Kategorie: Allgemein

  • Lieber Herr Müller von Blumencron – Journalismus & Recherche

    Lieber Herr Müller von Blumencron,
    dass ich die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), im Netz unter faz.net, nicht oft aufrufe, versteht jeder, der meine politsche Haltung und die der FAZ kennt. Ausnahmen mache ich lediglich für das Feuilleton. Aber manchmal tauchen FAZ-Artikel in Pressespiegeln auf, d.h. Andere weisen mich auf wichtige Artikel hin. Und dann klicke auch ich zuweilen auf Faz.net. So heute. Ehe ich den Artikel zu Gesicht bekomme, erscheint darüber ein Anschreiben von Ihnen. Es lautet:

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    wir freuen uns, dass Sie FAZ.NET nutzen. Jeden Tag arbeitet unsere Redaktion die wichtigsten Ereignisse für sie auf, berichtet, analysiert, kommentiert. Viele dutzend Kollegen sorgen dafür, dass Sie sich rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, auf unserer Webseite verlässlich über den Gang der Welt informieren können. Und das alles kostenlos.

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    Ihr Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Produkte
    Stimmt, bei mir läuft ein Adblocker namens Noscript. Den empfehle ich Ihren Lesern sehr nachdrücklich, denn er leistet sehr gute Arbeit für meine Sicherheit.
    Aber ich möchte auch auf Ihre Frage antworten. Ihr Schreiben ist so nett. Ob es stimmt, dass ich mich „rund um die Uhr, sieben Tage die Woche,“ auf Ihrer Webseite „verlässlich über den Gang der Welt informieren“ kann, nun, dass ist vielleicht eine andere Diskussion.
    Sie schreiben „Auf unserer Webseite finden Sie in der Regel keine Pop-Ups, Layer oder ähnliche aggressive Werbeformen, sondern meist klassische Anzeigen.“ Geben Sie doch mal Butter bei de Fisch: Streichen Sie das „in der Regel“ und das „meist“, die Ihre Aussagen verschwiemeln. Nüchtern sagen Sie ja nur, dass sie „Pop-Ups, Layer oder ähnliche aggressive Werbeformen“ eben doch einsetzen, nur eben „in der Regel“ nicht, was immer Ihre Regeln dabei sein mögen. Die des Marktes, mutmaße ich mal. Der Markt ist aber nicht mein Freund.
    Aber ins Detail: Das oben erwähnte Firefox-Zusatzprogramm Noscript verhindert, dass Server auf meinem Rechner Programmcode (z.B. die Darstellung von Anzeigen, aber auch von schädlichem Code) ausführen, die ich gar nicht ansurfe. Deutlicher: Wenn ich Faz.net aufrufe, darf Faz.net an meinen Browser Code liefern, überlicherweise eine Webseite. Das ist völlig in Ordnung, denn ich habe Ihre Seite ja aufgerufen. Meine Entscheidung, mein Risiko.
    Alle anderen Server dürfen mir, quasi Huckapack via Faz.net, nichts ausliefern. Hab ich nicht bestellt. Dass Ihre Anzeigenabteilung dann Schluckauf bekommt, ist schon klar, aber das ist nicht mein Problem. Netterweise lässt mich Nocript auch genau wissen, welche Server denn da gern meinen Browser penetrieren möchten. Falls ich das will, kann ich dann nämlich einzeln freischalten (dauerhaft oder nur für diese eine Browser-Session).

    Noscript zeigt die Server, die auf meinem Browseer im Hintergrund Code ausführen wollen

    Bei www.faz.net (siehe Bild) sind das google.com und googletagmanager.com. Wozu muss eigentlich Google wissen, dass ich gerade die FAZ im Netz lese? Und warum wollen Sie das eigentlich – oder wissen Sie das gar nicht?
    Weiter ruft www.faz.net facebook.net und twitter.com auf. Da gilt dieselbe Frage: Wozu muss Facebook wissen, dass ich FAZ lese? Wozu Twitter? Und warum lassen Sie das überhaupt zu? Schon klar, Sie wissen vermutlich gar nichts davon, der „Chefredakteur Digitale Produkte“ kann sich ja nicht um jedes Detail kümmern und Ihre Programmierer wollen eben die Like-Buttons nutzen. Aber mein Nutzen ist das definitiv nicht, und wenn ich surfe, geht es mir um meinen Nutzen, da hoffe ich auf Ihr Verständnis.
    Ebenso ruft www.faz.net iqcontentplatform.de auf. Den Server kenne ich nicht. Will ich auch gar nicht kennen, wozu denn auch? Aber wieder dieselben Fragen: Was geht das iqcontentplatform an, dass ich gerade die Faz lese? Und warum lassen Sie das zu?
    Dieselben Fragen gelten auch für plista.com und chartbeat.com. Kenn ich beide nicht, und wünsche auch gar nicht, deren Bekanntschaft zu machen. Die haben kein Recht auf meine Daten! Schon gar nicht, ohne dass ich’s weiss. Das sind jetzt ganz schön viele Fragen. Mehr, als Sie mir gestellt haben. Deswegen eine kurze Zusammenfassung:

