Kategorie: Allgemein

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Sicherheit in der elektronischen Kommunikation – eine Lebensversicherung für Journalisten – Material

    Hier die weiterführenden Links zum Seminar “Sicherheit in der elektronischen Kommunikation – eine Lebensversicherung für Journalisten” von Jürgen Sell und Matthias Spielkamp:

    • heise Software Archiv – gut sortierte Übersicht von zumeist kostenlosen Programmen
    • TrueCrypt – Free Open-Source On-The-Fly Disk Encryption Software for Windows Vista/XP, Mac OS X and Linux – das Programm
    • deutsche TrueCrypt-Beschreibung
    • TrueCrypt-Anleitung | .get privacy
    • heise Security – Antivirus, Browseercheck, Emailcheck, Netzwerkcheck
    • PortableApps.com – Portable software for USB drives | Your Digital Life, Anywhere
    • Buch bei OReilly; Sicherheit im Internet, 2. Auflage : Inkl. CD-ROM
      kostenlos online 2005
    • Web Proxies – für anonymes Surfen
    • Etwas älter aber noch immer hilfreich sind auch die Links vom Workshop des letzten Jahres, hier.

      [JS]

      This entry was posted on Sunday, April 27th, 2008 at 22:56 and is filed under Sicherheit, Veranstaltungen, Vorträge und Präsentationen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Google X-Ray

    Wow, mal eben „recherchieren“, wo man die schönsten Baulücken Berlins findet oder wie das Parkplatzangebot (leider nicht in Echtzeit) in der Straße des Autoren ist? Google Maps hat nicht nur offenbar seit gestern Abend erneut seine Kartenqualität gefühlt erhöht, sondern für Kontinentaleuropa auch endlich detaillierte Straßendaten hinzugefügt.

    Welche möglichen ernsteren Recherche-Anwendungen von Google Maps es gibt? Für die Rechercheure bei Greenpeace fielen mir direkt einige ein, aber auch für die klassische Web-2.0-like journalistische Recherche? Was meint ihr?

    Tags: Google, Google Maps, Karte, Landkarte, Weltkarte

  • Journalismus & Recherche » Öffentlichkeitsarbeit

    Bei der nr-Fachkonferenz PR und Journalismus – zwischen Konfrontation und Kooperation an der Universität Hamburg habe ich zum Thema Wikipedia, Blogs, Foren : die PR-Profis schreiben mit. Quellenkritik im Internet vorgetragen.

    Die um Links ergänzten Folien habe ich gerade auf meinem Server publiziert [PDF, 28 S., 175 KB]. Sie sind eine Ergänzung zu meinen früheren Ausführungen über Quellenkritik im Netz.
    (more…)

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » complete privacy does not exist

    complete privacy does not exist“, so ein Google-Anwalt laut einer Meldung auf The Smoking Gun. Wie wahr das ist, darauf weist Kai Biermann in „Fotografieren verboten“ auf ZEIT online hin. Mitarbeiter des US-amerikanischen National Legal and Policy Centers (NLPC) haben, nur durch Nutzung von Google-Diensten, einen ungenannten „top Google executive“ in weniger als 30 Minuten eingekreist. Abzurufen ist das PDF-Dokument unter
    www.nlpc.org/pdfs/googleexecutive.pdf (PDF-Datei, 7 S., 498 KB)

    Teile des Dokuments sind „geschwärzt“. Sofern die Schwärzungen über Grafiken liegen, ist das wirksam. Bei der Schwärzung von Texten jedoch reicht ein wenig analytische Recherche, um diese zu umgehen: CRTL +a markiert das gesamte Dokument, CRTL +c kopiert es in die Zwischenablage, CRTL +v kopiert es, zum Beispiel in einen Texteditor. Und schon sind die vorgeblich geschwärzten Textsequenzen sichtbar.

    Ob die NLPC-Aktivisten die Schwärzung augenzwinkernd so gestaltet haben, oder ob sie es nicht besser wussten – wer kann’s entscheiden. Jedenfalls ein schönes Beispiel.

    Kleiner Spaß am Rande: Google, Yahoo und Life haben die PDF-Datei im Cache zwischengespeichert und bieten HTML-Ansichten an. All diesen automatisch konvertierten Seiten fehlen alle Bilder – und selbstverständlich sind alle geschwärzten Texte sichtbar.

