Kategorie: Allgemein

  • Teile des Toll Collect-Vertrages sollen nach dem IFG zur Einsicht freigegeben werden. – Journalismus & Recherche

    Diethelm Gerhold, Mitarbeiter des Bundesdatenschutzbeauftragten, sagte auf der Jahrestagung des netzwerk recherche, dass Teilbereiche de Tollcollect-Vertrags wohl freigegeben werden müssen, nachdem der Bundesdatenschutzbeauftragte, den Vertrag einsehen konnte, um zu prüfen, inwieweit Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Freigabe nach dem IFG entgegenstehen. Diethelm Gerhold, Mitarbeiter des Bundesdatenschutzbeauftragten, berichtet, dass Ministerien und Bundesbehörden zusätzliche Ausnahmetatbestände erfinden, um Akteneinsicht zu verweigern. – Kernbereich der Exekutive – Verfügungsgewalt

    – Zu hoher Verwaltungsaufwand

  • Viel Geld zu vergeben – Journalismus & Recherche

    Eben gefunden im frisch erschienen Newsletter des Netzwerks Recherche: Das Magazin Neon, Ableger des Stern (für Leser unter 40 …), vergibt ein Recherchestipendium über 10.000 Euro.

    Bis zum 15. August 2008 können sich Journalisten unter 40 Jahren bei Neon um ein Recherche-Stipendium bewerben. Die fünf besten Exposés sollen mit je 10.000 Euro gefördert werden, die fertigen Geschichten erscheinen – soweit thematisch passend – exklusiv in Neon . Über die Vergabe entscheiden die, die auch sonst über den Inhalt des Blattes entscheiden: die Neon-Chefredakteure Timm Klotzek und Michael Ebert sowie die Neon-Herausgeber und Stern-Chefredakteure Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

    Mehr Infos zum Recherchestipendium bei Neon.

  • „Immer den unbequemen Weg gehen!“ – Quellenprüfung bei dpa – Journalismus & Recherche

    Stefan Niggemeier, der augenscheinlich gut verdrahtet ist, zitiert aus einer dpa-internen Mitteilung, in der sich dpa-CR Wolfgang Büchner mit der Quellenprüfung auseinandersetzt. Sehr lesenswert sind die Checklisten 6.) welche Mitteilungen geprüft werden müssen und 7.) Check-Verfahren.
    Klare Ansage bei dpa: Lieber spät als falsch

  • Google X-Ray – Journalismus & Recherche

    Wow, mal eben „recherchieren“, wo man die schönsten Baulücken Berlins findet oder wie das Parkplatzangebot (leider nicht in Echtzeit) in der Straße des Autoren ist? Google Maps hat nicht nur offenbar seit gestern Abend erneut seine Kartenqualität gefühlt erhöht, sondern für Kontinentaleuropa auch endlich detaillierte Straßendaten hinzugefügt.

    Welche möglichen ernsteren Recherche-Anwendungen von Google Maps es gibt? Für die Rechercheure bei Greenpeace fielen mir direkt einige ein, aber auch für die klassische Web-2.0-like journalistische Recherche? Was meint ihr?

  • Überwachung – Journalismus & Recherche

    Henning Tillmann hat im Rahmen seines Diploms untersucht, wie einfach Nutzer des WWW durch den „Browser Fingerprint“ zu identifizieren sind. Dank einer Online-Umfrage konnte er 23.709 Datensätze erheben.
    Die eher unbekannte Methode des „Browser Fingerprint“ hinterlässt (im Gegensatz etwa zu Cookies) keine Spuren auf dem Rechner des Nutzers, da sie lediglich Daten auswertet, die dessen Browser an angesurfte Websites übermittelt. Wie Tillmann ermittelte, hinterlassen 93% der Nutzer eindeutige und damit nachverfolgbare Spuren auf Websites.

