Kategorie: Allgemein

  • Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte – Journalismus & Recherche

    Bilder als Gegenstand des kritischen Blickes und der Recherche. Fragen nach scheinbarer Objektivität und augenscheinlicher Manipulation. Das ist der Inhalt der Ausstellung X für U – Bilder, die lügen, die bis zum 15. April sie im Bremer Focke-Museum gezeigt wird.

    Die rund 300 Objekte umfassende Wanderausstellung wurde von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung erstellt.

    [AUde]

  • Operator – Journalismus & Recherche

    Hinweis: Hier fehlen noch etliche Verlinkungen. Sie werden im Laufe des Tages ergänzt. Ich bitte um Verständnis. Gute Nacht 😉
    Google hat laut „heise online“-Newsticker in Deutschland im September 2006 die 90-Prozent-Hürde beim Marktanteil in Deutschland genommen. Das heißt, mehr als 90 Prozent der Web-Suchanfragen in Deutschland werden bei Google gestellt – und von Google beantwortet. Wie es dazu kam? Google hat sich mit seiner Pagerank-Suchtechnologie und einer einfachen Bedienung die Marktführerschaft erobert und gilt seither als Suchmaschine Nr. 1 im Web. In vielen Browsern ist Google seit Jahren als Standardsuchmaschine voreingestellt. Wir können zwar damit unzufrieden sein, dass Google so marktbeherrschend ist. Fakt ist allerdings: Google ist neben oder vielleicht sogar vor Yahoo und MSN nach wie vor die beste Allround-Suchmaschine. Aus Recherche-Sicht ist es sicher klug, viele Suchmaschinen, vor allem auch Spezialsuchmaschinen, zu kennen. Aber wenigstens den Marktführer Google sollte man nicht nur kennen, sondern auch gut beherrschen. Daher hier die Basics zum Platzhirschen aus Mountain View (Kalifornien).

  • Kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung – Journalismus & Recherche

    Im Juli wurde die aktualisierte Version (2.3) des nestor Handbuches „Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung“ veröffentlicht. Es wurde um einzelne Artikel ergänzt, weitere Artikel wurden z.T. erheblich überarbeitet und die Verweise im gesamten Handbuch wurden überprüft und ggf. aktualisiert.
    nestor ist das deutsche Kompetenznetzwerk zur digitalen Langzeitarchivierung. In nestor arbeiten Bibliotheken, Archive, Museen sowie führende Experten gemeinsam zum Thema Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit digitaler Quellen.

    Für journalistische Rechercheure sind in dem umfangreichen Handbuch besonders die Abschnitte „Das Referenzmodell OAIS – Open Archival Information System“ (4), „Vertrauenswürdigkeit von digitalen Langzeitarchiven“ (5), die Metadatenstandards (6) und die Formate (7), „Access“ (9) und „Web-Archivierung zur Langzeiterhaltung von Internet-Dokumenten“ (17.9) interessant.

    nestor-Handbuch: Eine kleine Enzyklopädie der digitalen Langzeitarchivierung / hrsg v. Heike Neuroth ; Achim Oßwald ; Regine Scheffel ; Stefan Strathmann ; Karsten Huth. – Version 2.3 – 2010. – Das Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert (Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported). Es kann komplett (8,5 MB) oder in einzelnen Kapiteln als PDF aus dem Netz geladen werden. Download und Inhaltsverzeichnis:

    http://nestor.sub.uni-goettingen.de/handbuch/index.php .

    nestor – Kompetenznetzwerk für digitale Langzeitarchivierung

    http://www.langzeitarchivierung.de/ .

  • Metadaten – Journalismus & Recherche

    (Kurze Notizen vom 15. DFN-Workshop „Sicherheit in vernetzen Systemen“ – einer Konferenz, die entgegen des ersten Eindruckes ziemlich viel für recherchierende Journalisten zu bieten hat.

    Den Konferenzband gibts bei BoD: 15. DFN Workshop „Sicherheit in vernetzen Systemen“ / hrsg. v. Christian Paulsen © Hamburg : DFN-CERT GmbH, 2008

    ISBN 978-3-8334-7381-4 )

  • Mit dem Netz kleine Fehler entlarven (1) – Journalismus & Recherche

    Das Internet ist der Feind der Plagiate und der kleinen Fehler – die positive Seite der Googleisierung wird oft vergessen. Dabei geht es doch so schnell und -machen wir uns nichts vor- kleine Fehler finden sich jeden Tag in jeder Zeitung. Heute morgen stutze ich beim Lesen eines Artikels über die Künstlersozialkasse (KSK) in der Berliner Zeitung. Dort heißt es, die KSK-Abgabe sei vor vier Jahren auf das Dreifache angestiegen, was eine Diskussion über Sinn und Zukunft der KSK ausgelöst habe. Nun zahle ich selbst seit fast einen Jahrzehnt KSK-Abgabe und -Beiträge und weiß, dass das nicht stimmt; die Frage aber ist doch, wie hoch ist der Aufwand, eine solche Zahl zu überprüfen (wenn man sich denn wundert, ob das stimmen kann).

