausschreibungen ver&#246;ffentlicht werden, kann man sich eine automatische Suche mit individuellen Kriterien einrichten und wird bei jedem Treffer per Mail benachrichtigt (zur Nutzung der Webseite siehe auch <a href="http://recherche-info.de/2009/06/07/workshop-recherchieren-in-europaweiten-ausschreibungen/">diese Dokumentation meines Workshops auf der Jahreskonferenz des Netzwerk Recherche</a>). </p>
<p>So war ich &#252;ber eine Ausschreibung der <a href="http://www.bundesimmobilien.de/">Bundesanstalt f&#252;r Immobilienaufgaben</a> gestolpert, die auf diesem Wege Stromlieferanten suchte. Es ging dabei <a href="http://www.sebastian-heiser.de/download/recherche-info/stromausschreibung.pdf">laut Auftragsbeschreibung</a> (PDF) um die &#8222;Lieferung elektrischer Energie f&#252;r ca. 160 Abnahmestellen – Liegenschaften der Bundesanstalt f&#252;r Immobilienaufgaben, verschiedene Bundesbeh&#246;rden und Zuwendungsempf&#228;nger – in den Landesgrenzen der Stadt Berlin&#8220;. Insgesamt sollten 178 Millionen kWh pro Jahr geliefert werden - aufgeteilt auf mehrere Lose, also Unterausschreibungen. 3 Millionen kWh sollten aus Erneuerbaren Energien kommen. F&#252;r die restlichen 175 Millionen kWh suchte die Anstalt Lieferanten f&#252;r Strom &#8222;ohne vorgegebene Herkunft&#8220;. </p>
<p><strong>22. Mai 2009:</strong> Ich frage erstmals bei der Bundesanstalt an: F&#252;r welche Beh&#246;rden wird der Strom eingekauft, was kostet er und wie viel CO2-Aussto&#223; verursacht er? </p>
<p><strong>27. Mai:</strong> Die Bundesanstalt antwortet und listet auf, f&#252;r wen sie &#214;kostrom und f&#252;r wen sie den Strom ohne besondere Herkunft einkauft. Der &#214;kostrom geht an das Bundesverkehrsministerium. Der Egalstrom gehe an das Bundeskanzleramt, das Ausw&#228;rtige Amt, die Bundesministerien f&#252;r Justiz, Bildung, Ern&#228;hrung, Arbeit, Gesundheit, Wirtschaft, an das Presse- und Informationsamt, an die Bundespolizei, die Bundesnetzagentur, an viele Landesvertretungen und weitere Beh&#246;rden. Die Bundesanstalt weigert sich allerdings, den Preis f&#252;r den Strom zu nennen: &#8222;Aus vergaberechtlichen Gr&#252;nden ist mir leider nicht m&#246;glich, Ihnen die nachgefragten Auftragswerte bekannt zu geben.&#8220; Au&#223;erdem behauptete die Bundesanstalt, ihr sei nicht bekannt, aus welchen Energiequellen wie der Egalstrom erzeugt wurde: Weil &#8222;Strom ohne vorgegebene Herkunft nachgefragt wurde, verf&#252;gt die Bundesanstalt naturgem&#228;&#223; &#252;ber keine diesbez&#252;glichen Informationen; dies gilt auch in Bezug auf die Angabe bestimmter Erzeugungsarten und der CO2-Emissionen&#8220;.</p>
<p><strong>8. Juni:</strong> In einem Brief an die Bundesanstalt erl&#228;utere ich den Umfang der Auskunftspflicht nach dem Pressegesetz und bitte um erneute &#220;berpr&#252;fung.</p>
<p><strong>18. Juni:</strong> Die Bundesanstalt beharrt darauf, dass sie die Strompreise nicht nennen k&#246;nne. Die EU-rechtlichen Vergabevorschriften w&#252;rden einem presserechtlichen Auskunftsanspruch entgegenstehen. Der Inhalt der Angebote und insbesondere die Preisgestaltung unterliege gem&#228;&#223; der Artikel 6, 35 Abs. 4 und 41 Abs. 3 der Richtlinie 2004/18/EG zur Vergabe &#246;ffentlicher Auftr&#228;ge dem Gebot der vertraulichen Behandlung. Au&#223;erdem m&#252;ssten die Stromlieferanten darauf vertrauen k&#246;nnen, dass die Bundesanstalt Informationen, die &#252;blicherweise vertraulich behandelt werden, nicht an die Presse gibt.<span id="more-805"></span></p>
<p><strong>21. Juni:</strong> Ich antworte, die Vertraulichkeitsklausel in der EU-Richtlinie w&#252;rde bereits dem Wortlaut nach nur &#8222;nach Ma&#223;gabe des innerstaatlichen Rechts&#8220; gelten. Die EU habe mit dieser Richtlinie also nicht die Auskunftspflicht von deutschen Beh&#246;rden gegen&#252;ber der Presse einschr&#228;nken wollen. Es m&#252;sse auch das Grundrecht der Pressefreiheit nach Artikel 5 des Grundgesetzes ber&#252;cksichtigt werden. Es gebe auch keinen Vertrauensschutz f&#252;r die Stromlieferanten. Denn die w&#252;ssten doch, dass die Bundesanstalt eine Beh&#246;rde ist. Die Stromlieferanten k&#246;nnten nicht ernsthaft davon ausgehen, dass die Bundesanstalt ihrer gesetzlichen Auskunftspflicht nicht nachk&#228;me. Und falls sie doch davon ausgehen, so sei dieser Irrtum jedenfalls nicht sch&#252;tzenswert. Die Bundesanstalt solle daher innerhalb der n&#228;chsten zwei Wochen die Auskunft erteilen.</p>
