Über Journalismus & Recherche

Journalismus & Recherche ist ein Gemeinschafts-Webblog von Journalisten, die der Ansicht sind, dass es (fast) verschenkte Mühe ist, Tipps nur untereinander auszutauschen. Statt sie also immer nur per E-Mail zu verteilen, stellen wir sie nun ins Blog und freuen und über Kommentare, Hinweise und Anregungen, die sie hervorrufen.

Journalismus & Recherche ist kein Weblog zu Online-Recherche, sondern zu journalistischer Recherche – die selbstverständlich die Recherche im Internet einschließt, aber nie auf sie beschränkt war, sein sollte, und sein wird.

Autoren

Jan Michael Ihl

Jan Michael Ihl, geb. 1980, arbeitet als Projektmanager für Sourcefabric und freiberuflich als Trainer und Rechercheur. Zuvor war er als Multimedia-Redakteur für die Deutsche Welle tätig sowie als freier Journalist und Rechercheur für diverse Medien und Umwelt-NGOs. Bis 2009 arbeitete er als Projektmanager bei taz online, bei der Netzeitung leitete er 2007 das Bürgerjournalismus-Projekt „Readers Edition“. Nach seiner Tätigkeit bei der taz schrieb er seine Diplomarbeit über neue Erlösmodelle und Arbeitsweisen im Journalismus. Im Anschluss verbrachte er ein halbes Jahr in der Türkei, zeitweise als Gastredakteur bei der englischsprachigen türkischen liberal-islamischen Tageszeitung Today’s Zaman in Istanbul im Rahmen des Johannes-Rau-Stipendiums der Internationalen Journalisten-Programme (IJP). Bei Autorenwerk recherchierte er zu Wirtschafts- und Verbraucherschutzthemen für ZDF WISO und ZDF Reporter.

Studiert hat Jan Michael am IEB der Universität der Künste Berlin Electronic Business und an der FU Berlin und zuvor in Trier Politikwissenschaft.

Seine journalistische Tätigkeit hat er während seines Studiums in Trier als Redakteur der 2006 mit dem MLP-Campus-Presse-Award als beste deutschsprachige Campuszeitung ausgezeichneten Neue Universal und als freier Mitarbeiter der Saarbrücker Zeitung begonnen.

Marcus Lindeman

Für wenig Zeilengeld mit 17 Jahren zum Journalistendasein verführt worden - Lokalreporter für die Rheinpfalz. Zuvor schon Schülerzeitung mit Schreibmaschine und Atari1040ST erstellt, am Apple IIe programmieren gelernt; erster PC 1990, bezahlt mit einem zinslosen Darlehen des Verlegers – der für das Selbsterfassen der Artikel zehn Prozent mehr Honorar bietet und nach und nach die Text-Erfasserinnen einspart. Seither auch ohne Internet immer mit anderen Computern verbunden – über ein 2400 baud-Modem am PC und über den Bildschirmtext der Deutschen Post.

Marcus Lindemann, Effizienter Googeln, Online-Recherche finden Sie auf Semigator.de

Nachdem Zivildienst im Praktikum bei Radio Ohr (Offenburg) gelernt, Magnetband zu schneiden (und zu kleben); in der Hörfunk-Nachrichtenredaktion des Norddeutschen Rundfunks (NDR, Hamburg) die Nachrichten der Sekretärin diktiert – selbst-tippen war verpönt. Weitere Praktikums-Stationen: TEMPO (Jahreszeiten-Verlag, Hamburg); tina (Heinrich-Bauer-Verlag, Hamburg); Südwestfunk (Baden-Baden), ARTE-Redaktion (Straßburg).

Der nächste Verlag stellt ein Fax in der Studentenbude auf – für die Manuskripte gibt es Durchschlagpapier. Nach einem Praktikum bei TEMPO wird jeden Monat die Rubrik „Top Ten“ recherchiert. 1993 Gründung des studentischen Journalistenbüros „forte“ (fotos –recherchen – texte) – Artikel für zahlreiche Regionalzeitungen bundesweit, einzelne Texte werden mehr als dutzendfach gedruckt.

Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften in Siegen, Berlin und Colchester (UK) (Politischer Ökonom (M.A.), Abschlussarbeit: The Licence Raj revisited. The Political Economy of economic Reforms in India)

Nach dem Studium dann auf damals noch sogenannte elektronische Medien umgestiegen: Beiträge für das DeutschlandRadio und redaktionelle Mitarbeit an drei arte-Themenabenden des SWF.

Von 1997 an beim ZDF in Mainz – zunächst als Rechercheur. Die „internetfähigen“ Computer stehen damals ausschließlich in der Bibliothek, Rechercheergebnisse landen auf Papier und 3,5 Zoll-Disketten. Von 1998 bis zum Februar 2000 dann Redakteur und Reporter.

Gründung der Produktionsfirma autoren(werk) GmbH & Co.KG. Seit September 2000 geschäftsführender Autor und Produzent von Magazinbeiträgen und langen Formaten sowie Entwickler von Rubriken und Sendungsformaten. Erster eigener Schnitt-Computer – ein AVID Symphony – als Vorführgerät für rund eine halbe Million D-Mark.

Produzent von Beiträgen und Rubriken, u.a. „WISO ermittelt“ (2004-2013), mehrere ARD-Dokus (u.a. „Das Massaker von Erfurt“, 2002), kurze Abstecher ins Privatfernsehen („Frauentausch“, Süddeutsche TV), 2012 Entwicklung und Produktion der Reihe „Oma-Trick“ für WISO und zdf.info. Das Unternehmen verfügt mittlerweile über fünf Schnittplätze, eigene (bandlose) EB-Kameratechnik und ein kleines Greenbox-Studio, in dem u.a. wisskomm.tv, streik.tv und politsnack.de produziert wurden.

Eigene Beiträge und Co-Autorenschaften für WISO, Frontal 21, Fakt, Plusminus, zdf.umwelt, planet-e, ZDF spezial, Hallo Deutschland, mit mir nicht! und das Mittagsmagazin. Die Dokumentation „Solo für Bubendorfer“ (arte/ZDF, 2002; zusammen mit Stefan Albrecht) wird 2003 mit der „Goldenen Kamera Alpin“ ausgezeichnet (Internationales Berg- und Abenteuerfilmfestival, Graz).

Seit 1998 Trainer für Recherche und TV-Journalismus. Heute u.a. für folgende Institutionen:

Seit 2011 auch Schulungen für Mitarbeiter von Polizei und Versicherungen, u.a. Vorträge an der Deutschen Hochschule der Polizei (Münster).

Weitere Vorträge und Workshops im In- und Ausland, u.a. BIRN summer school for investigative reporting, Global Investigative Journalism Conference
Weitere Stationen (ohne aktuelle Aufträge/Seminare): Macromedia Fachhochschule (Campus München), Georg von Holtzbrinck Schule für Wirtschaftsjournalisten (Düsseldorf), Friedrich Ebert Stiftung (Bonn), Hochschulde der populären Künste (Berlin), European Institute for the Media (Düsseldorf).

Mitglied im netzwerk recherche, bei Freischreiber und investigative reporters und editors (IRE).

Daneben Publikationen zu journalistischen Fragen in den Fachzeitschriften Message, im Journalist und in Büchern:

 

Dr. Manfred Redelfs

Dr. Manfred Redelfs, Jahrgang 1961, hat in Hamburg, Washington, Berkeley und Oxford Politikwissenschaft und Journalistik studiert. Nach einem Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg war er mehre Jahre als Journalist tätig und hat parallel über Recherchejournalismus in den USA promoviert. Seit 1996 leitet er die Rechercheabteilung von Greenpeace Deutschland.

