Kategorie: Allgemein

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Interessante Koalition: Pressemitteilung zum Informationsfreiheitsgesetz in MeckPomm

    Das Informationsfreiheitsgesetz in Mecklenburg-Vorpommern tritt am 29. Juli in Kraft.

    Gerade trudelt dazu eine gemeinsame Pressemitteilung des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern, der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Transparency International Deutschland e.V. ein. Tenor: Alles toll.

    Für die Wirtschaft besteht damit „die Möglichkeit, Überregulierung und Bürokratie in der Verwaltung aufzudecken und zu bekämpfen“, die Datenschützer freuen sich, dass durch den Auskunftsanspruch Verwaltungsvorgänge transparenter“ werden und „das Prinzip der Amtsverschwiegenheit … erheblich begrenzt“ wird, Transparency Int. sieht „die demokratischen Mitwirkungsrechte der Bürgerinnen und Bürger gestärkt“. Hier im Wortlaut:

    Schwerin, 28. Juli 2006

    PRESSEMITTEILUNG

    Informationsfreiheitsgesetz M-V stärkt Demokratie und Bürgerrechte

    Am 29. Juli 2006 tritt das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Mecklenburg-Vorpom­mern in Kraft. Damit erhält erstmals jeder ohne weitere Voraussetzungen Zugang zu amtlichen Informationen aller öffentlichen Stellen des Landes einschließlich der privatrechtlichen Unternehmen in öffentlicher Hand und kann Einsicht in Verwal­tungsvorgänge nehmen. „Durch diesen Anspruch werden Verwaltungsvorgänge transparenter und das Prinzip der Amtsverschwiegenheit wird erheblich begrenzt“, so Karsten Neumann, Landesbeauftragter für den Datenschutz Mecklenburg-Vorpommern, heute in Schwerin. „Das schafft Vertrauen in Staat und Verwaltung und stärkt gleich­zeitig die demokratischen Beteiligungsrechte der Bürgerinnen und Bürger. Das dem Datenschutz zugrunde liegende Recht auf informationelle Selbstbestimmung wird somit durch das Recht auf freien Informationszugang um ein aktives Teilhaberecht ergänzt“, so Neumann weiter. Der Landesbeauftragte wird die Einführungsphase intensiv mit Schulungen, Beratungen und aktuellen Informationen unter www.informationsfreiheit-mv.de unterstützen und als Informationsfreiheitsbeauftragter die Durchführung des Gesetzes begleiten.

    „Die Wirtschaft im Land begrüßt dieses Gesetz“, so Günter J. Stolz, Präsidiumsmit­glied der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VUMV). „So wird der Bereich der privatwirtschaftlichen Betätigung von Kommunen transparenter. Wettbewerbsverzerrende Elemente können erkannt werden.“ Auch wenn jetzt wieder ein neues Gesetz entstanden ist, besteht für Stolz mit dem Infor­mationsfreiheitsgesetz die Möglichkeit, Überregulierung und Bürokratie in der Verwaltung aufzudecken und zu bekämpfen. Die VUMV hat in Abstimmung mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit ein Informationsblatt über das IFG M-V für Unternehmer erstellt, welches unter www.vumv.de abgerufen werden kann.

    „Mit der Schaffung von Informationsfreiheitsgesetzen überall in Deutschland werden die demokratischen Mitwirkungsrechte der Bürgerinnen und Bürger gestärkt. Dieser Kulturwandel zu mehr Transparenz und Bürgernähe wird der Politikverdrossenheit entgegenwirken, aber vor allem auch Korruption bekämpfen und ihr vorbeugen“, so Dieter Hüsgen von der Antikorruptionsbewegung Transparency International Deutschland. Transparency wünscht sich für die Zukunft ein noch unbeschränkteres Informationsrecht, vor allem bei privatwirtschaftlichem Handeln der Verwaltung.

    Tags: Informationsfreiheitsgesetz, Regierungsinformationen

  • Journalismus & Recherche » Name

    Googlen können wir alle und Namen auf diese Weise zu „recherchieren“ ist doch kinderleicht.

    Weit gefehlt, vor allem wenn es darum gehen soll, sehr umfangreich oder – soweit möglich – vollständig zu suchen.

