Kategorie: Allgemein

  • Journalismus & Recherche » Chrome

    Über das Blog Daring Fireball bin ich gerade auf diesen Beitrag von Jeff Atwood gestoßen darüber, wie es in vielen modernen Browsern die Adresszeile ähnlich flexibel wie die Kommandozeile erlaubt, mittels Kurzbefehlen schnelle Suchanfragen zu stellen.

    Atwood beschäftigt sich in seinem Beitrag nur mit den entsprechenden Funktionen von Googles Browser Chrome, aber es funktioniert auch mit anderen Browsern. Für mich ist diese Praxis schon lange im Apple-Browser Safari selbstverständlich: Wikipedia-Beiträge etwa rufe ich dank eines Hacks für den Safari-Browser, dem Input-Manager Safari-Stand (nur für Safari am Mac), mittels des Kurzbefehls w Suchwort auf, für Aufrufe in der englischsprachigen Wikipedia habe ich wen als Kürzel definiert. Safari-Stand übergibt dabei mein Suchwort einfach an die Google-Suche, beschränkt auf die Wikipedia-Site und per „I’m Feeling Lucky“-Funktion mit direkter Weiterleitung zum erstbesten Treffer. So sieht der von mir definierte Befehl in den Safari-Stand-Einstellungen aus (@key ist der Variablenname):

    http://www.google.com/search?btnI=I'm+Feeling+Lucky&q=@key+site:de.wikipedia.org.

    Im Alltag spart mir das viel Zeit – und führt dazu, dass ich eigentlich ständig „mal eben“ in Wikipedia nachschlage; viel eher, als ich es über den Umweg Startseite-Sucheingabe-Artikel tun würde. Ähnliche Such-Kürzel habe ich mir für die Amazon-Katalogsuche und die diversen Google-Suchen nach Bildern, Nachrichten und Karten definiert. Mit dem Kürzel bln etwa reicht es, Straßennamen (und Hausnummer) in die Adresszeile einzugeben, und ich erhalte von Google Maps den passenden Kartenausschnitt von Berlin mit Markierung.

    In den Kommentaren zu Atwoods Beitrag finden sich zahlreiche weitere Tipps zu ähnlichen Funktionen, auch im populäreren Mozilla-Browser Firefox.

    Nachtrag: Gerade bin ich auf diesen Webservice gestoßen: Yubnub – a social command line for the web – unbedingt mal ausprobieren.

  • Journalismus & Recherche » Europaparlament

    Friday, May 19th, 2006

    Dick arbeitet bei NRC Handelsblad, einer niederländischen Abendzeitung, und bei NRC Next, einem neuen Ableger davon, der sich an jüngere Leser richtet.

    Schon seit 1993 betreibt Dick CAR und für das Handelsblad viele kleiner und größere Projekte betreut. CAR ist für ihn ein Werkzeug, um journalistische Fragestellungen zu klären.
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  • Journalismus & Recherche » Atomkraft

    Wie geht man eigentlich mit so etwas um, wenn man mehr Zeit hat? Ich habe gerade keine, aber ein Bekannter hat mir eben die ominöse Studie aus Schavans Forschungsministerium zugeschickt, die Schavan angeblich zurückhält.

    Ich sage mir: Wenn ich die schon per Email bekomme, steht sie bestimmt sowieso schon im Netz, wird hoch und runtergetwittert und über Plattformen wie Slideshare verbreitet. Und ein PDF-Dokument, das mit „Zum vertraulichen Gebrauch“ gestempelt ist, das muss man doch einfach weiterverbreiten, Urheberrecht hin oder her.

    Also, hier ist es, das „Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm für Deutschland“. Mit den brisanten Stellen, die die Atompolitik-Pläne Schavans und einer CDU-geführten Regierung ohne bremsenden Koalitionspartner offenbaren.

  • Journalismus & Recherche » Wall Street Journal Europe

    Friday, May 19th, 2006

    David, früher freier Journalist und heute Korrespondent des Wall Street Journal Europe, erzählt, dass er bei der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung war, Kenntnisse hatte und gerne „gefummelt“ habe. CAR in seinem Verständnis praktiziert er seit den 80er Jahren. Als er dann etwa mit einer Stasi-Recherche begonnen hat, sei das sehr hilfreich gewesen.

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  • Journalismus & Recherche » Browser

    Über das Blog Daring Fireball bin ich gerade auf diesen Beitrag von Jeff Atwood gestoßen darüber, wie es in vielen modernen Browsern die Adresszeile ähnlich flexibel wie die Kommandozeile erlaubt, mittels Kurzbefehlen schnelle Suchanfragen zu stellen.

