Kategorie: Allgemein

  • Januar 2010 – Seite 2 – Journalismus & Recherche

    Durch Googles Androhungdeutung, sich möglicherweise aus der VR China zurückzuziehen, ist die Internet-Zensur der VR wieder in die Diskussion gekommen. Die chinesische Regierung nennt ihre Maßnahmen euphemistisch den „Great Firewall of China“, eine Formulierung, die nachgerade nationale Hochgefühle wecken soll. Wie es darum bestellt ist, kamm man mit verschiedenen Websites prüfen:

  • red – Seite 3 – Journalismus & Recherche

    Seit einem halben Jahr ist das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) nun in Kraft, aber die Behörden sind von der neuen Transparenz offenbar noch weit entfernt: Bis Mai gingen bei den Bundesministerien rund 350 Anträge ein. Gleichzeitig berichtet der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, der in Personalunion IFG-Obmann ist, dass er bereits 120 schriftliche Beschwerden von Antragstellern erhalten habe. Die größten Probleme gibt es laut Schaar, weil die Ämter Auskünfte und Kopien unter Berufung auf den Schutz von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen verweigern. Auch das Argument, Unterlagen dürften nicht freigegeben werden, weil mit Dritten Vertraulichkeit vereinbart worden sei, wird häufig als Ablehnungsgrund angeführt. Während der Bundesinformationsfreiheitsbeauftragte weniger Beschwerden zu überzogenen Gebühren erhalten hat, als sich zu Jahresanfang abzeichnete, spielt vermehrt eine Rolle, dass die Behörden die Antwortfrist verstreichen lassen und gar nicht auf IFG-Anträge reagieren.

  • Oktober 2006 – Seite 2 – Journalismus & Recherche

    Der Open-Source Webbrowser Firefox der Mozilla Foundation sucht nach Ideen für die Weiterentwicklung des Programmes. Im Mozilla-Wiki können Vorschläge für neue Funktionen gemacht werden.

    Firefox hat eine große Entwicklergemeinschaft; zudem kann das „Kern“-Programm durch „Extensions“ (zu deutsch Erweiterungen) schon jetzt nach den Bedürfnissen des Nutzers ergänzt werden. Viele dieser Erweiterungen sind gerade für die Online-Recherche von hohem Nutzen.

  • mafia – Journalismus & Recherche

    Felix Zimmermann ist Vorstandsmitglied des neuen Vereins Freischreiber, dem es darum geht, die Arbeitssituation freier Journalisten zu verbessern (Disclosure: ich war beim Gründungskongress dabei und werde dem Verein auch beitreten, sobald das möglich ist). Nun hat Zimmermann im Freischreiber-Forum darüber berichtet, wie auf Petra Reski und Jens Weinreich Druck ausgeübt wird. Es geht ihm darum deutlich zu machen, dass freie Journalisten eine besondere Solidarität brauchen, da sie „ungeschützt“ arbeiten. Das sehe ich genauso, aber die Fälle sind natürlich auch für alle anderen Journalisten / Rechercheure interessant. Daher veröffentlichen wir hier Zimmermanns Text als Gastbeitrag.
    Zwei Fälle, auf die Freischreiber aufmerksam machen will
    Zu den Zielen dieses neuen Verbandes gehört auch, jedem einzelnen freien Journalisten den Rücken zu stärken. Deshalb wollen wir an dieser Stelle auf die Situation zweier Kollegen aufmerksam machen, die durch ihre Arbeit in Schwierigkeiten geraten sind. Zum einen geht es um Petra Reski, freie Journalistin in Venedig und Mitglied im „Autoren-Reporter“-Netzwerk: Anfang September ist ihr Buch Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern (Verlag Droemer) erschienen. Sie berichtet darin auch über die Verstrickung der Mafia in Deutschland – die ihrer Schilderung nach viel enger geknüpft ist, als sich das die Öffentlichkeit hierzulande vorzustellen vermag.
    Petra Reski und die Mafia
    Dem deutschen Gastwirt Rolf Milser aus Duisburg und seinem aus dem kalabrischen San Luca stammenden Geschäftspartner Antonio Pelle missfällt es, was Reski über die Präsenz der kalabrischen ’Ndrangheta in Deutschland schreibt.  

