David Schraven, Hannelore Kraft und archive.org

Der Wächterpreisträger David Schraven hat im Blog Ruhrbarone, das er mit KollegInnen betreibt, einen Artikel darüber geschrieben, wie Hannelore Kraft, SPD-Vorsitzende in Nordrhein-Westfalen, ihren Lebenslauf geändert hat. Ein schönes Beispiel für den Einsatz der Wayback Machine von archive.org. Schraven hatte eine ältere Version der Kraftschen Website dort angeschaut und festgestellt, dass Informationen verändert worden waren. Wie wichtig das ist, darüber gibt es nun Streit. Aber das ist eine andere Geschichte.

One Response to “David Schraven, Hannelore Kraft und archive.org”

  1. Volker Jakobi Says:

    Es ist wichtig, dass es mutige Journalisten gibt, die investigativ berichten. Ich habe Herrn Schravens Bericht zu Frau Kraft gelesen und stelle fest: Es ist das Übliche - korrumpierte Politiker sind an jeder Ecke zu finden. bei den einen bringt es einer wie Herr Schraven ans Tageslicht, bei den anderen ahnt es (fast) niemand, wie korrupt sie sind. Das scheint Teil des bestehenden Systems zu sein. Nicht ganz so neu, wie es auf Anhieb aussieht, denn dieses System besteht in variablen Formen schon seit Jahrtausenden. Es sind die Eliten, die führen und korrumpieren, und es sind Politiker und andere Inhaber von Schaltstellen der Macht, die sich korrumpieren lassen.

    Das ganze System wird verschleiert durch die „Verdummungsmaschinerie“ der diversen Medien, die sich ja zum größten Teil im Eigentum der Eliten und nicht der Verdummten befinden und deren Mitarbeiter mehr oder weniger genau so korrumpiert und deshalb nicht zu investigativem Journalismus bereit/in der Lage sind.

    Es ist insgesamt ein Trauerspiel. Gerade jetzt in der sogenannten „Finanz- und Wirtschaftskrise“ wieder topaktuell. Denn wer von den „Verdummten“ blickt schon wirklich durch und erkennt, dass die ganze „Krise“ ein gut vorbereiteter Coup ist, der von langer Hand vorbereitet wurde, um der Verteilung von unten nach oben das Sahnehäubchen aufzusetzen.

    Ich erinnere an die Aussage von Warren Buffet (wer sich in der Finanzwelt ein bisschen auskennt, weiß, welchen Herrn ich meine), der sinngemäß sagte, dass wir uns im „Krieg“ befänden, in einem Krieg der Reichen gegen die Armen; und er sei sicher, dass seine Partei der Reichen diesen Krieg gewinne.

    Tja, so scheint es wohl tatsächlich zu sein: Die Eliten (die „Reichen“) haben in „konzertierter Aktion“ und in vielen Jahren sorgfältiger Vorbereitung einen cleveren Weg gefunden, mit Hilfe der von ihnen korrumpierten „Helfer“ mal wieder einen gigantischen Raubzug/Betrug/Diebstahl durchzuziehen, der seinesgleichen in der Geschichte sucht. Und wir Idioten (ich meine damit die „Armen“, zu denen ich mich auch zählen muss) gucken zu und klatschen noch Beifall dafür, dass unsere Arbeitsplätze „gerettet“ werden.

    Was für ein Wahnsinn!!!