    Atwood beschäftigt sich in seinem Beitrag nur mit den entsprechenden Funktionen von Googles Browser Chrome, aber es funktioniert auch mit anderen Browsern. Für mich ist diese Praxis schon lange im Apple-Browser Safari selbstverständlich: Wikipedia-Beiträge etwa rufe ich dank eines Hacks für den Safari-Browser, dem Input-Manager Safari-Stand (nur für Safari am Mac), mittels des Kurzbefehls w Suchwort auf, für Aufrufe in der englischsprachigen Wikipedia habe ich wen als Kürzel definiert. Safari-Stand übergibt dabei mein Suchwort einfach an die Google-Suche, beschränkt auf die Wikipedia-Site und per „I’m Feeling Lucky“-Funktion mit direkter Weiterleitung zum erstbesten Treffer. So sieht der von mir definierte Befehl in den Safari-Stand-Einstellungen aus (@key ist der Variablenname):

    http://www.google.com/search?btnI=I'm+Feeling+Lucky&q=@key+site:de.wikipedia.org.

    Im Alltag spart mir das viel Zeit – und führt dazu, dass ich eigentlich ständig „mal eben“ in Wikipedia nachschlage; viel eher, als ich es über den Umweg Startseite-Sucheingabe-Artikel tun würde. Ähnliche Such-Kürzel habe ich mir für die Amazon-Katalogsuche und die diversen Google-Suchen nach Bildern, Nachrichten und Karten definiert. Mit dem Kürzel bln etwa reicht es, Straßennamen (und Hausnummer) in die Adresszeile einzugeben, und ich erhalte von Google Maps den passenden Kartenausschnitt von Berlin mit Markierung.

    In den Kommentaren zu Atwoods Beitrag finden sich zahlreiche weitere Tipps zu ähnlichen Funktionen, auch im populäreren Mozilla-Browser Firefox.

    Nachtrag: Gerade bin ich auf diesen Webservice gestoßen: Yubnub – a social command line for the web – unbedingt mal ausprobieren.

  • Journalismus & Recherche » Wall Street Journal

    Friday, May 19th, 2006

    David, früher freier Journalist und heute Korrespondent des Wall Street Journal Europe, erzählt, dass er bei der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung war, Kenntnisse hatte und gerne „gefummelt“ habe. CAR in seinem Verständnis praktiziert er seit den 80er Jahren. Als er dann etwa mit einer Stasi-Recherche begonnen hat, sei das sehr hilfreich gewesen.

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  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Schickt Eure Korrespondenten ins Netz!

    Zugegeben, die Nachricht hat mich betroffen gemacht: 18 Menschen sind am 8. Oktober 2008 morgens in Nepal ums Leben gekommen. Ich kenne den Ort, bin selbst auf dem Flughafen gelandet und mir war sofort klar, was die Menschen dort wollten: Bersteigen oder Wandern.
    Damit war ich zweilfsohne besser informiert als der ARD-Korrespondent in Delhi. Der schaffte es nämlich in seinem Bericht, der im ARD-Hörfunk rauf und runter lief, gleich mindestens zwei Fehler zu machen:

    – Die Landebahn ist nicht abschüssig, sondern ansteigend – was die Landung begünstigen soll.
    – Lukla ist nicht 300 Kilometer von Kathmandu entfernt, sondern nur rund 140 (ermittelt mit dem Lineal von google earth).

    Ob man bei 60 Kilometer noch von „nah am Mount Everest“ sprechen kann, lasse ich mal offen. Auch in anderen Punkten wie der Anzahl der nepalesischen Airlines und deren Sicherheitsstandards darf man nicht behaupten, dass die ARD da noch Spekulationen Informationen verbreitet. Das gilt übrigens auch für andere Medien an diesem Tag. Warum muss man es sich als Leser gefallen lassen, dass die Zahl der Starts und Landungen wie der Insassen der Maschinen grob geschätzt werden, wenn doch die Flugpläne und die Kapazitäten der Maschinen leicht zu recherchieren sind?

    Beide Fehler hätte man (mit etwas Können) in einer Viertelstunde finden können – abgesehen davon, dass ich tatsächlich vor Jahren mal dort war, sind mir die Fehler vor allem aufgefallen, weil ich Meldungen aus verschiedenen Quellen Medien miteinander verglichen habe – die widersprachen sich und für alle Punkte lassen sich gute Quellen im Netz finden.