<p><strong>13. Juli:</strong> Die Bundesanstalt teilt mit, &#8222;dass Vertragsinhalte grunds&#228;tzlich als Gesch&#228;ftsgeheimnis der hiesigen Vertragspartner zu werten sind&#8220;. Bei Gesch&#228;ftsgeheimnissen handele es sich um ein &#8222;schutzw&#252;rdiges privates Interesse&#8220; (und dies ist im Pressegesetz ausdr&#252;cklich als Ausnahme von der Auskunftspflicht genannt). Die Bundesanstalt: &#8222;Ein presserechtlicher Auskunftsanspruch ist damit zu verneinen.&#8220;</p>
<p><strong>Am gleichen Tag</strong> schicke ich die Klage auf Auskunft an das Verwaltungsgericht K&#246;ln (das ist f&#252;r die in Bonn sitzende Bundesanstalt zust&#228;ndig). Ich argumentiere: Es gebe ein erhebliches &#246;ffentliches Interesse an der Auskunft, wie teuer der von der Bundesanstalt eingekaufte Strom sei. Die Bundeskanzlerin habe in ihren Reden im Bundestag und in Gastbeitr&#228;gen f&#252;r Zeitungen wiederholt betont, dass der Klimaschutz eines der wichtigsten Themen f&#252;r ihr Kabinett sei. Die &#214;ffentlichkeit habe ein gro&#223;es Interesse daran, zu erfahren, warum die Bundeskanzlerin und Teile ihrer Regierung trotz der nach au&#223;en postulierten Anspr&#252;che f&#252;r die eigenen Liegenschaften keinen &#214;kostrom einkaufen. In der Regel werde dies damit begr&#252;ndet, dass &#214;kostrom zu teuer sei. Damit jeder B&#252;rger sich dazu eine eigene Meinung bilden k&#246;nne, m&#252;sse der genaue Preisunterschied bekannt sein. Auch ganz allgemein gebe es immer ein hohes Informationsinteresse der &#214;ffentlichkeit an allen staatlichen Aufgaben. Es handele sich schlie&#223;lich um Steuergeld, das die Allgemeinheit aufgebracht habe. Bei der Frage, ob die Auskunft ein schutzw&#252;rdiges privates Interesse verletzt, komme es auf eine Abw&#228;gung zwischen dem Informationsinteresse der &#214;ffentlichkeit und dem Interesse der Unternehmen auf Geheimhaltung an. Die Auskunft greife nicht sonderlich tief in die Interessen der Stromlieferanten ein. Aus dem Preis sei weder die interne Preiskalkulation ersichtlich noch der Fakt, ob ein Unternehmen Gewinne oder Verluste macht. Man k&#246;nne daran h&#246;chstens sehen, welche Preise f&#252;r Gro&#223;verbraucher auf dem Markt gelten. Es gebe zwar ein gewisses Interesse, diese Preise f&#252;r Gro&#223;verbraucher gegen&#252;ber dem Privatverbraucher geheim zu halten (weil der h&#246;here Preise zahlen muss). Im Vergleich zum hohen &#246;ffentlichen Informationsinteresse sei dieses Geheimhaltungsinteresse der Stromlieferanten aber nicht sch&#252;tzenswert. Das Gericht solle die Bundesanstalt daher verurteilen, die Auskunft zu geben.</p>
<p>Das Gericht setzt der Bundesanstalt eine <strong>Frist bis zum 27. August</strong>, um auf die Klage zu antworten.</p>
<p><strong>14. August:</strong> Die Bundesanstalt hat die Gro&#223;kanzlei <a href="http://www.redeker.de/">Redeker Sellner Dahs &amp; Widmaier</a> eingeschaltet, die nun eine Fristverl&#228;ngerung beantragt. Der Anwalt, der den Fall bearbeitet, sei gerade erst aus dem Urlaub zur&#252;ckgekehrt, betreue auch zahlreiche andere Verfahren. Man wolle daher erst bis zum 24. September antworten - drei Tage vor der Bundestagswahl. Das Gericht gew&#228;hrt die Fristverl&#228;ngerung.</p>
<p><strong>23. September:</strong> Ein Tag vor Ablauf der Frist bittet die Rechtsanwaltskanzlei um eine weitere Fristverl&#228;ngerung um vier Wochen bis zum 22. Oktober 2009. Bei der Bearbeitung der Klage habe sich herausgestellt, dass &#8222;eine R&#252;cksprache mit verschiedenen weiteren Beteiligten erforderlich ist&#8220;. Man werde sich bem&#252;hen, die Fristverl&#228;ngerung &#8222;nicht auszusch&#246;pfen, sondern so z&#252;gig wie m&#246;glich die Klageerwiederung vorzulegen&#8220;. Das Gericht gew&#228;hrt die erneute Fristverl&#228;ngerung.</p>
<p><strong>19. Oktober:</strong> Drei Tage vor Ablauf der Frist schickt die Kanzlei ihren n&#228;chten Brief - und teilt die Preise mit, die der Strom in den einzelnen Teilen der Ausschreibung kostet. Anstatt vor Gericht gegenzuhalten, ist die Bundesanstalt also eingeknickt und gibt nun doch die Informationen.</p>