    Lieber Herr Müller von Blumencron,

    bei mir läuft ein Adblocker, weil Sie sonst mit meinen Daten Schindluder treiben. Wie sehr, ist Ihnen vermutlich gar nicht bewusst. Werden Sie mal deutlich in Ihren Aussagen: Verwenden Sie Werbung, die mich stört und mich nicht ausforscht. Nicht nur „in der Regel“ nicht, sondern eben: gar nicht.

    Und lassen Sie Ihre Seite mal doch mal sauber programmieren: Dass meine Daten bei Ihnen auflaufen, sobald ich Sie ansurfe, das ist in Ordnung. Meine Entscheidung, mein Risiko. Aber das Sie meine Daten mal eben an sieben andere Server weiterleiten, das ist absolut nicht in Ordnung. Verstehen Sie das, lieber Herr Müller von Blumencron?

    Sagen Sie klar, was Sache ist (Ihre „Policy“, unverschwiemelt) und programmieren Sie Ihre Seite sauber. Dann schalte ich auch meinen Adblocker aus. Ist das ein Angebot? Ganz herzlichst,

    Albrecht Ude

  • Nach VW-Nutten Suchen in der niedersächsischen Landesvertretung – Journalismus & Recherche

    Gerade hereingeflattert:

    Die zentrale Rolle der Suchmaschinen in der Informationsgesellschaft hat sich auf hohem Niveau etabliert. Gleichzeitig wächst von vielen Seiten die Kritik an den monopolartigen Strukturen des digitalen Wissenszugangs und der Ruf nach Alternativen wird (endlich) unüberhörbar lauter.

    Das 3. SuMa-e.V.-Forum wird Trends, Richtungen, Probleme und Alternativen vorstellen und diskutieren. Dabei werden drei Richtungen genauer betrachtet: Entwicklungen in der Technik, in der Wirtschaft und deren Reflexionen in der Medienkunst. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 28.9.2006, ab 13.00 Uhr in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund, In den Ministergärten 10, 10117 Berlin (Anfahrtsplan).

    Das Veranstaltungsprogramm enthält unter anderem Vorträge von Google-Pressesprecher Stefan Keuchel, dem 18-jährigen Metager2-Entwickler Markus Franz sowie diversen Wissenschaftlern. Die Teilnahme kostet 20 Euro (ermäßigt 10 Euro), Anmeldung ist erforderlich und bis zum 19. September per Email und Überweisung (s. Programmseite) möglich.

    Ach, das da oben ist bloß eine „suchmaschinenfreundliche“ Überschrift. Nicht so ernst nehmen – meine vorige Blog-Lektüre hat die Fantasie auf Abwege gebracht …

  • Die Zunkunft der Videosuche? – Journalismus & Recherche

    Delve Networks, ein Hersteller von Video-Playern und verwandten Technologien fürs Internet, hat ein Beispiel dafür vorgestellt, wie man Videos durchsuchen kann (Obamas Anrittsrede). Man gibt den Suchbegriff in das Feld in der Mitte unter dem Bild ein und bekommt in einem „Wärmebild“ angezeigt, wo der Begriff im Video auftaucht. Sehr interessant.