    Die Homepage der Kasse findet sich schnell online – fünf Minuten später lässt sich auch die Übersicht über die Entwicklung der Abgabesätze finden.

  • Pons „Deutsche Rechtschreibung“ kostenfrei im Netz – Journalismus & Recherche

    Der Klett-Verlag hat sein Pons-Angebot im Netz erweitert. Schon seit März gab es die Wörterbücher für Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch, Russisch und das Bildwörterbuch frei im Netz (wiewohl als Beta-Versionen gekennzeichnet). Jetzt melden heise.de und die FAZ, dass die Deutsche Rechtschreibung (das Pendant zum Duden) ebenfalls zur kostenfreien Nutzung bereit steht.
    Zusätzlich gibt es Such-Erweiterungen für den Internet Explorer (ab Version 7) und Firefox (ab Version 2.0) und die Möglichkeit, Abfragemasken in die eigene Website einzubinden. Pons.eu – Das Sprachenportal

    www.pons.eu/

  • Schweizer Studie: Suchmaschinen und E-Mail wichtigste Werkzeuge für Journalisten – Journalismus & Recherche

    Für das Institut für Angewandte Medienwissenschaften (IAM, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) und die Bernet PR AG für Kommunikation haben Guido Keel und Marcel Bernet eine Studie publiziert:
    IAM-Bernet-Studie Journalisten im Internet 2009 : Eine repräsentative Befragung von Schweizer Medienschaffenden zum beruflichen Umgang mit dem Internet / von Guido Keel ; Marcel Bernet. – Juli 2009 (PDF-Datei, 40 S., 286 KB)
    Die Studie ist die dritte nach früheren in den Jahren 2002 und 2005. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt’s beim Zürcher Presseverein, die Diskussion der Ergenisse bei Bernet.
    In Kurzform (und ohne die Studie bereits en detail gelesen zu haben): Sehr lesenswert sind die Schlussfolgerungen, die es gleich dreimal gibt: Allgemein, für PR-Verantwortliche und für Journalisten. Das Internet ist zur Hauptquelle für Informationen geworden, wobei „Internet“ vor allem Wikipedia, Suchmaschinen und E-Mail meint, „Suchmaschinen“ wiederum Google – eine Tatsache, die vermutlich nicht nur für die Schweiz gilt. Google ist „Ausgangspunkt jeder Online-Recherche“, „Wikipedia gilt als glaubwürdig“. Die Bedeutung des Web 2.0 ist gestiegen, vor allem Blogs werden genutzt. Twitter und auch RSS-Feeds spielen keine große Rolle. Generell „ganz zuoberst auf der Erwartungsliste: Kontaktadressen, Zahlen und Daten, Hintergrundmaterial, Pressemitteilungen. Im Vergleich mit der ersten Erhebung zeigt sich eine Professionalisierung – Journalistinnen und Journalisten nutzen gut gemachte Mediencorner fürs schnelle Prüfen von Fakten und eine allfällige Kontaktaufnahme.“

    Aus den Schlussfolgerungen für Medienschaffende scheinen mir drei besonders wichtig:

