Archive for the ‘Veranstaltungen’ Category

Data Harvest Konferenz in Brüssel

Friday, April 20th, 2012

Data Harvest Konferenz in Brüssel von Sonntag bis Dienstag, 6. bis 8. Mai 2012 in Brüssel, Erasmushogeschool, 70 Zespenningenstraat.

Journalismfund.eu, Wobbing.eu und Farmsubsidy.org laden zur „Data Harvest“ Konferenz. Sie bietet Journalisten und Programmierern aus Europa beste Gelegenheiten grenzüberschreitend Kontakte zu knüpfen, sich zu vernetzen, das eigene Wissen zu mehren und auch konkrete Projekte voran zu bringen.

Themenschwerpunkte sind Informationsfreiheitsgesetze und wie man an Daten kommt („Wobbing“), wie man die Daten verarbeitet und visualisiert („Journo Lab“), zudem werden erfahrene Journalisten Werkzeuge und Methoden in praktischen Workshops vorstellen. Ebenso werden die neuen Datenschätze von Farmsubsidy und deren Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt.
Referenten sind u.a. Brigitte Alfter, Helena Bengtson, Stefan Candea, Christina Elmer, Thommy Kaas, Nils Mulvad und Paul Myers.

Teilnahmegebühr:
70,- Euro (für die Konferenz und zwei Mittagessen (Montag und Dienstag), zu überweisen an IBAN: BE17 7330 5268 9521 / SWIFT-BIC: KREDBEBB / KBC Bank).

Anmeldungen bis zum 27. April an:
administration@journalismfund.eu - Bewerbungsschluss ist der 27. April!

Detailinformationen, Programm und Liste vorgeschlagener Hotels:
http://www.wobbing.eu/news/data-harvest-conference-2012 .

Konferenz „Informare“ in Berlin

Wednesday, April 20th, 2011

Auf der diesjährigen Konferenz „Informare“ (Claim: Mehr WISSEN. Besser Entscheiden.) wird es neben der ‘klassischen’ Konferenz auch Workshops und eine „Lange Nacht der Suchmaschinen“ geben, ferner Ausstellungen und ein Barcamp. Themen der Konferenz sind Informationsbereitstellung, Informationsbeschaffung und Wissensvermittlung im digitalen Umfeld, und zwar aus technischer, organisatorischer, politischer und gesellschaftlicher Sicht.
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SuMa Awards 2011 - Preise für die Zukunft des digitalen Wissens

Saturday, April 16th, 2011

Zum vierten Mal werden die Preise für die Zukunft des digitalen Wissens, die SuMa Awards verleihen.
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PR in der Wikipedia

Tuesday, February 22nd, 2011

Bei der nr-Fachkonferenz PR und Journalismus – zwischen Konfrontation und Kooperation an der Universität Hamburg habe ich zum Thema Wikipedia, Blogs, Foren : die PR-Profis schreiben mit. Quellenkritik im Internet vorgetragen.

Die um Links ergänzten Folien habe ich gerade auf meinem Server publiziert [PDF, 28 S., 175 KB]. Sie sind eine Ergänzung zu meinen früheren Ausführungen über Quellenkritik im Netz.
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Suchmaschinen zwischen Informationsfreiheit und Wissensmacht

Tuesday, January 18th, 2011

Drastische Veränderungen im Internet: zunehmend bestimmen die ‘Global Player’ die Regeln. Wie können oder müssen Rechtssysteme darauf reagieren? Wer definiert neue Spielregeln? Wie müssen solche Regeln aussehen, ohne die Kreativität im Netz zu behindern?

Diese Fragen thematisiert eine Fachkonferenz an der Uni Göttingen am 28.01.2011, dem Europäischen Datenschutztag 2011. Nach einer grundlegenden Erörterung von Funktionsweise und Geschäftsmodell von Suchmaschinen werden marken-, datenschutz- und medienrechtliche Aspekte erörtert und von Wissenschaftlern, Datenschutzbeauftragten und Vertretern des Unternehmens Google diskutiert. Die Veranstaltung findet in der Paulinerkirche, Papendiek 14 in Göttingen statt und dauert von 9.00 bis 16.30 Uhr.

Bereits am 27.1. erörtern die Veranstalter in ihren öffentlichen Antrittsvorlesungen ab 16.15 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz in Göttingen die Themen “Internet-Suchmaschinen im Fokus des Kartellrechts” (Prof. Körber) bzw. “Vertrauensschutz und geistiges Eigentum am Beispiel der Suchmaschinen” (Prof. Wiebe).

Veranstaltet wird die Tagung von den Professoren Torsten Körber und Andreas Wiebe an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie wird durch den Universitätsbund gefördert.