    Die drei häufigsten Fehler:

    1. Namen werden falsch geschrieben, auch in ansonsten seriösen Quellen.
    2. Nicht nur in Ergebnislisten von Sportvereinen oder Abiturprüfungen wird der Vorname nach dem Nachnamen aufgeführt, daher schließt die String-Suche (in Anführungszeichen) mit „Vorname Nachname“ solche Ergebnisse aus.
    3. Menschen mit einem zweiten Vornamen sind unberechenbar, ich verweise nur auf Henryk Mittelinitial Broder. Mal schreiben sie sich mit mal ohne Mittelinitial oder sie schreiben gar ihren Namen aus und schwups, wieder schließt die Stringsuche relevante Ergebnisse aus.

    Immerhin kann man mit „Vorname * Nachname“ die Mittelinitial-Menschen finden, egal ob der Name ausgeschrieben, abgekürzt oder falsch geschrieben ist … Achtung: Treffer die den Namen ohne Mittelinitiale enthalten, werden dann nicht gefunden.

    Besser also folgendes in den Suchmaschinen-Schlitz schicken:

    "Vorname Nachname" OR "Nachname Vorname" OR "Vorname * Nachname"

    („Nachname Vorname *“ entfällt, da es die gleichen Ergebnisse liefert wie „Nachname Vorname“).

    Was lehrt uns das? Bei seltenen Namen kann getrost auf die Anführungszeichen verzichtet werden, bei häufigeren Namen muss man sorgfältig mögliche Variationen abarbeiten – wenn es denn darum geht, möglichst viel zu erschliessen.

    Dazu müsste dann die Suchzeile von oben in möglicherweise mehreren Durchgängen um denkbare Schreibfehler variiert werden. Etwa so:

    "Vorname Nachnahme" OR "Nachnahme Vorname" OR "Vorname * Nachnahme"

    Hier bei Journalismus & Recherche das ausführliche Handout zur Personensuche anhand eines Beispiels .

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Journalisten sind nur Durchschnitt

    Das ist das Ergebnis einer Studie der Landesanstalt für Medien NRW (LfM). Dass Journalisten die durchschnittliche Bevölkerung abbilden, scheint wünschenswert, wenn auch realitätsfern.

    Schlimmer wird es, wenn -wie nun festgestellt wird- Journalisten bei der Recherche im Internet nur so gut sind wie der Durchschnitt.

    Die Studie offenbart ein großes Defizit in der Aus- und Fortbildung – so weit, so erwartbar. Interessant ist das auch Ergebnis eines Teils der Studien, in dem Journalisten einfache Rechercheaufgaben online lösen mussten. Hier schnitten erstaunlicherweise ältere Kollegen mit mehr Berufserfahrung besser ab, als die jüngeren mit weniger Berufserfahrung. Im Durchschnitt waren beiden Gruppen zusammen aber nur Durchschnitt.

    Das Erfolgsgeheimnis der Älteren: Ergebnisse lesen und mit den gewonnenen Inhalten die eigene Suchanfrage zu verbessern. Hab ich doch schon immer empfohlen.

    Wohltuend auf dem Podium, das gerade die Ergebnissse der Studie diskutiert, fällt Lorenz Maroldt vom Tagesspiegel auf. Zum einen weist er darauf hin, dass durch die Möglichekeiten der Onlinerecherche vermutlich mehr Überprüfungsrecherchen denn je stattfinden; zum anderen gab es ja Fakes und Falschmeldungen schon lange vor Beginn des Onlinezeitalters.

    Soweit mal zur Tagung, mehr folgt im Laufe des Nachmittags.

    Hier noch ein paar in den Raum zu werfende Thesen zum Thema:

    Nicht alles, was in der Wikipedia steht, ist falsch oder auch nur fragwürdig.

    Professor Schneider von der LFM empfiehlt, die Trefferzahl durch die Verwendung des Operators „UND“ um den Faktor 1 hoch 9 zu minimieren. RTL-Peter-Klöppel weist darauf hin, dass 1 hoch 9 auch nur eins sei. Das ist doch ne Supermethode, die in der Studie gar nicht vorkommt: Mitdenken.

    Während alle immer darauf hinweisen, dass Google keine unabhängige Suchmaschine sei und die Trefferlisten natürlich das Ergebnis einer Filterung sind, hat mir noch keiner erklärt, was man denn nun besser machen solle oder wo google für den journalistischen Alltag verzerrte Ergebnisse liefert.

    Erstaunliches Teilergebnis: Die Suche von Kontaktdaten ist der Haupteinsatzzweck der Internetrecherche. Wenn damit gemeint ist, dass tatsächlich Telefonnummern und (Internet-)Adressen online gesucht werden, verwundert mich das.

