Posts Tagged ‘Suche’

Startpage ist das neue Scroogle

Tuesday, March 13th, 2012

Ixquick betreibt den neuen Service „Startpage“
https://www.startpage.com/ ,
mit dem man Google-Ergebnisse bekommt, ohne von Google ausgeforscht zu werden.

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Namen Googlen – nichts leichter als das?!?

Saturday, May 31st, 2008

Googlen können wir alle und Namen auf diese Weise zu „recherchieren“ ist doch kinderleicht.

Weit gefehlt, vor allem wenn es darum gehen soll, sehr umfangreich oder – soweit möglich – vollständig zu suchen.

Die drei häufigsten Fehler:

  1. Namen werden falsch geschrieben, auch in ansonsten seriösen Quellen.
  2. Nicht nur in Ergebnislisten von Sportvereinen oder Abiturprüfungen wird der Vorname nach dem Nachnamen aufgeführt, daher schließt die String-Suche (in Anführungszeichen) mit „Vorname Nachname“ solche Ergebnisse aus.
  3. Menschen mit einem zweiten Vornamen sind unberechenbar, ich verweise nur auf Henryk Mittelinitial Broder. Mal schreiben sie sich mit mal ohne Mittelinitial oder sie schreiben gar ihren Namen aus und schwups, wieder schließt die Stringsuche relevante Ergebnisse aus.

Immerhin kann man mit „Vorname * Nachname“ die Mittelinitial-Menschen finden, egal ob der Name ausgeschrieben, abgekürzt oder falsch geschrieben ist … Achtung: Treffer die den Namen ohne Mittelinitiale enthalten, werden dann nicht gefunden.

Besser also folgendes in den Suchmaschinen-Schlitz schicken:

"Vorname Nachname" OR "Nachname Vorname" OR "Vorname * Nachname"

(„Nachname Vorname *“ entfällt, da es die gleichen Ergebnisse liefert wie „Nachname Vorname“).

Was lehrt uns das? Bei seltenen Namen kann getrost auf die Anführungszeichen verzichtet werden, bei häufigeren Namen muss man sorgfältig mögliche Variationen abarbeiten – wenn es denn darum geht, möglichst viel zu erschliessen.

Dazu müsste dann die Suchzeile von oben in möglicherweise mehreren Durchgängen um denkbare Schreibfehler variiert werden. Etwa so:

"Vorname Nachnahme" OR "Nachnahme Vorname" OR "Vorname * Nachnahme"

Hier bei Journalismus & Recherche das ausführliche Handout zur Personensuche anhand eines Beispiels .

Neue Nachrichtensuche: Silobreaker

Sunday, February 10th, 2008

Nachrichtensuchen sind inzwischen zahlreich vorhanden. Nun kommt auch noch das Angebot der britischen Firma Silobreaker dazu. Diese Suche will mit den Großen konkurrieren, indem sie ungefähr 10.000 Nachrichtenseiten, Blogs und andere Quellen nicht nur durchsucht, sondern die Nachrichten auch automatisch mit Tags versieht und versucht, sie so zu präsentieren, dass sie in einem Kontext erscheinen. Wie der Screenshot zeigt, haut das derzeit noch nicht besonders überzeugend hin (warum ein Bild von Kate Moss zu einem Großfeuer in London?), aber man kann’s ja mal auf die Beobachtungsliste setzen… (MS)

Silobreaker-Nachricht

Geschäftsbeziehungen zwischen Suchmaschinen

Monday, September 24th, 2007

Angeregt durch Marcus’ Beitrag und die bei ihm erwähnte Präsentation von Dirk Lewandowski ein Hinweis. Lewandowski verwendet zwei Grafiken, die ich auch schon mal in einem Newsletter (#03-6) erwähnt hatte: Das Beziehungsgeflecht der Suchmaschinen aus der Suchfibel von Stefan Karzauninkat, der diese schöne Übersicht leider nicht mehr pflegt, denn der Informationsstand ist vom 17.12.2004. Anders Bruce Clay, der sein Search Engine Relationship Chart fein aktuell hält. Besonders schön: Klickt man in der Flash-Präsentation auf eine der Suchmaschinen, kommt man auf eine Zusammenstellung von Unternehmensinformationen.

Clay hat übrigens noch ein weiteres Chart als PDF, aus dem hervorgeht, woher die SEs die „Business Data“ und die „Mapping Data“ beziehen (PDF, 1 S., 283 KB).

Wann und warum es sich lohnt, Yahoo zu nutzen …

Thursday, September 20th, 2007

Ja, ich bleibe dabei – die meisten Journalisten sollten erstmal eine Suchmaschine verstehen und bedienen lernen bevor sie versuchen, durch die Nutzung mehrerer Suchmaschinen zu (besseren) Ergebnissen zu kommen.

Bislang habe ich die Nutzung verschiedener Suchmaschinen immer dann empfohlen, wenn man „alles über“-Rechercheren macht, sprich wenige Treffer, ein überschaubares Thema und ein großes Interesse an den Ergebnissen.

Gerade bei Treffern abseits der wichtigsten Seiten, die wohl jede Suchmaschine indiziert, lohnt sich das, denn die Überschneidungen zwischen den Suchmaschinen, die überhaupt eigene Indizes haben (Yahoo, Google, MSN, Seekport, Ask.com ehemals Teoma), sind minimal. Diese schöne Begründung verdanke ich Dirk Lewandowsky, dem ich in einem Seminar zuhören durfte (Präsentation hier).

Erfreulich auch seine Erfahrung, dass yahoo manches besser macht, als google. Ich gebe zu, die nachfolgenden Punkte sind selten relevant, aber über die Ergebnisse bei google habe ich mich dann doch zu oft geärgert – jetzt weiß ich, yahoo kann das besser!

