Posts Tagged ‘Vorratsdatenspeicherung’

Jan K. Köcher: Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung & Co. – Recht und Gesetz sind nicht immer das Selbe

Wednesday, June 25th, 2008

Rechtsanwalt Dr. iur. Jan K. Köcher hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Rechtswissenschaft studiert. Nach Abschluss seines juristischen Vorbereitungsdienstes in Baden-Württemberg arbeitete er von 2003 bis Mitte 2007 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Recht im DFN am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster bei Professor Dr. Thomas Hoeren. Seine Promotion zum Thema „Quotenregelungen im Rundfunk“ konnte er Ende 2007 erfolgreich abschließen.
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Geschützter Verkehr für Journalisten

Tuesday, June 10th, 2008

Die German Privacy Foundation hat heute morgen einen Service für Informanten – vor allem für so genannte Whistleblower – und Journalisten vorgestellt, der seit der Stasikom-Affäre wohl auch jenen Journalisten als notwendig einleuchtet, die von Verschlüsselungssoftware wie PGP bzw. GPG oder Anonymisierungssoftware wie Tor bisher nichts gehört hatten oder es nicht hören wollten. Der Webservice Privacybox ermöglicht die weitgehend sichere Kommunikation zwischen Journalisten und Informanten, und zwar dadurch, dass Sender und Empfänger verschlüsselt und für Dritte anonym miteinander kommunizieren können.

Im Heise-Ticker erklärt Detlef Borchers die Funktionsweise ausführlich. Am besten, liebe Kollegen, probiert man allerdings die Privacybox gleich mal selbst aus.

Der Beitrag wurde zuerst im tazblog CTRL veröffentlicht.

Neue Studie zu Social Network Analysis

Tuesday, May 20th, 2008

Eigentlich wollte ich nur kurz auf die Studie von drei Forschern des MIT hinweisen: Inferring Social Network Structure using Mobile Phone Data.

Gefunden bei der Humanistischen Union via netzpolitik.org. Weitere Meldung beim VirDSB.

Vor dem Hintergrund der Vorratsdatenspeicherung elektronischen Totalüberwachung ist die Studie eine gute Argumentationshilfe:

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Udo Vetter: Sie haben das Recht zu schweigen

Friday, January 12th, 2007

Ist zwar schon eine Weile her, aber besser spät als nie. Beim Chaos Communication Congress hat Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht aus Düsseldorf, einen Vortrag mit dem Titel „Sie haben das Recht zu schweigen: Durchsuchung, Beschlagnahme, Vernehmung – Strategien für den Umgang mit Polizei und Staatsanwalt“ gehalten. Ist ein langer Riemen, daher hat es auch so lange gedauert, bis er hier erscheint, aber absolut lesens- bzw. wissenswert.

Vetter, Autor des sehr viel gelesenen Lawblogs, erläuterte, wie Situationen zu meistern sind, mit denen die meisten von uns wohl eher keine Erfahrung haben und daher auch nicht wüssten, wie man sich im Zweifel „richtig“ verhält. Meiner Ansicht nach ist das ein Thema für Journalismus & Recherche, weil die Ermittlungsbehörden bekanntlich inzwischen auch bei Journalisten eine beunruhigende Aktivität entfalten. Der „Fall Cicero“ wird vielleicht ein wenig strapaziert, aber er ist nicht das einzige Beispiel. Betroffen sind auch nicht nur „investigative“ Journalisten.

„Nehmen Sie das Recht zu schweigen in Anspruch. Damit ist der Vortrag beendet“ – so begann Vetter seinen Vortrag, doch es war mehr als nur ein amüsante Einstieg zu verstehen, denn der Ratschlag bildete auch gleich das Motiv des Vortrags, das Vetter in einigen Variationen durchspielte.

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