Er ist Lehrbeauftragter in Journalistik an der Universität Hamburg und der Hamburg Media School (Recherche) sowie Dozent an der Akademie für Publizistik (Presserecht). Ehrenamtlich engagiert er sich als Gründungsmitglied in der Journalistenorganisation „Netzwerk Recherche“, wo er im Vorstand für die Arbeit zum Informationsfreiheitsgesetz zuständig ist.

Jürgen Sell

Jürgen ist seit 2008 als Senior Consultant für die ESG Consulting GmbH tätig.  Er arbeitet im externen Projektcontrolling für die IT-Konsolidierung im BMI. Zuvor war er Geschäftsführer der ISK Informations-Systeme, KommunikationGmbH.  Seine thematischen Schwerpunkte sind die Softwareentwicklung und Veränderungsprozesse. Dazu leitet er  Kundenprojekte zu dezentralem Arbeiten und unternehmensübergreifender Zusammenarbeit.

Für Journalisten veranstaltet Jürgen Workshops und Seminare zur sicheren Nutzung neuer Informationstechnologien von Druckern über Mobiltelefone und WLAN bis zu gewöhnlichen Computern. Er findet, dass Internetcafes eine gute Maßnahme zum Informantenschutz sein können.

Als Mathematiker wünscht er sich von Journalisten etwas mehr Gefühl im Umgang mit Zahlenmaterial.

In seiner Freizeit bloggt er zu allen Facetten des drahtlosen Lebens und zu seinem Hobby 1-a-Billard.

Email : juergen.s AT www PUNKT simulakron PUNKT de

Matthias Spielkamp

Matthias arbeitet als Journalist, Referent und Berater in Berlin.

Er ist Gründungsredakteur von iRights.info – Urheberrecht in der digitalen Welt, das 2006 mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet wurde.

Als Journalist schreibt er vor allem über die Themen Urheberrecht, Internet-Politik und soziale und gesellschaftliche Aspekte der Digitalisierung - für Magazine, Tages- und Wochenzeitungen wie brand eins, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, FAZ, Golem.de und viele andere. Seine Meinungsartikel erscheinen in der taz.

In der Aus- und Fortbildung für Journalisten unterrichtet Matthias die Themen Online-Journalismus (Schreiben fürs Web, Konzipieren, Recherche etc.) für die ARD.ZDF Medienakademie, die Evangelische Journalistenschule / Medienakademie, das Internationale Institut für Journalismus und viele andere.

Als Berater unterstützt er Unternehmen, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen dabei, Websites zu konzipieren und zu verbessern und schult Mitarbeiter im Schreiben und bei der Optimierung von redaktionellen Arbeitsabläufen.

Mit Melanie Wieland hat Matthias das Buch Schreiben fürs Web verfasst (UVK, 2003). Seine Essays und Aufsätze zu Urheberrecht, Web 2.0, Zukunft der Arbeitsgesellschaft und anderen Themen erscheinen in Büchern und Fachzeitschriften.

Matthias hat Philosophie, Politik und Volkswirtschaft (Mg.A., FU Berlin) sowie Journalismus (M.A., University of Colorado at Boulder) studiert.

Er bloggt unter immateriblog.de und bei Journalismus & Recherche , das er auch mitgegründet hat.

E-Mail: ms (at) immateriblog (punkt) de

Albrecht Ude

Albrecht Ude genießt das Leben in Berlin und Friesland. Er verdient sein Geld als recherchierender Journalist (Print und Online), durch Konzeptionen und als Recherche-Trainer.

Seine Arbeitschwerpunke sind strukturiere und forensische Online-Recherche sowie Computer Assisted Reporting (CAR), Kommunikationssicherheit, Überwachung und Bürgerrechte im digitalen Zeitalter. Er ist Übersetzer und deutscher Bearbeiter des Text E-Mail Newsletter Standard (TEN Standard).

Er verwendet viel Zeit für den Newsletter Netzwerk Recherche und bloggt hier und da und dort…