    Tags: Google Streetview, PDF, Privatsphäre, Schwärzung

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Verschlossene Auster an Putin

    Das Netzwerk Recherche verleiht die Verschlossene Auster 2007 an den russischen Präsidenten Vladimir Putin. „Er erhält den Preis wegen der anhaltenden Behinderung der Presse in Russland,“ so der Sprecher des Netzwerk Recherche auf der Netzwerk-Recherche-Jahrestagung 2007 in Hamburg. Seit Putins Antritt 2000 seien 14 Journalisten ermordet worden oder starben auf mysteriöse Weise. Viele dieser Morden sind nie aufgeklärt worden. Dadurch sei ein Klima entstanden, dass Kritik und Debatten nicht zustandekommen lässt. Putin sei dafür mitverantwortlich.

    Gerade hält Heribert Prantl von der Süddeutschen eine großartige Laudatio über Putin, seine „Geheimdienstaristokratie“ und die Suggestion von Demokratie in Russland – und einen „devoten“ Spiegel-Chefredakteur auf Kreml-Besuch. Sollte ich das Redemanuskript in die Finger kriegen, steht es demnächst hier unter recherche-info.de. Update: Hier ist sie, Prantls Laudatio auf Vladimir Putin.

    Inzwischen steht auch die Pressemitteilung des Netzwerks Recherche zur Verleihung der Verschlossenen Auster online.

    Tags: 2007, Aust, Demokratie, Hamburg, Heribert Prantl, Jahreskonferenz, Laudatio, Netzwerk Recherche, NR, Prantl, Putin, Russland, Spiegel, Stefan Aust, Verschlossene Auster, Vladimir Putin

  • Journalismus & Recherche » Google

    Tuesday, April 6th, 2010

    Das Buch liegt bereits seit Monaten auf dem Tisch, aber wie es eben leider oft so ist – mir ist etwas dazwischen gekommen auf dem Weg zur Rezension. Die hat aber inzwischen zum Glück Philipp Albers für die Sendung Breitband in Deutschlandradio Berlin geliefert (auch schon wieder mehr als eine Woche her…):

    Die digitale Explosion konfrontiert uns seit Jahren mit einem regelrechten Daten-Tsunami. Die Suchmaschinen sind es, die uns helfen, diesen Tsunami zu beherrschen. Das Verheerende: Was wir über die Welt wissen, erfahren wir fast immer durch Google. Anders gesagt: Was Google nicht findet, existiert für viele Menschen nicht. Mit dieser Situation und ihren Implikationen beschöftigen sich Medientheoretiker, Kulturwissenschaftler, Soziologen und Politologen im Sammelband “Deep Search – Politik des Suchens jenseits von Google”.

    • Konrad Becker / Felix Stalder (Hrsg.): “Deep Search: The Politics of Search beyond Google”, StudienVerlag & Transaction Publishers, Wien 2009. 216 Seiten, 24,90 €

    deutsche Ausgabe:

    • Konrad Becker/ Felix Stalder (Hrsg.): “Deep Search: Die Politik des Suchens jenseits von Google”, Studienverlag & Transaction Publishers, Wien 2009. ca. 220 Seiten, 24,90 €

    Hier der Beitrag zum Anhören:

    Die MP3 zum Runterladen (3,4 MB)

    Sunday, November 1st, 2009

    Die FAZ hat eine Linkliste zu digitalen Zeitungsarchiven veröffentlicht, denn:

    Alte Zeitungen sind das beste Archiv des Alltags, das wir haben. In vielen Blättern, die zum Teil mehr als 200 Jahre alt sind, kann man online stöbern. Unsere Linksammlung zeigt die besten Adressen im Netz.

    Eine dankenswerte Aufgabe. Ergänzen möchte ich zwei Informationen, weil ich oft genug in Seminaren erfahre, dass sie nicht bekannt sind: Das Archiv des Spiegels ist inzwischen im Volltext bis zurück zur ersten Ausgabe durchsuchbar – kostenlos. Und wenn man mal auf einen Artikel in der FAZ stößt, der angeblich nur im kostenpflichtigen Archiv vorhanden ist (man suche z.B. nach „Reto Hilty“), sollte man erstmal mit Googles Site-Funktion suchen, bevor man’s glaubt (geht auch bei Yahoo über die erweiterte Suche oder bei Bing mit der Site-Funktion).

