Kategorie: Allgemein

  • Dirk Lewandowski: Alternativen zu Google – Journalismus & Recherche

    Dirk Lewandowski ist Professor für Information Research und Information Retrieval an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). Suchmaschinen sind also Teil seiner Forschung, was man leicht an seinen Publikationen sehen kann.

    Auf dem nr-Jahrestreffen 2008 referierte er über Alternativen zu Google. Hier seine Präsentation:
    Prof. Dr. Dirk Lewandowski: Alternativen zu Google
    (PDF-Datei, 27 S., 1.380 KB)

  • „Lebe lieber digital. Was bleibt im Netz privat?“ – Journalismus & Recherche

    Podiumsdiskussion in Berlin, Di., 07.07.2009, 19:00h
    Im Museum für Kommunikation Berlin läuft noch bis 31. August 2009 die Ausstellung „@bsolut privat – Vom Tagebuch zum Weblog“. Gut gewählter Hintergrund für eine Podiumsdiskussion des Veranstaltungsforums der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck: „Lebe lieber digital. Was bleibt im Netz privat?“
    Moderiert von Wolfgang Blau (Chefred. ZEIT Online, Verantwortl. Chefred. Tagesspiegel.de) diskutieren

    • Peter Schaar (Bundes-Datenschutzbeauftragter)
    • Dr. Arndt Roller (GF Parship)
    • Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Dir. Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Hrsg. der Studie „Heranwachsen mit dem Social Web“)
    • Stefan Niggemeier (Journalist)

    Eintritt frei, Anmeldung bis 3. Juli erbeten an digital@vf-holtzbrinck.de

  • E-Mail Schnüffelei und was dagegen – Journalismus & Recherche

    E-Mails kann man tracken, also nachvollziehen, ob, wann und wo die E-Mail geöffnet (und also vermutlich auch gelesen) wurde. Das geht durch das Einfügen eines „Webbugs“ (auch „Fly“, Fliege genannt) in die Mail, einer transparenten Graphik, die beim Öffnen der Mail von einem Server nachgeladen wird. Dadurch entsteht ein Eintrag im Server-Logfile, der Timestamp (Datum, Uhrzeit, Zeitzone) sowie die IP-Adresse des Empfängers enthält.

    Das ist Schnüffelei, kann aber für Journalisten auch mal nützlich sein. Dominik Drutschmann schreibt im Tagesspiegel über den australischen Anbieter ReadNotify. Gegen solche Spionage kann man sich leicht wehren, indem man a) seine E-Mails nur offine liest, oder b) sein Mailprogramm so konfiguriert, dass E-Mails grundsätzlich im Nur-Text-Format angezeigt werden, c) oder beides.

    Für den Mailclient Thunderbird gibt es ein sehr nützliches Addon namens Allow HTML Temp, mit dem man im Einzelfall E-Mails als vereinfachtes HTML oder Original HTML anzeigen kann.

    Vor Jahren habe ich mal einen Text geschrieben, wie man E-Mails verschicken sollte: Pressemeldungen per E-Mail. Darin kommt das Thema auch zur Sprache.
    ReadNotify : E-Mail mit Schnüffelfunktion Der Trackingdienst ReadNotify verrät dem Absender einer E-Mail, ob, wann und wo seine Nachricht geöffnet wurde. Datenschützer halten das für illegale Computerspionage. Von Dominik Drutschmann. – Tagesspiegel, 03.08.2012

    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-08/readnotify-spionage-e-mails/komplettansicht .

    ReadNotify lets you know when email you’ve sent gets read

    http://readnotify.com/

    Allow HTML Temp

    addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/allow-html-temp/

    Pressemeldungen per E-Mail

    http://www.ude.de/pm/index.html


  • Unstimmige Zahlen innerhalb eines Textes (Folge 239) – Journalismus & Recherche

    Zahlen sind kompliziert, oft nicht zu überprüfen und viele Kollegen stehen mit Ihnen auf Kriegsfuss.
    Heute wundere ich mich über den Artikel von Björn Wirth in der Berliner Zeitung.
    Dort heißt es zunächst:

    ließ sich Dieter von Holtzbrinck im Sommer 2006 überraschend seinen Anteil am Familienunternehmen auszahlen. Von einer bis anderthalb Milliarden Euro war die Rede

    und wenig später

    Damals wurde vereinbart, dass Dieter von Holtzbrinck seinen Anteil nicht sofort, sondern über 15 Jahre verteilt ausbezahlt bekommt. Wie der Branchendienst Kress berichtet, soll es sich dabei um bis zu 30 Millionen Euro im Jahr gehandelt haben.