<p><strong>27. Oktober:</strong> Ich schreibe, dass ich mich &#252;ber die Auskunft freue und damit die Klage nahezu erledigt ist. Jetzt habe ich noch ein paar Nachfragen, mit denen es erm&#246;glicht werden soll, den Durchschnittspreis f&#252;r den Billigstrom zu berechnen. Au&#223;erdem frage ich nochmal nach, ob die Bundesanstalt wirklich nicht wei&#223;, wie viel CO2 der Billigstrom verursacht. Schlie&#223;lich sind Stromlieferanten gem&#228;&#223; § 42 Abs. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes verpflichtet, in ihren Rechnungen und in ihrem Werbematerial den Anteil der einzelnen Energietr&#228;ger und den CO2-Aussto&#223; pro Kilowattstunde bekannt zu geben. </p>
<p><strong>25. November:</strong> Die Bundesanstalt beantwortet alle Fragen. Auch die Informationen &#252;ber den CO2-Aussto&#223;, die zuvor der Beh&#246;rde angeblich &#252;berhaupt nicht vorlagen, erhalte ich jetzt. Der Billigstrom verursacht 674 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (der Bundesdurchschnitt liegt bei 541 Gramm). Der &#214;kostrom, der keinen CO2-Aussto&#223; verursacht, ist daf&#252;r im Schnitt 14 Prozent teurer. Nach gut sechs Monaten sind damit alle Fragen beantwortet, die ich am 22. Mai gestellt hatte. Jetzt geht es darum, die einzelnen Bundesministerien anzufragen, warum sie &#214;kostrom bzw. keinen &#214;kostrom eingekauft haben.</p>
<p><strong>16. Dezember:</strong> Der <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/merkel-beziehlt-klimaschaedlichen-strom/">Text erscheint in der taz</a> und wird dort auch zum Titelthema auf Seite 1.</p>
<p>Den Schriftverkehr von der ersten Anfrage &#252;ber die Klage bis zur ersten Auskunft gibt es auch <a href="http://30jahre.taz.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/bundesstromklage.pdf">zum Download als PDF</a> (dabei sind die Namen der Beh&#246;rdenmitarbeiter und Rechtsanw&#228;lte geschw&#228;rzt; meine Mailadresse ist zum Spamschutz ver&#228;ndert).</p>
<p><strong>Siehe auch</strong></p>
<p><a href="http://recherche-info.de/2009/06/07/workshop-recherchieren-in-europaweiten-ausschreibungen/">So kann man in europaweiten Ausschreibungen recherchieren</a></p>
<p><a href="http://hausblog.taz.de/2009/01/post-von-mckinsey/">Auskunftsklage gegen die Freie Universit&#228;t Berlin</a>: Die wollte zun&#228;chst nicht mitteilen, wie viel Geld sie damit verdient, dass sie besonders leistungsstarke Studierende ausw&#228;hlt und denen Werbebriefe von McKinsey und BostonConsulting schickt.</p>
<p>Reader: <a href="http://www.sebastian-heiser.de/download/auskunftsrechte/auskunftsrechte-aktuell.pdf">Auskunftsrechte kennen und nutzen</a> (PDF) mit Beispielen, wie Journalisten bei der Recherche das Pressegesetz, das Informationsfreiheitsgesetz, das Umweltinformationsgesetz oder die Grundbuchauskunft benutzen k&#246;nnen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Digitale Zeitungsarchive</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/11/01/digitale-zeitungsarchive/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 15:42:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Google-Basics]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinen]]></category>
		<category><![CDATA[Tricks, Tools, Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Die FAZ hat eine Linkliste zu digitalen Zeitungsarchiven ver&#246;ffentlicht, denn: Alte Zeitungen sind das beste Archiv des Alltags, das wir haben. In vielen Bl&#228;ttern, die zum Teil mehr als 200 Jahre alt sind, kann man online st&#246;bern. Unsere Linksammlung zeigt die besten Adressen im Netz. Eine dankenswerte Aufgabe. Erg&#228;nzen m&#246;chte ich zwei Informationen, weil ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die FAZ hat eine <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E7FFA71C3FEC24C4785BB916CDD445BDB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Linkliste zu digitalen Zeitungsarchiven</a> ver&#246;ffentlicht, denn:</p>
<blockquote><p>Alte Zeitungen sind das beste Archiv des Alltags, das wir haben. In vielen Bl&#228;ttern, die zum Teil mehr als 200 Jahre alt sind, kann man online st&#246;bern. Unsere Linksammlung zeigt die besten Adressen im Netz.</p></blockquote>