    Saturday, June 13th, 2009

    Bing, Microsofts neue Suchmaschine, die Live ersetzt hat, genießt derzeit viel Aufmerksamkeit. Ob Bing Google ernsthaft Konkurrenz machen kann, wird die Zukunft zeigen. Wer mag, kann die Ergebnisse beider Suchmaschinen miteinander vergleichen:

    Compare Search Engines Google and Bing
    www.blackdog.ie/google-bing

    Schon länger gibt es ein ähnliches Angebot, mit dem sich die Ergebnismengen von Yahoo und Google vergleichen lassen:

    Yahoogle
    www.yahooglesearch.com

    Bei beiden Sites werden die Ergebnisse in zwei Frames nebeneinander angezeigt.

    Monday, March 9th, 2009

    Kürzlich hatte ich darauf hingewiesen, dass Googles OR-Operator im Eimer ist. Nun passieren weitere seltsame Dinge. Suche ich nach [spielkamp estland], bekomme ich 98 Treffer, suche ich nach [„matthias spielkamp“ estland], sind es 195.

    Der Unterschied liegt darin, wie Google die Suchanfrage behandelt: gibt man einfach nur [„matthias spielkamp“ estland] ins Suchfeld ein, macht Google daraus

    http://www.google.de/search?hl=de&q=%22matthias+spielkamp%22+estland&btnG=Suche&meta=

    Streiche ich weg, was ich nicht verstehe, mache also

    http://www.google.de/search?hl=de&q=%22matthias+spielkamp%22+estland

    daraus, kommt das „richtige“ Ergebnis: 47 Treffer. Die Frage ist also zum einen, was &btnG=Suche&meta= zu bedeuten hat, zum anderen, warum Google verwirrende Suchergebnisse liefert, ohne das zu erklären (wie etwa mit

    „Keine Ergebnisse für „Der Unterschied liegt darin, wie Google die Suchanfrage behandelt:“ gefunden.

    Ergebnisse für Der Unterschied liegt darin, wie Google die Suchanfrage behandelt: (ohne Anführungszeichen):“

    Ich kann keine Erklärung finden (auch nicht auf dieser genialen Seite) und bitte um Mithilfe bei der Aufklärung.

    Thursday, February 12th, 2009

    Dass man mit sensiblen Daten anders umgehen muss, als mit einem beliebigen Christstollen, das sollte so langsam in dieser Republik bekannt sein – auch Telekom und Bahn sei dank. Gerade bei jenen, die „Sicherheit“ propagieren oder was sie dafür halten.

    Vor diesem Hintergrund ist das Defacement der Website von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mehr als nur eine Marginale. Die derzeit zwischenzeitlich unerreichbare Site („Page is being generated. If this message does not disappear within 30 seconds, please reload.“) verlinkte zwischenzeitlich auf den AK Vorratsdatenspeicherung.

    (more…)

    Wednesday, January 21st, 2009

    Habe ich was verpasst? Warum funktioniert Googles boolscher Operator OR nicht mehr, oder zumindest im Moment nicht?

    Wenn ich nach „albrecht ude“ suche, bekomme ich 1.730 Treffer, suche ich nach „albrecht ude“ OR „ude albrecht“, bekomme ich 1.820 Treffer – so weit, so gut.

    Suche ich aber nach iRights.info, gibt’s 31.700 Treffer, bei irights.info OR irights.de aber nur 30.200. Das hat nichts mit der Unschärfe bei hohen Trefferzahlen zu tun, man kann das auch reproduzieren mit z.B.  „hermann spielkamp“ (170 Treffer) und „hermann spielkamp“OR „spielkamp hermann“ (107 Treffer).

    Die URLs sehen auch nicht gerade so aus, als würden die Suchanfrage „richtig übersetzt“: http://www.google.de/search?hl=de&q=“hermann+spielkamp“OR+“spielkamp+hermann“. Was machen die Plus-Zeichen an den Stellen, an denen sie nichts zu suchen haben?

    Es ändert sich auch nichts, wenn man es über die erweiterte Suche probiert, oder auch advanced search in der .com-Version, wo das Menue ja überarbeitet worden ist, um genau diese ODER-Funktion etwas einfacher verständlich zu machen.

    Sehr seltsam. Hat jemand etwas darüber gehört, dass/warum da geschraubt wird?

