The World Fact Book der CIA ist zu bekannt, um es breit zu thematisieren. Jeder Rechercheur sollte diesen Länderalmanach kennen, es gibt schon einen Wikipedia-Eintrag dazu.
Weniger bekannt ist eine andere offene Quelle der CIA, die World Leaders. Das Verzeichnis listet für alle Staaten den Staatschef, den Regierungschef, die Kabinettsmitglieder, den Chef der Zentralbank sowie die Botschafter in den USA und bei der UNO auf. In der Selbstbeschreibung heißt es „The CIA publishes and updates the online directory of Chiefs of State and Cabinet Members of Foreign Governments regularly“.
Horst Seehofers Abgang nach Bayern bot gerade mal Gelegenheit nachzuschauen, wie schnell man jenseits des Teichs aktualisiert: Ilse Aigner wurde am 31. Oktober in ihr Ministeramt eingeführt. Auf der Deutschlandseite der World Leaders tauchte das am 3. November auf.
Kategorie: Allgemein
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World Leaders – Journalismus & Recherche
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Dezember 2010 – Journalismus & Recherche
Der Bundesverband der Pressebild-Agenturen und Bildarchive e.V. (BVPA) fordert seit Kurzem * den Erhalt der Metadaten in Fotos. Dem Verband geht es dabei um die Interessen der Urheber und Rechteinhaber, denn es würden „Bilder ohne Quellenangabe zum Spielball für jedermann, zum vermeindtlich rechtefreien Illustrationsobjekt, zum anonymen Content, dessen sich jeder bedienen zu können meint.“
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Transparency International unterstützt Beauftragte für Informationsfreiheit – Journalismus & Recherche
Transparency International hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der die Organisation die Beauftragten für Informationsfreiheit des Bundes und der Länder darin unterstützt, vom Deutschen Bundestag zu fordern, den Schutz von Hinweisgebern gesetzlich festzuschreiben und den Zugang zu amtlichen Informationen zu verbessern. Die Entschließungen sind noch nicht online.
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SuMa Awards 2011 – Preise für die Zukunft des digitalen Wissens – Journalismus & Recherche
Zum vierten Mal werden die Preise für die Zukunft des digitalen Wissens, die SuMa Awards verleihen.
Es gibt keine thematisch Einschränkungen: Eingereichte Arbeiten können künstlerisch, wissenschaftlich, literarisch, juristisch medial oder auch Programme sein – aufklärend, provokativ, veranschaulichend usw. Die Preise sind mit je 2.500,– Euro dotiert. Beispiele und Inspiration gibt es unter den bisherigen „Preisträgern“ und in der „Galerie“ auf der Website der SuMa-Awards. Die Preisverleihung findet im Rahmen des diesjährigen SuMa Kongresses am am 28.09.2011 in Berlin statt. Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2011. SuMa Awardshttp://suma-awards.de/ .
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Januar 2013 – Journalismus & Recherche
Wer twittert, sollte künftig noch besser überlegen, was er schreibt. Denn Löschen wirkt nicht mehr. Zwar kann man auf Twitter nach wie vor löschen, aber alle (öffentlichen) Kurznachrichten („Tweets“) werden künftig von der Library of Congress (LoC) archiviert – derzeit sind das um 170 Milliarden Nachrichten. Soweit ein Whitepaper der Washingtoner Bibliothek, dass diesen Monat publiziert wurde.
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Neue Nachrichtensuche: Silobreaker – Journalismus & Recherche
Nachrichtensuchen sind inzwischen zahlreich vorhanden. Nun kommt auch noch das Angebot der britischen Firma Silobreaker dazu. Diese Suche will mit den Großen konkurrieren, indem sie ungefähr 10.000 Nachrichtenseiten, Blogs und andere Quellen nicht nur durchsucht, sondern die Nachrichten auch automatisch mit Tags versieht und versucht, sie so zu präsentieren, dass sie in einem Kontext erscheinen. Wie der Screenshot zeigt, haut das derzeit noch nicht besonders überzeugend hin (warum ein Bild von Kate Moss zu einem Großfeuer in London?), aber man kann’s ja mal auf die Beobachtungsliste setzen… (MS)

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Seitenhieb auf das Web-Adressbuch – Journalismus & Recherche
SCNR: Wenn man auf einer Website den Button findet
Diese Web-Seite gehört zu den 6.000 wichtigsten deutschenInternet-Adressen 2008
dann ist das selbstverständlich nicht nur eine Aussage über die betreffene Site, sondern auch über das Web-Adressbuch. Und welche Site schmückt sich mit dem Button?
