Kategorie: Allgemein

  • Journalismus & Recherche » leif kramp

    Eine schöne Zusammenfassung der Studie „Journalismus in der Berliner Republik – Wer prägt die politische Agenda in der Bundeshauptstadt?“ (komplett abrufbar als PDF, 700 KB), von Leif Kramp und Stephan Weichert (herausgegeben vom Netzwerk Recherche) gibt es auf der Schweizer Seite medienheft.ch:

    Von Kanzlermachern und Politikberatern – Oder wer die politische Agenda bestimmt – Stephan Weichert und Leif Kramp.

    Ein Auszug:

    Die Recherchesituation der Hauptstadtjournalisten ist von einer starken Ambivalenz geprägt, die sich aus dem Zusammenspiel von Nähe und Distanz, Ausnutzen und Anfreunden ergibt. Hinzu kommen zuweilen auch Wissenslücken in Bezug auf die Sachthemen und das jeweilige Gegenüber. Die für den Recherchejournalismus zentrale Frage, warum in Berlin so wenig bzw. so mangelhaft recherchiert wird, lässt sich auf Grundlage der Befragung zwar nicht eindeutig beantworten. Die Befunde legen allerdings die Vermutungen nahe, dass (1) aktualitätsgebundene Redaktionen generell weniger recherchieren, (2) die Zentralredaktionen eine umfassende Recherche gar nicht unbedingt erwarten, (3) Recherchen – im ökonomischen und ideellen Sinn – nicht (mehr) angemessen honoriert werden und (4) generell nach einem „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Prinzip gehandelt wird: Bei einer kritischen Berichterstattung könnten wertvolle Recherchequellen für immer versiegen, umgekehrt könnten publizistische Liebesdienereien und ein Hinwegsehen über Missstände einen dauerhaften Zugang zu Exklusivinformationen garantieren.

  • Journalismus & Recherche » Wired

    Der arme Steve Jobs! Über seine Erscheinung und seinen Gesundheitszustand wurde öffentlich so stark spekuliert, dass es den Aktienkurs von Apple beeinflusste. Totgesagt wurde er auch schon mal, oder genauer: Bloomberg financial newswire hatte am 27.08.2008 einen augenscheinlich auf Vorrat verfassten Nachruf (immerhin 17 Seiten!) versehentlich online gestellt.

    Und nun das: Auf der Site von Wired erschien am 22. Januar die Meldung, Jobs sei einem Herzinfarkt erlegen („Breaking: Steve Jobs in has had a Cardiac Arrest“)

    Ein Hoax, eine Ente. Jemand hatte eine Schnittstelle zum Hochladen von Bildern (einen Online-Viewer) genutzt, um einen gefakten Artikel als Grafik auf die Site zu bringen, wo er dann unter dem Wired-Logo erschien. Den Link darauf verbreitete er bei Twitter.

    So leicht geht das also; scheint’s eine besondere Form des „user generated content“ – ein Kuckucksei. Viele Leser der Ente werden vermutlich nicht gemerkt haben, dass sie eine Grafik lesen, statt eines gerenderten Textes. Wohl auch, weil darüber das Logo eines bekannten Mediums prangte. Wired hat die Lücke mittlerweile geschlossen.

    (gefunden bei intern.de)

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Von Kanzlermachern und Politikberatern – Oder wer die politische Agenda bestimmt – Stephan Weichert und Leif Kramp

    Eine schöne Zusammenfassung der Studie „Journalismus in der Berliner Republik – Wer prägt die politische Agenda in der Bundeshauptstadt?“ (komplett abrufbar als PDF, 700 KB), von Leif Kramp und Stephan Weichert (herausgegeben vom Netzwerk Recherche) gibt es auf der Schweizer Seite medienheft.ch:

    Von Kanzlermachern und Politikberatern – Oder wer die politische Agenda bestimmt – Stephan Weichert und Leif Kramp.