    Thursday, January 15th, 2009

    Wolfgang Sander-Beuermann weist im Newsletter des SuMa e.V. und in dessen Blog auf den aktuellen Stand bei der Nutzung der Suchmaschinen hin:
    die grossen Drei (Google, Yahoo, MSN) haben mit ihren Suchmaschinen zusammen 98% Marktanteil. Dazu kommt als 4-te amerikanische Firma „Ask“ mit 0,5%. In den Nischen der restlichen 1,5% tummeln sich alle anderen noch nicht insolvent gewordenen oder die wenigen Newcomer.

    Als Ursache dafür nennt er:
    Es ist das Ergebnis beispielloser Ignoranz in der Wissenschafts- und Förderpolitik. Anstatt in realitätsnahe Zukunftstechnologien der IT zu investieren, die von den Nutzern gebraucht werden, wurden Unsummen an Fördergeldern für abgehobene Wolkenkuckucksvisionen sinnlos verbrannt. Denn das Ganze ist eine Frage des Geldes: es ist völlig naiv, zu glauben, dass technisch gute neue Ideen ausreichen würden, um neue Maßstäbe zu setzen. Nur dann, wenn solch gute neue Ideen mit ausreichend Startkapital versorgt werden, kann etwas Konkurrenzfähiges daraus werden. Solange jedoch die Wissenschafts- und Medienpolitik weiter im Tiefschlaf vor sich hin googelt, wird sich hieran nichts ändern.

    Mehmet Toprak greift das Thema auf zwei Seiten in eWeekEurope auf: Google: Der stille Skandal (S. 2).

    Sander-Beuermanns Stimme hat Gewicht: Er ist Mitentwickler der ersten deutschen Metasuchmaschine metager und Vorsitzender des SuMa e.V., „Gemeinnützigen Vereins zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs“.

    Es wird Zeit, dass – wie derzeit im Finanzsektor – die „Kräfte des freien Marktes“ Thema einer politischen Diskussion werden!

    Friday, November 28th, 2008

    complete privacy does not exist“, so ein Google-Anwalt laut einer Meldung auf The Smoking Gun. Wie wahr das ist, darauf weist Kai Biermann in „Fotografieren verboten“ auf ZEIT online hin. Mitarbeiter des US-amerikanischen National Legal and Policy Centers (NLPC) haben, nur durch Nutzung von Google-Diensten, einen ungenannten „top Google executive“ in weniger als 30 Minuten eingekreist. Abzurufen ist das PDF-Dokument unter
    www.nlpc.org/pdfs/googleexecutive.pdf (PDF-Datei, 7 S., 498 KB)

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    Sunday, November 2nd, 2008

    Kleine Alltagsfreuden: Da suchte ich gerade mal einen Artikel, der ursprünglich in der FAS erschienen ist. Eine Rezension über Nick Davies „Flat Earth News“, betitelt „Was haben wir bloß falsch gemacht?“ von Henning Hoff (10. Februar 2008). Wenn online, dann finde ich das Stück unter faz.net.

    Nun halte ich faz.net als Webauftritt für so schlecht, wie ich die FAZ für reaktionär halte. Aber das Folgende hat mich dann doch überrascht:

    Gesucht nach Henning Hoff und Flat in der Suche faz.net, ist der Artikel sofort gefunden – seine Lektüre soll aber 2 Euro kosten. Daraufhin habe ich mal nach „Was haben wir bloß falsch gemacht“ gegoogelt. Und siehe da, da ist das Stück umsonst – bei faz.net!

    Ich bin schon länger überzeugt, dass die Probleme des Online-Journalismus in weiten Teilen zu Lasten des Verlagsmanagements und der technischen Umsetzung gehen – die sind nämlich bestenfalls mangelhaft.

    Meine zwei Cents Euro.

    Tuesday, October 28th, 2008

    Es ist soweit: Wie die New York Times berichtet, hat Google mit dem US-Verlegerverband Association of American Publishers (AAP) und dem Autorenverband The Authors Guild eine Einigung erzielt, die es Google erlaubt, 20 Prozent des Textes der Bücher in der Buchsuche anzuzeigen, nicht mehr nur Schnipsel. Das gilt selbstverständlich erst einmal nur für US-Bücher. Mal sehen, was in Deutschland passieren wird.

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Recherche im Feuilleton – oder: Warum muss man das überhaupt erwähnen?

    Das Feuilleton gilt ja nicht gerade als Recherche-Eldorado. Schön, wenn es doch so ist, und ärgerlich, wenn man sich fragen muss, warum das nicht längst Standard ist.

