Kategorie: Allgemein

  • Die New York Times über Google und SEO: Die schmutzigen kleinen Suchtricks – Journalismus & Recherche

    In dem fantastischen Artikel The Dirty Little Secrets of Search beschreibt David Segal, wie die Firma für Suchmaschinen-Optimierung (SEO) SearchDex, offenbar im Auftrag der US-Kaufhauskette J.C. Penny, erfolgreich Googles Relevanz-Algorithmus hereingelegt hat. Die Geschichte ist ein Recherche-Lehrstück und zugleich spannende Aufklärung darüber, wie Googles Suche funktioniert.

  • zur Person – Journalismus & Recherche

    Für wenig Zeilengeld mit 17 Jahren zum Journalistendasein verführt worden – Lokalreporter für die Rheinpfalz. Zuvor schon Schülerzeitung mit Schreibmaschine und Atari1040ST erstellt, am Apple IIe programmieren gelernt; erster PC 1990, bezahlt mit einem zinslosen Darlehen des Verlegers – der für das Selbsterfassen der Artikel zehn Prozent mehr Honorar bietet und nach und nach die Text-Erfasserinnen einspart. Seither auch ohne Internet immer mit anderen Computern verbunden – über ein 2400 baud-Modem am PC und über den Bildschirmtext der Deutschen Post.
    Nachdem Zivildienst im Praktikum bei Radio Ohr (Offenburg) gelernt, Magnetband zu schneiden (und zu kleben); in der Hörfunk-Nachrichtenredaktion des Norddeutschen Rundfunks (NDR, Hamburg) die Nachrichten der Sekretärin diktiert – selbst-tippen war verpönt. Weitere Praktikums-Stationen: TEMPO (Jahreszeiten-Verlag, Hamburg); tina (Heinrich-Bauer-Verlag, Hamburg); Südwestfunk (Baden-Baden), ARTE-Redaktion (Straßburg).

    Der nächste Verlag stellt ein Fax in der Studentenbude auf – für die Manuskripte gibt es Durchschlagpapier. Nach einem Praktikum bei TEMPO wird jeden Monat die Rubrik „Top Ten“ recherchiert. 1993 Gründung des studentischen Journalistenbüros „forte“ (fotos –recherchen – texte) – Artikel für zahlreiche Regionalzeitungen bundesweit, einzelne Texte werden mehr als dutzendfach gedruckt.

    Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften in Siegen, Berlin und Colchester (UK) (Politischer Ökonom (M.A.), Abschlussarbeit: The Licence Raj revisited. The Political Economy of economic Reforms in India) Nach dem Studium dann auf damals noch sogenannte elektronische Medien umgestiegen: Beiträge für das DeutschlandRadio und redaktionelle Mitarbeit an drei arte-Themenabenden des SWF. Von 1997 an beim ZDF in Mainz – zunächst als Rechercheur. Die „internetfähigen“ Computer stehen damals ausschließlich in der Bibliothek, Rechercheergebnisse landen auf Papier und 3,5 Zoll-Disketten. Von 1998 bis zum Februar 2000 dann Redakteur und Reporter.

    Gründung der Produktionsfirma autoren(werk) GmbH & Co.KG. Seit September 2000 geschäftsführender Autor und Produzent von Magazinbeiträgen und langen Formaten sowie Entwickler von Rubriken und Sendungsformaten. Erster eigener Schnitt-Computer – ein AVID Symphony – als Vorführgerät für rund eine halbe Million D-Mark.

    Produzent von Beiträgen und Rubriken, u.a. „WISO ermittelt“ (2004-2013), mehrere ARD-Dokus (u.a. „Das Massaker von Erfurt“, 2002), kurze Abstecher ins Privatfernsehen („Frauentausch“, Süddeutsche TV), 2012 Entwicklung und Produktion der Reihe „Oma-Trick“ für WISO und zdf.info. Das Unternehmen verfügt mittlerweile über fünf Schnittplätze, eigene (bandlose) EB-Kameratechnik und ein kleines Greenbox-Studio, in dem u.a. wisskomm.tv, streik.tv und politsnack.de produziert wurden.