ODER-Suche

Die Oder-Suche funktioniert bei Google nicht ordentlich, wobei am ärgerlichsten ist, dass dies nur schwer und selten auf Anhieb zu erkennen ist.

Synonyme wider Willen

Google findet bei der Suche nach „Stefan Mayer“ auch Stephan Meier und andere vermeintliche Synonyme. Das heißt, trotz Anführungszeichen ist keine Phrasensuche möglich.

Das schlimmste an diesen Fehler ist, dass man die Funktionalität der Operatoren bei google bezweifeln muss – eine Verunsicherung, die ganz schön am Lack des Marktführers kratzt.

Noch ein Tipp: Für Firefox gibt es die Erweiterung Customize Google, damit lassen sich identische Suchanfragen nacheinander bei verschiedenen Suchmaschinen stellen. Die Einstellungen erlauben es leider nicht, dies auf die Maschinen mit eigener Datenbasis (s.o.) zu beschränken.

Google Basics: Alles was man (mindestens) wissen muss

Friday, June 15th, 2007

Hinweis: Hier fehlen noch etliche Verlinkungen. Sie werden im Laufe des Tages ergänzt. Ich bitte um Verständnis. Gute Nacht ;-)

Screenshot Google-Suchbox im Firefox-WebbrowserGoogle hat laut „heise online“-Newsticker in Deutschland im September 2006 die 90-Prozent-Hürde beim Marktanteil in Deutschland genommen. Das heißt, mehr als 90 Prozent der Web-Suchanfragen in Deutschland werden bei Google gestellt – und von Google beantwortet. Wie es dazu kam? Google hat sich mit seiner Pagerank-Suchtechnologie und einer einfachen Bedienung die Marktführerschaft erobert und gilt seither als Suchmaschine Nr. 1 im Web. In vielen Browsern ist Google seit Jahren als Standardsuchmaschine voreingestellt.

Wir können zwar damit unzufrieden sein, dass Google so marktbeherrschend ist. Fakt ist allerdings: Google ist neben oder vielleicht sogar vor Yahoo und MSN nach wie vor die beste Allround-Suchmaschine. Aus Recherche-Sicht ist es sicher klug, viele Suchmaschinen, vor allem auch Spezialsuchmaschinen, zu kennen. Aber wenigstens den Marktführer Google sollte man nicht nur kennen, sondern auch gut beherrschen. Daher hier die Basics zum Platzhirschen aus Mountain View (Kalifornien).
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Nach VW-Nutten Suchen in der niedersächsischen Landesvertretung

Thursday, August 31st, 2006

Gerade hereingeflattert:

Suchmaschinen: In Technik, Wirtschaft und Medienkunst

Die zentrale Rolle der Suchmaschinen in der Informationsgesellschaft hat sich auf hohem Niveau etabliert. Gleichzeitig wächst von vielen Seiten die Kritik an den monopolartigen Strukturen des digitalen Wissenszugangs und der Ruf nach Alternativen wird (endlich) unüberhörbar lauter.

Das 3. SuMa-e.V.-Forum wird Trends, Richtungen, Probleme und Alternativen vorstellen und diskutieren. Dabei werden drei Richtungen genauer betrachtet: Entwicklungen in der Technik, in der Wirtschaft und deren Reflexionen in der Medienkunst. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 28.9.2006, ab 13.00 Uhr in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund, In den Ministergärten 10, 10117 Berlin (Anfahrtsplan).

Das Veranstaltungsprogramm enthält unter anderem Vorträge von Google-Pressesprecher Stefan Keuchel, dem 18-jährigen Metager2-Entwickler Markus Franz sowie diversen Wissenschaftlern. Die Teilnahme kostet 20 Euro (ermäßigt 10 Euro), Anmeldung ist erforderlich und bis zum 19. September per Email und Überweisung (s. Programmseite) möglich.

Ach, das da oben ist bloß eine „suchmaschinenfreundliche“ Überschrift. Nicht so ernst nehmen – meine vorige Blog-Lektüre hat die Fantasie auf Abwege gebracht …

Wer ist „AOL No. 4417749“? Thelma Arnold!

Wednesday, August 9th, 2006

Klar. Als AOL 500 MB an Suchdaten ins Netz stellte – absichtlich, als Fundus für Suchforscher –, war die Aufregung erstmal groß. AOL hatte die Suchdaten „anonymisiert“ – wozu es nach Ansicht des Unternehmens ausreichte, Nutzerkennungen durch Nummern zu ersetzen. Die Kritik war heftig. Aber schnell war (mindestens) ein bekannter Suchexperte zur Stelle, um AOL in Schutz zu nehmen und die Vermutung, anhand der Suchanfragen selbst werde es ein leichtes sein, Nutzer zu identifizieren, als übertrieben abzutun:

Nevermind that no one actually has come up with an example where someone could be identified. Just the theoretical possibility is enough to create a privacy firestorm in some people’s minds.

Und nun das: Michael Barbaro und Tom Zeller Jr. von der New York Times haben fleißig recherchiert und der Nummer ein Gesicht gegeben: „A Face Is Exposed for AOL Searcher No. 4417749“.

Was jetzt, Herr Linden? Immer noch alle nur paranoid da draußen?

Also denkt dran: Immer schön Cookies löschen!

Gefragt: ask.com

Saturday, May 27th, 2006

Ein lesenswertes Interview mit dem Laborleiter der Suchmaschine ask.com, Antonio Gulli, hat die Technology Review online: „Das wichtigste sind die ersten zehn Treffer“.

Schon im März stand in der TR, welche Rolle ask.com beim Suchen ohne Googlen zukünftig spielen könnte.