Anmeldungen bis bis zum 20.01. erbeten:
http://www.uni-goettingen.de/de/198986.html

Recherchieren ohne Zeit und Geld?

Wednesday, October 27th, 2010

Ich war am 26. Oktober auf Einladung der Adenauer-Stiftung in Belgrad, um als Keynote-Speaker und Teilnehmer eines Panels über Recherche-Journalismus zu sprechen. Das Manuskript meiner Keynote dokumentiere ich hier - es ist ungeschliffen, da ich anhand von Schlagwörtern frei gesprochen habe.

Alle Medien, egal ob Zeitung oder Fernsehen, egal ob auf dem Balkan, in Westeuropa oder in Amerika können ohne einen Mehraufwand an Zeit und Geld mehr Recherche anstoßen, durchführen und veröffentlichen.
Wir verschwenden zuviel Zeit auf Unnützes und haben deshalb das Gefühl, es bliebe keine Zeit – für Recherche, Analyse, das Finden originärer Themen. Zeit wird natürlich immer benötigt für Besprechungen, Organisatorisches etc. aber selbst wenn wir uns nur anschauen, was Journalisten an Journalistischem während ihrer Arbeitszeit tun, lässt sich schnell eine Fehlallokation, eine Verschwendung von Ressourcen feststellen. Meine Erfahrungen beziehen sich auf Deutschland – es würde mich aber wundern, wenn es hierzulande oder überhaupt irgendwo weltweit ganz anders wäre.

a) Vielen Veranstaltungen, Pressekonferenzen etc. werden von Dutzenden von Journalisten besucht, ohne dass sich beobachten ließe, dass sich die Berichte später grundlegend unterscheiden. Wie auch – jede gestellte Frage – wandert auch in den Block des Kollegen. Es ist das inverse Prinzip von Exklusivität, dennoch geben wir viel Geld dafür aus. Dabei stehen sich die Kollegen vor Ort eher im Weg. (Das Gegenargument, jeweils für das eigene Publikum noch einen Mehrwert zu destillieren, die besondere Herangehensweise zu finden, trägt m.E. nicht weit.)

b) Land auf, Land ab sind in Deutschland Hunderte von Journalisten damit beschäftigt, das Material von Nachrichtenagenturen zu sichten, zu bearbeiten zusammenzufügen. Auch hier ist nicht zu erkennen, dass der starke Wettbewerb, der hier herrschen müsste, besonders gute Ergebnisse hervorbringt. Auch hier ist der Mehrwert nicht zu erkennen. Durch das Internet wird das sichtbar und die Leser werden sich künftig aussuchen können, was sie wo lesen.

Zwischen dem, was die Journalisten einer Redaktion tun sollten, und dem was sie besser lassen und von Agenturen übernehmen sollen, lässt sich leicht unterscheiden: Was können sie denn wirklich besser als die Agenturen? Wo können wir unserem Publikum mehr bieten als die Agenturen? Getreu der Parole des Internet-Gurus Jeff Jarvis: Do what you can do best and link the rest! Eine Redaktion soll das tun, was sie am besten kann, was sie für ihr Publikum wichtig macht und all das sein lassen, wo nur “me-too-Produkte” erstellt werden.

Wenn wir heute die Zukunft des Journalismus diskutieren, geht es vor allem um die Zukunft der Zeitung, des ältesten Mediums für Journalismus. Zeitungen sterben, die Auflagen sinken. Wenn sich in der Zukunft alle Redaktionen auf das konzentrieren, was sie am besten können, sehe ich vor allem folgende 5 mögliche Entwicklungen:

1.) Die Spezialisierung wird zunehmen, der Redakteur, der alles –vor allem aber redigieren und zusammenschreiben - kann, wird von der Regel zur Ausnahme.

2.) Das größte Hindernis für einen weltweiten Journalismus, der sich auf je das konzentriert, was jede Redaktion am besten kann, ist die Sprache. Im Moment sind es vor allem die englischsprachigen Medien, die von der Globalisierung des Journalismus durch das Internet profitieren. Der Guardian hat online monatlich 35 Millionen unique visitors.
Für alle anderen Nationen heißt das vor allem eins: Wir brauchen mehr Journalisten, die als Übersetzer arbeiten, aber unter journalistischen Bedingungen also schnell, mit Sachkenntnis in ihrem Ressort und der jeweiligen Sprache übersetzen können.
Das könnte auch eine große Chance für Nachrichtenagenturen werden: Wenn Sie das Beste zu allen weltweiten und nationalen Ereignissen liefern - Klammer auf im Original oder in der Übersetzung – wäre das ein Grund, sich stärker auf sie zu verlassen.

