Kategorie: Allgemein

  • Journalismus & Recherche » Wolfram Alpha

    Monday, May 4th, 2009

    Danny „Suchmaschine“ Sullivan, Oberauskenner bei Suchmaschinen seit 15 Jahren, hat Wolfram Alpha getestet (soll im Mai online gehen):

    Will it be as important as Google has become? Perhaps! A new search paradigm? Yes! Or at least a new way of gathering information. A Google-killer? Nope! But when the service launches, it should become an essential in anyone’s search tool kit.

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Danny Sullivan testet Wolfram Alpha

    Danny „Suchmaschine“ Sullivan, Oberauskenner bei Suchmaschinen seit 15 Jahren, hat Wolfram Alpha getestet (soll im Mai online gehen):

    Will it be as important as Google has become? Perhaps! A new search paradigm? Yes! Or at least a new way of gathering information. A Google-killer? Nope! But when the service launches, it should become an essential in anyone’s search tool kit.

    Tags: Danny Sullivan, Wolfram Alpha

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Zwei Ergänzungen zur Syntax der Bildsuche bei Google

    Wie Google Blogoscoped am 28.05. meldet, gibt es zwei neue Kommandos bei der Google Bildsuche, die bislang noch undokumentiert sind:
    &imgtype=face liefert eine Ergebnismenge, die auf Portraits beschränkt ist.
    &imgtype=news liefert hingegen nur Bilder, die aus den ca. 10.000 Google News sources (USA) stammen.

    Praktischerweise liefert Google Blogoscoped gleich einen entsprechenden Suchschlitz.

    Die neue Suchspezifizierung funktioniert (undokumentiert) auch bei der deutschen Image-Suche von Google: Kurz geprüft am Beispiel von Horst Seehofer, weil der gerade in den Google-News auftauchte:

    Nur nach Horst Seehofer gesucht, gibt es 3.460 Ergebnisse. Sucht man nach Horst Seehofers Gesicht bleiben 748 Treffer, die Suche nach Horst Seehofers Bild in Nachrichtenquellen 17 Treffer.

    (via Kurzmeldung bei intern.de)

    [AUde]

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Wissen spart Telefongroschen

    Schöne Infoseite, die Nora Kraft in der FAZ am Sonntag (4. Mai, S. 53) präsentiert: Telefonnummern anzurufen, die mit 0180 beginnen, kostet Geld. Von 3,9 Cent bis 14 Cent pro Minute. Die Gröschlein kann man sich sparen, denn die meisten Firmen, die diese Nummern angeben, haben auch „normale“ Festnetznummern. Welche das sind, zeigt das 0180-Telefonbuch von teltarif.de.

    Suchen kann man man nach dem Firmennamen, der 0180er-Nummer und der „Ersatznummer“. Außerdem gibt’s einen alphabetischen Index nach Firmennamen. Letzter verzeichnet allein unter „A“ über 1500 Einträge.

    Tags: 0180, 0190, 0900, FAS, FAZ, Hotline, Service, Servicejournalismus, Tarif, Telefon, Telefonie, Telefonieren, Telefonnummer, Unternehmen

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » CAR-Tagung in HH: Google für Experten – Henk van Ess

    Henk van Ess vom Search Bistro, bekannt für seine Geschichte zu Googles „geheimem Suchlabor“, zeigt Beispiele dafür, wie man mit Google in der Tiefe recherchiert.
    Henk erklärt zuerst, wie man mit Google Notebook vollständige Webseiten speichern kann. Frage aus dem Publikum: wird das auf dem eigenen Rechner gespeichert oder bei Google? Henk: bei Google – was Nach- und Vorteile hat: Nachteil: (fehlender) Datenschutz. Vorteil: von überall her abrufbar. Man kann das eigene Google-Notizbuch für andere öffnen, so dass eine Community daraus entstehen kann.