    Das sind die Fragen, die sich nach der Lektüre des FAZ-Artikels „Die Legende vom RAF-Spender Wolf Biermann“ stellen. In seiner Lobrede auf den Ehrenbürger-wieder-Wowereits-Willen, Wolf Biermann, sagt Klaus Wowereit, Biermann habe 1969 das Preisgeld des von West-Berlin gestifteten Fontane-Preises an die RAF gespendet. Das sagt er, um die CDU zu ärgern, die ihn zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft genötigt hat. Vielleicht hat es ja auch gewirkt. Gestimmt hat es nicht.

    Leider ist das nicht allen aufgefallen. Der Welt nicht und auch Zeit nicht. Ich war ja damals noch kein Zeitungsleser, aber bevor ich so was schreibe, würde ich mich hoffentlich zweierlei fragen: „Hoppsa, 1969 und die RAF?“, schnell mal bei Google "wiki:RAF" eingeben. Und: Kuriose Geschichte, von der ich in der ganzen Biermann-Debatte noch nie gehört habe … Das ist doch ’nen eigenen Text wert.

    Den hat dann die FAZ gemacht. Lob dafür. Und der Vollständigkeit halber: Der Spiegel hat’s auch ge- und vermerkt.

    Tags: Berlin, Biermann, CDU, Ehrenbürger, Ehrenbürgerschaft, FAZ, Feuilleton, Fontane-Preis, Google, Klaus Wowereit, RAF, Recherche, Spiegel, Welt, West-Berlin, Wolf Biermann, Wowereit, Zeit

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Viele bunte Bilder: Visualisierung von Daten

    Endlich mal was richtig Sinnliches im Recherche-Blog: tolle Beispiele dafür, wie KollegInnen Daten anschaulich dargestellt haben. Die Beispiele stammen aus dem Beitrag 5 Best Data Visualization Projects of the Year des Blogs Flowing Data. Das können doch nicht nur die angelsächsischen KollegeInnen, oder? Ich würde mich sehr über Beispiele aus Deutschland freuen. Kommentare, bitte!

    Ich habe aus den angeblich fünf besten noch einmal drei rausgesucht, die ich unter journalistischen Gesichtspunkten für interessant halte. Das schönste ist meiner Ansicht nach dieses hier aus der New York Times:

    Man muss sich die originale, interaktive Grafik anschauen (Klick aufs Bild), um es zu vestehen. Sehr anspruchsvoll, auch für die Leser. Ein kleines Meisterwerk.

    Ebenfalls aus der NYT der Entscheidungsbaum:

    Und am schönsten, aber journalistisch meiner Ansicht nach weniger interessant, weil es eher um Unterhaltung geht, sind die Beispiele aus der BBC:

    Tags: BBC, CAR, computer assisted reporting, data viasualization, data visualisation, Daten-Darstellung, Daten-Visualisierung, New York Times

  • Journalismus & Recherche » analytische Recherche

    Friday, July 9th, 2010

    Uwe Krüger vom Institut für praktische Journalismusforschung an der Uni Leipzig präsentierte in seinem Vortrag „Top-Journalisten und ihre Nähe zu Politik und Wirtschaft“ die Ergebnisse seiner Netzwerkanalyse deutscher Journalisten. Dabei geht es darum herauszufinden, in welchen Gremien, Organisationen und / oder Unternehmen einflussreiche Journalisten vertreten sind. Leider sind die sehr spannenden Folien nicht online.

    Besonders interessant waren die Netzwerkstrukturen, in die Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ), Stefan Kornelius (SZ) und Josef Joffe (ZEIT) eingebunden sind, darunter Organisationen wie die Deutsche Atlantische Gesellschaft, Atlantik-Brücke, Münchner Sicherheitskonferenz oder M100 Sanssouci Colloquium.

    Krügers Thesen: durch eine derartige Eingebundenheit können ein transatlantischer und neoliberaler Bias entstehen, eine Eliten-Sicht dominiert, andere Perspektiven werden vernachlässigt, es kommt zu Mainstream-Effekten aufgrund
    ähnlicher Netzwerke.

    Ein Beispiel zur Illustration war die Berichterstattung in der Bild, in der der Artikel „‘Atlantik-Brücke’ verabschiedet Erklärung von Mumbai“ bebildert wurde mit einem Gruppenfoto prominenter Unterzeichner (Roland Berger, der damalige EADS-Chef Thomas Enders), auf dem im Original auch Atlantik-Brücken-Mitglied und Bild-Chef Kai Diekmann zu sehen war – auf dem Foto, das in der Bild erschien, war er herausgeschnitten.

