Kategorie: Allgemein

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Futter für die Data-Mining-Nerds

    Two new APIs and a couple of chunky zip files… « Power of Information Task Force zeigt, was Briten und US-Amerikaner so alles mit öffentlichen Daten anfangen (oder anzufangen versuchen). Far out für jemanden wie mich, aber insofern interessant, als es aufzeigt, wohin die Reise gehen kann.

    Tags: API, Data, Daten

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Unsichtbares sichtbar und kommunizierbar machen

    Vortrag auf dem Jahrestreffen 2008 des netzwerk recherche, Freitag, 13. Juni 2008, 15:00 Uhr von PD Dr. Lothar Krempel (Max-Planck Institut für Gesellschaftsforschung MPIfG, Köln).

    Lothar Krempel beschäftigt sich seit langem mit der Visualisierung komplexer Daten – bekannt ist seine Darstellung Deutschland AG in Auflösung über die Entflechtung der deutschen Unternehmensbeteiligungen. Er ist auch Autor des sehr lesenswerten Buches
    Visualisierung komplexer Strukturen : Grundlagen der Darstellung mehrdimensionaler Netzwerke Frankfurt a.M. : Campus, 2005. – 214 Seiten 70 Farbabbildungen

    ISBN 3-593-37813-2. – EAN 9783593378138. – 39,90 Euro

    Hier seine Folien:
    Unsichtbares sichtbar und kommunizierbar machen: zur Visualisierung komplexer Netzwerke (PDF-Datei, 52 S., 15.061 KB).

    Tags: Datenvisualisierung, Netzwerkgraphik

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Datenbank: Lobbyisten in Ministerien

    Die Initiative Lobbycontrol hat die bisher verfügbaren Informationen über Lobbyisten in Ministerien in einer Datenbank publiziert. Bisher sind das über 100 Fälle von Lobbyisten, die von ihren Auftraggebern bezahlt in Bundes- und Landesministerien mitarbeiten. LobbyControl wendet sich damit als Teil der Kampagne „Lobbyisten raus aus Ministerien!“ gegen die Weiterführung dieser Praxis.

    Über die Kampagne habe ich in Ausgabe 45 des Newsletter Netzwerk Recherche geschrieben.

    Tags: BRD, Bundesregierung, Datenbank, Demokratie, Deutschland, Kampagne, Landesregierung, Lobbyarbeit, Lobbycontrol, Lobbyismus, Ministerium, Regierungsinformationen, Transparenz

  • Journalismus & Recherche » Big Mac Index

    Monday, August 31st, 2009

    Der Economist erstellt seit 1988 den „Big Mac Index“. Er vergleicht, wie viel ein weltweit standardisierte Produkt, eben der Big Mac von McDonalds, in jedem Land kostet. Die Preis in der Landeswährung wird dabei nach aktuellem Kurs in US-Dollar umgerechnet. Der aktuelle Index stammt vom 16. Juli.
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  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » World Leaders

    The World Fact Book der CIA ist zu bekannt, um es breit zu thematisieren. Jeder Rechercheur sollte diesen Länderalmanach kennen, es gibt schon einen Wikipedia-Eintrag dazu.

    Weniger bekannt ist eine andere offene Quelle der CIA, die World Leaders. Das Verzeichnis listet für alle Staaten den Staatschef, den Regierungschef, die Kabinettsmitglieder, den Chef der Zentralbank sowie die Botschafter in den USA und bei der UNO auf. In der Selbstbeschreibung heißt es „The CIA publishes and updates the online directory of Chiefs of State and Cabinet Members of Foreign Governments regularly“.

    Horst Seehofers Abgang nach Bayern bot gerade mal Gelegenheit nachzuschauen, wie schnell man jenseits des Teichs aktualisiert: Ilse Aigner wurde am 31. Oktober in ihr Ministeramt eingeführt. Auf der Deutschlandseite der World Leaders tauchte das am 3. November auf.

    Tags: Bundesregierung, CIA, Horst Seehofer, Ilse Aigner, Kabinettsmitglieder, Länderprofile, Regierungen

  • Journalismus & Recherche » Ländervergleich

    Monday, August 31st, 2009

    Der Economist erstellt seit 1988 den „Big Mac Index“. Er vergleicht, wie viel ein weltweit standardisierte Produkt, eben der Big Mac von McDonalds, in jedem Land kostet. Die Preis in der Landeswährung wird dabei nach aktuellem Kurs in US-Dollar umgerechnet. Der aktuelle Index stammt vom 16. Juli.
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  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Super: Das Archiv der Times – (vorläufig)* frei und kostenlos

    Dem Kress-Report entnehme ich, dass die Times ihr Archiv online frei zugänglich gemacht hat – bis einschliesslich 1985. So what?

    Die meisten deutschen Medien haben gar keine elektronische Datenbasis, um Zeitungen aus den 80er Jahren online zugänglich (und Volltext durchsuchbar!) zu machen. Einzige Ausnahmen etwa unter den bei genios zugänglichen Zeitungsarchiven sind die Wirtschaftswoche (seit 1984) und das Handelsblatt (seit 1986). Doch die Pointe kommt noch.