  • Suchmaschinen zwischen Informationsfreiheit und Wissensmacht – Journalismus & Recherche

    Drastische Veränderungen im Internet: zunehmend bestimmen die ‘Global Player’ die Regeln. Wie können oder müssen Rechtssysteme darauf reagieren? Wer definiert neue Spielregeln? Wie müssen solche Regeln aussehen, ohne die Kreativität im Netz zu behindern? Diese Fragen thematisiert eine Fachkonferenz an der Uni Göttingen am 28.01.2011, dem Europäischen Datenschutztag 2011. Nach einer grundlegenden Erörterung von Funktionsweise und Geschäftsmodell von Suchmaschinen werden marken-, datenschutz- und medienrechtliche Aspekte erörtert und von Wissenschaftlern, Datenschutzbeauftragten und Vertretern des Unternehmens Google diskutiert. Die Veranstaltung findet in der Paulinerkirche, Papendiek 14 in Göttingen statt und dauert von 9.00 bis 16.30 Uhr. Bereits am 27.1. erörtern die Veranstalter in ihren öffentlichen Antrittsvorlesungen ab 16.15 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz in Göttingen die Themen “Internet-Suchmaschinen im Fokus des Kartellrechts” (Prof. Körber) bzw. “Vertrauensschutz und geistiges Eigentum am Beispiel der Suchmaschinen” (Prof. Wiebe). Veranstaltet wird die Tagung von den Professoren Torsten Körber und Andreas Wiebe an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie wird durch den Universitätsbund gefördert. Anmeldungen bis bis zum 20.01. erbeten:

    http://www.uni-goettingen.de/de/198986.html

  • Vom Thumbnail zum Image zum Namen – Personensuche mit Bildern – Journalismus & Recherche

    Vor zwei Wochen hat jemand mein Xing-Profil aufgerufen. Da war ich gerade auf der GIJC in Kiew, hatte an dem Tag einen Workshop zur Personenrecherche und war sehr dankbar für das schöne Beispiel, wie Personenrecherche mittlerweile klappen kann.
    Auf meiner Xing-Startseite sah ich nur ein kleines Thumbnail unter der Rubrik „Besucher Ihres Profils“ (Wer ein Xing-Profil aufruft, hinterläßt für den Besitzer offene Spuren!).

    Screenshot: Xing-Profil mit Hinweis auf „Besucher Ihres Profils“

    Das Bild, ein maschinell erzeugtes Thumbnail, ist ungefähr so groß wie mein Daumennagel und läßt gerade mal erkennen, dass es sich um einen männlichen Besucher handelt. Wenn ich darauf klicke, bekomme ich keine Informationen, sondern die Aufforderung von Xing, doch bitte die Premium-Mitgliedschaft zu erwerben. Wäre ich Premium-Mitglied, bekäme ich angezeigt, wer mein Profil besucht hat. Aber es geht auch ohne, und es ist spannender: Mit einem Rechtsklick auf das Thumnail wird das Kontextmenue geöffnet, dort der Punkt „Grafikadresse speichern“ angeklickt. Jetzt kann ich die Winzgrafik separat laden:

    Thumbnail separat geladen mit lesbarer Webadresse (URL)

    Ausser dem Schrumpfbild sehe jetzt also auch die dazugehörige Adresse (URL) und kann sie mir in Ruhe ansehen und etwas darüber meditieren. Es ist ja klar, dass die aus einem größeren Bild (dass ein Mensch erzeugt hat) maschinell erstellt ist.
    Und siehe da: mich wunderte das Komma im Dateinamen; es ist einfach ungewöhnlich. Zumal die Sequenz danach 1.20×40 verdächtig nach der Größe des Thumbnails aussieht. Also habe ich alles ab dem Komma bis zur Dateiendung gelöscht – und schwupps kriege ich das Bild in groß angezeigt – ebenfalls mit URL.

    Das Portrait in groß (bekommen durch etwas Editieren des URL)

    Mit dem URL habe ich dann die reverse Bildersuche von Google gefüttert – bein Google kann man nicht nur mit Texten nach Bildern suchen, sondern auch mit Bildern (die man entweder von der lokalen Festplatte hochlädt oder deren Webadresse man angibt, s. den vorigen Beitrag von Marcus).

    Und schon habe ich den Namen. Es ist Kollege Hardy Prothmann, der istlokal.de betreibt.

    Die reverse Bildsuche von Google gibt den Namen preis

    Herzlichen Dank, lieber Hardy, für das schöne Beispiel zur rechten Zeit.

  • Starke Anonymität und Unbeobachtbarkeit im Internet – Journalismus & Recherche

    Abschlussveranstaltung des BMWi-Projektes „Starke Anonymität und Unbeobachtbarkeit im Internet“.
    Fr., 24.11.06, 10.00-16.30 h, BMWi, Scharnhorststr. 34-37, 10115 Berlin.