  • Der erste Open Data Hackday – eine Bilanz – Journalismus & Recherche

    Hauke Johannes Gierow berichtet vom ersten Open Data Hackday in Berlin. Open Data wird Thema eines Workshops mit Lorenz Matzat bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche sein, der am 10. Juli um 11.30 Uhr beim NDR in Hamburg stattfindet. Anmeldungen für das Jahrestreffen sind ab sofort möglich.
    Der erste deutsche Open Data Hackday (am 17./18. April) ist nun vorbei, und nach dem die meisten Teilnehmer schon während der re:publica fleißig dabei waren, sind Sie wohl größtenteils in einem Zustand euphorischer Erschöpfung wieder nach Hause gekommen. Viele neue Informationen, Anregungen, Ideen, Kontakte und viel Spaß hinterlassen halt auch ihre Spuren.
    Am Freitag beschäftige sich die re:publica in einem Schwerpunkt mit Open Data und Open Government. Rob McKinnon stellte hier seine Projekte vor, Jack Thurston präsentierte Farmsubsidy.org und Stefan Gehrke diskutierte mit Vertretern aus Zivilgesellschaft und Verwaltung über das Thema „Open Data in Deutschland“. Urs Kleinert zeigte in einem Workshop, wie man sich als Journalist selbst offene Datensätze schaffen kann, Lorenz Matzat erläuterte in seinem Vortrag über „Data-Driven Journalism“ wie man diese Daten praktisch anwenden kann.
    Der Hackday begann am Samstag mit Ideenaustausch und Präsentationen, am Sonntag wurde dann an konkreten Projekten „gehackt“. Interessant zu sehen war für mich (als „Nicht -Programmierer“) wie schnell mit vorhandenen Datensätzen neue Anwendungsbereiche erschlossen werden können (wie etwa eine Grafik zur Visualisierung der Farmsubsidy.org, Daten in den deutschen Bundesländern oder auch der Preview einer Erweiterung von Stefan Wehrmeyers Mapnificient-Projekt um ein Layer mit den Daten des Konjunkturpakets II). Während des Hackdays wurde auch das Portal offenedaten.de vorgestellt, ein von der community betriebenes data.gov. Eine kurze Dokumentation der Projekte gibt es hier.
    Alle beteiligten sind sich einig: Dies war erste der Anfang! Damit keiner lange warten muss: am 8./9. Mai geht es auf dem Open Democracy Camp im Berliner Newthinking Store weiter. Und wer nicht bis dahin warten möchte: unser Wiki hat jederzeit geöffnet und ist bereit neue Projekte aufzunehmen. Wir freuen uns schon auf euch und eure neue Ideen, Daten und Anwendungen.
    Sieht man sich die Open Data Veranstaltungen auf der re:publica, die positive Presseberichterstattung sowie die hohe Teilnehmerzahl (ca. 60 am ersten und 30 am zweiten Tag) des Hackday an, so wird klar: die vergangene Woche war eine gute für die Open Data Bewegung in Deutschland.
    Schöne Bilder von der Veranstaltung gibt es bei Flickr, wer noch zusätzliche Bilder hat, kann diese gerne hochladen.
    Während der Veranstaltung wurden Online-Live Notizen angelegt.
    Ein Pressespiegel findet sich auf der Hackday-Seite, dort ist auch unsere eigene Pressemitteilung einsehbar.
    Alle interessierten können sich auf unserer Mailingliste eintragen oder Mitglied im Open Data Network e.V. werden.
    Wir veröffentlichen den Text, zuerst erschienen im Blog des Open Data Networks,  mit freundlicher Genehmigung; er steht unter der Lizenz CC-by-sa/3.0/de.

  • Wenn Pressemeldungen nerven. Ein Grunzer – Journalismus & Recherche

    Kein Recherchethema im eigentlichen Sinn, ich bitte um Nachsicht. Aber ich muss das jetzt endlich mal loswerden: Dass ich per E-Mail Pressemeldungen bekomme, darunter auch solche von mir unbekannten Organisationen, ist normal. An wen, wenn nicht an Journalisten, sollen die schliesslich sonst gehen. Aber wie wäre es, wenn mir der Absender wenigstens mitteilt, worum es überhaupt geht?

    Da kriege ich seit Monaten den Müll einer Organisation, der [anonymisiert] so daherkommt:

  • Besser online recherchieren: Gezielt in einzelnen Branchen recherchieren – Journalismus & Recherche

    Fragen wie diese tauchen bei Recherchen schnell auf: –  Wie kriege ich raus, welche Unternehmen es in einer Branche gibt? Wer sind die Wettbewerber? oder aber auch: –  Wie kann ich innerhalb einer Branche gezielt recherchieren? Hier meine Antworten und Ideen. I.  Mit der Hilfe von Google Dort gibt es den Operator [related:] der ähnliche Websites findet. Ähnlich bezieht sich hier, auf Websites, die in einem Internet-Katalog (hier dem nicht mehr öffentlich einsehbaren von Google; verfügbarer Katalog: dmoz.org) in der gleichen Rubrik abgelegt sind, sie die genannte Website. Die folgende Suchanfrage [related:volkswagen.de] liefert z.B. eine ziemlich vollständige Liste von Automarken (aber auch andere Websites, die zu VW gehören. Während das wohl eher für Marsmenschen interessant ist, liefert [related:immobilienscout24.de] eine gute Liste von anderen Immobilienportalen, auf denen sich auch Schnäppchen finden lassen. Die Ergebnisse sind aber immer nur so gut, wie der dafür genutzte Katalog. Gerade in Nischen-Märkten lässt sich damit nicht recherchieren. II.  Mit der Hilfe von Datenbanken