    Google Trends: Was suchen Nutzer eigentlich? Grafisch aufbereitete Search-Patterns, auch nach Orten. Ein Beispiel: in Erfurt wird am häufigsten nach dem Begriff „Kinderporno“ gesucht. Einschränkung: erstens „rät“ Google den Ort, weil ja nur die IP-Adresse zur Verfügung steht. Zweitens gibt es viele Einschränkungen, was den Informationswert angeht – wird etwa in Erfurt nur deshalb so oft nach „Kinderporno“ gesucht, weil dort eine Sondrkommission der Polizei danach sucht? (Meine Anmerkung: Wenn die Sonderkommission bei ihrer Suche tatsächlich „Kinderporno“ eingeben würde, könnte man sie auch gleich schließen.)

    Google Translate: Wichtig, dass man Übersetzungen nur verwenden kann, wenn man sie von einem Profi hat überprüfen lassen, die Google-Übersetzung, die auch Arabisch und Chinesisch „beherrscht“, dürfe nur als Indikator genutzt werden.
    Librarain Center: Spezielle Tipps, die man sich unbedingt anschauen sollte.

    Henks Aussage: Google sieht nur 28 Prozent des Webs. Etwas seltsam, dass er nicht erwähnt, wie unzuverlässig derartige Schätzungen sind und stattdessen eine derart exakte Zahl nennt.

    Neue Tricks bei Google: „iraq civilians killed 10000…40000“ wäre die Suchanfrage, die man Google stellen kann, um einen Bereich einzugrenzen und so zu Suchergebnissen mit genauen Zahlen zu gelangen.

    Geo-Targeting: für jedes Land existiert ein eigenes Google (z.B. andere Suchergebnisse bei google.de als bei goolge.com).

    „Google ist keine Maschine“: Das ist Henks große Geschichte, mit der er berühmt geworden ist: Er fand heraus, dass Google die Gewichtung der Suchergebnisse von Menschen hat „nacharbeiten“ lassen. Das ist deshalb wichtig, weil sich Google häufig bei Beschwerden darauf zurück zieht, dass das Ranking der Suchergebnisse einzig von einem Algoritmus vorgenommen wird. Ergänzung von Sebastian Moericke, der selber für Google als „Qualitätskontrolleur“ gearbeitet hat: in Deutschland gibt es etwa 50 Leute, die das machen, Google sagt offiziell, dass diese Mitarbeiter nur für interne Zwecke verwendet werden um herauszufinden, wie gut der Suchalgoritmus tatsächlich arbeitet. Insofern wird nur der Algoritmus verbessert, nicht die Suchergebnisse selbst. Google-Zensur: Auch in Deutschland wird zensiert, z.B. werden viele Suchergebnisse rechtsextremer Organisationen nicht angezeigt. Einwurf: Das liegt nicht an Google, sondern an den Gesetzen des jeweiligen Landes. Henk: Stimmt, aber im Grunde genommen ist es doch die Firma Google, die entscheidet. Wichtig sei, dass man sich nicht auf die Suchergebnisse der landestypischen Googles vertraut, sondern Google.com verwendet.

    Beispiel: Verwendet man den Suchbegriff „voice wav“ bei Google (ohne Anführungszeichen), bekommt man von Google gesagt, dass man einen Virus auf dem Rechner habe. Die Erklärung, warum das passiert ist, habe ich nicht verstanden; wird nachgereicht. Heute funktioniert das Beispiel nicht mehr.

    Sebastian Moericke: Google hat große und kleine Cluster, die über unterschiedliche IP-Adressen angesteuert werden können. Die Ergebnisse auf der Liste unterscheiden sich teilweise. Sebastian wird eine Liste der Cluster-IP-Adressen zur Verfügung stellen.

    Tags: CAR

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Firefox Extensions für die Websuche

    In diesem kleinen, nebenbei betriebenen Weblog haben wir eine kleine Auflistung von Firefox-Erweiterungen für Rechercheure. Die müsste dringen mal wieder durchgesehen und vor allem ergänzt werden; bei dem Anspruch, nur selbst getestete und für gut befundene Addons zu empfehlen, scheitert das aber schlicht an der Zeit.