3.) Das Lokale oder auch „hyper-lokale“ - wir interessieren uns schon immer am meisten für die Ereignisse in unserer nächsten Umgebung. Viele Medien haben das vergessen und bekommen heute Konkurrenz aus der Blogosphäre. Es ist unverständlich, dass gerade die Regionalzeitungen ihre einstige Stärke, die letztlich sogar ihre Existenzberechtigung darstellt, vergessen haben. (Ich selbst in Berlin kann überhaupt gar keine Zeitung abonnieren, die auch nur annähernd so viel Lokales liefert wie es einer Kleinstadt heute noch üblich ist.)

4.) Wer von einem Ereignis detaillierter, brillanter, sprachlich interessanter berichtet, als alle anderen – also der gute Reporter, dessen Arbeit an Schriftstellerei heranreicht, wird immer sein Publikum finden. Wer künftig über die Rettung der Chilenischen Minenarbeiter berichtet, muss das besonders gut machen.

5.) Und – bis auf weiteres – ist und bleibt Recherche eine Marktlücke. Es wird zu wenig recherchiert – damit meine ich nicht nur investigative Recherchen. Es fängt an bei fehlender Präzision und Faktenfehlern - allein hier lässt sich noch viel an Qualität hinzugewinnen. Zeit für Recherche lässt sich ohne weiteres gewinnen, wenn wir Journalisten uns auf das konzentrieren, was wir besser können als andere.

Den Einwand, dass nicht jeder, der heute Nachrichten redigiere, morgen zum investigativen Reporter werden kann, möchte ich nicht gelten lassen. Wenn Sie „große“ Rechercheure hören und fragen, was man für die investigative Recherche braucht, so werden sie Ihnen sagen: Erfahrungen und Kontakte.

Ich arbeite sehr viel mit jungen Journalisten – da macht es keinen Sinn auf Erfahrungen und Kontakte zu verweisen – denn dann warten die jungen Kollegen und warten und werden vielleicht nie eine vernünftige Recherche auf den Weg bringen. Aber nicht nur aus diesem didaktischen Grund glaube ich nicht an das Mantra der Rechercheure, dass Erfahrungen und Kontakte alles seien. Ich setze dagegen auf gute Ideen, Methodik und vor allem auf viel Fleiß.
Erst, wenn die eigene Erfahrung reflektiert und analysiert wird, wird daraus Methodik, Handwerkszeug, etwas das man anderen vermitteln kann. Wer immer nur auf die eigene Erfahrung verweist, weiß vermutlich gar nicht, was er wirklich erfahren hat - weil er es nicht analysiert hat.

Um loszulegen, ist es hilfreich, sich auf machbare und relevante Recherchen zu konzentrieren. Die schwer machbaren Recherchen neigen dazu, Zeitfresser zu werden und keine Ergebnisse zu bringen. Um dennoch große Geschichten zu machen, muss man die großen Thesen in Teile zerlegen und sich immer wieder fragen, was können wir jetzt schon berichten und was können wir mit einem Tag oder einer Woche mehr noch dazu gewinnen. (Oft bringen Teilveröffentlichungen auch strategische Vorteile.) Ich kenne mehrere Redaktionen, die so arbeiten – in keiner darf jemand ein halbes Jahr an einem Thema arbeiten ohne Rechenschaft abzulegen.

Abgesehen davon, dass sehr vieler Recherchen heute ohne großen Kostenaufwand durchgeführt werden können, (ich meine damit nicht nur das Internet, sonder vor allem auch das Telefon) gilt auch hier, dass Recherche vor allem von einer Umverteilung von Ressourcen profitieren kann.
Geld lässt sich aber auch genauso wie Zeit rationieren – jeder will wissen, was für sein Geld bekommt – auch Ihr Chef oder meine Auftraggeber. Auch hier hat es sich ebenso bewährt, schrittweise vorzugehen und Ziele zu definieren - was ist sicher machbar, was wäre maximal machbar - für ein bestimmtes Budget.
Wenn jemand zu mir kommt und Geld für eine Auslandsreise will, weil man vor Ort ja mehr raus bekäme, ist das aussichtslos. Erst müssen die Hausaufgaben gemacht werden. Im August habe ich drei Kollegen für mehrere Tagen nach Spanien geschickt, nachdem sie mit ihrer Recherche zuhause sehr weit gekommen waren. Sie hatten so ziemlich alles, was man von Deutschland aus recherchieren konnte, zusammengetragen und die Chancen standen gut, dass wir zumindest einen in Deutschland gesuchten Betrüger finden könnten, da wir Informationen zu dreien hatten. Am Ende wurden es dann 2 von 3 gefunden – Menschen, die in Deutschland von den Behörden (Staatsanwaltschaften) nach wie vor gesucht werden.