    Ein Auszug:

    Die Recherchesituation der Hauptstadtjournalisten ist von einer starken Ambivalenz geprägt, die sich aus dem Zusammenspiel von Nähe und Distanz, Ausnutzen und Anfreunden ergibt. Hinzu kommen zuweilen auch Wissenslücken in Bezug auf die Sachthemen und das jeweilige Gegenüber. Die für den Recherchejournalismus zentrale Frage, warum in Berlin so wenig bzw. so mangelhaft recherchiert wird, lässt sich auf Grundlage der Befragung zwar nicht eindeutig beantworten. Die Befunde legen allerdings die Vermutungen nahe, dass (1) aktualitätsgebundene Redaktionen generell weniger recherchieren, (2) die Zentralredaktionen eine umfassende Recherche gar nicht unbedingt erwarten, (3) Recherchen – im ökonomischen und ideellen Sinn – nicht (mehr) angemessen honoriert werden und (4) generell nach einem „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Prinzip gehandelt wird: Bei einer kritischen Berichterstattung könnten wertvolle Recherchequellen für immer versiegen, umgekehrt könnten publizistische Liebesdienereien und ein Hinwegsehen über Missstände einen dauerhaften Zugang zu Exklusivinformationen garantieren.

    Tags: Berlin, Berliner Republik, Hauptstadtjournalismus, Hintergrundgespräch, leif kramp, politik, politikberichterstattung, stephan weichert

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Kongress des SuMa e.V. 2007 in Berlin

    SuMa e.V. ist der Gemeinnütige Verein zur Förderung der Suchmaschinen-Technologie und des freien Wissenszugangs. Der Geschäftsführer ist Dr. Wolfgang Sander-Beuermann, einer der Entwickler von MetaGer. Die Aktivität dieses kleinen, feinen Vereins sind nach meiner Kenntnis immer durchdacht und im Wortsinn bemerkenswert.

    Der SuMa-eV lädt zum Kongress 2007: Suchmaschinen – juristisch, technisch, wirtschaftlich, politisch. Der findet statt am Donnerstag, den 20.9.2007, ab 10.00 Uhr in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund, In den Ministergärten 10, 10117 Berlin.

    Die Teilnahme an der Veranstaltung ist für SuMa-eV Mitglieder frei. Der Kostenbeitrag für Nicht-Mitglieder beträgt: 60,- EUR bei Anmeldung bis zum 6.9.07 90,- EUR bei kurzfristiger Anmeldung ab dem 7.9.07

    Für Schüler, Studenten usw. gilt jeweils 1/3 des Beitrags.

    Kongress-Teilnehmer, die auch am Mittagessen teilnehmen wollen, müssen das bei ihrer Anmeldung mit vermerken: hierfür sind 15,- EUR (zusätzlich) vorab zu überweisen.

    Anmeldungen können ab sofort durch formlose kurze email an anmeldung [at] suma-ev.de erfolgen. Dazu parallel ist für Nicht-Mitglieder der Kostenbeitrag auf das Konto des SuMa-eV (Nr.: 101 402 477, BLZ: 250 500 00 Nord/LB, Hannover) zu überweisen.

    Ich rate dringend zur Teilnahme – und bedauere sehr, selbst am 20.09. verhindert zu sein.

    Kongress des SuMa e.V. 2007
    http://suma-ev.de/forum07/

    Tags: Berlin, Google, Kongress, Landesvertretung, Metager, MSN, Niedersachsen, Suchmaschine, Suma, Veranstaltung, Verein, Yahoo

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Apples Spotlight will nicht? Wie man ihm Beine macht

    Tags: Desktopsuche

    This entry was posted on Tuesday, January 31st, 2006 at 00:22 and is filed under Mac & PC. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Skript Anonymisierung ist online

    Im Seminar „Online-Recherche für Fortgeschrittene“ an der Akademie für Publizistik (29.-31.10.) habe ich über Anonymisierung – Kommunikationssicherheit im Internet gesprochen.

    Das Skript ist jetzt online (PDF-Datei, 19 S., 59 KB). Die zwei Stunden ließen nur einen sehr knappen Überblick zu.