    Eigene Beiträge und Co-Autorenschaften für WISO, Frontal 21, Fakt, Plusminus, zdf.umwelt, planet-e, ZDF spezial, Hallo Deutschland, mit mir nicht! und das Mittagsmagazin. Die Dokumentation „Solo für Bubendorfer“ (arte/ZDF, 2002; zusammen mit Stefan Albrecht) wird 2003 mit der „Goldenen Kamera Alpin“ ausgezeichnet (Internationales Berg- und Abenteuerfilmfestival, Graz).

    Seit 1998 Trainer für Recherche und TV-Journalismus. Heute u.a. für folgende Institutionen:

    • Akademie für Publizistik (Hamburg),
    • evangelische Journalistenschule (EJS, Berlin),
    • Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung,
    • Leipzig School of Media,
    • Deutsche-Welle-Akademie (u.a. Einsätze in Afrika und Asien),
    • Akademie der Bayerischen Presse (München),
    • Deutsche Journalistenschule (München),
    • Burda-Journalistenschule (Offenburg),
    • Institut zur Förderung des publizistischen Nachwuchs (ifp, München),
    • ARD.ZDF Medienakademie,
    • Kuratorium für Journalistenausbidlung (KfJ) (Salzburg),
    • Hochschule Darmstadt.

    Seit 2011 auch Schulungen für Mitarbeiter von Polizei und Versicherungen, u.a. Vorträge an der Deutschen Hochschule der Polizei (Münster).
    Weitere Vorträge und Workshops im In- und Ausland, u.a. BIRN summer school for investigative reporting, Global Investigative Journalism Conference

    Weitere Stationen (ohne aktuelle Aufträge/Seminare): Macromedia Fachhochschule (Campus München), Georg von Holtzbrinck Schule für Wirtschaftsjournalisten (Düsseldorf), Friedrich Ebert Stiftung (Bonn), Hochschulde der populären Künste (Berlin), European Institute for the Media (Düsseldorf).

    Mitglied im netzwerk recherche, bei Freischreiber und investigative reporters und editors (IRE).

    Daneben Publikationen zu journalistischen Fragen in den Fachzeitschriften Message, im Journalist und in Büchern:

    • 8 Spielregeln für einen fairen Umgang mit der Gegenseite, in: Journalist, 6/2013
      (http://www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/redaktionswerkstatt/8-spielregeln-fuer-einen-fairen-umgang-mit-der-gegenseite.html)
    • Journalism Research in the Digital Age, in: The Office of the Representative on Freedom of the Media, 2013 Social Media Guidebook, OSZE, Wien 2013 (http://www.osce.org/fom/99563)
    • Wehe dem, der nicht filtern kann. (…)Warum Journalisten – selbst im Jahr 2012 – lernen sollten, das Netz besser zu verstehen, in Journalist, 3/2011
    • Der Anfang von allem: Recherche, Buchkapitel in: Jakubetz, Christian; Langer, Ulrike; Hohlfeld, Ralf (Hrsg:) Universalcode. Journalismus im digitalen Zeitalter, München 2011
    • Datenschutz-Fallrückzieher. Ein Netizen entdeckt den Wunsch nach Privatsphäre (zusammen mit Jan Schneider); in: computermagazin c’t , Ausgabe 1/2011
    • 10 Fallen beim Checken von Fakten, in: Journalist, 9/2010
    • Innovationen in der Recherche, in:  Fengler, Susanne / Kretzschmar, Sonja (Hrsg.): Innovationen im Journalismus, (2009)
    • Verdeckt drehen: How to do it, in: Werkstatt des netzwerk recherche zur Fachkonferenz „Verdeckte Recherche“ Mai 2009
    • Im Netz liegt die Wahrheit. Irrtümer über Internetrecherche – ein Aufklärungsversuch. in: Message 4/2008
    • Journalisten googlen nicht zu viel, sondern zu schlecht, in: Björn Richter (Hrsg.):  Fuß fassen: Wege in den Journalismus, uvk 2008
    • Das perfekte Interview, in: Film & Schnitt Perfekt, November 2007
    • Clever recherchieren im Internet, Message-Werkstatt zur Internet-Recherche, 4/2007
      (Konzeption sowie eigene Beiträge zu Google und DeepWeb)
    • Arbeiten im Web 2.0, Message-Werkstatt zum Web 2.0, 2/2007
      (Konzeption sowie Einführungsbeitrag)
    • Wider das investigative Gehabe, in: Message 3/2006
    • Man muss es nur versuchen, Wer computergestützt recherchiert, muss sich mit der Welt der Datenanalyse anfreunden, Message-Werkstatt 04/2004
    • Eine echte Kardinalsünde, Vom Umgang mit Themenklau, Message-Werkstatt,  01/2003
    • Die Freiheit nehm’ ich mir: Warum ein Journalistenbüro?, in: Michael Lang/Ralf Gödde: Das Journalistenbüro, Teamkonzepte für freie Journalisten, Konstanz 2000
  • Kurz notiert: Google Alerts verbessert – Journalismus & Recherche