    Das Online-Archiv der Times ist zwar nur bis zum 31.12.1985 frei zugänglich, dafür sind aber alle Ausgaben dabei und das heißt, Alles seit dem 1.1.1785 (in Worten: siebzehnhundertfünfundachtzig). Mal so eben 200 Jahre!

    Erst die BBC, dann das jetzt. Ach England, Du hast es besser.

    Bericht über den WM-Sieg 1966 in Wembley

    Die Exekution von Marie Antoinette

    Erster Beitrag über „Jack the Ripper“

    Titelseite der ersten Ausgabe vom 1. Januar 1785

    (Ideen zu den Links auch vom Kress-Report übernommen.)
    * die Ergänzuung „vorläufig“ wurde nach dem Kommentar von JMI vorgenommen

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » FAZ gibt Anleitung zum Spurenverwischen

    In einem FAZ-typischen Artikel „Diskrete Anleitung zur Fluchthilfe“, der zwischen Augenzwinkern und Augenzudrücken oszilliert, geben die Verfasser Tipps, wie man sich auf heikler Mission, z.B. nach Liechtenstein, unbeobachtet bewegt:

    „Ganz handfeste Tipps zur Steuerflucht gab ein Anlageberater in Köln 2004 vor 500 Zuhörern im Saal eines Nobelhotels. ‘Bloß nicht mit dem eigenen Auto ins Ausland fahren.’ Was wäre, wenn ein unterbezahlter Wächter im Parkhaus das Nummernschild notiert? Schon könnte das deutsche Finanzamt Bescheid wissen. Wichtig sei auch, ans Handy zu denken: Bloß das eigene nicht aktivieren, denn auf der Rechnung stehen am Monatsende auch die Auslandsverbindungen. ‘Und schwupps klingelt das Finanzamt.’ Lieber solle man eine anonyme Prepaid-Karte für solche Einsätze kaufen.“

    Ob die FAS dergeleichen Tipps auch im Medienteil publizieren würde? Jedenfalls kann man diese Hinweise, die dem deutschen Steuerhinterziehern recht sind, auch Journalisten in Zeiten der Pest und Cholera Online-Durchsuchung und Vorratsdatenspeicherung uneingeschränkt empfehlen.

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Nachtrag zum Interview „Haben Sie irrationale Ängste vor der Vorratsdatenspeicherung?“

    Vor zwei Wochen (vor dem Urteil des BVerfG zur Online-Durchsuchung) habe ich ein Interview gegeben, dass auf freien infos – infos rund um den freien journalismus, einem vom DJV betriebenen Weblog, erschien. Dazu ein Nachtrag.

    „Haben Sie irrationale Ängste vor der Vorratsdatenspeicherung, Herr Ude?“ – Ein Interview

    Das Interview wurde per E-Mail geführt. Dabei ist mir in der letzten Frage ein Detail entgangen, das ich eben erläutern möchte. Die Frage lautete:

    Eine Zeitlang hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Prepaid-Karten getauscht. Das Angebot wurde soeben eingestellt. Was sind Ihre Tipps für Journalisten, die weiter recherchieren und ihre Informanten schützen wollen?

    In der Tat hat der AK Vorratsdatenspeicherung Tauschring für Prepaid-Karten eingestellt – warum, weiss ich nicht. Aber das Angebot wird von Patrick Breyer weitergeführt. Einzelheiten dazu in seinem ohnehin empfehlenswerten Weblog Daten-Speicherung.de. Dort gibts auch viele Infos rund um dem Kartentausch.

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Unstimmige Zahlen innerhalb eines Textes (Folge 239)

    Zahlen sind kompliziert, oft nicht zu überprüfen und viele Kollegen stehen mit Ihnen auf Kriegsfuss.
    Heute wundere ich mich über den Artikel von Björn Wirth in der Berliner Zeitung.

    Dort heißt es zunächst:

    ließ sich Dieter von Holtzbrinck im Sommer 2006 überraschend seinen Anteil am Familienunternehmen auszahlen. Von einer bis anderthalb Milliarden Euro war die Rede

    und wenig später

    Damals wurde vereinbart, dass Dieter von Holtzbrinck seinen Anteil nicht sofort, sondern über 15 Jahre verteilt ausbezahlt bekommt. Wie der Branchendienst Kress berichtet, soll es sich dabei um bis zu 30 Millionen Euro im Jahr gehandelt haben.

    Da rechne ich als Leser im Kopf 15 Jahre mal 30 Mio macht 450 Mio – ohne auflaufende Zinsen für die offene Forderung. Wie passt das zum Kaufpreis von 1 bis 1,5 Mrd?

    Und sind 1,5 Mrd nicht ein stolzer Preis für einen Anteil (von einem Drittel) an einem Verlag, der gerade 165 Mio Gewinn macht?

    Stimmiger dagegen sind die Zahlen in der Süddeutschen: 600 Mio Kaufpreis damals, davon 200 sofort, Rest in Raten von 30 Mio/Jahr.

    Die 1,5 Mrd aus der Berliner Zeitung könnten der Gesamtwert des Unternehmens zum damaligen Verkauf beziffern: Drei Anteile zu 600 Mio. Dieser Kaufpreis liegt dann rund beim 10fachen Jahresgewinn – insgesamt ist das ein stimmigeres Bild.

    Als Leser hasse ich es, wenn ich mir diese Mühe machen muss.