    In der sehr erregten Diskussion ging es anschließend darum, wie weit die Mitgliedschaften in derartigen Netzwerken die „Lebensader des Journalismus“ sind, wie ein Teilnehmer sagte, oder bedeuten, dass Journalisten ihre Distanz aufgeben. Krüger verwies auf die The New York Times Company Policy on Ethics in Journalism, in dem es in der Sektion Serving the Community heißt:

    Journalists should stand apart from institutions that make news. Staff members may not serve on government boards or commissions, paid or unpaid. They may not join boards of trustees, advisory committees or similar groups except those serving journalistic organizations or otherwise promoting journalism education. Depending on circumstances, newsroom heads may permit staff members to serve on a board of trustees or visitors for a school, college or university, especially one with a family connection. Upon request, newsroom heads may also authorize a staff member to appear before a local school board to advocate decisions that may directly affect the journalist’s children, but only if the issue falls outside the staff member’s coverage responsibilities.

    Zum Thema ein Beitrag von Oliver Trenkamp: Sagen Sie jetzt nichts! – Die Freiheit der Presse in den Hinterzimmern der Macht: Wie Politiker, Pressesprecher und Journalisten aushandeln, was in der Zeitung steht:

    Politik und Journalismus in Berlin, das ist großes Theater mit festen Rollen und exakter Choreographie. Das Thema jeder Vorstellung: Streit und Konflikt. Auf der Bühne stehen sich gegenüber: Minister, Parlamentarier, Pressesprecher auf der einen, Redakteure, Korrespondenten, Berichterstatter auf der anderen Seite – die Mächtigen und ihre Kontrolleure. Ihre Waffen: verdrehte Endlos-Sätze und provozierende Fragen. Jenseits des Scheinwerferlichts, auf der Probebühne, rücken Politiker, Pressesprecher und Journalisten jedoch zusammen. In den Hinterzimmern der Macht handeln sie aus, was in der Zeitung steht – und was besser nicht; geschützt durch Vertraulichkeit und Informalität. Sie verwenden eigene Codes, und es gilt eine strikte Hausordnung. Wer sich nicht daran hält, muss draußen bleiben. Die Wissenschaft wagt nur selten einen Blick hinter die Kulissen. Aber wie steht es um die Freiheit der Presse im Verborgenen?

    Sagen Sie jetzt nichts!

    Die Freiheit der Presse in den Hinterzimmern der Macht: Wie Politiker, Pressesprecher und Journalisten aushandeln, was in der Zeitung steht

    Von Oliver Trenkam

    Friday, April 23rd, 2010

    Hauke Johannes Gierow berichtet vom ersten Open Data Hackday in Berlin. Open Data wird Thema eines Workshops mit Lorenz Matzat bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche sein, der am 10. Juli um 11.30 Uhr beim NDR in Hamburg stattfindet. Anmeldungen für das Jahrestreffen sind ab sofort möglich.

    Der erste deutsche Open Data Hackday (am 17./18. April) ist nun vorbei, und nach dem die meisten Teilnehmer schon während der re:publica fleißig dabei waren, sind Sie wohl größtenteils in einem Zustand euphorischer Erschöpfung wieder nach Hause gekommen. Viele neue Informationen, Anregungen, Ideen, Kontakte und viel Spaß hinterlassen halt auch ihre Spuren.

    (more…)

    Tuesday, April 20th, 2010

    Lorenz Matzat hat vergangene Woche im Blog des Open Data Network den folgenden Versuch einer Definition vorgestellt. Wir veröffentlichen den Text mit freundlicher Genehmigung; er steht unter der Lizenz CC-by-sa/3.0/de. Matzat wird Gast eines Workshops beim Jahrestreffen des Netzwerks Recherche sein, dass am 9. und 10. Juli in Hamburg stattfindet. Den genauen Termin geben wir bekannt, soblad er feststeht.