    Google Alerts bietet seit kurzem eine zusätzliche Auswahl an – nämlich, ob man „alle Ergebnisse“ oder aber nur die „relvantesten“ haben möchte. Bislang habe ich an der Alerts ja bemängelt, dass eben nicht alle Treffer aus dem Index gezeigt werden, sondern nur die – gefühlt – top 200 bis 250. Bei einer Google-Suche zu einem vorhandenen Alert konnte man bislang noch nicht von Google per Alert gemeldete Seiten finden.

    Wichtig: Für alle vorhandenen Alerts muss man die Einstellung auf „alle“ ändern, sonst hat man nicht von dieser Verbesserung.

  • Was Google alles nicht findet – Journalismus & Recherche

    Google findet vieles nicht, mehr als man denkt. Für einen Vortrag und meine Seminare, habe ich das zusammengestellt. 8 verschiedene Kategorien, von Webinhalten, die Google (oder Suchmaschinen überhaupt) nicht finden, habe ich unterschieden. Ich freue mich über Ergänzungen und Anmerkungen.
    Die Präsentation stelle ich jetzt hier online zur Verfügung (532 KB, PDF).
    Ebenfalls online ist jetzt mein etwas ausführlicherer Vortrag über „Risiken und Potentiale der Internetrecherche“ (2 MB, pdf).

  • Geschäftsbeziehungen zwischen Suchmaschinen – Journalismus & Recherche

    Angeregt durch Marcus’ Beitrag und die bei ihm erwähnte Präsentation von Dirk Lewandowski ein Hinweis. Lewandowski verwendet zwei Grafiken, die ich auch schon mal in einem Newsletter (#03-6) erwähnt hatte: Das Beziehungsgeflecht der Suchmaschinen aus der Suchfibel von Stefan Karzauninkat, der diese schöne Übersicht leider nicht mehr pflegt, denn der Informationsstand ist vom 17.12.2004. Anders Bruce Clay, der sein Search Engine Relationship Chart fein aktuell hält. Besonders schön: Klickt man in der Flash-Präsentation auf eine der Suchmaschinen, kommt man auf eine Zusammenstellung von Unternehmensinformationen.

    Clay hat übrigens noch ein weiteres Chart als PDF, aus dem hervorgeht, woher die SEs die „Business Data“ und die „Mapping Data“ beziehen (PDF, 1 S., 283 KB).

  • Vom Überlebenswillen mythischer Zahlen – Journalismus & Recherche

    Verursacht Kreditkartenbetrug (und andere Formen des so genannten „Identitätsbetrugs„) tatsächlich einen Schaden von 48 Milliarden US-Dollar im Jahr? Gehen wirklich Diebstähle in New York City im Wert von 2 bis 5 Milliarden US-Dollar jährlich allein auf das Konto von Beschaffungskriminalität?
    Die Antwort auf die erste Frage ist nein, die Antwort auf die zweite Frage ist – Überraschung! – ebenfalls nein. Im ersten Fall wäre der Schaden halb so hoch wie die Gewinne es gesamten US-Banksektors, im zweiten Fall ist es sogar so, dass zu der Zeit, als die Zahl zum ersten Mal veröffentlicht wurde, die New Yorker Polizei den Schaden durch Diebstähle auf 300 Millionen US-Dollar bezifferte – aller Diebstähle wohlgemerkt.
    Dennoch haben Zahlen dieser Art einen unglaublichen Überlebenswillen – oder, besser gesagt, die Journalisten, die sie ungeprüft verwenden, sorgen dafür, dass sie nicht tot zu kriegen sind. Einen neuen Versuch unternimmt Jack Shafer in seinem sehr lesenswerten Artikel The (Ongoing) Vitality of Mythical Numbers im Online-Magazin Slate (englisch).
    Wie sieht es hierzulande aus? Wo sind sie, die mythischen Zahlen? Auf Anhieb fällt mir keine ein, aber das liegt bestimmt nur an meinem schlechten Gedächtnis. Liebe LeserInnen, helft uns auf die Sprünge!