  • DataMining – Journalismus & Recherche

    Das NDR-Medienmagazin ZAPP berichtet über Datenjournalismus. Dazu gibt’s die Interviews, die im Beitrag als Kurz-Statements erscheinen, in voller Länge (Links unten).

    Das Interview mit Lorenz Matzat, Freier Datenjournalist (24:17

  • Anonymität – Journalismus & Recherche

    In welcher Zeit leben wir! In welchem Land leben wir!
    Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) [hat] die Deutschen aufgerufen, selbst mehr für den Schutz ihrer Daten zu tun. Verschlüsselungstechnik oder Virenschutz müssten mehr Aufmerksamkeit erhalten, sagte Friedrich nach seiner Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) des Bundestages zu der Spähaffäre.“ (so Zeit Online). Wüsste man nicht um die näheren Umstände, man würde sich ja glücklich schätzen! Aus gegebenem, quasi ministeriellen Anlass also, als kleine Handreichung:

    Kurze Anleitung zu überwachungsfeindlichem Verhalten
    Wie viel Sie überwacht werden, entscheiden Sie mit. Jeder bestimmt durch sein eigenes Verhalten, wie weit die Überwachung durch Geheimdienste und Firmen geht und wie schwer es die Überwacher haben. Man kann viel tun und sollte es tun

    von Albrecht Ude (PDF-Datei, 7 S., 92 KB)

  • Urteile – Journalismus & Recherche

    Das Bundesverfassungsgericht hat heute die Vorschriften im Verfassungsschutzgesetz NRW zur
    Online-Durchsuchung und zur Aufklärung des Internet für nichtig erklärt, so die Pressemeldung. In der Urteilsbegründung formuliert das BVErfG das „Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme“.

  • Polizei – Journalismus & Recherche

    Die neue Message – Internationale Zeitschrift für Journalismus ist frisch am Kiosk. In jeder Message gibt es eine Beilage namens „Werkstatt„, die auf besonders praxisnahe Weise journalistisches Handwerk vermitteln soll. Die aktuelle Ausgabe steht unter der Überschrift

    KEINE SPUREN HINTERLASSEN!
    Wie Sie als Journalist Ihre Recherche und Ihre Informanten online wie offline vor dem Zugriff des Staates oder privater Detektive schützen können, zeigt Ihnen unsere aktuelle Message-Werkstatt.

    Die Texte sind gekürzte Fassungen der Beiträge des Buches „Unerkannt im Netz – Sicher kommunizieren und recherchieren im Internet“ von Peter Berger, in dem auch ein Beitrag von mir erschienen ist – zum Thema „Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?“ Der Verlag, UVK, hat mir erlaubt, den Text im Blog zu veröffentlichen. Was ich hiermit mache. Das soll natürlich niemanden daran hindern, die neue Message und/oder das Buch zu kaufen. Denn da steht ja noch viel mehr Interessantes drin.
    Na dann: Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?

  • Juni 2008 – Seite 3 – Journalismus & Recherche

    Rechtsanwalt Dr. iur. Jan K. Köcher hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Rechtswissenschaft studiert. Nach Abschluss seines juristischen Vorbereitungsdienstes in Baden-Württemberg arbeitete er von 2003 bis Mitte 2007 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Recht im DFN am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster bei Professor Dr. Thomas Hoeren. Seine Promotion zum Thema „Quotenregelungen im Rundfunk“ konnte er Ende 2007 erfolgreich abschließen.

  • Verschlüsselung – Journalismus & Recherche

    In welcher Zeit leben wir! In welchem Land leben wir!
    Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) [hat] die Deutschen aufgerufen, selbst mehr für den Schutz ihrer Daten zu tun. Verschlüsselungstechnik oder Virenschutz müssten mehr Aufmerksamkeit erhalten, sagte Friedrich nach seiner Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) des Bundestages zu der Spähaffäre.“ (so Zeit Online). Wüsste man nicht um die näheren Umstände, man würde sich ja glücklich schätzen! Aus gegebenem, quasi ministeriellen Anlass also, als kleine Handreichung:

    Kurze Anleitung zu überwachungsfeindlichem Verhalten
    Wie viel Sie überwacht werden, entscheiden Sie mit. Jeder bestimmt durch sein eigenes Verhalten, wie weit die Überwachung durch Geheimdienste und Firmen geht und wie schwer es die Überwacher haben. Man kann viel tun und sollte es tun

    von Albrecht Ude (PDF-Datei, 7 S., 92 KB)