<p>Eine dankenswerte Aufgabe. Erg&#228;nzen m&#246;chte ich zwei Informationen, weil ich oft genug in Seminaren erfahre, dass sie nicht bekannt sind: Das <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/start/home.html">Archiv des Spiegels</a> ist inzwischen im Volltext bis zur&#252;ck zur ersten Ausgabe durchsuchbar - kostenlos. Und wenn man mal auf einen Artikel in der FAZ st&#246;&#223;t, der <a href="http://fazarchiv.faz.net/FAZ.ein">angeblich nur im kostenpflichtigen Archiv vorhanden ist</a> (man suche z.B. nach &#8222;Reto Hilty&#8220;), sollte man erstmal mit Googles Site-Funktion <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=site%3Afaz.net+%22reto+hilty%22&amp;btnG=Google-Suche&amp;sourceid=Mozilla-search&amp;start=0">suchen</a>, bevor man&#8217;s glaubt (geht auch bei Yahoo &#252;ber die <a href="http://de.search.yahoo.com/web/advanced?ei=UTF-8&amp;fr=yfp-t-501&amp;p=">erweiterte Suche</a> oder <a href="http://www.bing.com/search?q=%22reto+hilty%22+site%3Afaz.net&amp;go=&amp;form=QBLH&amp;scope=web&amp;filt=all">bei Bing mit der Site-Funktion</a>).</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wie aus einem journalistischen Selbstversuch eine wissenschaftliche EU-Studie wurde</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/10/26/wie-aus-einem-journalistischen-selbstversuch-eine-wissenschaftliche-eu-studie-wurde/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 13:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Lindemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blattkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Einmaleins]]></category>
		<category><![CDATA[Reihen]]></category>
		<category><![CDATA[watchdog]]></category>

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		<description><![CDATA[Bislang habe ich mich nur gewundert, gestern habe ich das mal (an)recherchiert. Seit Anfang September geistert eine &#8222;EU-Studie&#8220; zur Bankenberatung durch die Medien, gestern bin ich in der aktuellen Wirtschaftswoche (Artikel ist nicht online) dr&#252;ber gestoplpert und habe mal nachgeschlagen, wer da was gemacht hat – denn das Ergebnis 24 von 25 Beratungen seien schlecht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang habe ich mich nur gewundert, gestern habe ich das mal (an)recherchiert. Seit Anfang September geistert eine &#8222;EU-Studie&#8220; zur Bankenberatung durch die Medien, gestern bin ich in der aktuellen Wirtschaftswoche (Artikel ist nicht online) dr&#252;ber gestoplpert und habe mal nachgeschlagen, wer da was gemacht hat – denn das Ergebnis 24 von 25 Beratungen seien  schlecht, kam mir bekannt vor…</p>
<p>Mit wenig Aufwand konnte ich dann sehr schnell recherchieren, wie aus einem, wenn auch sehr aufw&#228;ndigem journalistischem Test (an dem ich am Rande beteiligt war), eine (vermeintlich) &#8222;wissenschaftliche Studie&#8220; von &#8222;EU-Experten&#8220; wurde.</p>
<p>Ausgangspunkt:F&#252;r eine WISO-Doku hat die freie Journalistin Maja Helmer &#252;ber die autoren(werk) GmbH &#038; Co.KG (disclaimer: deren Gesch&#228;ftsf&#252;hrer ich bin) einen Banktest bei 25 Banken sowie vier Finanzdienstleister gemacht - in enger Kooperation mit dem Verbrauchzentrale Bundesverband. Und mit einigem Aufwand: In 5 St&#228;dten wurden jeweils 5 Bankfilialen besucht, nach vorheriger Terminvereinbarung und immer mit der gleichen fiktiven pers&#246;nlichen Situation einer Kundin konfrontiert, die eine Anlageempfehlung suchte.</p>
<p>In der <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/365/476872/text/">S&#252;ddeutschen</a> ist das zum Beispiel richtig und ausf&#252;hrlich dargestellt - offenbar, weil die Pressemitteilung Anlass f&#252;r zumindest ein Telefonat mit dem VZBV bzw. dessen Experten war:</p>
<blockquote><p>Die Verbrauchersch&#252;tzer simulierten bei ihrem Test immer die selbe Kundin: Eine 55j&#228;hrige Sekret&#228;rin mit einem Nettoeinkommen von 1700 Euro, die bisher nur ein Sparbuch hat, gerade knapp 100.000 Euro erbte und dieses Geld anlegen will.<br />
Eine Besonderheit: Die vermeintliche Kundin muss einen Kredit f&#252;r ihre Eigentumswohnung abzahlen und k&#246;nnte das Erbe verwenden, um diese Schulden schneller zu begleichen. Doch auf diese f&#252;r sie g&#252;nstige M&#246;glichkeit wies die Kundin von 25 Bankberatern nur jener von der Volksbank Stuttgart hin, kritisiert Manfred Westphal, Finanzexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). Generell habe sich kaum einer der Banker um den finanziellen Hintergrund der Dame gek&#252;mmert - aus seiner Sicht die Voraussetzung f&#252;r eine Beratung, die dem Kunden n&#252;tzt.</p></blockquote>