    Inhaltlich habe ich vor allem das Anonymisierungsnetzwerk TOR vorgestellt. Bis in die Einzelheiten erklärt wird TOR von Kai Raven: Anonym im Internet mit Anon-Plattformen.

    Wer TOR für den Dauerbetrieb fest auf einem Computer installieren möchte, findet auf der TOR-Homepage die benötigten Programme. Außerdem gibt es das Privacy Dongle – TOR für die Westentasche des FoeBuD e.V.. Das ist eine TOR-Software, die man auf einem USB-Stick installieren kann, so dass man auch an fremden Rechnern die Anonymität wahren kann.

    Den Firefox-Browser habe ich als Werkzeug für Rechercheure über den Klee gelobt. Dies vor allem, weil es für diesen Webbrowser eine Anzahl von praktischen Zusatzprogrammen gibt. Die stelle ich hier auf einer eigenen Seite vor.

    [AUde]

  • Journalismus & Recherche » Blog Archive » Buch: Web 2.0 für Journalisten

    Vom J-Lab, dem Institute for Interactive Journalism (University of Maryland Philip Merrill College of Journalism und the Knight Citizen News Network) stammt eine neue Veröffentlichung:

    Journalism 2.0 : How to Survive and Thrive. A digital literacy guide for the information age / Written by Mark Briggs. Foreword by Phil Meyer. Edited by Jan Schaffer

    © 2007 Mark Briggs, Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.5 License.

    {PDF-Datei, 2.017 KB, 132 S.}

    Nach erstem Durchblättern eine sehr brauchbare Einführung in die Publikationstechniken, die man gemeinhin als Web 2.0 bezeichnet. Für viele Journalisten sicherlich ein sehr lesenswerter Text. Den Untertitel „literacy guide“ finde ich aber etwas zu weit geworfen, denn der Text behandelt lediglich die Produktion und Publikation von internetbasierten Medien. Bedauerlicherweise wird auf Recherche im Web 2.0 nicht eingegangen.

    Unübersehbar ist die Verwandschaft des Buches zum Projekt J-Learning, das aus dem gleichen Hause kommt und das erwähnenswerte Journalism 2.0 Blog betreibt.

    Das Inhaltsverzeichnis: Introduction: A Smooth Sea Never Made a Skilled Sailor Chapter 1: FTP, MB, RSS, oh My! Chapter 2: Web 2.0 Chapter 3: Tools and Toys Chapter 4: New Reporting Methods Chapter 5: How to Blog Chapter 6: How to Report News for the Web Chapter 7: Digital Audio and Podcasting Chapter 8: Shooting and Managing Digital Photos Chapter 9: Shooting Video for News and Feature Stories Chapter 10: Basic Video Editing Chapter 11: Writing Scripts, Doing Voice-overs Epilogue: Putting it All Together

    Appendix: Script for Hurricane Family Feature

    (gefunden durch einen Hinweis von Thomas Mrazek bei Onlinejournalismus.de, die es wiederum von Mindy McAdams haben.)

    [AUde]

  • Journalismus & Recherche » stephan weichert

    Eine schöne Zusammenfassung der Studie „Journalismus in der Berliner Republik – Wer prägt die politische Agenda in der Bundeshauptstadt?“ (komplett abrufbar als PDF, 700 KB), von Leif Kramp und Stephan Weichert (herausgegeben vom Netzwerk Recherche) gibt es auf der Schweizer Seite medienheft.ch:

    Von Kanzlermachern und Politikberatern – Oder wer die politische Agenda bestimmt – Stephan Weichert und Leif Kramp.