Abgesehen von meinen Überlegungen hier, bleibt es natürlich immer richtig - wenn wir Journalisten nicht wie hier unter uns sind - mehr Geld und mehr Zeit für Recherche- Journalismus zu fordern. ;-)

Informationsbeschaffung und Abwehr von Angriffen - Presserechtskonferenz des netzwerk recherche

Tuesday, September 14th, 2010

„Rechercheure zwischen Freiheit und Gängelung“ - unter diesem Motto steht die Fachkonferenz zum Thema Presserecht von Fr.-So., 29. bis 31. Oktober in Dortmund, zu der das netzwerk einlädt.
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Folien „Un(der)cover“ online

Wednesday, July 14th, 2010

Jens Liebchen und Patrick Hof von Redteam-Pentesting haben die Folien ihres hervorragenden Vortrages auf der Jahreskonferenz des netzwerk recherche 2010 auf der Publikationsseite von Redteam-Pentesting zum freien Download veröffentlicht:
Un(der)cover - Von der Online-Recherche hin zur gezielten Generierung neuer Informationsflüsse
(PDF, 42 S., 3.787 KB)

Handout Quellenprüfung online

Wednesday, July 14th, 2010

Das Handout zu meinem Referat auf dem Jahrestreffen 2010 des netzwerk rechercher (Hamburg, Fr., 09.07.2010)
Die Ente bleibt draußen - Quellenprüfung im Internet“ mit Linkliste am Ende der Datei steht auf meinem Server www.ude.de zum Download (PDF-Datei, 28 S., 49 KB)

Ein Artikel von mir zu dem Thema ist in der nr-Werkstatt 9: Quellenmanagement – Quellen finden und öffnen nachgedruckt („Wahrheitsfindung“, S. 87 ff.)

Online-Trainer-Treffen am 8. Juli in Hamburg

Monday, July 5th, 2010

Am kommenden Donnerstag trifft sich ein Dutzend Online-Recherche-Trainer an der Akademie für Publizistik in Hamburg, darunter auch die Macher dieses Blogs.
Die Anmeldung für Recherchetrainer ist noch möglich - dazu einfach kurz einen eigenen kurzen Programmvorschlag und ein paar Infos zur Person an lindemann [at] autorenwerk.de mailen!

10.30 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde

11.00 Uhr Manfred Redelfs: Vorstellung Lehrmodul Online-Recherche Henri-Nannenschule
anschl. Diskussion: Probleme bei Seminaren/Didaktik der Online-Recherche

12.00 Uhr Didaktik der Online-Recherche: Übungen für Online-Seminare

Könnt Ihr bitte jeder eine Übung mitbringen und vorstellen?

13.00 Uhr Mittagspause

Ab hier folgendes Format: 10 minütige Präsentationen mit jeweils 10 Minuten Zeit für Fragen/Anmerkungen:

14:00 Uhr Marco Maas: Calvinisten-Recherche (http://www.wortfeld.de/2007/04/die_calvinisten_1/)
und semantische Suche am Beispiel gopubmed.com (zwei Blöcke)
Sebastian Mondial: Open-Source-Gis: Daten aus D & EU in zehn Minuten visualisieren und für das Web vorbereiten.
Max Ruppert: Recherche in Polen (AT)

15.00 Uhr Rund um Google
Marcus Lindemann: Search-Makros und google-Ads in der Recherche (1 Block)
Claus Hesseling: Firefox: „Ein Schlüsselwort für die Suche hinzufügen“ und yahoo pipes (1 Block)

Austausch: Was tut sich bei Google? Über Ungereimtheiten und Neues in der Google-Suche (Input & Moderation: Marcus Lindemann)
(Stichwörter: einzelne Wörter in Anführungszeichen, * als NEAR-Operator, falsche (?) Trefferzahlen in der OR-Suche, google caffeine).

16.00 Uhr Tools & Plugins
Claus Hesseling: Wikitrust & Default User Agent: der Abendblatt-Hack (1-2 Blöcke)
Boris Karthäuser: htttrack und ggf. 1 weiterer Block nach Wahl

Austausch: Was sind die wichtigsten Tools & Plugins?

17.00 Social Networks
Gottlob Schober: Twitter bei der Wahl des Bundespräsidenten (Case-Study)
Matthias Spielkamp: Twitter in der Recherche (Clients und Listen sinnvoll verwenden, wie funktioniert Rivva Social)

Austausch: Recherche in Sozialen Netzen (Input & Moderation: N.N. Matthias?)
(Bitte bringt doch, so vorhanden, eigene Beispiele mit.)

Ende gegen 18 Uhr