  • Minimalkanon der Internet-Recherche – Journalismus & Recherche

    Nachdem ich in einem Vortrag auf der GOR 2007 (pdf zur Konferenz, abstract auf Seite 109) bereits in einer Analyse typischer Fehler und Probleme Minimalstandards für die journalistische Internetrecherche gefordert habe, habe ich diese im verganenen Jahr geringfügig modifiziert – für das nun im Juni erscheinende Buch „Innovationen für den Journalismus“ (Hrsg.: Fengler, Susanne / Kretzschmar, Sonja). Die Formulierungen sind vielleicht etwas kryptisch – die Liste ist ja sonst in einen Vortrag bzw (s.o) ein Buchkapitel eingebettet.

    Minimalkanon der Internetkenntnisse für Rechercheure

    1. Syntax und Funktionsweise von Suchmaschinen 2. Bewertung von Online-Quellen 3. Strategien, um die Zahl der Treffer zu reduzieren, Ergebnisse einzugrenzen 4. Methodisches Vorgehen statt Fleißarbeit, denn Fleiß statt Methode führt zu Fehlern 5. Systematisches Abarbeiten von Trefferlisten 6. Finden der eigenen Suchbegriffe auf den Trefferseiten 7. Einsatz der site-spezifischen Suche 8. Recherchefragen erkennen, die offline gelöst werden müssen; effiziente Kombination von On- und Offline-Recherche 9. Erschließen von Quellen des „deep web“ (z.B. die google und andere Suchmaschinen bislang noch nicht finden) Handouts und Vorträge zu diesen Themen finden Sie auch hier auf dieser Site – bis Ende April sind bestimmt auch wieder alle pdfs online 🙂 Suchen Sie einfach ab und zu mit dem folgenden Suchbefehl: site:recherche-info.de filetype:pdf

    Über Kommentare und Ergänzungen freue ich mich!