    Ein Auszug:

    Die Recherchesituation der Hauptstadtjournalisten ist von einer starken Ambivalenz geprägt, die sich aus dem Zusammenspiel von Nähe und Distanz, Ausnutzen und Anfreunden ergibt. Hinzu kommen zuweilen auch Wissenslücken in Bezug auf die Sachthemen und das jeweilige Gegenüber. Die für den Recherchejournalismus zentrale Frage, warum in Berlin so wenig bzw. so mangelhaft recherchiert wird, lässt sich auf Grundlage der Befragung zwar nicht eindeutig beantworten. Die Befunde legen allerdings die Vermutungen nahe, dass (1) aktualitätsgebundene Redaktionen generell weniger recherchieren, (2) die Zentralredaktionen eine umfassende Recherche gar nicht unbedingt erwarten, (3) Recherchen – im ökonomischen und ideellen Sinn – nicht (mehr) angemessen honoriert werden und (4) generell nach einem „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Prinzip gehandelt wird: Bei einer kritischen Berichterstattung könnten wertvolle Recherchequellen für immer versiegen, umgekehrt könnten publizistische Liebesdienereien und ein Hinwegsehen über Missstände einen dauerhaften Zugang zu Exklusivinformationen garantieren.

  • Journalismus & Recherche » Ente

    Der arme Steve Jobs! Über seine Erscheinung und seinen Gesundheitszustand wurde öffentlich so stark spekuliert, dass es den Aktienkurs von Apple beeinflusste. Totgesagt wurde er auch schon mal, oder genauer: Bloomberg financial newswire hatte am 27.08.2008 einen augenscheinlich auf Vorrat verfassten Nachruf (immerhin 17 Seiten!) versehentlich online gestellt.

    Und nun das: Auf der Site von Wired erschien am 22. Januar die Meldung, Jobs sei einem Herzinfarkt erlegen („Breaking: Steve Jobs in has had a Cardiac Arrest“)

    Ein Hoax, eine Ente. Jemand hatte eine Schnittstelle zum Hochladen von Bildern (einen Online-Viewer) genutzt, um einen gefakten Artikel als Grafik auf die Site zu bringen, wo er dann unter dem Wired-Logo erschien. Den Link darauf verbreitete er bei Twitter.

    So leicht geht das also; scheint’s eine besondere Form des „user generated content“ – ein Kuckucksei. Viele Leser der Ente werden vermutlich nicht gemerkt haben, dass sie eine Grafik lesen, statt eines gerenderten Textes. Wohl auch, weil darüber das Logo eines bekannten Mediums prangte. Wired hat die Lücke mittlerweile geschlossen.

    (gefunden bei intern.de)

  • Journalismus & Recherche » politikberichterstattung

    Eine schöne Zusammenfassung der Studie „Journalismus in der Berliner Republik – Wer prägt die politische Agenda in der Bundeshauptstadt?“ (komplett abrufbar als PDF, 700 KB), von Leif Kramp und Stephan Weichert (herausgegeben vom Netzwerk Recherche) gibt es auf der Schweizer Seite medienheft.ch:

    Von Kanzlermachern und Politikberatern – Oder wer die politische Agenda bestimmt – Stephan Weichert und Leif Kramp.

    Ein Auszug:

    Die Recherchesituation der Hauptstadtjournalisten ist von einer starken Ambivalenz geprägt, die sich aus dem Zusammenspiel von Nähe und Distanz, Ausnutzen und Anfreunden ergibt. Hinzu kommen zuweilen auch Wissenslücken in Bezug auf die Sachthemen und das jeweilige Gegenüber. Die für den Recherchejournalismus zentrale Frage, warum in Berlin so wenig bzw. so mangelhaft recherchiert wird, lässt sich auf Grundlage der Befragung zwar nicht eindeutig beantworten. Die Befunde legen allerdings die Vermutungen nahe, dass (1) aktualitätsgebundene Redaktionen generell weniger recherchieren, (2) die Zentralredaktionen eine umfassende Recherche gar nicht unbedingt erwarten, (3) Recherchen – im ökonomischen und ideellen Sinn – nicht (mehr) angemessen honoriert werden und (4) generell nach einem „Zuckerbrot-und-Peitsche“-Prinzip gehandelt wird: Bei einer kritischen Berichterstattung könnten wertvolle Recherchequellen für immer versiegen, umgekehrt könnten publizistische Liebesdienereien und ein Hinwegsehen über Missstände einen dauerhaften Zugang zu Exklusivinformationen garantieren.