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Digitaler Informantenschutz – Material

    Hier die weiterführenden Links zum Workshop „Digitaler Informantenschutz“ von Jürgen Sell und Matthias Spielkamp bei der Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche in Hamburg am 14. und 15. Juni 2007:

    (Mit herzlichem Dank für die Unterstützung an Stefan Robiné und die ARD.ZDF Medienakademie)

    Die Präsentation gibt’ s hier (gezippter Ordner, 3 MB, bitte zum Anschauen die Datei deutsch.html im Browser aufrufen).

    • „On the Internet, nobody knows you’re a dog“
    • Beispiel für Informationen, die Websites über den Surfer bekommen können
    • TechCrunch: AOL Proudly Releases Massive Amounts of Private Data
    • New York Times: A Face Is Exposed for AOL Searcher No. 4417749
    • Heise: US-Regierung verlangt von Google Herausgabe von Daten über Suchabfragen
    • Jörg Kruse: Verlauf, Cache und Cookies: Spuren beseitigen nach dem Surfen (Anleitung)
    • PortableApps.com – Portable software for USB drives | Your Digital Life, Anywhere™
    • Anonymisierende Suchmachinen:

    • Scroogle Scraper
    • Blackbox-Search
    • Surf-Proxies

    • Guardster
    • TOR – Anonymität online
    • Office-Metadaten

    • Microsoft Word bytes Tony Blair in the butt
    • telepolis: Das verräterische Microsoft-Dossier
    • Transrapid-Gutachten manipuliert?
    • Pentagon blamiert sich mit geschwärztem PDF-Dokument
    • Corriere della Sera – I rapporti ufficiali del caso Calipari
    • Joost’s Deal Plans Hidden in PDF Presentation
    • Metadaten löschen mit Microsofts eigenem Office-Plugin – nur für Windows, wenn ich das richtig verstanden habe
    • Datei- und Festplattenverschlüsselung

    • Cicero: Razzia im Morgengrauen
    • TrueCrypt – offizielle Site
    • TrueCrypt-Anleitung
    • File-Vault Anleitung
    • Steganografie-Software, Auswahl aus dem Heise-Softwarearchiv
    • weiterführende Informationen

    • Heise Security: Hintergrundinformationen zum Thema Sicherheit.
    • Heise-Softwarearchiv zu Sichercheit
    • Anonymitätstest bei GurusHeaven.de
    • Heise Browser-Check
    • Heise E-Mail-Check
    • Heise Netzwerk-Check
    • Tags: CAR, Metadaten

      This entry was posted on Friday, June 15th, 2007 at 16:51 and is filed under Google, In eigener Sache, Mac & PC, Sicherheit, Suchmaschinen, Tricks, Tools, Tipps. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Interaktive Lobbyistenkarte

    Frontal 21 hat eine interaktive Karte der Standorte von Lobbyisten in Berlin Mitte erstellt. Die Karte gibt’s in der ZDF-Mediathek. Die Daten basieren auf den Recherchen von Lobbycontrol, die den Stadtführer LobbyPlanet Berlin publiziert haben und auch entsprechende Stadtführungen anbieten.

    Die Karte ist eine nette Visualiserung (Flash-basiert), einige der Orte sind mit Videos verlinkt, die Frontal 21 während einer Lobby-Stadtführung von Lobbycontrol gemacht hat.

    Tags: Berlin, Datenvisualisierung, Frontal 21, Karte, Lobbycontrol, Lobbyismus, Stadtplan

  • Journalismus & Recherche » In eigener Sache

    Lieber Herr Müller von Blumencron,

    dass ich die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), im Netz unter faz.net, nicht oft aufrufe, versteht jeder, der meine politsche Haltung und die der FAZ kennt. Ausnahmen mache ich lediglich für das Feuilleton. Aber manchmal tauchen FAZ-Artikel in Pressespiegeln auf, d.h. Andere weisen mich auf wichtige Artikel hin. Und dann klicke auch ich zuweilen auf Faz.net.

    So heute. Ehe ich den Artikel zu Gesicht bekomme, erscheint darüber ein Anschreiben von Ihnen. Es lautet:

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    wir freuen uns, dass Sie FAZ.NET nutzen. Jeden Tag arbeitet unsere Redaktion die wichtigsten Ereignisse für sie auf, berichtet, analysiert, kommentiert. Viele dutzend Kollegen sorgen dafür, dass Sie sich rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, auf unserer Webseite verlässlich über den Gang der Welt informieren können. Und das alles kostenlos.