  • Dezember 2009 – Journalismus & Recherche

    Das Kanzleramt und viele weitere Ministerien beziehen Strom, der besonders billig ist und überdurchschnittlich viel CO2 verursacht. Diese Nachricht, die heute in der taz steht, zeigt wieder einmal, was für ein großartiges Instrument europaweite Ausschreibungen sind, um damit auf Themen aufmerksam zu werden. Bei der Recherche war diesmal leider wieder einmal eine Klage vor dem Verwaltungsgericht notwendig, um den Preis und den CO2-Ausstoß des Kanzleramtsstroms zu erfahren. Daher dauerte es auch sieben Monate von meiner ersten Anfrage bis zur Veröffentlichung.
    Aber der Reihe nach: Behörden sind ja verpflichtet, größere Einkäufe von Waren oder Dienstleistungen europaweit auszuschreiben. Auf der Webseite der Europäischen Union, wo all diese Ausschreibungen veröffentlicht werden, kann man sich eine automatische Suche mit individuellen Kriterien einrichten und wird bei jedem Treffer per Mail benachrichtigt (zur Nutzung der Webseite siehe auch diese Dokumentation meines Workshops auf der Jahreskonferenz des Netzwerk Recherche).
    So war ich über eine Ausschreibung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gestolpert, die auf diesem Wege Stromlieferanten suchte. Es ging dabei laut Auftragsbeschreibung (PDF) um die „Lieferung elektrischer Energie für ca. 160 Abnahmestellen – Liegenschaften der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, verschiedene Bundesbehörden und Zuwendungsempfänger – in den Landesgrenzen der Stadt Berlin“. Insgesamt sollten 178 Millionen kWh pro Jahr geliefert werden – aufgeteilt auf mehrere Lose, also Unterausschreibungen. 3 Millionen kWh sollten aus Erneuerbaren Energien kommen. Für die restlichen 175 Millionen kWh suchte die Anstalt Lieferanten für Strom „ohne vorgegebene Herkunft“.
    22. Mai 2009: Ich frage erstmals bei der Bundesanstalt an: Für welche Behörden wird der Strom eingekauft, was kostet er und wie viel CO2-Ausstoß verursacht er?
    27. Mai: Die Bundesanstalt antwortet und listet auf, für wen sie Ökostrom und für wen sie den Strom ohne besondere Herkunft einkauft. Der Ökostrom geht an das Bundesverkehrsministerium. Der Egalstrom gehe an das Bundeskanzleramt, das Auswärtige Amt, die Bundesministerien für Justiz, Bildung, Ernährung, Arbeit, Gesundheit, Wirtschaft, an das Presse- und Informationsamt, an die Bundespolizei, die Bundesnetzagentur, an viele Landesvertretungen und weitere Behörden. Die Bundesanstalt weigert sich allerdings, den Preis für den Strom zu nennen: „Aus vergaberechtlichen Gründen ist mir leider nicht möglich, Ihnen die nachgefragten Auftragswerte bekannt zu geben.“ Außerdem behauptete die Bundesanstalt, ihr sei nicht bekannt, aus welchen Energiequellen wie der Egalstrom erzeugt wurde: Weil „Strom ohne vorgegebene Herkunft nachgefragt wurde, verfügt die Bundesanstalt naturgemäß über keine diesbezüglichen Informationen; dies gilt auch in Bezug auf die Angabe bestimmter Erzeugungsarten und der CO2-Emissionen“.
    8. Juni: In einem Brief an die Bundesanstalt erläutere ich den Umfang der Auskunftspflicht nach dem Pressegesetz und bitte um erneute Überprüfung.
    18. Juni: Die Bundesanstalt beharrt darauf, dass sie die Strompreise nicht nennen könne. Die EU-rechtlichen Vergabevorschriften würden einem presserechtlichen Auskunftsanspruch entgegenstehen. Der Inhalt der Angebote und insbesondere die Preisgestaltung unterliege gemäß der Artikel 6, 35 Abs. 4 und 41 Abs. 3 der Richtlinie 2004/18/EG zur Vergabe öffentlicher Aufträge dem Gebot der vertraulichen Behandlung. Außerdem müssten die Stromlieferanten darauf vertrauen können, dass die Bundesanstalt Informationen, die üblicherweise vertraulich behandelt werden, nicht an die Presse gibt.

  • Bettina Winsemann: Euphemismus Hausdurchsuchung – Journalismus & Recherche

    Die Journalistin, Medienkünstlerin und Aktivistin Bettina Winsemann (a.k.a. Twister) hat bei telepolis einen lesenswerten Beitrag über Hausdurchsuchungen veröffentlicht:

    Hausdurchsuchungen sind zur Zeit erneut omnipräsent. Der Richtervorbehalt soll Sicherheit vor Willkür garantieren, ist aber lediglich Makulatur.

    Passend zu Was tun, wenn der Staatsanwalt klingelt?

  • Wissenschaftliche Erhebung – Wie einfach sind Sie zu identifizieren? – Journalismus & Recherche

    Der Informatikstudent Henning Tillman untersucht im Rahmen seines Diploms, wie einfach Nutzer des World Wide Web zu identifizieren sind. Er untersucht nicht allbekannte Techniken wie etwa Cookies, sondern die eher unbekannte Methode des „Browser Fingerprints“. Tillmann bittet um Teilnahme an seiner Erhebung, die noch bis zum 15. Dezember läuft. Persönliche Daten wie Name oder Ort werden dabei nicht erhoben. Wer teilnimmt, bekommt seinen Browser Fingerprint angezeigt und kann sich per E-Mail über die Ergebnisse informieren lassen. Erhebung: Wie einfach sind Sie zu identifizieren?

    http://bfp.henning-tillmann.de/ .

    Hintergrundinformationen (mit zahlreichen weiteren Links zum Thema): Browser Fingerprinting – Wie sieht Ihr Internet-Fingerabdruck aus?

    http://www.henning-tillmann.de/2012/11/browser-fingerprinting-wie-sieht-ihr-internet-fingerabdruck-aus/ .

    Tracking – Der verräterische Fingerabdruck des Browsers Ein Student erforscht, ob er Internetnutzer anhand der Informationen, die ihr Browser preisgibt, wiedererkennen kann. Er kann. Die Spuren zu verwischen, ist schwierig. Von Patrick Beuth. – Zeit online, 28.11.2012

    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-11/browser-fingerprint-diplomarbeit/komplettansicht .