<p>Das war im Juni, Sendetermin der Doku 29.6. (<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/782526?inPopup=true">Video online hier</a>); Sendetermin des Beitrags &#252;ber das Abschneiden der vier Finanzdienstleister im gleichen Testsetting war der 22.6. (<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/781218?inPopup=true">Video hier online</a>)</p>
<p>Soweit so gut. Schon die Pressemitteilung von VZBV und WISO hat einiges an Presseecho gehabt, unter anderem schaffte er es auf <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0629/seite1/0043/index.html">Seite 1 der Berliner Zeitung</a> </p>
<p>Schon hier zeigt sich, das journalisten Pressemitteilungen nicht nur gerne &#252;bernehmen, sondern auch noch um Fehler und Missverst&#228;ndliches anreichern (Das mit dem Abschreiben hatten wir <a href="http://recherche-info.de/2007/04/17/eine-quelle-ist-keine-quelle-ist-keine-quelle-ist-keine-1/">beim gleichen Autor schon mal</a>.):</p>
<blockquote><p>So sei es bei einer Stichprobe nur einem von 25 Bankberatern gelungen, den finanziellen Hintergrund eines Kunden auszuleuchten und dann richtig zu beraten, teilte der VZBV der ZDF-Wiso-Redaktion mit.</p></blockquote>
<p>(Nebenbei, bevor ich das so formulieren w&#252;rde, w&#252;rde ich mir das vom VZBV best&#228;tigen lassen und k&#246;nnte dann auf die hier irritierende Nennung der WISO-Redaktion verzichten.)</p>
<p>Schon hier wird das Entstehen dieses Tests falsch dargestellt. Dabei hei&#223;t es in der <a href="http://www.vzbv.de/start/index.php?page=presse&#038;bereichs_id=&#038;themen_id=&#038;mit_id=1172&#038;task=mit">Pressemitteilung des Verrbaucherzentrale Bundesverbandes</a> eindeutig:</p>
<blockquote><p>Die Qualit&#228;t der Bankberatung in Deutschland ist trotz Finanzkrise katastrophal. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Stichprobe des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) in Zusammenarbeit mit der ZDF-Redaktion WISO. Demnach gelingt es nur einem von 25 Bankberatern, den finanziellen Hintergrund eines m&#246;glichen Kunden auszuleuchten und dann auch richtig zu beraten.</p></blockquote>
<p>Das wird von zahlreichen anderen Medien dann auch richtig gemeldet, so zum Beispiel (in <del datetime="2009-10-26T10:29:12+00:00">wahlloser</del> Reihenfolge der Google-Trefferliste) von der <a href="http://www.bild.de/BILD/ratgeber/geld-karriere/2009/06/30/bankberater-test/fallen-schon-wieder-durch.html">Bild</a>, der <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:verbraucherschutz-bankberatung-so-schlecht-wie-vor-der-krise/533556.html">Financial Times Deutschland</a>, vom <a href="http://www.swr.de/landesschau-bw/ratgeber/-/id=2254282/vv=print/pv=print/nid=2254282/did=4993416/1ny5n/index.html">SWR</a> und <a href="http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/725395/Qualitaet-der-Bankberatung-katastrophal.html">rp-online</a>.  </p>
<p>Ein sch&#246;ner Erfolg f&#252;r den WISO Test. Doch jetzt nimmt die Geschichte einen obskuren Verlauf:</p>
<p>Die EU-Kommission besch&#228;ftigt sich mit dem Thema Bankdienstleistungen und gibt ein <a href="http://ec.europa.eu/consumers/rights/docs/swd_retail_fin_services_en.pdf">&#8222;working document&#8220; </a> heraus. In diesem hei&#223;t es - vollkommen zutreffend:</p>
<blockquote><p>
In one survey where 25 German bank advisors<br />
were approached in a mystery shopping exercise, 24 of these provided unsuitable advice.</p></blockquote>
<p>Die Fu&#223;note verweist auf die Pressemitteilung des VZBV.</p>
<p>Aus diesem &#8222;working document&#8220; wird dann schnell eine EU-Studie, die keiner mehr gelesen hat.<br />
In der <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/09/403&#038;format=HTML&#038;aged=0&#038;language=EN&#038;guiLanguage=en">Rede der EU-Kommissarin</a> Meglena Kuneva hei&#223;t es noch:</p>
<blockquote><p>In Germany , researchers posing as consumers approached 25 German bank advisors and received unsuitable advice in 24 out of the 25 cases.</p></blockquote>
<p>Die <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/09/1341&#038;format=HTML&#038;aged=0&#038;language=DE&#038;guiLanguage=en">Pressemitteilung</a> verweist auf die Studie als Ganzes und verweist nicht auf das Bankberatungsexperiment.<br />