    Deswegen kurz ein Verweis auf eine kleine Linksammlung der Computerwoche vom 21.07: 20 Tools zum Download – Besser suchen mit Mozilla Firefox. Zum Thema passt auch ein sehr interessanter Beitrag aus der Knowsledge Base des mozillaZine, Problematic extensions. Hier wird erläutert, dass einige Erweiterungen nicht miteinander harmonieren.

  • Journalismus & Recherche » Informare

    Wednesday, April 20th, 2011

    Auf der diesjährigen Konferenz „Informare“ (Claim: Mehr WISSEN. Besser Entscheiden.) wird es neben der ‘klassischen’ Konferenz auch Workshops und eine „Lange Nacht der Suchmaschinen“ geben, ferner Ausstellungen und ein Barcamp. Themen der Konferenz sind Informationsbereitstellung, Informationsbeschaffung und Wissensvermittlung im digitalen Umfeld, und zwar aus technischer, organisatorischer, politischer und gesellschaftlicher Sicht.
    (more…)

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » (Online-) Recherche hätte geholfen (1 + 2)

    Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie beim Lesen stutzen und sich fragen, ob der Autor irrt oder Sie selbst daneben liegen?

    Journalisten, die beim sich beim Schreiben nicht wundern, ob das, was sie da gerade schreiben, stimmt, leiden an einer Immunkrankheit, die schnell ihrem Ansehen schaden kann.

    Umso ärgerlicher, wenn die Fakten binnen weniger Minuten zu recherchieren sind.

    Zwei Beispiele aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (an der mich ansonsten ärgert, dass man bei zahlreichen Überschriften keinerlei Hinweis darauf bekommt, um was es geht).

    1.) In dem Artikel „Der Berliner Butter Index“ (leider nur Intro, Rest ist paid content) schreibt der Autor, das Unternehmen habe auch im Ostteil der Stadt eine Filiale, nämlich am Potsdamer Platz.

    Das ist schlicht unwahr, wie sich mit drei Quellen schnell zeigen lässt:
    a) Die Filliale von Butter Lindner liegt laut Homepage des Unternehmens in der Alten Potsdamer Str. 7 b) Die Adresse lässt sich schnell lokalisieren, etwa mit Google Maps.

    c) Wer unsicher über den Mauerverlauf ist, kann zum Potsdamer Platz fahren und nachsehen, oder aber online hier gucken.

    2.) In einem Artikel über den Rechtsstreit über die Erlöse des Berliner Zoos durch Eisbär Knut heißt es:

    „17 Wort- und Bildmarken in verschiedenen Kombinationen und Variationen sind in der Klageschrift aufgeführt“, sagt Gerichtssprecherin Katrin-Elena Schönberg, darunter „Knut der Eisbär“, „Eisbär Baby Knut“, „Knut der Bär“, „KNUT“ und „Respect Habitats. Knut“. Sie alle hat sich der Zoo Berlin schützen lassen. Ob es noch mehr sind, sagt dessen Sprecherin Bienek nicht.

    Wenn der Zoosprecher es nicht sagt, könnte man es ja recherchieren. Auch das geht in Minutenschnelle – beim Deutschen Patent- und Markenamt. Dort finden sich interessanterweise 15 Marken, die der Zoo rund um Knut angemeldet hat – die fehlenden zwei wären eine interessante Frage für eine weiterführende Recherche. Darüber hinaus lässt sich schnell recherchieren, wer noch alles Marken mit Bezug auf den Eisbär Knut angemeldet hat, u.a. die Steiff GmbH sowie mehrere Einzelpersonen. Bei einigen Marken läuft ein Widerspruchsverfahren. Auch das könnte zu weiterführenden Recherchen führen. Könnte.

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Schnell zu recherchieren: Mehdorn lügt!

