Archive for the ‘Google’ Category

Digitale Zeitungsarchive

Sonntag, November 1st, 2009

Die FAZ hat eine Linkliste zu digitalen Zeitungsarchiven veröffentlicht, denn:

Alte Zeitungen sind das beste Archiv des Alltags, das wir haben. In vielen Blättern, die zum Teil mehr als 200 Jahre alt sind, kann man online stöbern. Unsere Linksammlung zeigt die besten Adressen im Netz.

Eine dankenswerte Aufgabe. Ergänzen möchte ich zwei Informationen, weil ich oft genug in Seminaren erfahre, dass sie nicht bekannt sind: Das Archiv des Spiegels ist inzwischen im Volltext bis zurück zur ersten Ausgabe durchsuchbar - kostenlos. Und wenn man mal auf einen Artikel in der FAZ stößt, der angeblich nur im kostenpflichtigen Archiv vorhanden ist (man suche z.B. nach „Reto Hilty“), sollte man erstmal mit Googles Site-Funktion suchen, bevor man’s glaubt (geht auch bei Yahoo über die erweiterte Suche oder bei Bing mit der Site-Funktion).

Yahooglebing

Samstag, Juni 13th, 2009

Bing, Microsofts neue Suchmaschine, die Live ersetzt hat, genießt derzeit viel Aufmerksamkeit. Ob Bing Google ernsthaft Konkurrenz machen kann, wird die Zukunft zeigen. Wer mag, kann die Ergebnisse beider Suchmaschinen miteinander vergleichen:

Compare Search Engines Google and Bing
www.blackdog.ie/google-bing

Schon länger gibt es ein ähnliches Angebot, mit dem sich die Ergebnismengen von Yahoo und Google vergleichen lassen:

Yahoogle
www.yahooglesearch.com

Bei beiden Sites werden die Ergebnisse in zwei Frames nebeneinander angezeigt.

Google immer kaputter

Montag, März 9th, 2009

Kürzlich hatte ich darauf hingewiesen, dass Googles OR-Operator im Eimer ist. Nun passieren weitere seltsame Dinge. Suche ich nach [spielkamp estland], bekomme ich 98 Treffer, suche ich nach [„matthias spielkamp“ estland], sind es 195.

Der Unterschied liegt darin, wie Google die Suchanfrage behandelt: gibt man einfach nur [„matthias spielkamp“ estland] ins Suchfeld ein, macht Google daraus

http://www.google.de/search?hl=de&q=%22matthias+spielkamp%22+estland&btnG=Suche&meta=

Streiche ich weg, was ich nicht verstehe, mache also

http://www.google.de/search?hl=de&q=%22matthias+spielkamp%22+estland

daraus, kommt das „richtige“ Ergebnis: 47 Treffer. Die Frage ist also zum einen, was &btnG=Suche&meta= zu bedeuten hat, zum anderen, warum Google verwirrende Suchergebnisse liefert, ohne das zu erklären (wie etwa mit

„Keine Ergebnisse für „Der Unterschied liegt darin, wie Google die Suchanfrage behandelt:“ gefunden.

Ergebnisse für Der Unterschied liegt darin, wie Google die Suchanfrage behandelt: (ohne Anführungszeichen):“

Ich kann keine Erklärung finden (auch nicht auf dieser genialen Seite) und bitte um Mithilfe bei der Aufklärung.

39e8c8f7eeec9f73f7627154fb50f128 - Schäuble defaced

Donnerstag, Februar 12th, 2009

Dass man mit sensiblen Daten anders umgehen muss, als mit einem beliebigen Christstollen, das sollte so langsam in dieser Republik bekannt sein - auch Telekom und Bahn sei dank. Gerade bei jenen, die „Sicherheit“ propagieren oder was sie dafür halten.

Vor diesem Hintergrund ist das Defacement der Website von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mehr als nur eine Marginale. Die derzeit zwischenzeitlich unerreichbare Site („Page is being generated. If this message does not disappear within 30 seconds, please reload.“) verlinkte zwischenzeitlich auf den AK Vorratsdatenspeicherung.

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Googles OR-Operator kaputt?

Mittwoch, Januar 21st, 2009

Habe ich was verpasst? Warum funktioniert Googles boolscher Operator OR nicht mehr, oder zumindest im Moment nicht?

Wenn ich nach „albrecht ude“ suche, bekomme ich 1.730 Treffer, suche ich nach „albrecht ude“ OR „ude albrecht“, bekomme ich 1.820 Treffer - so weit, so gut.

Suche ich aber nach iRights.info, gibt’s 31.700 Treffer, bei irights.info OR irights.de aber nur 30.200. Das hat nichts mit der Unschärfe bei hohen Trefferzahlen zu tun, man kann das auch reproduzieren mit z.B.  „hermann spielkamp“ (170 Treffer) und „hermann spielkamp“OR „spielkamp hermann“ (107 Treffer).

Die URLs sehen auch nicht gerade so aus, als würden die Suchanfrage „richtig übersetzt“: http://www.google.de/search?hl=de&q=“hermann+spielkamp“OR+“spielkamp+hermann“. Was machen die Plus-Zeichen an den Stellen, an denen sie nichts zu suchen haben?

