Ja, ich bleibe dabei – die meisten Journalisten sollten erstmal eine Suchmaschine verstehen und bedienen lernen bevor sie versuchen, durch die Nutzung mehrerer Suchmaschinen zu (besseren) Ergebnissen zu kommen.
Bislang habe ich die Nutzung verschiedener Suchmaschinen immer dann empfohlen, wenn man „alles über“-Rechercheren macht, sprich wenige Treffer, ein überschaubares Thema und ein großes Interesse an den Ergebnissen.
Gerade bei Treffern abseits der wichtigsten Seiten, die wohl jede Suchmaschine indiziert, lohnt sich das, denn die Überschneidungen zwischen den Suchmaschinen, die überhaupt eigene Indizes haben (Yahoo, Google, MSN, Seekport, Ask.com ehemals Teoma), sind minimal. Diese schöne Begründung verdanke ich Dirk Lewandowsky, dem ich in einem Seminar zuhören durfte (Präsentation hier).
Erfreulich auch seine Erfahrung, dass yahoo manches besser macht, als google. Ich gebe zu, die nachfolgenden Punkte sind selten relevant, aber über die Ergebnisse bei google habe ich mich dann doch zu oft geärgert – jetzt weiß ich, yahoo kann das besser!

ODER-Suche

Die Oder-Suche funktioniert bei Google nicht ordentlich, wobei am ärgerlichsten ist, dass dies nur schwer und selten auf Anhieb zu erkennen ist.

Synonyme wider Willen

Google findet bei der Suche nach „Stefan Mayer“ auch Stephan Meier und andere vermeintliche Synonyme. Das heißt, trotz Anführungszeichen ist keine Phrasensuche möglich.
Das schlimmste an diesen Fehler ist, dass man die Funktionalität der Operatoren bei google bezweifeln muss – eine Verunsicherung, die ganz schön am Lack des Marktführers kratzt.
Noch ein Tipp: Für Firefox gibt es die Erweiterung Customize Google, damit lassen sich identische Suchanfragen nacheinander bei verschiedenen Suchmaschinen stellen. Die Einstellungen erlauben es leider nicht, dies auf die Maschinen mit eigener Datenbasis (s.o.) zu beschränken.

5 Comments

  1. Tobias hat recht. Aber das ist NEU. Auch alle anderen Beispiele in denen google sich über die Anführungszeichen hinweg setzte, funktionieren jetzt. Schön. Die lesen doch nicht etwa hier mit? Oder hat da jemand gepetzt, S?

  2. Ich kann das „Stefan Mayer“-Beispiel nicht nachvollziehen. Wenn ich „Stefan Mayer“ (mit Anführungszeichen) googele, kommen auch nur Stefan Mayers, siehe http://tinyurl.com/3b775x. Die einzige Ausnahme ist der erste Treffer, der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer, der offensichtlich selbst auf seiner Seite seinen Vornamen in mehreren Variationen angibt, damit er auch dann gefunden wird, wenn jemand anders ihn so sucht. Also kein Fehler von Google. Ansonsten: Nur Stefan Mayers mit f und ay.

  3. Ja, das mag wohl sein – die Studien von Lewandowski haben zum einen die Bildsuche nicht untersucht und kommen bei der Websuche zu dem Ergebnis, das google leicht führt.

  4. btw — die Bildersuche bei Yahoo liefert bessere Ergebnisse als Google. Also zumindest dann, wenn man Plattencover für seine iTunes-Datenbank sucht 😎

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