    Die Datenbank-Plattform genios.de bietet eine ganze Reihe von Firmen-Datenbanken, die sich in ihren Suchkriterien (strukturierte Daten!) voneinander unterscheiden. Auch hier lässt sich die an sich kostenpflichtige Datenbank, kostenlos zum Sortieren nutzen. Hat man erst die kostenlose Ergebnisliste erzeugt, lassen sich die aufgelisteten Unternehmen in der Regel problemlos im Internet oder in anderen Datenbanken finden, zumal die Trefferlisten bereits Ort und Postleitzahl enthalten.

    So enthält „bedirect Firmenprofile Deutschland“ nach eigenen Angaben „schwerpunktmäßig“ (d.h. vermutlich weder vollständig noch ausschließlich) Unternehmen mit mehr als 5 Millionen Euro Umsatz. Die Daten stammen zum Teil aus Interviews/Befragungen und sind daher mit Vorsicht zu genießen. Es gilt wie immer: Jede Datenbank ist nur so gut wie die ihr zugrundeliegenden Daten. a) Darunter bieten u.a. Bedirect (wichtig: „Deutschland Firmenprofile“ nicht die Datenbank „Kurzprofile“ auswählen) und bismode auch eine Suche nach Branchen, anhand des sogenannte WZ-Codes (2003 oder 2008) des Statistischen Bundesamtes  oder des amerikanische US-Sic an. Der WZ-Code sortiert die ganze Wirtschaftswelt in 99 Über-Branchen ein. So erhält alles, was mit Landwirtschaft hat die Ziffer 01, es folgen Unterbranchen etwa der Anbau einjähriger Pflanzen dann unter 01.1, die sich dann wieder aufgliedert in den Anbau von Getreide (01.11) oder Reis (01.12) oder unter 01.13 dem „Anbau von Gemüse und Melonen sowie Wurzeln und Kartoffeln“etc. der sich wiederum in die Gruppen „Gemüse und Melonen“ (01.13.1) und „Wurzeln und Kartoffeln“ (01.13.2) untergliedert. Kurzum: Jeder wirtschaftlichen Tätigkeit ist ein maximal 5stelliger WZ-Code zugeordnet. Hier ein weiteres Beispiel 10.3 Obst- und Gemüseverarbeitung 10.31   Kartoffelverarbeitung 10.31.0    Kartoffelverarbeitung 10.32    Herstellung von Frucht- und Gemüsesäften 10.32.0    Herstellung von Frucht- und Gemüsesäften 10.39    Sonstige Verarbeitung von Obst und Gemüse 10.39.0  Sonstige Verarbeitung von Obst und Gemüse b) Die einzige Schwierigkeit hier ist, dass man wissen muss, in welchem Format der WZ-Code eingegeben werden muss. Die fünfstelligen Codes sind am einfachsten: Sie werden vollständig eigegeben. Es können aber auch zwei-, drei oder vierstellige Codes eingegeben werden, diese sollten immer mit einem [*] ergänzt werden, damit Sie auch die Unternehmen in den Unterrubriken mifinden, also z.B.:

    [103*]  oder   [1032*] Offensichtlich sind einige Unternehmen nur in der Oberkategorie eingetragen (hier z.B. 10.31) auch wenn es eine gleichnamige Unterkategorie (hier: 10.31.0) gibt.

    c) Sobald Sie bei einer Recherche sicher sind, den richtigen Branchenschlüssel gefunden zu haben, können Sie nun die Suche verfeinern. Bei bedirct etwa nach den Kriterien:

    Ort, Postleitzahl (von .. bis), Rechtsform, Person, Eigentümer, Beteiligungen, HRNummer, Amtsgericht, Umsatz (von .. bis), Anzahl der Beschäftigten (von .. bis) und Gründungsjahr (von .. bis)

    Darüber hinaus ist auch nach wie vor eine Suche nach Begriffen in der Volltextsuche möglich! Tipp: Führt die Suche zu keinem Erfolg, suchen Sie zunächst mit einem Kriterium allein. (Bei der Postleitzahl führt z.B. die Suche mit [*] zu falschen Ergebnissen, das Auffüllen mit Nullen aber scheint sinnvolle Ergebnisse zu liefern. D.h. Sie können z.B. alle Unternehmen im Postleitzahlbereich 10000 bis 19999 finden.

    © Marcus Lindemann 2014

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