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    Ihr Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Produkte

    Stimmt, bei mir läuft ein Adblocker namens Noscript. Den empfehle ich Ihren Lesern sehr nachdrücklich, denn er leistet sehr gute Arbeit für meine Sicherheit.

    Aber ich möchte auch auf Ihre Frage antworten. Ihr Schreiben ist so nett. Ob es stimmt, dass ich mich „rund um die Uhr, sieben Tage die Woche,“ auf Ihrer Webseite „verlässlich über den Gang der Welt informieren“ kann, nun, dass ist vielleicht eine andere Diskussion.

    Sie schreiben „Auf unserer Webseite finden Sie in der Regel keine Pop-Ups, Layer oder ähnliche aggressive Werbeformen, sondern meist klassische Anzeigen.“ Geben Sie doch mal Butter bei de Fisch: Streichen Sie das „in der Regel“ und das „meist“, die Ihre Aussagen verschwiemeln. Nüchtern sagen Sie ja nur, dass sie „Pop-Ups, Layer oder ähnliche aggressive Werbeformen“ eben doch einsetzen, nur eben „in der Regel“ nicht, was immer Ihre Regeln dabei sein mögen. Die des Marktes, mutmaße ich mal. Der Markt ist aber nicht mein Freund.

    Aber ins Detail: Das oben erwähnte Firefox-Zusatzprogramm Noscript verhindert, dass Server auf meinem Rechner Programmcode (z.B. die Darstellung von Anzeigen, aber auch von schädlichem Code) ausführen, die ich gar nicht ansurfe. Deutlicher: Wenn ich Faz.net aufrufe, darf Faz.net an meinen Browser Code liefern, überlicherweise eine Webseite. Das ist völlig in Ordnung, denn ich habe Ihre Seite ja aufgerufen. Meine Entscheidung, mein Risiko.

    Alle anderen Server dürfen mir, quasi Huckapack via Faz.net, nichts ausliefern. Hab ich nicht bestellt. Dass Ihre Anzeigenabteilung dann Schluckauf bekommt, ist schon klar, aber das ist nicht mein Problem.

    Netterweise lässt mich Nocript auch genau wissen, welche Server denn da gern meinen Browser penetrieren möchten. Falls ich das will, kann ich dann nämlich einzeln freischalten (dauerhaft oder nur für diese eine Browser-Session).

    Bei www.faz.net (siehe Bild) sind das google.com und googletagmanager.com. Wozu muss eigentlich Google wissen, dass ich gerade die FAZ im Netz lese? Und warum wollen Sie das eigentlich – oder wissen Sie das gar nicht?

    Weiter ruft www.faz.net facebook.net und twitter.com auf. Da gilt dieselbe Frage: Wozu muss Facebook wissen, dass ich FAZ lese? Wozu Twitter? Und warum lassen Sie das überhaupt zu? Schon klar, Sie wissen vermutlich gar nichts davon, der „Chefredakteur Digitale Produkte“ kann sich ja nicht um jedes Detail kümmern und Ihre Programmierer wollen eben die Like-Buttons nutzen. Aber mein Nutzen ist das definitiv nicht, und wenn ich surfe, geht es mir um meinen Nutzen, da hoffe ich auf Ihr Verständnis.

    Ebenso ruft www.faz.net iqcontentplatform.de auf. Den Server kenne ich nicht. Will ich auch gar nicht kennen, wozu denn auch? Aber wieder dieselben Fragen: Was geht das iqcontentplatform an, dass ich gerade die Faz lese? Und warum lassen Sie das zu?

    Dieselben Fragen gelten auch für plista.com und chartbeat.com. Kenn ich beide nicht, und wünsche auch gar nicht, deren Bekanntschaft zu machen. Die haben kein Recht auf meine Daten! Schon gar nicht, ohne dass ich’s weiss.

    Das sind jetzt ganz schön viele Fragen. Mehr, als Sie mir gestellt haben. Deswegen eine kurze Zusammenfassung:

    Lieber Herr Müller von Blumencron,

    bei mir läuft ein Adblocker, weil Sie sonst mit meinen Daten Schindluder treiben. Wie sehr, ist Ihnen vermutlich gar nicht bewusst.