Aus den &#8222;researchers&#8220; werden nun von den (ab)schreibenden Kollegen &#8222;EU-Experten&#8220; gemacht.</p>
<p>Und so schreiben die Zeitungen:</p>
<blockquote><p>In Deutschland h&#228;tten als Kunden getarnte EU-Experten (sic! mal) in 24 von 25&#160;F&#228;llen &#8222;unzureichende Beratung&#8220; bekommen. (<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0923/wirtschaft/0040/index.html">Berliner Zeitung</a></p></blockquote>
<blockquote><p>Deren (sic! mal) Experten gaben sich zum Test als Sekret&#228;rin aus, die 100&#160;000 Euro geerbt hatte und nun nach optimalen Anlageformen suchte. In 24 von 25 Gespr&#228;chen sei die Beratung &#8222;inad&#228;quat&#8220; ausgefallen. (<a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/wirtschaft/Miserables-Zeugnis-fuer-deutsche-Banken;art2819,3041304">Saarbr&#252;cker Zeitung</a>)
</p></blockquote>
<p>Aus den &#8222;researchers&#8220;, die Frau Kuneva noch zurecht so nannte, da es im Englsichen ja abseits der wissenschaftlichen Researcher auch noch journalistische gibt oder solche, die Firmeninformationen zusammentragen macht dann der <a href="(http://www.vzbv.de/mediapics/eu_newsletter_09_09_08.pdf)">VZBV in seinem EU-Newsletter</a> &#8222;Wissenschaftler&#8220; - vermutlich<br />
ohne zu wissen, dass es die eigene Stichprobe ist: „So habe eine Untersuchung von als Kunden getarnten Wissenschaftlern in Deutschland ergeben, dass die Berater in 24 von 25 Banken ungeeigneten Rat gaben. “ </p>
<p><strong>Das ist kurios. Schlimm ist, das viele Kollegen diesen journalistischen Test nun als EU-Studie bezeichnen und der nun &#252;berall auftaucht.<br />
</strong>(Viele Belege hierf&#252;r sind leider nicht mehr online.)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gesch&#252;tzt: Was ist „reich“ f&#252;r einen FAZ-Autor?</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/09/21/was-ist-reich-fuer-einen-faz-autoren/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 14:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias Spielkamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blattkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Einmaleins]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein gesch&#252;tzter Artikel ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<form action="http://recherche-info.de/blog/wp-pass.php" method="post">
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		</item>
		<item>
		<title>Beispielhafte &#220;berwachung</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/09/14/beispielhafte-ueberwachung/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 12:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Heiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tricks, Tools, Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[116 fest installierte &#220;berwachungskameras stehen entlang der Route der Anti-&#220;berwachungs-Demonstration &#8222;Freiheit statt Angst&#8220;. Zumindest habe ich so viele gefunden, als ich am Donnerstag vergangener Woche f&#252;r die taz die Strecke abgelaufen bin. Auf taz.de haben wir in einen Artikel eine Karte von Google Maps eingebunden, auf der alle 116 Kamerastandorte verzeichnet waren. Au&#223;erdem hatte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>116 fest installierte &#220;berwachungskameras stehen entlang der Route der Anti-&#220;berwachungs-Demonstration &#8222;Freiheit statt Angst&#8220;. Zumindest habe ich so viele gefunden, als ich am Donnerstag vergangener Woche f&#252;r die taz die Strecke abgelaufen bin. Auf taz.de haben wir <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/protest-unter-116-ueberwachungskameras/">in einen Artikel</a> eine <a href="http://maps.google.com/maps/ms?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;ie=UTF8&amp;msa=0&amp;msid=102211194797576864111.0004733ac65c811def6fd&amp;ll=52.512173,13.389459&amp;spn=0.0187,0.038581&amp;z=15">Karte von Google Maps</a> eingebunden, auf der alle 116 Kamerastandorte verzeichnet waren. Au&#223;erdem hatte ich auch alle Kameras fotografiert und die Fotos auf einer <a href="http://www.panoramio.com/map/?user=3641589#lt=52.517370&amp;ln=13.389459&amp;z=2&amp;k=1&amp;a=1&amp;tab=5">Karte von Panoramio</a> eingef&#252;gt - auch diese Seite war von dem Artikel aus verlinkt. </p>