Es ändert sich auch nichts, wenn man es über die erweiterte Suche probiert, oder auch advanced search in der .com-Version, wo das Menue ja überarbeitet worden ist, um genau diese ODER-Funktion etwas einfacher verständlich zu machen.

Sehr seltsam. Hat jemand etwas darüber gehört, dass/warum da geschraubt wird?

Willkommen in der IT-98%-Bananenrepublik!

Donnerstag, Januar 15th, 2009

Wolfgang Sander-Beuermann weist im Newsletter des SuMa e.V. und in dessen Blog auf den aktuellen Stand bei der Nutzung der Suchmaschinen hin:
die grossen Drei (Google, Yahoo, MSN) haben mit ihren Suchmaschinen zusammen 98% Marktanteil. Dazu kommt als 4-te amerikanische Firma „Ask“ mit 0,5%. In den Nischen der restlichen 1,5% tummeln sich alle anderen noch nicht insolvent gewordenen oder die wenigen Newcomer.

Als Ursache dafür nennt er:
Es ist das Ergebnis beispielloser Ignoranz in der Wissenschafts- und Förderpolitik. Anstatt in realitätsnahe Zukunftstechnologien der IT zu investieren, die von den Nutzern gebraucht werden, wurden Unsummen an Fördergeldern für abgehobene Wolkenkuckucksvisionen sinnlos verbrannt. Denn das Ganze ist eine Frage des Geldes: es ist völlig naiv, zu glauben, dass technisch gute neue Ideen ausreichen würden, um neue Maßstäbe zu setzen. Nur dann, wenn solch gute neue Ideen mit ausreichend Startkapital versorgt werden, kann etwas Konkurrenzfähiges daraus werden. Solange jedoch die Wissenschafts- und Medienpolitik weiter im Tiefschlaf vor sich hin googelt, wird sich hieran nichts ändern.

Mehmet Toprak greift das Thema auf zwei Seiten in eWeekEurope auf: Google: Der stille Skandal (S. 2).

Sander-Beuermanns Stimme hat Gewicht: Er ist Mitentwickler der ersten deutschen Metasuchmaschine metager und Vorsitzender des SuMa e.V., „Gemeinnützigen Vereins zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs“.

Es wird Zeit, dass - wie derzeit im Finanzsektor - die „Kräfte des freien Marktes“ Thema einer politischen Diskussion werden!

complete privacy does not exist

Freitag, November 28th, 2008

complete privacy does not exist“, so ein Google-Anwalt laut einer Meldung auf The Smoking Gun. Wie wahr das ist, darauf weist Kai Biermann in „Fotografieren verboten“ auf ZEIT online hin. Mitarbeiter des US-amerikanischen National Legal and Policy Centers (NLPC) haben, nur durch Nutzung von Google-Diensten, einen ungenannten „top Google executive“ in weniger als 30 Minuten eingekreist. Abzurufen ist das PDF-Dokument unter
www.nlpc.org/pdfs/googleexecutive.pdf (PDF-Datei, 7 S., 498 KB)

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Googlen spart Geld

Sonntag, November 2nd, 2008

Kleine Alltagsfreuden: Da suchte ich gerade mal einen Artikel, der ursprünglich in der FAS erschienen ist. Eine Rezension über Nick Davies „Flat Earth News“, betitelt „Was haben wir bloß falsch gemacht?“ von Henning Hoff (10. Februar 2008). Wenn online, dann finde ich das Stück unter faz.net.

Nun halte ich faz.net als Webauftritt für so schlecht, wie ich die FAZ für reaktionär halte. Aber das Folgende hat mich dann doch überrascht:

Gesucht nach Henning Hoff und Flat in der Suche faz.net, ist der Artikel sofort gefunden - seine Lektüre soll aber 2 Euro kosten. Daraufhin habe ich mal nach „Was haben wir bloß falsch gemacht“ gegoogelt. Und siehe da, da ist das Stück umsonst - bei faz.net!

Ich bin schon länger überzeugt, dass die Probleme des Online-Journalismus in weiten Teilen zu Lasten des Verlagsmanagements und der technischen Umsetzung gehen - die sind nämlich bestenfalls mangelhaft.

Meine zwei Cents Euro.

The End of Snippet View - Google Settles Lawsuit with Book Publishers - NYTimes.com

Dienstag, Oktober 28th, 2008

Es ist soweit: Wie die New York Times berichtet, hat Google mit dem US-Verlegerverband Association of American Publishers (AAP) und dem Autorenverband The Authors Guild eine Einigung erzielt, die es Google erlaubt, 20 Prozent des Textes der Bücher in der Buchsuche anzuzeigen, nicht mehr nur Schnipsel. Das gilt selbstverständlich erst einmal nur für US-Bücher. Mal sehen, was in Deutschland passieren wird.

Bestätigt: Google arbeitet an Street View Berlin

Donnerstag, Juli 10th, 2008

Wie wir bereits vor 9 (!) Tagen berichteten und mit Foto belegt haben, fotografiert Google derzeit Berlins Straßenzüge. ddp berichtet heute Details - so gibt es natürlich einen Streit um den Datenschutz und die Frage der Anonymisierung.

Wie das Endprodukt einmal aussehen soll, kann man sich hier an den Beispielen Time Square, Golden Gate Bridge und South Beach (Miami) ansehen.