    Werden Sie mal deutlich in Ihren Aussagen: Verwenden Sie Werbung, die mich stört und mich nicht ausforscht. Nicht nur „in der Regel“ nicht, sondern eben: gar nicht.

    Und lassen Sie Ihre Seite mal doch mal sauber programmieren: Dass meine Daten bei Ihnen auflaufen, sobald ich Sie ansurfe, das ist in Ordnung. Meine Entscheidung, mein Risiko. Aber das Sie meine Daten mal eben an sieben andere Server weiterleiten, das ist absolut nicht in Ordnung. Verstehen Sie das, lieber Herr Müller von Blumencron?

    Sagen Sie klar, was Sache ist (Ihre „Policy“, unverschwiemelt) und programmieren Sie Ihre Seite sauber. Dann schalte ich auch meinen Adblocker aus.

    Ist das ein Angebot?

    Ganz herzlichst,
    Albrecht Ude

  • Journalismus & Recherche » Informationsfreiheit

    Lieber Herr Müller von Blumencron,

    dass ich die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), im Netz unter faz.net, nicht oft aufrufe, versteht jeder, der meine politsche Haltung und die der FAZ kennt. Ausnahmen mache ich lediglich für das Feuilleton. Aber manchmal tauchen FAZ-Artikel in Pressespiegeln auf, d.h. Andere weisen mich auf wichtige Artikel hin. Und dann klicke auch ich zuweilen auf Faz.net.

    So heute. Ehe ich den Artikel zu Gesicht bekomme, erscheint darüber ein Anschreiben von Ihnen. Es lautet:

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    wir freuen uns, dass Sie FAZ.NET nutzen. Jeden Tag arbeitet unsere Redaktion die wichtigsten Ereignisse für sie auf, berichtet, analysiert, kommentiert. Viele dutzend Kollegen sorgen dafür, dass Sie sich rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, auf unserer Webseite verlässlich über den Gang der Welt informieren können. Und das alles kostenlos.

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    Ihr Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Produkte

    Stimmt, bei mir läuft ein Adblocker namens Noscript. Den empfehle ich Ihren Lesern sehr nachdrücklich, denn er leistet sehr gute Arbeit für meine Sicherheit.

    Aber ich möchte auch auf Ihre Frage antworten. Ihr Schreiben ist so nett. Ob es stimmt, dass ich mich „rund um die Uhr, sieben Tage die Woche,“ auf Ihrer Webseite „verlässlich über den Gang der Welt informieren“ kann, nun, dass ist vielleicht eine andere Diskussion.

    Sie schreiben „Auf unserer Webseite finden Sie in der Regel keine Pop-Ups, Layer oder ähnliche aggressive Werbeformen, sondern meist klassische Anzeigen.“ Geben Sie doch mal Butter bei de Fisch: Streichen Sie das „in der Regel“ und das „meist“, die Ihre Aussagen verschwiemeln. Nüchtern sagen Sie ja nur, dass sie „Pop-Ups, Layer oder ähnliche aggressive Werbeformen“ eben doch einsetzen, nur eben „in der Regel“ nicht, was immer Ihre Regeln dabei sein mögen. Die des Marktes, mutmaße ich mal. Der Markt ist aber nicht mein Freund.

    Aber ins Detail: Das oben erwähnte Firefox-Zusatzprogramm Noscript verhindert, dass Server auf meinem Rechner Programmcode (z.B. die Darstellung von Anzeigen, aber auch von schädlichem Code) ausführen, die ich gar nicht ansurfe. Deutlicher: Wenn ich Faz.net aufrufe, darf Faz.net an meinen Browser Code liefern, überlicherweise eine Webseite. Das ist völlig in Ordnung, denn ich habe Ihre Seite ja aufgerufen. Meine Entscheidung, mein Risiko.

    Alle anderen Server dürfen mir, quasi Huckapack via Faz.net, nichts ausliefern. Hab ich nicht bestellt. Dass Ihre Anzeigenabteilung dann Schluckauf bekommt, ist schon klar, aber das ist nicht mein Problem.

    Netterweise lässt mich Nocript auch genau wissen, welche Server denn da gern meinen Browser penetrieren möchten. Falls ich das will, kann ich dann nämlich einzeln freischalten (dauerhaft oder nur für diese eine Browser-Session).