    Die neueren Meldungen von Tagesschau.de enthalten die Fehler nicht mehr. Die Entfernung zwischen Lukla und Kathmandu wird gar nicht mehr genannt. Die Landebahn aber ist nun ansteigend und nicht mehr abschüssig. (Fragen Sie mich nicht, wie ich nun formulieren würde, wenn von der Start- und Landebahn die Rede wäre – denn es ist ja nur eine Betonpiste von rund 500 Metern Länge (Ich übernehme hier nicht die vermeintlich präzise Länge von 527 Metern, da diese nicht mit der daneben genannten Länge von 1600 Fuß (rund 488 Meter) korrespondiert und die Quelle unklar ist.)

    Mehr zu anderen, zumindest unpräzisen Infos und zu den Dingen, die ein Netz-Korrespondent für die ARD hätte finden können, demnächst hier in einem Nachtrag. Beide Fehler sind dem Anschein nach aus Meldungen von ap und dpa übernommen worden – denn auch andere Medien, die sich auf genau diese Quellen berufen, haben die 300 Kilometer gemeldet.

    Was mich besonders ärgert ist, dass man Korrespondenten zum Vorlesen von Agenturmeldungen ans Mikro schickt statt ihnen eine Stunde Zeit zu lassen. In der Stunde hätte man mehr Infos zusammen tragen können als sämtliche anderen Medien bis mittags recherchiert von anderen abgeschrieben hatten. Den meisten Journalisten ist klar, dass die Korrespondenten nicht vor Ort sind und von den Agenturmeldungen leben – aber der Gebührenzahler wird sich ärgern. Zurecht. Es wäre redlicher, die Korrespondenten nur dann vor die Kamera und ans Mikrofon zu lassen, wenn Sie wirklich etwas zu berichichten haben. Wenn es nur der Stand der Agenturmeldungen ist, soll es doch die Heimatredaktion machen. Im Namen der Glaubwürdigkeit.

  • Journalismus & Recherche » Bildmanipulation

    Ungeschminkte Bilder zeigt die New York Times (T Magazine Blog): Bilder bekannter Models, wie sie (anlässlich der New York Fashion Week) publiziert wurden: unerreichbar schön. Und dieselben Bilder, bevor Visagist und Friseur Hand anlegten. Für jedes Bild ist angegeben, wer der Photograph ist und wer das Model (und von welcher Agentur), wer das Makeup besorgte und wer die Frisur.

    Wohlvermerkt: Hier geht es nicht um digitale Bildmanipulation – all das passiert, ehe jemand Photoshop anwirft. Solides Handwerk, sozusagen.

    Hübsch gemacht, dass die Vorher-Nachher-Bilder übereinander präsentiert werden. Durch das Verschieben eines Balkens sieht man die „full transformation“.

    http://tmagazine.blogs.nytimes.com/tag/model-morphosis/

    (Aus den FindLinks von Intern.de)

  • Journalismus & Recherche » Bilder

    Ungeschminkte Bilder zeigt die New York Times (T Magazine Blog): Bilder bekannter Models, wie sie (anlässlich der New York Fashion Week) publiziert wurden: unerreichbar schön. Und dieselben Bilder, bevor Visagist und Friseur Hand anlegten. Für jedes Bild ist angegeben, wer der Photograph ist und wer das Model (und von welcher Agentur), wer das Makeup besorgte und wer die Frisur.

    Wohlvermerkt: Hier geht es nicht um digitale Bildmanipulation – all das passiert, ehe jemand Photoshop anwirft. Solides Handwerk, sozusagen.

    Hübsch gemacht, dass die Vorher-Nachher-Bilder übereinander präsentiert werden. Durch das Verschieben eines Balkens sieht man die „full transformation“.

    http://tmagazine.blogs.nytimes.com/tag/model-morphosis/

    (Aus den FindLinks von Intern.de)

  • Journalismus & Recherche » video search

    Thursday, February 12th, 2009

    Delve Networks, ein Hersteller von Video-Playern und verwandten Technologien fürs Internet, hat ein Beispiel dafür vorgestellt, wie man Videos durchsuchen kann (Obamas Anrittsrede). Man gibt den Suchbegriff in das Feld in der Mitte unter dem Bild ein und bekommt in einem „Wärmebild“ angezeigt, wo der Begriff im Video auftaucht. Sehr interessant.