Posts Tagged ‘Überwachung’

93% der Nutzer hinterlassen eindeutige Spuren auf Websites

Tuesday, October 22nd, 2013

Henning Tillmann hat im Rahmen seines Diploms untersucht, wie einfach Nutzer des WWW durch den „Browser Fingerprint“ zu identifizieren sind. Dank einer Online-Umfrage konnte er 23.709 Datensätze erheben.

Die eher unbekannte Methode des „Browser Fingerprint“ hinterlässt (im Gegensatz etwa zu Cookies) keine Spuren auf dem Rechner des Nutzers, da sie lediglich Daten auswertet, die dessen Browser an angesurfte Websites übermittelt. Wie Tillmann ermittelte, hinterlassen 93% der Nutzer eindeutige und damit nachverfolgbare Spuren auf Websites.
(more…)

Kurze Anleitung zu überwachungsfeindlichem Verhalten

Tuesday, July 16th, 2013

In welcher Zeit leben wir! In welchem Land leben wir!
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) [hat] die Deutschen aufgerufen, selbst mehr für den Schutz ihrer Daten zu tun. Verschlüsselungstechnik oder Virenschutz müssten mehr Aufmerksamkeit erhalten, sagte Friedrich nach seiner Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) des Bundestages zu der Spähaffäre.“ (so Zeit Online).
Wüsste man nicht um die näheren Umstände, man würde sich ja glücklich schätzen!

Aus gegebenem, quasi ministeriellen Anlass also, als kleine Handreichung:

Kurze Anleitung zu überwachungsfeindlichem Verhalten
Wie viel Sie überwacht werden, entscheiden Sie mit. Jeder bestimmt durch sein eigenes Verhalten, wie weit die Überwachung durch Geheimdienste und Firmen geht und wie schwer es die Überwacher haben. Man kann viel tun und sollte es tun

von Albrecht Ude (PDF-Datei, 7 S., 92 KB)

(more…)

„Lebe lieber digital. Was bleibt im Netz privat?“

Wednesday, July 1st, 2009

Podiumsdiskussion in Berlin, Di., 07.07.2009, 19:00h

Im Museum für Kommunikation Berlin läuft noch bis 31. August 2009 die Ausstellung „@bsolut privat - Vom Tagebuch zum Weblog“. Gut gewählter Hintergrund für eine Podiumsdiskussion des Veranstaltungsforums der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck: „Lebe lieber digital. Was bleibt im Netz privat?

Moderiert von Wolfgang Blau (Chefred. ZEIT Online, Verantwortl. Chefred. Tagesspiegel.de) diskutieren

  • Peter Schaar (Bundes-Datenschutzbeauftragter)
  • Dr. Arndt Roller (GF Parship)
  • Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Dir. Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Hrsg. der Studie „Heranwachsen mit dem Social Web“)
  • Stefan Niggemeier (Journalist)

Eintritt frei, Anmeldung bis 3. Juli erbeten an digital@vf-holtzbrinck.de

Jan K. Köcher: Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung & Co. – Recht und Gesetz sind nicht immer das Selbe

Wednesday, June 25th, 2008

Rechtsanwalt Dr. iur. Jan K. Köcher hat an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Rechtswissenschaft studiert. Nach Abschluss seines juristischen Vorbereitungsdienstes in Baden-Württemberg arbeitete er von 2003 bis Mitte 2007 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Recht im DFN am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster bei Professor Dr. Thomas Hoeren. Seine Promotion zum Thema „Quotenregelungen im Rundfunk“ konnte er Ende 2007 erfolgreich abschließen.
(more…)

Neue Studie zu Social Network Analysis

Tuesday, May 20th, 2008

Eigentlich wollte ich nur kurz auf die Studie von drei Forschern des MIT hinweisen: Inferring Social Network Structure using Mobile Phone Data.

Gefunden bei der Humanistischen Union via netzpolitik.org. Weitere Meldung beim VirDSB.

Vor dem Hintergrund der Vorratsdatenspeicherung elektronischen Totalüberwachung ist die Studie eine gute Argumentationshilfe:

(more…)

Udo Vetter: Sie haben das Recht zu schweigen

Friday, January 12th, 2007

Ist zwar schon eine Weile her, aber besser spät als nie. Beim Chaos Communication Congress hat Udo Vetter, Fachanwalt für Strafrecht aus Düsseldorf, einen Vortrag mit dem Titel „Sie haben das Recht zu schweigen: Durchsuchung, Beschlagnahme, Vernehmung – Strategien für den Umgang mit Polizei und Staatsanwalt“ gehalten. Ist ein langer Riemen, daher hat es auch so lange gedauert, bis er hier erscheint, aber absolut lesens- bzw. wissenswert.

Vetter, Autor des sehr viel gelesenen Lawblogs, erläuterte, wie Situationen zu meistern sind, mit denen die meisten von uns wohl eher keine Erfahrung haben und daher auch nicht wüssten, wie man sich im Zweifel „richtig“ verhält. Meiner Ansicht nach ist das ein Thema für Journalismus & Recherche, weil die Ermittlungsbehörden bekanntlich inzwischen auch bei Journalisten eine beunruhigende Aktivität entfalten. Der „Fall Cicero“ wird vielleicht ein wenig strapaziert, aber er ist nicht das einzige Beispiel. Betroffen sind auch nicht nur „investigative“ Journalisten.

„Nehmen Sie das Recht zu schweigen in Anspruch. Damit ist der Vortrag beendet“ – so begann Vetter seinen Vortrag, doch es war mehr als nur ein amüsante Einstieg zu verstehen, denn der Ratschlag bildete auch gleich das Motiv des Vortrags, das Vetter in einigen Variationen durchspielte.

(more…)

Die Wir-Wollen-Alles-Über-Sie-Wissensgesellschaft

Friday, September 1st, 2006

Da Informationen sammeln und Daten Schützen zwei Seiten einer Medaille sind, sei mir hier ein kleiner Hinweis auf das gestern erschienene Buch „Schwarzbuch Datenschutz“, herausgegeben von den FoeBuD-Recken Rena Tangens und padeluun.

Titelbild des Schwarzbuchs Datenschutz Das Buch versammelt auf rund 180 Seiten 38 Laudatio-Texte (also Laudationes) aus sechs Jahren Big-Brother-Award, den der FoeBuD mit einer Reihe von Organisationen alljährlich so genannten Datenkraken verleiht, Unternehmen und Personen, die sich durch außerordentlich Datenschutz-unsensiblen Umgang mit Informationen auszeichen. Damit daraus Erfolgsgeschichten werden, wie die Herausgeber in ihrem Vorwort schreiben, sind die Laudatio-Texte um – meistens sehr knappe – frisch recherchierte Nachträge ergänzt. Mit einer Argumentations- und Orientierungshilfe, warum Privacy überhaupt wichtig für die Demokratie ist und wohin die Reise zwischen den Polen „Privatsphäre gibt es sowieso nicht mehr“ und „meine Daten gehören mir“ in der RFID- und Social-Software-getaggten „Wir-Wollen-Alles-Über-Sie-Wissensgesellschaft“ gehen kann, schließt das Schwarzbuch Datenschutz (13,90 Euro im Buchhandel, FoeBuD-Shop, Amazon).