    Bei www.faz.net (siehe Bild) sind das google.com und googletagmanager.com. Wozu muss eigentlich Google wissen, dass ich gerade die FAZ im Netz lese? Und warum wollen Sie das eigentlich – oder wissen Sie das gar nicht?

    Weiter ruft www.faz.net facebook.net und twitter.com auf. Da gilt dieselbe Frage: Wozu muss Facebook wissen, dass ich FAZ lese? Wozu Twitter? Und warum lassen Sie das überhaupt zu? Schon klar, Sie wissen vermutlich gar nichts davon, der „Chefredakteur Digitale Produkte“ kann sich ja nicht um jedes Detail kümmern und Ihre Programmierer wollen eben die Like-Buttons nutzen. Aber mein Nutzen ist das definitiv nicht, und wenn ich surfe, geht es mir um meinen Nutzen, da hoffe ich auf Ihr Verständnis.

    Ebenso ruft www.faz.net iqcontentplatform.de auf. Den Server kenne ich nicht. Will ich auch gar nicht kennen, wozu denn auch? Aber wieder dieselben Fragen: Was geht das iqcontentplatform an, dass ich gerade die Faz lese? Und warum lassen Sie das zu?

    Dieselben Fragen gelten auch für plista.com und chartbeat.com. Kenn ich beide nicht, und wünsche auch gar nicht, deren Bekanntschaft zu machen. Die haben kein Recht auf meine Daten! Schon gar nicht, ohne dass ich’s weiss.

    Das sind jetzt ganz schön viele Fragen. Mehr, als Sie mir gestellt haben. Deswegen eine kurze Zusammenfassung:

    Lieber Herr Müller von Blumencron,

    bei mir läuft ein Adblocker, weil Sie sonst mit meinen Daten Schindluder treiben. Wie sehr, ist Ihnen vermutlich gar nicht bewusst.

    Werden Sie mal deutlich in Ihren Aussagen: Verwenden Sie Werbung, die mich stört und mich nicht ausforscht. Nicht nur „in der Regel“ nicht, sondern eben: gar nicht.

    Und lassen Sie Ihre Seite mal doch mal sauber programmieren: Dass meine Daten bei Ihnen auflaufen, sobald ich Sie ansurfe, das ist in Ordnung. Meine Entscheidung, mein Risiko. Aber das Sie meine Daten mal eben an sieben andere Server weiterleiten, das ist absolut nicht in Ordnung. Verstehen Sie das, lieber Herr Müller von Blumencron?

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    Ganz herzlichst,
    Albrecht Ude

  • Journalismus & Recherche » Yahoo

    Der trivialste, mithin aber der schwierigste Schritt einer Online-Recherche, ist die Auswahl der Suchbegriffe. Damit steht und fällt die Effizienz der Recherche: Ist ein falscher Begriff dabei, der in den gesuchten Seiten nicht vorkommt, finde ich diese nicht; sind zu wenige oder zu wenig treffende Begriffe dabei, ertrinke ich in der Vielzahl von Treffern.

    Eine universelle Lösung für dieses Problem habe ich nicht, aber eine Reihe von Regeln und Tipps:

    1.) Möglichst viele Suchbegriffe verwenden, Anzahl der Treffer reduzieren. Solange ich damit keine gewünschten Treffer ausschließe, kann und sollte ich weitere Suchbegriff hinzufügen. Beispiel: Auf der Suche nach dem Originaltext aus Shakespeares Hamlet kann ich dem Kernzitat [„to be or not to be“] problemlos alle weiteren Wörter aus dem Hamlet-Monolog hinzufügen, also: [„to be or not to be – that ist he question“]

    Im Beispiel reduziert sich die Anzahl der Treffer von 1 777 000 auf 704 000.

    2.) Was sind gute Suchbegriffe? Eigennamen von Personen, Werken, Orten, Gebäuden, Organisationen sind sehr gute Suchbegriffe. Solange es sich sinnvoll vermeiden lässt, sollten diese allerdings nicht als Phrase in Anführungszeichen gesucht werden! Die Anführungszeichen verhindern eine Suche nach anderen Schreibweisen, eingeschobenen weiteren Begriffen und anderen Abweichungen. (Am Beispiel einer Personensuche habe ich das hier ausführlich an einem Beispiel erklärt.)

    Im Zweifelsfall kurz die Ergebnisse mit und ohne Anführungszeichen vergleichen!