    Da rechne ich als Leser im Kopf 15 Jahre mal 30 Mio macht 450 Mio – ohne auflaufende Zinsen für die offene Forderung. Wie passt das zum Kaufpreis von 1 bis 1,5 Mrd? Und sind 1,5 Mrd nicht ein stolzer Preis für einen Anteil (von einem Drittel) an einem Verlag, der gerade 165 Mio Gewinn macht?

    Stimmiger dagegen sind die Zahlen in der Süddeutschen: 600 Mio Kaufpreis damals, davon 200 sofort, Rest in Raten von 30 Mio/Jahr.

    Die 1,5 Mrd aus der Berliner Zeitung könnten der Gesamtwert des Unternehmens zum damaligen Verkauf beziffern: Drei Anteile zu 600 Mio. Dieser Kaufpreis liegt dann rund beim 10fachen Jahresgewinn – insgesamt ist das ein stimmigeres Bild.

    Als Leser hasse ich es, wenn ich mir diese Mühe machen muss.

  • Workshop zum Informantenschutz am 15.11. in Dortmund – Journalismus & Recherche

    Die DJV-Verlags- und Service GmbH lädt zum Workshop „Tarnkappen für Journalisten – Anonymität für Rechercheure“ am Sa., den 15. November nach Dortmund. Themen sind Anonymisierung und Verschlüsselung – was sonst bei diesem Thema?
    Referenten:

    • Kajo Döhring, Geschäftsführer des Deutschen Journalistenverbandes Landesverband NRW ;
    • Anita Brandt-Zimmermann, Innenministerium NRW, Verfassungsschutz, Referat Spionageabwehr ;
    • Peter Berger, Online-Trainer und Berater für Internetsicherheit, Autor des Buches „Sicher kommunizieren und recherchieren im Internet“ ;
    • Peter Michalke, Fachjounalist, MEDIAHAFEN Dortmund ;
    • Dr. Elke Heck, Fachjournalistin, Datenschutz-Kompetenzzentrum Dortmund .

    Anmeldung bis zum 31.10. über den DJV-Bundesverband.

  • Evaluation of Online Sources – Journalismus & Recherche

    Weshalb man gerade als Journalist Quellen im WWW genau auf ihre Verwendbarkeit prüfen muss, ist spätestens seit dem Hoax um den Club der toten Richter (Anfang 2006) klar. Wie man das macht, welche Fragen man stellen muss und welche Websites bei deren Beantwortung helfen können, darüber referierte ich am 15.06.

    Da die Veranstaltung international sein sollte, hatte ich englische Folien vorbereitet: Evaluation of Online Sources. Die letzten drei Seiten sind das Link-Verzeichnis.

    (Sobald ich Gelegenheit habe, das Thema noch mal etwas umfangreicher und auf deutsch zu behandeln, werde ich einen entsprechenden Hinweis als Nachtrag zu diesem Posting und als neuen Eintrag posten.)

    Evaluation of Online Sources
    {PDF, 24 S., 43 KB}

    [AUde]

  • Willkommen in der IT-98%-Bananenrepublik! – Journalismus & Recherche

    Wolfgang Sander-Beuermann weist im Newsletter des SuMa e.V. und in dessen Blog auf den aktuellen Stand bei der Nutzung der Suchmaschinen hin:
    die grossen Drei (Google, Yahoo, MSN) haben mit ihren Suchmaschinen zusammen 98% Marktanteil. Dazu kommt als 4-te amerikanische Firma „Ask“ mit 0,5%. In den Nischen der restlichen 1,5% tummeln sich alle anderen noch nicht insolvent gewordenen oder die wenigen Newcomer. Als Ursache dafür nennt er:

