Mit Erstaunen sehen wir, wie sich Halbinformationen in den Medien halten. Daher heute ein kurzer aufklärerischer Eintrag. Genauso wenig wie Blogs einfach nur „Online-Tagebücher“ sind, auch wenn das quasi schon die Standardübersetzung in den Medien ist, stimmt es, dass man zum Hören und Sehen von podcasts und vodcasts einen ipod oder ein anderes Abspielgerät benötigt. Richtig ist natürlich, dass podcasts für diese Geräte produziert werden und mit ihnen gehört werden können. Niemand aber zwingt mich, podcasts erst von meinem Rechner auf das mobile tragbare Endgerät zu kopieren und dann dort zu hören! Richtig ist also vielmehr, dass jeder Nutzer eines Rechners mit Hilfe einer entsprechenden Software, podcasts und vodcasts verfolgen kann – eben am eigenen Rechner. (Mindestanforderung: Audiokarte und je nach Software vermutlich Pentium-Rechner oder höher.) Damit haben diese neuen Formen jetzt schon (!) weit größere Zielgruppen als bislang angenommen. Als ich vor einigen Wochenen einen Podcaster darauf hinwies, dachte er kurz nach und sagte dann, ja das stimmt wohl, das müssen wir unbedingt mal unseren Hörern sagen. Nur, die wissen das vermutlich schon. Bleibt die Frage, wer es denen sagt, die es noch nicht wissen? Der werte Leser möge denn Test machen und ipod-lose Zeitgenossen auf das Thema podcast ansprechen. Das Erstaunen wird groß sein und die Begeisterung derer, die feststellen, dass sie ihre Lieblingssendung jetzt hören können wann immer sie möchten, ohne vorher ein Aufnahmegerät zu programmieren oder dergleichen, umso größer. Und wo ist jetzt der Recherchenutzen dieses Eintrags?
Zum einen erleichtert es natürlich die Hintergrundrecherche, die tägliche Mediennutzung (ich sag nur „HR2 Der Tag“) usw. Aber es gibt auch durchaus vod- und podcasts mit etwas scoopability. Ein sehr alter mit dem Zeug zum Klassiker: Der CCC zeigt wie man mit Bordmitteln Fingerabdrücke fälscht 🙂 Sehr schön ibid. die Maus erklärt das Internet.

Google hat laut „heise online“-Newsticker in Deutschland im September 2006 die 90-Prozent-Hürde beim Marktanteil in Deutschland genommen. Das heißt, mehr als 90 Prozent der Web-Suchanfragen in Deutschland werden bei Google gestellt – und von Google beantwortet. Wie es dazu kam? Google hat sich mit seiner Pagerank-Suchtechnologie und einer einfachen Bedienung die Marktführerschaft erobert und gilt seither als Suchmaschine Nr. 1 im Web. In vielen Browsern ist Google seit Jahren als Standardsuchmaschine voreingestellt. Wir können zwar damit unzufrieden sein, dass Google so marktbeherrschend ist. Fakt ist allerdings: Google ist neben oder vielleicht sogar vor Yahoo und MSN nach wie vor die beste Allround-Suchmaschine. Aus Recherche-Sicht ist es sicher klug, viele Suchmaschinen, vor allem auch Spezialsuchmaschinen, zu kennen. Aber wenigstens den Marktführer Google sollte man nicht nur kennen, sondern auch gut beherrschen. Daher hier die Basics zum Platzhirschen aus Mountain View (Kalifornien).