    3.) Wo finde ich gute Suchbegriffe?

    a) in der Trefferumgebung
    Beispiel: Nach der Eingabe von „to be or not to be“ kann ich, noch bevor ich eine der Trefferseiten aufrufe, weitere Suchbegriffe in der Ergebnisliste der Suchmaschine finden und mit ihnen meine Suchbegriffe ergänzen. In meinem Beispiel etwa die Begriffe [shakespeare hamlet] und die Ergänzung des Zitats (siehe 1.)

    b) in der Wikipedia Zum Einlesen ist sie immer geeignet – vor allem, wenn ich mit dem Thema nicht vertraut bin oder aber in einer Fremdsprache recherchiere. Mit dem Wörterbuch einen Suchbegriff treffend zu übersetzen, gelingt in der Regel nicht.

    Beispiel: ich habe mal lange mit dem Suchbegriff [sects] für Sekten gesucht – die Übersetzung ist zwar treffend, aber aus Gründen der political correctness verwenden die Amerikaner statt [sects] lieber den neutraleren Begriff [religious groups]

    4.) Zwei Ansätze: Nehme ich Suchbegriffe aus der Überschrift oder aus dem Inhalt? Paul Myers (BBC) verwendet die nachfolgende Analogie, wenn er erklärt, wie man an die Auswahl der Suchbegriffe herangehen kann: Gute Sachbücher haben ein Inhaltsverzeichnis und einen Index: Während ich im Index alle relevanten Fundstellen für einen Begriff finde, taucht der Suchbegriff im Inhaltsverzeichnis vielleicht nur an einer Stelle auf, dafür führt er dort zu einem sehr relevanten Eintrag.

    Wer in unserem Beispiel nach [berühmte Zitate Shakespeare] sucht, mag fündig werden, schließt aber alle Treffer aus, die für [berühmt] oder [Zitat] einen anderen Begriff verwenden, etwa auf Englisch.

    Pauls Beispiel zeigt diesen Denkansatz noch besser. Wer nach einer Liste ermordeter Prominenter sucht, kann natürlich überlegen, was jemand, der eine solche Liste erstellt, in die Überschrift schreibt. Schon nach ersten Überlegungen und nur auf Deutsch kommt dabei eine komplexe aber unzureichende Suchanfrage zustande:

    [(Liste OR Verzeichnis OR Übersicht) (ermordet OR getötet OR umgebracht OR erschossen) (Prominenter OR Politiker OR Stars OR Künstler)]

    Eine solche Schnittmengensuche mit Hilfe des Operators OR kann sinnvoll sein (dazu in einer späteren Folge mehr), in diesem Fall ist sie es nicht, da es zu viele Synonyme gibt, und ich diese zudem in 3-4 Sprachen berücksichtigen sollte.

    Zielführender ist hier die Frage: Welche Namen sollten auf der Liste auftauchen?

    [John F. Kennedy] sollte dabei sein. Wer noch? Statt nun weitere ermordete amerikanischen Präsidenten hinzugefügt werden, sollte überlegt werden, welche Namen möglichst einen größeren Zugewinn für diese Suche bringen. Etwa: [John Lennon] gut, ein Künstler, kein Politiker, aber auch USA [Gandhi] gut, anderer Kontinent (und nebenbei gleich 3 Ermordungen: Mahatma Gandhi, sowie Nehrus Tochter Indira Gandhi und deren Sohn Rajiv Gandhi] [Benazir Bhutto] gleicher Kontinent wie Gandhi, aber eine Ermordung, die noch nicht solange zurück liegt, damit werden inaktuelle Listen ausgeschlossen; (damit könnte man Gandhi wieder als Suchbegriff entfernen)

    [Caesar] gute Ergänzung, wenn die Liste, denn auch die ältere Geschichte abdecken soll.

    5.) Aus dem Beispiel unter 4. folgt der allgemeine Rat:
    Stell Dir das Dokument vor, dass Du suchst! Was steht da drauf? Welche Begriffe werden für das, was ich suche, verwendet?
    Tückisch sind viele Behördenseiten. So wird z.B. in Gesetzen und Verordnungen nicht von Prozentsätzen gesprochen, sondern von „von Hundert-Sätzen“ (v.H.) – der Suchbegriff [„v.H.“] ist daher auf der Suche z.B. nach Steuersätzen ein guter und erklärt, warum der Suchbegriff [Prozent OR %] oft weniger gut geeignet ist. Aber Achtung, das Bundesfinanzministerium verwendet in Pressemitteilungen durchaus Prozentangaben. Lösung: [„v.H.“ OR Prozent OR %].