Jablos virtuelles Kotztüten-Museum
www.kotztueten-museum.de
Wohlvermerkt. Ich schätze solche Kuriosa sehr! Um so mehr, als ich durch eine Bildergalerie und ein Interview mit Sammler Georg Jablonowski in der ZEIT online darauf aufmerksam wurde. Aber eine der „6.000 wichtigsten deutschen Internet-Adressen 2008“?
Nunja… was ist schon wichtig?! -
Juli 2013 – Journalismus & Recherche
In welcher Zeit leben wir! In welchem Land leben wir!
„Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) [hat] die Deutschen aufgerufen, selbst mehr für den Schutz ihrer Daten zu tun. Verschlüsselungstechnik oder Virenschutz müssten mehr Aufmerksamkeit erhalten, sagte Friedrich nach seiner Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) des Bundestages zu der Spähaffäre.“ (so Zeit Online). Wüsste man nicht um die näheren Umstände, man würde sich ja glücklich schätzen! Aus gegebenem, quasi ministeriellen Anlass also, als kleine Handreichung:Kurze Anleitung zu überwachungsfeindlichem Verhalten
Wie viel Sie überwacht werden, entscheiden Sie mit. Jeder bestimmt durch sein eigenes Verhalten, wie weit die Überwachung durch Geheimdienste und Firmen geht und wie schwer es die Überwacher haben. Man kann viel tun und sollte es tunvon Albrecht Ude (PDF-Datei, 7 S., 92 KB)
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David Crawford – Wie man Software für journalistische Projekte nutzt – Journalismus & Recherche
David, früher freier Journalist und heute Korrespondent des Wall Street Journal Europe, erzählt, dass er bei der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung war, Kenntnisse hatte und gerne „gefummelt“ habe. CAR in seinem Verständnis praktiziert er seit den 80er Jahren. Als er dann etwa mit einer Stasi-Recherche begonnen hat, sei das sehr hilfreich gewesen.
„Heimatkunde – die unendlich lange Liste ehemaliger Stasi-Objekte“, war eine Recherche, die als Sonderausgabe der taz erschienen ist. Schöne Anekdote dazu: er freute sich, dass er Daten auf Disketten gefunden hatte, und sehr enttäuscht, als er feststellte, dass sie verschlüsselt waren. Beim Chaos Computer Club in Hamburg habe man dann zehn Minuten gebraucht, um sie zu entschlüsseln. Heute recherchiert David zum Thema Terrorismus. Dabei gebe es zwei große Probleme: erstens stehen wenige Informationen zur Verfügung. Zweitens sind alle Beteiligten sehr schnell bereit zu klagen. Daher müssen alle Geschichten gerichtsfest belegt sein. Das versucht er dadurch zu erreichen, dass beinahe sämtliche Daten gescannt und gespeichert werden. Das Wall Street Journal leistet es sich, diese Daten von Dienstleistern aufbereiten zu lassen. Als in Deutschland ein Teil der Ermittlungsakten zum Attentat vom 11. September für Nebenkläger geöffnet wurde, ist David durch Beziehungen zu ihnen in den Besitz von fast 100 Aktenordnern bekommen. Er sei wahrscheinlich bis heute der einzige, der diese Daten hat.David erzäht nicht, wie er jeweils an die Daten gekommen ist; das sei bei jeder Recherche anders und hat mit dem Einsatz von Computern in seiner Arbeit nichts zu tun. Aber er demonstriert, dass er beinahe alle Dokumente als Scans in seiner Datenbank gespeichert und aufbereitet hat. So konnte er feststellen, dass bei einem bestimmten Verdächtigen (den Namen habe ich nicht verstanden), der in Düsseldorf angeklagt war, seinen Arbeitsvertrag bereits gespeichert hatte. Beim Datenbankabgleich konnte er Kollegen finden, die mit ihm zusammen gearbeitet hat, die er dann interviewen konnte. Nicht als Verdächtige, sondern als Zeugen.
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Kommunikationssicherheit – Journalismus & Recherche
Do., 28.02.2013, Berlin, Redaktion Zeit online.
Patrick Beuth, Redakteur im Ressort Digital bei Zeit online, hat in einer kurzen Serie die wichtigsten Werkzeuge für Anonymisierung und Verschlüsselung vorgestellt. Die Beiträge seiner Serie Mein digitaler Schutzschild sind sehr lesbar und anwendungspraktisch verfasst.