<p><a href="http://maps.google.com/maps/ms?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;ie=UTF8&amp;msa=0&amp;msid=102211194797576864111.0004733ac65c811def6fd&amp;ll=52.512173,13.389459&amp;spn=0.0187,0.038581&amp;z=15"><img src="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/2009/09/116-kameras.jpg" alt="116-kameras" width="450" height="226" class="alignnone size-full wp-image-723" /></a></p>
<p>Das Ablaufen der Route und das &#220;bertragen der Daten auf die beiden Online-Dienste nahm einen Arbeitstag f&#252;r eine Person in Anspruch. Hinzu kam noch die zus&#228;tzliche Recherche. So stellten wir drei Kameratypen an drei Beispieln vor: Verkehrs&#252;berwachungskamera am Potsdamer Platz, Museumskamera vor dem Deutschen Guggenheim, Beh&#246;rdenkamera vor dem Ausw&#228;rtigen Amt. Dabei erl&#228;uterten wir jeweils: Was ist der Zweck der Kamera&#252;berwachung? Werden die Bilder auch gespeichert? Falls ja: F&#252;r wie lange? Allein die Deutsche Bank, die die Kamera an dem Museum betreibt, wollte nicht antworten, ob die Bilder gespeichert werden: &#8222;Zu sicherheitstechnischen Fragen k&#246;nnen wir generell keine Angaben machen&#8220;, meinte ein Banksprecher. Jetzt l&#228;uft ein Auskunftsantrag nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BDSG/34.html">§ 34 des Bundesdatenschutzgesetzes</a>. <span id="more-722"></span></p>
<p><a href="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/2009/09/116-print.jpg"><img align="right" src="http://recherche-info.de/blog/wp-content/src/2009/09/116-print-233x300.jpg" alt="116-print" width="233" height="300" class="alignright size-medium wp-image-727" /></a><br />
Ziel der Berichterstattung war, die allt&#228;gliche &#220;berwachung beispielhaft deutlich zu machen. Dabei profitierte ich davon, dass es mit Google Maps und Panoramio zwei Dienste gibt, die sich sehr gut f&#252;r diesen Zweck nutzen lie&#223;en. In der gedruckten Ausgabe der taz vom Samstag - dem Tag der Demo - erschien eine Infografik mit den eingezeichneten Kamerastandorten. Auch dabei half Google Maps: Ich hatte die Kamerastandorte erst online eingetragen und dann nutzen die taz-Infografiker diese Vorlage, um daraus die Karte f&#252;r den Print zu machen. Keine Ahnung, wie man das fr&#252;her gemacht h&#228;tte. Vielleicht h&#228;tte ich das dann auf einem Stadtplan einzeichnen m&#252;ssen, damit die Infografiker das als Vorlage nehmen k&#246;nnen?</p>
<p>Die Resonanz war &#252;brigens enorm: Bereits am Donnerstagabend hatten die vielgelesenen Blogs <a href="http://netzpolitik.org/2009/116-kameras-entlang-der-demoroute-von-freiheit-statt-angst/">netzpolitik.org</a> und <a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/10/freiheit-statt-angst-116-kameras-begleiten-die-demo-route/">Spreeblick</a> die Karte verlinkt. Viele andere Blogs zogen in den folgenden Tagen nach. Die Karte bei Google Maps wurde bisher 22.864-mal betrachtet.</p>
<p><em>PS: Vielen Dank an Jan Michael Ihl, von dem die Empfehlung kam, das mit Google Maps umzusetzen!</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Falschmeldung aufgrund mangelnder Quellenpr&#252;fung</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/09/12/falschmeldung-aufgrund-mangelnder-quellenpruefung/</link>
		<comments>http://recherche-info.de/2009/09/12/falschmeldung-aufgrund-mangelnder-quellenpruefung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 08:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enten, Scoops & Lehrstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz mitgeteilt]]></category>
		<category><![CDATA[Bluewater]]></category>
		<category><![CDATA[Falschmeldung]]></category>
		<category><![CDATA[Hoax]]></category>
		<category><![CDATA[Quellenpüfung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://recherche-info.de/?p=718</guid>
		<description><![CDATA[&#220;ber eine Falschmeldung der dpa berichten BildBlog und Meedia. Angeblich hatte es am 10.09.09 um 08:00&#160;MESZ in Bluewater, Kalifornien, einen Selbstmordanschlag gegeben. Einige Online-Medien &#252;bernahmen den Hoax. Bemerkenswert ist, dass die via Netz verf&#252;gbaren &#8222;Quellen&#8220; (im Web, auf Youtube und Twitter) augenscheinlich nicht auf Echtheit gepr&#252;ft wurden. Wie in Bluewater einmal nichts passierte Ronnie Grob. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber eine Falschmeldung der <a href="http://www.dpa.com/" title="Deutsche Presse-Agentur">dpa</a> berichten BildBlog und Meedia. Angeblich hatte es am 10.09.09 um 08:00&#160;<abbr title="Mitteleurop&#228;ische Sommerzeit" lang="de">MESZ</abbr> in Bluewater, Kalifornien, einen Selbstmordanschlag gegeben. Einige Online-Medien &#252;bernahmen den Hoax. Bemerkenswert ist, dass die via Netz verf&#252;gbaren &#8222;Quellen&#8220; (im Web, auf Youtube und Twitter) augenscheinlich nicht auf Echtheit gepr&#252;ft wurden.<br />