    6.) Und sonst noch: Über Suchbegriffe a) Reihenfolge matters: bei 2 oder 3 Suchbegriffen macht die Reihenfolge einen Unterschied im Ranking der Treffer (nicht in der Anzahl. Beispiel zum Ausprobieren und Merken: [Hilton Paris] vs. [Paris Hilton] b) Synonyme berücksichtigen und mit [OR] verbinden! c) Substantive sind besser als Verben! d) Solange ich kein [+] oder [„“] benutze findet Google auch andere Schreibeweisen und trunkiert meine Suchbegriffe!

    z.B. [photographie] findet sowohl „Fotografie“ als auch „fotografisch“ oder „photographischen“

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » 15. DFN-Workshop in Hamburg (2. Tag)

    Heute Vormittag geht es um die Online-Durchsuchung und die „Remote Forensic Software“.

    [AUde]

    Dirk Fox Der Feind auf meiner Festplatte

    Realisierung, Grenzen und Risiken der „Online-Durchsuchung“

    (Fox ist GF Secorvo, Hrsg. DuD und Verfasser der Stellungnahme zur „Online-Durchsuchung“ – Verfassungsbeschwerden 1 BvR 370/07 und 1 BvR 595/07 / Version 1.1, Stand 29. September 2007
    (PDF-Datei, 17 S., 115 KB)

    Idee der Online-Durchsuchung stammt noch von Otto Schily. Derzeit laufen mehrere Verfassungsbeschwerden, für den 27.02. hat das BVerfG seine Entscheidung angekündigt.

    Wichtig: Online-Durchsuchung meint lt. Innenministerium sowohl „Online-Durchsicht“ wie auch „Online-Überwachung“. Es geht also um weit mehr, als nur einen einmaligen Zugriff. Ausserdem soll sich der Zugriff nicht nur auf PCs beschränken. Wörtlich genommen, sind „informationstechnische Systeme“ alle vernetzen Geräte mit Chip – auch z.B. medizinische Analysegeräte.

    Was den Plänen des Staates fehlt, ist jegliche Verhältnismäßigkeit (die in einem Rechtsstaat Verfassungsrang hat).

    Fazit: Online-Durchsuchung zu realisieren ist aufwändig, zu verhindern trivial.

    Insgesamt sind die Pläne für die Online-Durchsuchung vor allem ein Zeichen für die
    rapide schwindende Sensibilität des Staates für rechtsstaatliche Grenzen

    Dr. Christoph Wegener
    Hintergründe zum Vorhaben „Online-Durchsuchung“

    (Folien zu diesem Vortrag auf der Website des Refereten www.wecon.net ).

    Im BKA-Gesetz (Referentenentwurf beim CCC zu haben) steht noch viel mehr als nur die Pläne zur Online-Durchsuchung, etwa die „Lokalisierung von Mobilfunkgeräten“.

    Klickempfehlung zum Abschluß:
    www.bundestrojaner.net

    Anschließend eine auffallend lange Frage- und Diskussionsrunde.
    Die beiden nächsten Vorträge haben geringen Recherchebezug. Nachher kommt noch das Tutorium „Praktische Rechtsfragen“).

    [AUde]

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Internationales CAR-Seminar in Frankfurt/Oder

    Mo./Do., 20./21.12.1006, Frankfurt / Oder, Viadrina.
    Bewerbungsschluss: So., 12.11.2006.

    Das World Press Institute veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Tagesspiegel und anderen Organisationen ein kostenfreies Seminar über computergestützte Recherchetechniken und Grundzüge des aufklärenden Journalismus. Die Seminarsprache ist Englisch.

    Themenfelder: 1. Computergestützte Recherche und Datenverarbeitung , 2. Internet-Recherche für Fortgeschrittene ,

    3. Aufklärerischer/aufdeckender Journalismus – „Transparency Reporting“ .

    Schriftliche Bewerbung (auch per E-Mail) inklusive kurzer Zusammenfassung der bisherigen Berufslaufbahn und kurzer Ausführung über Interesse an dem Seminar an: Der Tagesspiegel, c/o Lars von Toerne, 10876 Berlin

    toerne@tagesspiegel.de .

    Weitere Informationen auf dem Server des netzwerk recherche, aus dessen Newsletter dieser Hinweis stammt.

    [AUde]

    Tags: CAR