  • Löschen in Internet-Zeiten – Journalismus & Recherche

    Ein schönes Beispiel, wie wichtig es ist, Recherche-Ergebnisse zu archivieren, liefert gerade Lobbycontrol. Am 28. Mai enthüllte die Organisation verdeckte PR-Aktivitäten der Deutschen Bahn – hier der Bericht von Lobbycontrol (PDF, 14 S., 182 KB). Seither brennt die Luft, insbesondere bei den beteiligten PR-Agenturen Berlinpolis und Allendorf Media. Beide haben inzwischen Pages oder ganze Sites vom Netz genommen. Heute weist Lobbycontrol unter der Überschrift Bahn-Affäre: Spuren verwischen statt Aufklärung auf eine banale Wahrheit hin: Löschen in Internet-Zeiten geht nicht so schnell und einfach, wie manche vielleicht denken.

    (Über das „Archivieren von Recherchen“ wird Jürgen Sell am Sonnabend, 06.06. auf dem Jahrestreffen des netzwerk recherche sprechen.)

  • Das Beste von MARS – Journalismus & Recherche

    Die besten frei zugänglichen Reference Websites der vergangenen sieben Jahre hat MARS in einer umfangreichen Liste zusammengestellt. MARS ist die Machine-Assisted Reference Section der Reference and User Services Association (RUSA), die wiederum zur American Library Association (ALA) gehört. Solche Listen publiziert MARS jährlich, jetzt eben erstmals als Combined Index, 1999–2006. Zweck: „to recognize outstanding reference sites on the World Wide Web“ – die Auswahlkriterien sind zugänglich. Jeder Eintrag ist mit dem Namen des Projektes, sichtbarem URL, Betreiber und Link auf auf die MARS-Review beschrieben – vorbildlich für solch eine Übersicht.

    Best Free Reference Web Sites – Combined Index, 1999-2006.

    MARS Machine-Assisted Reference Section.

    RUSA Reference and User Services Association.

    ALA American Library Association.

  • Vorbildliche Bild-Zeitung, ärgerliche Berliner Zeitung – Journalismus & Recherche

    Nein, dieses Blog wird nicht zum Berliner-Zeitungs-Watchblog. Die Berliner Zeitung berichtet heute über einen Fall von Kindesmisshandlung in Berlin. Wer der Täter war, ist unklar – das schreibt auch die Berliner Zeitung: „Die Polizei weiß noch nicht, ob die Frau, ihr jüngerer Freund, der nicht Vater des Jungen ist, oder möglicherweise ein Dritter der Täter war“. Dennoch nennt die Berliner Zeitung den Namen der verdächtigten Mutter und zeigt sie im Foto. Für mich ein klarer Verstoß gegen den Pressekodex und journalistische Ethik.
    Die Bildzeitung (Berliner Ausgabe, nicht online) dagegen verkneift sich fast jegliche Hinweise auf die prominente Mutter und schreibt lediglich von einer teuren Wohnung – Name und Foto der Mutter sind aber unkenntlich gemacht. Genauso handhaben es fast alle anderen Zeitungen, die heute darüber berichten. Lediglich die Berliner Morgenpost nennt noch die Prominenz und den Beruf der Mutter.

  • US-Regierungsinfos suchen mit Google – Journalismus & Recherche

    Ich kannte Googles US Government Search bisher noch nicht, obwohl es den Dienst schon seit längerem unter dem Namen Google Uncle Sam gab. Nun hat ihn Google kräftig renoviert, um FirstGov Parioli zu bieten, das von MSN Search und Vivisimo unterstützt wird. Beide Sites sind Suchportale, die ausschließlich Treffer auf Seiten der US-Regierung finden – was ja sehr nützlich sein kann, denn diese Einschränkung selbst hinzubekommen, ist ohne vergleichbaren Aufwand unmöglich.Ich habe mit keinem der beiden Angebote Erfahrung und gerade keine Zeit zum Testen, daher wie immer: Kommentare willkommen! Details zu Googles neuem Angebot gibt’s bei Google selbst; eine längere Analyse zu FirstGov der Fachbuchautorin Peggy Garvin gibt’s bei LLRX.com (Englisch).

    technorati tags:USA, Google, Regierungsinformationen, Google, Government

  • Akademie – Journalismus & Recherche

    Die diesjährige Sommerakademie des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) thematisiert den Arbeitnehmerdatenschutz. Das als Frage formulierte Motto Arbeitnehmer – Freiwild der Überwachung? haben Konzerne wie die Bahn, die Telekom und Lidl in den vergangenen Jahren ja eindeutig beantwortet.