<span id="more-718"></span><br />
<a href="http://www.bildblog.de/11460/wie-in-bluewater-einmal-nichts-passierte/" title="Bildblog: Wie in Bluewater einmal nichts passierte">Wie in Bluewater einmal nichts passierte</a><br />
Ronnie Grob. - Bildblog, 10.09.2009</p>
<p><a href="http://meedia.de/nc/details/article/bluewater-fiasko--filmemacher-blamiert-dpa_100023167.html" title="Meedia: Bluewater-Fiasko: Filmemacher blamiert dpa">Bluewater-Fiasko: Filmemacher blamiert dpa</a><br />
ga/ax. - Meedia, 10.09.2009</p>
<p><a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/dpa-entschuldigt-sich-im-fall-bluewater_100023170.html?tx_ttnews[backPid]=23&#038;cHash=a0d05f4322" title="Meedia: dpa entschuldigt sich im Fall Bluewater">dpa entschuldigt sich im Fall Bluewater</a><br />
Alexander Becker. - Meedia, 10.09.2009</p>
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		<title>Den Blick sch&#228;rfen - Bildmanipulationen erkennen</title>
		<link>http://recherche-info.de/2009/08/08/den-blick-schaerfen-bildmanipulationen-erkennen/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 22:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>aude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tricks, Tools, Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bildbearbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Bildmanipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Fälschung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;My belief is that every single major magazine cover is retouched,&#8220; so Scott Kelby, Pr&#228;sidentin der Florida-based National Assn. of Photoshop Professionals. Das wei&#223; eigentlich jeder, zur Demonstration reicht ein Blick in die Auslage eines beliebigen Kiosk, Abteilung Fernsehmagazine: L&#228;chelnde, langhaarige, meist blonde Frauen mit e-normem Dekolleté und blendend wei&#223;en Z&#228;hnen vor blauem Hintergrund. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<em><strong>My belief is that every single major magazine cover is retouched</strong></em>,&#8220; so Scott Kelby, Pr&#228;sidentin der <em>Florida-based National Assn. of Photoshop Professionals</em>. Das wei&#223; eigentlich jeder, zur Demonstration reicht ein Blick in die Auslage eines beliebigen Kiosk, Abteilung Fernsehmagazine: L&#228;chelnde, langhaarige, meist blonde Frauen mit e-normem Dekolleté und blendend wei&#223;en Z&#228;hnen vor blauem Hintergrund. Man muss immer erst nachlesen, wer diese steril dargestellte Person in echt denn sein soll.<br />
<span id="more-710"></span><br />
&#220;ber diese moderne Unsitte ist gerade ein h&#252;bscher Artikel von Jeannine Stein in der LA Times erschienen:<br />
<a href="http://www.latimes.com/features/lifestyle/la-ig-photoshop2-2009aug02,0,3129812.story" title="Photoshopped images: the good, the bad and the ugly / By Jeannine Stein. - LA Times, 02.08.2009">Photoshopped images: the good, the bad and the ugly<br />
The graphics editing tool is praised for making people look their best and dissed for setting the bar too high</a><br />
(daraus auch das Zitat am Anfang). Dazu noch eine sehenswerte Demo <a href="http://www.latimes.com/features/lifestyle/la-ig-photoshopside2-2009aug02,0,4324467.story" title="Can you see the differences?">Can you see the differences?</a><br />
<!--more--><br />
Die Story erinnerte mich an eines meiner Lieblingsblogs, dessen Name nicht erl&#228;utert werden muss:<br />
<a href="http://photoshopdisasters.blogspot.com/" title="Weblog PhotoshopDisasters">PhotoshopDisasters</a></p>
<p>Gute Unterhaltung f&#252;r offene Augen und einen wachen Verstand. <small>(&#038; wer wirklich tief einsteigen will, muss mit <a href="http://www.ava-international.de/autoren/ghocke.php">Gustav René Hocke</a> durchs Labyrinth)</small>.</p>
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