    Das Internet ist nicht arm an Buzzwords – Schlagworten, die für einige Zeit Konjunktur haben und sich eben etablieren oder wieder verschwinden. Data Driven Journalism (DDJ) geistert vermehrt seit vergangenem Jahr durch das Web. Im März 2009 startet die englische Tageszeitung The Guardian auf ihrer Website das Datablog; es ist eingebettet in einen Datastore und dürfte bislang als Referenz für DDJ gelten. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde das Thema „Datenjournalismus“ in Deutschland durch die Zeitschrift „M – Menschen Machen Medien“ im März 2010 näher gebracht. Im Periodikum des Fachbereichs Medien der Gewerkschaft ver.di mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren ging es um die „Spannende Recherche im Netz“.

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    Friday, April 16th, 2010

    Rob McKinnon stellt vor: OffeneDaten – ein Portal für offene Daten in Deutschland

    McKinnon berichtet davon, dass in Großbritannien bereits drei Regierungsbehörden Open Hackdays veranstaltet haben, um von Hackern zu lernen, wie man Daten organisieren und zugänglich machen kann, die Hackern wiederum haben erfahren, welche Bedürfnisse Behörden haben.

    Er kritisiert allerdings die bisher sehr restriktive Politik der EU, wenn es darum geht, tatsächlich Daten zur Verfügung zu stellen.

    Kleine Linkliste zur Session mit Rob McKinnon über Open-Data-Projekte:

    • Free Risk: US-Site mit Informationen zur Kreditwürdigkeit (credit ratings)
    • Public Whip: Wahlverhalten der UK-Parlamentarier
    • Track Congress: Informationen über den US-Kongress
    • Meta-Seite: Wikipedia – Sammlung von Sites, die Gesetzgebungs- und andere Regierungsverfahren in vrschiebenen Ländern abbilden, indem sie relvante Dokumente zugänglich machen

    Anatomy of Britain – herrliches Beispiel für Datenjournalismus, bevor es das Internet gab.

    Morgen und übermorgen finden in Berlin die ersten deutschen Open Data Hackdays statt, bei der Projekte nicht nur vorgestellt, sondern auch entwickelt werden sollen.

    Am 9. und 10. Juli wird in Hamburg die Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche stattfinden, bei der es ebenfalls einen Workshop zum Thema Open Government Data geben wird. Das Programm ist derzeit noch nicht veröffentlicht.

    Tuesday, April 6th, 2010

    Hacks 4 Democracy – Open Data Hackday ist die Überschrift, unter der das Open Data Network seine Veranstaltung ankündigt, die einem BarCamp bzw. Hackathon ähnlich sein soll. Es wird darum gehen, Daten zu erschließen, auszuwerten, zu visualisieren und mit anderen Informationen zu mischen. „So entstehen neue Webseiten, Anwendungen und Prototypen für Transparenz und Partizipation“, wie es auf der Website heißt. Und weiter:

    Mit dem Opendata Hackday “Apps 4 Democracy” wollen wir einen Beitrag dazu leisten Daten aus Politik und Verwaltung öffentlich zugänglich zu machen.

    Die Veranstaltung soll dabei in erster Linie praxisorientiert sein:

    Der Ideenwettbewerb ist eröffnet: Wer hat die besten Ideen für Webseiten / Apps / Visualisierungen / Mashups um die Daten der öffentlichen Verwaltung zugänglich zu machen und so dazu beizutragen Verwaltung und Regierung offen, transparent und bürgernah zu gestalten?

    Und, wie der Gründer des Open Data Networks, Daniel Dietrich, in seiner Ankündigungsmail schreibt: „Caution: This event is „hands on“ – if you prefer to talk about what could be done by others you might get lonely ;)“

    Hacks 4 Democracy – Open Data Hackday:
    http://opendata.hackday.net/

    Am 17. & 18. April 2010

    Samstag, 17. April, in der Kalkscheune Johannisstr. 2

    10117 Berlin

    Sonntag, 18. April, im Upstream – Agile Adalbertstrasse 7-8

    10999 Berlin

    Der Open Data Hackday wird gefolgt vom Open Democracy Camp, das am on 8. & 9. Mai stattfinden wird, ebenfalls in Berlin.

    Da kann man gespannt sein, welche neue Dynamik das Thema jetzt bekommen wird, welche Daten zur Verfügung stehen und was damit gemacht werden kann.