    Das Projekt „AN.ON – Anonymität Online“ entwickelt und betreibt den vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten Internet-Anonymisierungsdienst AN.ON/JAP. Die Software JAP wurde inzwischen einige Millionen Mal aus dem Internet heruntergeladen und von zahlreichen Nutzern regelmäßig für den anonymen Zugriff auf Internetseiten eingesetzt. Die finanzielle Projektförderung durch das BMWi läuft zum Ende des Jahres aus.

    Unter dem Motto „Technik-Szenarien-Geschäftsmodelle“ sollen insbesondere Erfahrungen ausgetauscht und wirtschaftliche Perspektiven diskutiert werden.

    Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anmeldung ist fuer die Fachöffentlichkeit eröffnet: Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, Kiel Tel. 0431 – 988 12 00

    ld14@datenschutzzentrum.de

  • Sag niemals nie, Internet-Rechercheur! – Journalismus & Recherche

    Oft werde ich gefragt, ob dies oder das online möglich sei. Die Liste, der Dinge, die ich für entweder unmöglich hielt oder aber wusste, dass sie unbezahlbar sind, schrumpft heute. Beispiele, von dem was ich in Lillehammer gelernt habe:

    1.) Datenbanken, die sich nicht herunterladen lassen, kann man mit Hilfe von robots auslesen. Ziel ist dabei, selbst mit den Daten zu arbeiten, und Zusammenhänge zu sehen. Bislang ging dies nur auf Apple-Rechnern oder aber wenn man bereit war, einen sechsstelligen Euro-Betrag zu investieren. Bisher. Jetzt gibt es mit Open-Kapow ein kostenloses Programm. Ein kleines Tutorial verlinke ich, sobald ich es online ist.

    2.) Wer hat welche Websites registriert? Es gibt Methoden, solche Registrierungsdaten zusammen zu tragen, eine systematische Suche hat Paul Meyers (BBC) heute hier gezeigt, eine Suche bei Dialog. Anleitung und Beispiel folgen sobald….
    3.) Wer hat eine Website früher besessen? Auch hierfür gibt es Datenbanken. Eine, die auch noch mehr bietet http://www.domaintools.com/products/units.html – leider kostenpflichtig, 10 Tage kostenlos
    4.) Nicht neu, aber so universell noch nicht gesehen. Norid.no, das norwegische Pendant der Denic hat für alle Top Level Domains die offiziellen Registries verlinkt. http://www.norid.no/domenenavnbaser/domreg.html

  • Beispielhafte Überwachung – Journalismus & Recherche

    116 fest installierte Überwachungskameras stehen entlang der Route der Anti-Überwachungs-Demonstration „Freiheit statt Angst“. Zumindest habe ich so viele gefunden, als ich am Donnerstag vergangener Woche für die taz die Strecke abgelaufen bin. Auf taz.de haben wir in einen Artikel eine Karte von Google Maps eingebunden, auf der alle 116 Kamerastandorte verzeichnet waren. Außerdem hatte ich auch alle Kameras fotografiert und die Fotos auf einer Karte von Panoramio eingefügt – auch diese Seite war von dem Artikel aus verlinkt.

    Das Ablaufen der Route und das Übertragen der Daten auf die beiden Online-Dienste nahm einen Arbeitstag für eine Person in Anspruch. Hinzu kam noch die zusätzliche Recherche. So stellten wir drei Kameratypen an drei Beispieln vor: Verkehrsüberwachungskamera am Potsdamer Platz, Museumskamera vor dem Deutschen Guggenheim, Behördenkamera vor dem Auswärtigen Amt. Dabei erläuterten wir jeweils: Was ist der Zweck der Kameraüberwachung? Werden die Bilder auch gespeichert? Falls ja: Für wie lange? Allein die Deutsche Bank, die die Kamera an dem Museum betreibt, wollte nicht antworten, ob die Bilder gespeichert werden: „Zu sicherheitstechnischen Fragen können wir generell keine Angaben machen“, meinte ein Banksprecher. Jetzt läuft ein Auskunftsantrag nach § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes.
    Ziel der Berichterstattung war, die alltägliche Überwachung beispielhaft deutlich zu machen. Dabei profitierte ich davon, dass es mit Google Maps und Panoramio zwei Dienste gibt, die sich sehr gut für diesen Zweck nutzen ließen. In der gedruckten Ausgabe der taz vom Samstag – dem Tag der Demo – erschien eine Infografik mit den eingezeichneten Kamerastandorten. Auch dabei half Google Maps: Ich hatte die Kamerastandorte erst online eingetragen und dann nutzen die taz-Infografiker diese Vorlage, um daraus die Karte für den Print zu machen. Keine Ahnung, wie man das früher gemacht hätte. Vielleicht hätte ich das dann auf einem Stadtplan einzeichnen müssen, damit die Infografiker das als Vorlage nehmen können?