    Die FAZ vom 31. Mai wartet mit einem schönen Beispiel auf, wie man mit kurzer Recherche den großen Vorstandsvorsitzenden den Bahn der Lüge überführen kann. Der hatte im ZDF-Morgenmagazin nämlich behauptet, im neuen Hauptbahnhof würde – wegen des verkürzten Dachs – allenfalls der Zugführer im Regen stehen, nicht aber der werte Bahnkunde. „pes.“ (Kürzel) von der FAZ ist hingegangen und hat nachgesehen: Mindestens zwei Wagen würden, wenn es regnet, im Regen stehen. Und das ganz planmäßig, denn der von der FAZ in Augenschein genommene ICE stand laut Wagenstandanzeiger planmäßig.

    So ist das mit der Recherche: Nachschauen hilft.

    Tags: Bahn, Berlin, DB, Deutsche Bahn, FAZ, Harmut Mehdorn, Hauptbahnhof, Hbf, ICE, Mehdorn, Regen

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Sommerschule in Mittweida: Journalistische Netzwerkanalyse erlernen

    Vom 29. Juni bis 10. Juli 2009 bietet die Mittweida Summer CommuniCy 2009 (MSC2009) die Möglichkeit, praktische Kenntnisse der Social Network Analysis (SNA) zu erlernen. Als Form des Computer-Assisted Reporting geht es bei SNA um die Recherche, Beschreibung, Analyse und Visualisierung von Strukturen. Im ersten Modul der dritten Sommerschule der Hochschule Mittweida geht es um das „Recherchieren in Netzwerken“:

    Mit diesem Einführungsmodul werden die Fragestellungen und Techniken der empirischen Analyse sozialer Netzwerke vorgestellt An konkreten Beispielen lernen die Teilnehmer den Umgang mit Daten und Programmen, die soziale Beziehungen erschließen. Die Anwendungen sind an den Interessen und Bedürfnissen der recherchierenden Publizistik orientiert. Journalistische Berichterstatter werden sich mit den ihnen angebotenen neuen Wege der Informationsgewinnung umso besser vertraut machen können, je mehr sie auch über die konventionelle Umfrageforschung wissen.

    In Workshops im Computerkabinett werden die Teilnehmer in die Lage versetzt, vernetzt zu denken, relationale Daten zu erkennen, diese zu erheben, zu analysieren und zu visualisieren. Im ‘Superwahljahr’ steht der Umgang mit den außerparlamentarischen Verflechtungen der Bundestagsabgeordneten im Vordergrund. Dabei kommt Software wie Excel, Pajek, AutoMap und issuecrawler.net zur Anwendung (siehe: Die Netze der Politiker (PDF, 4 S., 230 KB)).

    Lehren werden Dr. Lothar Krempel, der 2008 im Panel Recherche Online des Jahrestreffens 2008 des netzwerk recherche (nr) zur Visualisierung komplexer Netzwerke referiert hatte, und Haiko Lietz, der erstmals 2006 über Social Network Analysis im journalistischen Einsatz referierte und 2008 beim nr aktualisierte (PDF, 18 S., 2.112 KB). Begleitet wird der zweiwöchige Workshop von Adelheid Feilcke-Tiemann und Heinz Pianka und von der Deutschen Welle.

    Neben dem erwähnten Modul gibt es noch ein Modul zur „Marktforschung mit anderen Mitteln“, in dem Netzwerk-Theorie und -Praxis vertieft werden, und eine „Analysewerkstatt Netze und Systeme“, in dem die mathematischen Grundlagen gelehrt sowie Simulationsverfahren gelehrt werden. Die drei Module sind Lehrmodule von Graduiertenstudiengängen in Mittweida. Je Modul werden fünf ECTS-Credits nach dem Bologna-Modell zertifiziert. Anmeldeschluss ist der 31. Mai 2009. Weitere Informationen gibt es hier. www.communicy.de/lang-de/summer-school-2009 Interessierte, die diese Fortbildung nicht im Rahmen eines Studiums wahrnehmen möchten, möchten sich über Möglichkeiten bei info@communicy.de informieren.

    Text von Haiko Lietz