    Thursday, July 9th, 2009 Wednesday, July 1st, 2009

    Der Wächterpreisträger David Schraven hat im Blog Ruhrbarone, das er mit KollegInnen betreibt, einen Artikel darüber geschrieben, wie Hannelore Kraft, SPD-Vorsitzende in Nordrhein-Westfalen, ihren Lebenslauf geändert hat. Ein schönes Beispiel für den Einsatz der Wayback Machine von archive.org. Schraven hatte eine ältere Version der Kraftschen Website dort angeschaut und festgestellt, dass Informationen verändert worden waren. Wie wichtig das ist, darüber gibt es nun Streit. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Sunday, June 7th, 2009

    Welches Unternehmen transportiert die Pakete für die Berliner Behörden? Was kostet der Bau der neuen Messehalle? Warum verzögert sich die Einführung des abhörsicheren Polizeifunks? Wie gut hält sich die Landesregierung an einen Umwelt-Beschluss des Abgeordnetenhauses? Was unternimmt die Straßenbahn gegen zerkratzte Fensterscheiben? Am Freitag konnte ich in der Reihe „Computer & Recherche“ auf dem Jahrestreffen des Netzwerk Recherche in Hamburg auf einem Workshop zeigen, wie ich dank der Datenbank mit den europaweiten Ausschreibungen die Antworten auf diese Fragen beantworten und aufschreiben konnte.

    Meine Präsentation bestand dabei aus zwei Teilen: Erstens aus vielen Praxis-Beispielen und zweitens aus dem Hintergrund über das Vergaberecht. Meine Folien zum Vergaberecht gibt es hier zum Download als PDF. Und hier nun die Beispiele und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Datenbank mit den Ausschreibungen: (more…)

    Tuesday, June 2nd, 2009

    Ein schönes Beispiel, wie wichtig es ist, Recherche-Ergebnisse zu archivieren, liefert gerade Lobbycontrol. Am 28. Mai enthüllte die Organisation verdeckte PR-Aktivitäten der Deutschen Bahn – hier der Bericht von Lobbycontrol (PDF, 14 S., 182 KB). Seither brennt die Luft, insbesondere bei den beteiligten PR-Agenturen Berlinpolis und Allendorf Media. Beide haben inzwischen Pages oder ganze Sites vom Netz genommen. Heute weist Lobbycontrol unter der Überschrift Bahn-Affäre: Spuren verwischen statt Aufklärung auf eine banale Wahrheit hin:

    Löschen in Internet-Zeiten geht nicht so schnell und einfach, wie manche vielleicht denken.

    (Über das „Archivieren von Recherchen“ wird Jürgen Sell am Sonnabend, 06.06. auf dem Jahrestreffen des netzwerk recherche sprechen.)

    Saturday, March 14th, 2009

    Der Innenminister von Baden-Württemberg päsentierte ein angeblich vor der Tat im Internet veröffentlichtes ‘Bekennerschreiben’ des Mörders von Winnenden. Das offenbart mangelhafte Online-Recherche der Ermittlungsbehörden. Dabei hatten diese mindestens zwei mal exklusiven Zugriff auf Quellen.

    (more…)

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » FAZ: Buße tun für Internet-Pilgerschaft

    Standesdünkel oder Printkomplex? Die FAZ bedauert jedenfalls in ihrem heutigen Feuilleton auf Seite 35, im Internet recherchiert zu haben. Internetrecherche, tss, na sowas, bäh, Schweinkram, das …

    Das Eröffnungskonzert des Kunstfestes Weimar steht seit 2004 unter der Überschrift „Gedächtnis Buchenwald“ und nicht, wie es an zwei Stellen unseres gestrigen Artikels „Gute deutsche Sätze“ irrtümlich hieß, „Gedenken Buchenwald“. Das gesamte Festival trägt auch in diesem Jahr wieder das Motto „pèlerinages“, dessen Schreibweise beim Redigat des gestrigen Berichts unserer Musikredakteurin leider in „pélérinages“ geändert wurde. Wir bedauern die Internetrecherche. [Hervorhebung von mir.] F.A.Z.

    Liebe FAZ, vielleicht üben wir das einfach mit der Internetrecherche noch mal, statt gleich das gesamte doofe Internet auf euren Rechnern deinstallieren zu müssen. Das geht nämlich auch anders, bei Fragen zur französischen Rechtschreibung z.B. hier, hier, hier, hier und hier. Dann landet ihr auch nicht mehr auf Schweinkram- so komischen Web-2.0-Seiten bei der Suche nach der korrekten Schreibe von „pèlerinage“.

    Tags: FAZ, Feuilleton, Internet, Internetrecherche, Recherche, Rechtschreibung