    Die Resonanz war übrigens enorm: Bereits am Donnerstagabend hatten die vielgelesenen Blogs netzpolitik.org und Spreeblick die Karte verlinkt. Viele andere Blogs zogen in den folgenden Tagen nach. Die Karte bei Google Maps wurde bisher 22.864-mal betrachtet.

    PS: Vielen Dank an Jan Michael Ihl, von dem die Empfehlung kam, das mit Google Maps umzusetzen!

  • Neues rund um das IFG (Presseschau) – Journalismus & Recherche

    Über die Neuigkeiten rund um das Informationsfreiheitsgesetz schreiben jetzt so viele, dass wir das im Moment nicht machen müssen. Gerne stellen wir hier aber eine Übersicht zusammen und tragen neue Linklisten nach. Hier die bisherigen Meldungen des jahres 2007:

    Statistische Bilanz zum Informationsfreiheitsgesetz veröffentlicht Heise Newsticker – Germany

    Die meisten Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz wurden von Privatpersonen gestellt, nur 92 von recherchierenden Journalisten und vier von …

    Ein Jahr Informationsfreiheitsgesetz des Bundes Businessportal24 (Pressemitteilung) – Bad Lausick,Germany

    Das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) ist seit 1. Januar 2006 in Kraft. Es gibt Jedem einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen bei …

    Bund verdient gut an Gebühren taz – Germany

    Als „Treibsatz“ habe sich das Informationsfreiheitsgesetz erwiesen, bei dem Bürger gegen eine Gebühr von bis zu 500 Euro Amtsakten einsehen können. …

    Bundesministerien verzeichnen explodierendes Gebührenaufkommen Spiegel Online – national,Germany

    Zudem sorge das Informationsfreiheitsgesetz für eine große Nachfrage nach Akteneinsicht, wofür die Bürger jeweils 500 Euro Gebühren bezahlen müssen.

    BREMEN: Ziel: Einbindung der Bürger Verlagsgruppe Kreiszeitung – Germany

    Gestern ging es ua um das Informationsfreiheitsgesetz, das in Schweden bereits seit vielen Jahren die Veröffentlichung aller öffentlichen Dokumente …

    Informationsfreiheitsgesetz: Der BfDI konnte in rund zwei Dritteln Compliance-Magazin.de – München,Germany

    Januar 2006, ist das Informationsfreiheitsgesetz des Bundes (IFG – BGBl. 2005 I S. 2722) in Kraft getreten, das jedem ein Akteneinsichts- bzw. …

    Ämter blockieren Informationsfreiheit Handelsblatt – Düsseldorf,Germany

    Weil eine Bundesbehörde in einem Gerichtsprozess eine Niederlage fürchtete, hat sie einem Bürger Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) …

    Beauftragter für Informationsfreiheit fordert mehr Transparenz Heise Newsticker – Germany

    Die bisherigen Erfahrungen haben seiner Ansicht nach gezeigt, „wie wichtig das Informationsfreiheitsgesetz für eine offene und demokratische Gesellschaft ist …

  • Wissen spart Telefongroschen – Journalismus & Recherche

    Schöne Infoseite, die Nora Kraft in der FAZ am Sonntag (4. Mai, S. 53) präsentiert: Telefonnummern anzurufen, die mit 0180 beginnen, kostet Geld. Von 3,9 Cent bis 14 Cent pro Minute. Die Gröschlein kann man sich sparen, denn die meisten Firmen, die diese Nummern angeben, haben auch „normale“ Festnetznummern. Welche das sind, zeigt das 0180-Telefonbuch von teltarif.de.
    Suchen kann man man nach dem Firmennamen, der 0180er-Nummer und der „Ersatznummer“. Außerdem gibt’s einen alphabetischen Index nach Firmennamen. Letzter verzeichnet allein unter „A“ über 1500 Einträge.