    Es ist das Ergebnis beispielloser Ignoranz in der Wissenschafts- und Förderpolitik. Anstatt in realitätsnahe Zukunftstechnologien der IT zu investieren, die von den Nutzern gebraucht werden, wurden Unsummen an Fördergeldern für abgehobene Wolkenkuckucksvisionen sinnlos verbrannt. Denn das Ganze ist eine Frage des Geldes: es ist völlig naiv, zu glauben, dass technisch gute neue Ideen ausreichen würden, um neue Maßstäbe zu setzen. Nur dann, wenn solch gute neue Ideen mit ausreichend Startkapital versorgt werden, kann etwas Konkurrenzfähiges daraus werden. Solange jedoch die Wissenschafts- und Medienpolitik weiter im Tiefschlaf vor sich hin googelt, wird sich hieran nichts ändern.

    Mehmet Toprak greift das Thema auf zwei Seiten in eWeekEurope auf: Google: Der stille Skandal (S. 2).
    Sander-Beuermanns Stimme hat Gewicht: Er ist Mitentwickler der ersten deutschen Metasuchmaschine metager und Vorsitzender des SuMa e.V., „Gemeinnützigen Vereins zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs“.
    Es wird Zeit, dass – wie derzeit im Finanzsektor – die „Kräfte des freien Marktes“ Thema einer politischen Diskussion werden!

  • UNESCO-Neuerscheinung: Story-Based Inquiry von Mark Lee Hunter et al. – Journalismus & Recherche

    Eine Neuerscheinung der UNESCO (von der bereits „The Net for Journalists“ publiziert wurde):
    Story-Based Inquiry: A manual for investigative journalists by Mark Lee Hunter with (in alphabetical order) Nils Hanson ; Rana Sabbagh ; Luuk Sengers ; Drew Sullivan ; Pia Thordsen. Preface by Yosri Fouda.

    Das Buch gibts als PDF auf Englisch (PDF-Datei, 81 S., 508 KB), Französisch und Arabisch.

    Da im PDF kein Inhaltsverzeichnis ist, habe ich mir mal die Mühe gemacht:

    Preface : Investing In Investigative Journalism (p. 4)
    by Yosri Fouda, Al Jazeera Chief Investigative Correspondent

    Subject – Chapter 1 (p. 6)
    What is investigative journalism? Investigative journalism is not reporting as usual
    by Mark Lee Hunter and Nils Hanson

  • Februar 2013 – Journalismus & Recherche

    Von Sebastian Heiser, Redakteur bei der taz
    Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Michael Konken, kommentiert das heutige Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes wie folgt: „Mit dem Richterspruch können Bundesbehörden Informationen zurückhalten und kritische Recherchen blockieren.“ Das Urteil lade „alle Bundesbehörden geradezu ein, bei unbequemen Fragen künftig zu mauern“. Um es kurz zu machen: Das Gegenteil ist richtig.

    Der Auskunftsanspruch für Journalisten ergab sich bisher aus den 16 Landespressegesetzen. Die Formulierung ist bundesweit meist ähnlich, als Beispiel sei hier auf § 4 des Berliner Pressegesetzes verlinkt. Für Bundesbehörden galt nach Ansicht der bisherigen Rechtsprechung das Pressegesetz des Landes, in dem die Behörde ihren Hauptsitz hat.

    Die Frage, ob sich die Auskunftspflicht für Behörden auch direkt aus dem Grundrecht der Pressefreiheit gemäß Artikel 5 Absatz 2 Grundgesetz ergibt, wurde bisher in der Rechtsprechung verneint. So auch ausdrücklich in den Achtzigerjahren vom Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesverfassungsgericht und auch 1990 vom Bundesverwaltungsgericht noch einmal:

  • The Reporters Cookbook – Journalismus & Recherche

    Derek Willis hat ein Wiki namens „The Reporters Cookbook“ aufgesetzt. Es ist als Materialsammlung für Journalisten gedacht, die computergestützt recherchieren. Interessierte finden dort Programme, Informationen zur Untersuchung von Dateien (z.B. Excel), Datenbanken und Statistiken und weiteres mehr. Da es sich um ein Wiki handelt, kann man selbst dazu beitragen.

    The Reporters Cookbook:
    www.forjournalists.com/cookbook/index.php?title=Main_Page

    [AUde]